Fahrradschlösser im Test
Welche Fahrradschlösser sind wirklich sicher?

Safety first! Doch schützen aktuelle Radschlösser dein heißgeliebtes (E-)Bike wirklich vor Langfingern? Fahrradschlösser gibt es in den verschiedensten Variationen. Doch was halten die aktuellen Schlösser tatsächlich aus? Wir stellen dir die Top-Schlösser vor!

MB 1216 Fahrradschlösser Teaserbild
Foto: Benjamin Hahn
  • Trelock U6L - MOUNTAINBIKE-TestsiegerDer im Vergleich zum U4 widerstandsfähigere Stahl des U6 konnte mit keiner Aufbruchmethode zerstört werden. Der längere Bügel bedingt ein etwas höheres Gewicht. Der Schließmechanismus läuft geschmeidig und ohne zu hakeln. Top!
    Bestellbar in unserem Partnershop
  • Trelock FS 580 Toro X-Press - MOUNTAINBIKE Testsieger Ein Gramm schwerer als Konkurrent Axa, ist auch der Aufbruchschutz identisch. Keine Methode zeigte in der Zeitspanne auch nur annähernd Erfolg. Stabile Rahmenhalterung, auch das Öffnen und Schließen geht problemlos von der Hand.
    Bestellbar bei boc24und auf Amazon
  • Contec Powerloc - MOUNTAINBIKE KauftippMit fünf Schlüsseln und Sicherungsseil üppig ausgestattetes Schloss zum kleinen Preis. Auch der Aufbruchschutz überzeugt. Keine Methode war in der gesetzten Zeitspanne erfolgreich. Der Rahmenhalter ist etwas fummelig zu bedienen.
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  • Master Lock Bügelschloss 8195LW - MOUNTAINBIKE KauftippDas Master Lock kommt mit passablem Rahmenhalter und vier Schlüsseln. In Sachen Schutz gehört es trotz seines günstigen Preises zu den besten Modellen im Test und hielt allen Knackversuchen stand.
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  • Axa Fold Ultra - MOUNTAINBIKE KauftippStarken Schutz gegen typische Aufbruchversuche bietet das Axa. Kein Schwergewicht und nicht zu teuer. Standard-Ausstattung mit zwei Schlüsseln und Rahmenhalter. Letzterer fixiert das Schloss per Knopfdruck sicher und klapperfrei.
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Trelock U6L
Überragend
Trelock UL6
FazitDer im Vergleich zum U4 widerstandsfähigere Stahl des U6 konnte mit keiner Aufbruchmethode zerstört werden. Der längere Bügel bedingt ein etwas höheres Gewicht. Der Schließmechanismus läuft geschmeidig und ohne zu hakeln. Top!
  • Preis/Gewicht: 93 Euro/1523 g
  • Bügelmaß innen: 297 mm x 108 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Trelock FS 580 Toro X-Press
Sehr gut
Trelock FS 580 Toro X-Press
FazitEin Gramm schwerer als Konkurrent Axa, ist auch der Aufbruchschutz identisch. Keine Methode zeigte in der Zeitspanne auch nur annähernd Erfolg. Stabile Rahmenhalterung, auch das Öffnen und Schließen geht problemlos von der Hand.
  • Preis/Gewicht: 133 Euro/1428 g
  • Länge: 78 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Contec Powerloc
Sehr gut
Contec Powerloc
FazitMit fünf Schlüsseln und Sicherungsseil üppig ausgestattetes Schloss zum kleinen Preis. Auch der Aufbruchschutz überzeugt. Keine Methode war in der gesetzten Zeitspanne erfolgreich. Der Rahmenhalter ist etwas fummelig zu bedienen.
  • Preis/Gewicht: 45 Euro/1309 g + 276 g
  • Bügelmaß innen: 230 mm x 115 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, fünf Schlüssel, 120 cm Sicherungsseil

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Master Lock Bügelschloss 8195LW
Sehr gut
Matserlock Bu?gelschloss 8195LW
FazitDas Master Lock kommt mit passablem Rahmenhalter und vier Schlüsseln. In Sachen Schutz gehört es trotz seines günstigen Preises zu den besten Modellen im Test und hielt allen Knackversuchen stand. Daher ein klarer Kauftipp!
  • Preis/Gewicht: ab 53 Euro/1181 g
  • Bügelmaß innen: 280 mm x 110 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, vier Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Axa Fold Ultra
Sehr gut
Axa Fold Ultra
FazitStarken Schutz gegen typische Aufbruchversuche bietet das Axa. Kein Schwergewicht und nicht zu teuer. Standard-Ausstattung mit zwei Schlüsseln und Rahmenhalter. Letzterer fixiert das Schloss per Knopfdruck sicher und klapperfrei.
  • Preis/Gewicht: 100 Euro/1427 g
  • Länge: 84 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Abus Granit Xplus 540
Sehr gut
Abus Granit Xplus 540
FazitAm Granit bissen sich sämtliche Werkzeuge die Zähne aus. Trotz massiver Gewalteinwirkung zeigte es nur geringe Beschädigungen und war weiterhin problemlos verwendbar. Diverse Halterungen sind optional erhältlich (ab circa 15 Euro).
  • Preis/Gewicht: ab 110 Euro/1463 g
  • Bügemaß innen: 225 mm x 108 mm
  • Zubehör: zwei Schlösser

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Abus Bordo 6500A SmartX
Sehr gut
Abus Bordo 6500A SmartX
FazitSchwer, teuer und sehr sicher. Das Bluetooth-Schloss hielt nicht nur sämtlichen Aufbruchversuchen stand, es schlug auch ohrenbetäubend Alarm und informierte per App über den Angriff. Bedienung und Einrichtung funktionierten reibungslos.
  • Preis/Gewicht: 250 Euro/2306 g
  • Länge: 110 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, USB-Ladekabel, kostenlose App, Schlüssel-Codekarte

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Hiplok DX
Sehr gut
Hiplok DX
FazitDen kompakten Widerstandskämpfer konnte keine Aufbruchmethode beeindrucken. Die Klemmhalterung ist Geschmackssache. Aufgrund der geringen Bügelinnenweite wenig anschließfreudig, kommt aber mit zusätzlichem 2-Meter-Sicherungsseil.
  • Preis/Gewicht: 90 Euro/1111 + 460 g
  • Bügelmaß innen: 150 mm x 88 mm
  • Zubehör: Halterung für z. B. Hosenbund, drei Schlüssel, 200 cm Sicherungsseil

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Hiplok D1000
Sehr gut
Hiplock D1000
FazitDas D1000 soll sogar dem gefürchteten Winkelschleifer standhalten. Tatsächlich konnte es im Zeitlimit auch mit der „Flex“ nicht geknackt werden. Bis auf die Ausstattung liefert es daher durchweg Superlative: supersicher, superschwer, superteuer.
  • Preis/Gewicht: 275 Euro/1926 g
  • Bügelmaß innen: 160 mm x 90 mm
  • Zubehör: drei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Litelok Core
Sehr gut
Litelok Core
FazitSehr schweres Schloss mit eingeschränkter Flexibilität. Muss zum Umschließen größerer Anschließstellen mit Kraft aufgebogen werden. Hielt im Aufbruchtest allen Angriffen stand. Als Hüftgurt eher unkomfortabel und recht sperrig.
  • Preis/Gewicht: ab 149 Euro/1970 g
  • Maße: 80 cm
  • Zubehör: Erweiterung zum Tragen als Hüftgurt, drei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Burg Wächter 1580 HB
Gut
Burg Wächter 1580 HB
FazitDas günstigste Schloss im Test ist aufgrund seines geringen Gewichts auch gut für die Mitnahme im Rucksack geeignet. Eine Aufbruchmethode setzte dem Schloss zu, knackte es beinahe innerhalb des Zeitlimits. Die Ausstattung ist guter Standard.
  • Preis/Gewicht: 32 Euro/1063 g
  • Bügelmaß innen: 200 mm x 115 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Onguard 8003 Pitbull STD U-Lock
Gut
Onguard 8003 Pitbull STD U-Lock
FazitDas Onguard liegt in Sachen Gewicht im Mittelfeld, die Ausstattung mit fünf Schlüsseln erfreut. Mittels einer Aufbruchmethode konnte das Pitbull geknackt werden. Die Rahmenhalterung ist etwas fummelig in ihrer Bedienung.
  • Preis/Gewicht: 47 Euro/1428 g
  • Bügelmaß innen: 230 mm x 115 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, fünf Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Trelock U4 Flex
Gut
Trelock U4 Flex
FazitBeim preiswerteren Trelock war eine Aufbruchmethode recht schnell erfolgreich. Mit guter Halterung und hakelfreiem Öffnungs- und Schließvorgang sammelt es hingegen Punkte. Zudem ist es sehr leicht und ansprechend ausgestattet.
  • Preis/Gewicht: 60 Euro/1003 g + 315 g
  • Bügelmaß innen: 230 mm x 105 mm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel, 120 cm Sicherungsseil

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Burg Wächter Zylinder-Faltschloss 790 90
Gut
Burg Wächter Zylinder-Faltschloss 790 90
FazitBei einer Aufbruchmethode gab das günstige Burg-Faltschloss nach, hielt den Attacken ansonsten aber sehr souverän stand. Schließen und Öffnen sowie die Bedienung des Halters funktionieren reibungslos, die Ausstattung ist guter Standard.
  • Preis/Gewicht: 60 Euro/1283 g
  • Länge: 88 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Litelok Go
Gut
Litelok Go
FazitWie ein leichtes, flexibles Bügelschloss lässt sich das Go an diversen Anschließstellen befestigen. Im Aufbruchtest zäher, als der optische Eindruck vermuten ließ. Eine Methode knackte das Schloss innerhalb zwei Minuten. Die Ausstattung ist schmal.
  • Preis/Gewicht: 100 Euro/745 g
  • Maße: 270 mm x 120 bis 150 mm
  • Zubehör: zwei Befestigungsbänder, zwei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Litelok One
Gut
Litelok One
FazitAufgrund des akzeptablen Gewichts und der weiten Umschließlänge funktioniert der Transport als Hüftgurt/ Gürtel bestens. Schützt auf gutem Niveau vor Langfingern: Nur eine Aufbruchmethode war erfolgreich. Handhabung ohne Probleme.
  • Preis/Gewicht: 150 Euro/1329 g
  • Maße: 99 cm
  • Zubehör: zwei Befestigungsbänder, zwei Schlüssel, als Hüftgurt tragbar

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Contec Sherlock
Befriedigend
Contec Sherlock
FazitZwar punktet das Contec mit geringem Gewicht und guter Ausstattung, der Aufbruchschutz fällt jedoch gering aus. Zwei Methoden waren relativ schnell erfolgreich. Das Öffnen und Schließen funktioniert ohne Hakeln und Gefummel.
  • Preis/Gewicht: 40 Euro/1170 g
  • Länge: 85 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, drei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Sportastisch Fold & Hold
Schwach
Sportastisch Fold & Hold
FazitSuperleichtes Faltschloss, das keiner Aufbruchmethode standhielt. Sogar ohne Werkzeug war es in weniger als einer Minute zerstört. Als Wegfahrsperre noch brauchbar, für die Sicherung hochwertiger Bikes jedoch ungeeignet.
  • Preis/Gewicht: 50 Euro/729 g
  • Länge: 80 cm
  • Zubehör: Rahmenhalterung, drei Schlüssel

Aufbruchsicherheit:

Handhabung:

Ausstattung:

Gewicht:

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Zusätzlich empfehlenswerte Fahrradschlösser:

1. AXA Fold Faltschloss – bewährtes Faltschloss im schlichten Design.

Hersteller

Verfügbar in 2 Längen (85cm & 100cm), wiegt das Schloss 850, bzw. 950 Gramm und lässt sich ganz einfach an der Flaschenhalter-Aufnahme befestigen. Sicherheitsstufe: 9 von 15.
Auf Amazon erhältlich für 42,43€

2. KRYPTONITE Evolution Series 4 - ein super stabiles Kettenschloss.

Hersteller


Das Evolution 4 Series von Kryptonite überzeugt mit einem speziellen, besonders sicherem Zylinderschloss. Je nach Länge der Kette wiegt das Schloss zwischen 2 und 4,4 Kilo – also kein Leichtgewicht! Sicherheitsstufe: 8 von 10.
Auf Amazon erhältlich für 49,99€

3. OTTOLOCK Cinch Lock Kabelschloss – super leicht und gleichzeitig sehr stabil.

Hersteller

Sie wollen ihr Rad nicht tagelang unbeaufsichtigt in einer dunklen Gasse abstellen? Dann reicht auch dieses kleine Helferlein locker aus. Mit 120 Gramm (46cm Länge) oder 155 Gramm (76cm Länge) ist das Ottolock federleicht. Dennoch soll es extremen Kräften standhalten können.
Auf Amazon erhältlich ab 54,97€

4. ABUS BORDO 6500A SmartX – kostspielige High-End-Sicherheit

Hersteller


250 Euro für ein Fahrradschloss? Ja, das geht! Das bekannte und beliebte Bordo-Schloss von Abus gibt es künftig auch in einer smarten Variante, die Ver- und Entriegelung geschiet hier künftig ganz einfach per App. Keyless go: Schlüssel braucht man dank smarter Technologie nicht mehr. Sicherheitslevel: 15 von 15!

5. ROSE LOCKMAXX CL 100-10 – TOP Preis-Leistung von Rose

Hersteller


Für Sie muss es nicht das Teuerste vom Teuersten sein? ROSE bietet mit dem Lockmaxx ein wahrliches Preis-Leistungs-Wunder an. Für unter 30 Euro liefern die Bocholter ein Fettenschloss mit Sicherheitslevel 7 von 9. Die Schlosskette ist 1 Meter lang.
Auf RoseBikes.com erhältlich ab 26,95€

Welches Fahrradschloss ist am sichersten?

Hochwertige Fahrräder stehen bei Dieben seit jeher hoch im Kurs. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Mountainbike, Rennrad, Gravelbike oder E-Bike handelt. Sie sind schnell vom Tatort entfernt, leicht zu verkaufen und die Aufklärungsquote der Fahrrad-Diebstahldelikte ist in Deutschland verschwindend gering. Was hilft: Ein gutes Fahrradschloss.

Und auch wenn jeder halbwegs gescheite Biker sein "Erstrad" überwiegend in den eigenen vier Wänden bzw. in Garage oder Keller parkt: Schon ein schneller Supermarktbesuch reicht aus, um den Liebling in Gefahr zu bringen. Diebe nehmen sich keine drei Minuten Zeit, um ein Schloss zu knacken, danach suchen sie das Weite! Grund genug, in ein Schloss zu investieren, das vor Fremdeinwirkung schützt und die kritische Grenze von drei Minuten Aufbruchszeit übersteht. Ein solches Schloss kostet kein Vermögen. Das zeigen unsere Fahrradschlosstests, die wir regelmäßig durchführen.

Welche Arten von Fahrradschlössern gibt es?

Unter den am Markt konkurrierenden Systemen sind Bügelschlösser immer noch erste Wahl. Die Bauart mit gehärtetem Stahlbügel und einem Schlosselement erlaubt eine Konstruktion ohne Schwachstellen. Im Verhältnis zur gebotenen Sicherheit sind sie mit mindestens 900 Gramm zudem noch rucksacktauglich. Durch die starre Konstruktion und feste Bügelweite sind die Anschlussmöglichkeiten jedoch auf Masten von Verkehrsschildern und massive Radständer begrenzt. Laternenpfähle oder Bäume sind oft nicht geeignet.

Faltschlösser bieten ähnliche "Anschlussfähigkeit" wie Ketten, da sie ähnlich einem Zollstock aus beweglich miteinander verbundenen Flachstahlstäben bestehen. Vorteil: Sie lassen sich, wie es der Name schon andeutet, kompakt zusammenfalten. Je nach Länge und Sicherheitsstufe können sie aber auch schon über zwei Kilo wiegen.

Kabel- und Kettenschlösser sind aufgrund ihrer Flexibilität sehr beliebt, bieten aber nur bei hohem Materialaufwand und folglich sehr hohem Gewicht (um 5 Kilo) die nötige Sicherheit, kommen daher für die mobile Anwendung kaum infrage.

So testen wir den Diebstahlschutz

Labortest: Die Ausbruchsversuche wurden mit handelsüblichem Werkzeug aus dem Baumarkt durchgeführt. Mit Fäustel-Hammer, Bolzenschneider und Metallsäge machten sich die Tester nach "Brutalo-Methode" an den Schlössern zu schaffen. Bei der Auswahl des Werkzeugs wurde darauf geachtet, dass es, wie bei Dieben üblich, problemlos unter einer weiten Jacke verborgen und mitgeführt werden kann. Der Erfahrung von Polizei und ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) entsprechend, standen maximal drei Minuten für den Ausbruchsversuch zur Verfügung. Nach dieser Zeitspanne suchen Fahrraddiebe meist das Weite, da sie fürchten, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Hielt das Schloss den Ausbruchsversuchen stand, haben wir den Test abgebrochen. Spezialwerkzeug für das "intelligente Entsperren" (Lockpicking) der Schlösser wurde nicht verwendet, da diese Methode laut Polizei und ADFC in der Realität kaum eine Rolle spielt.

Für die Attacken mittels Hammer wurden die Schlösser in einem Schraubstock fixiert, sodass sie sich unter hoher Belastung noch verdrehen konnten. Für den Test per Metallsäge wurden sie verdrehsicher fixiert.

Praxistest: Zudem prüften wir die Handhabung der Schlösser in der Praxis. In zig Schließvorgängen wurde die Gängigkeit des Schließmechanismus, die Montage der Schlosshalterung am Rahmen und der Sitz des Schlosses getestet. Eine Ausstattung mit zwei Schlüsseln, Schlosshalterung und Anleitung bewerteten wir mit drei Punkten als "gut". Features wie weitere Schlüssel, alternative Befestigungsoptionen oder Schlüssel mit Beleuchtung führten zur Aufwertung. Achtung: Da ein Schloss mit hohem Bügelmaß oder mehr Länge schwerer ist, aber auch mehr Flexibilität bietet, haben wir das Gewicht nicht absolut, sondern in Relation zum Schlossinnenmaß/zur Umschließlänge bewertet.

Die aktuelle Ausgabe
MOUNTAINBIKE 03/2023 / 2023

Erscheinungsdatum 01.02.2023

Abo ab 49,99 €