Rucksack-Test 2022 Manfred Stromberg

MTB-Rucksäcke für Race, Tour und Alpencross im Test

MTB-Rucksäcke für Race, Tour und Alpencross im Test 16 Rucksäcke im Test: Diese Modelle überzeugen

Wie groß ist groß genug? Mit diesem Test findest du den perfekten Rucksack für deine Bedürfnisse.

🏆 Die Gewinner auf einen Blick

  • Den MOUNTAINBIKE-Testsieg in der Kategorie Race-Rucksäcke holt sich der Ergon BX2 Evo, dank idealer Anpassung, top Belüftung und stark gepolstete Rückenauflage mit viel Komfort.
  • Der vielseitige, ausgreifte Deuter Race Air holt sich den Kauftipp in der Race-Rucksack-Kategorie und bietet viel Leistung fürs Geld.
  • Testsieger unter den Tourenrucksäcken wird der Ergon BA3, der mit einem hochklassigen Tragesystem und bestem Komfort überzeugt.
  • Der Scott Trail Rocket FR’16.0, der mit üppigem Stauraum und einer prima Belüftung überzeugt, holt sich den MOUNTAINBIKE-Kauftipp in der Kategorie Tourenrucksäcke.
  • Unter den Alpencross-Rucksäcken begeistert der Deuter Trans Alpine 30 mit zahlreichen Featurues und einer top Handhabung bei moderatem Gewicht. Die top Performance holt ihm den MOUNTAINBIKE-Testsieg!

Obwohl Bike-Rucksäcke zuletzt Konkurrenz von "hippen Bags" (Hüfttaschen) bekamen und gar als uncool verschrien waren, kehren viele Bikerinnen und Biker zu den ehrenwerten Klassikern der Lastenbeförderung zurück. Denn ihre Vorteile sind allen Moden zum Trotz klar: Zwei Schultergurte und ein Hüftgurt verteilen die Last gleichmäßig auf Rücken und Hüfte, verhindern Wackeln oder einen rutschigen Sitz. Zudem schmiegen sie sich gut an den Körper und verleihen eine sichere Balance, wenn es beim Trailritt heftig zugeht. Auch ist ein Stauraum von mindestens zehn Litern das Minimum, wenn etwa Regenjacke, Trinkschlauch und Werkzeug mitgenommen werden. Nicht zuletzt taugen Rucksäcke – anders als Hipbags – als Alltagsbegleiter auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Wanderungen sind somit sogar nachhaltiger.

Apropos: Aktuelle Bike-Rucksäcke erreichen fast alle eine biblische Lebensdauer, Hersteller wie Urgestein Deuter bieten zudem perfekt organisierte Repairservices an. Da also das Motto "drum prüfe, wer sich ewig bindet" gilt, ist eine kluge Größenwahl essenziell. Viele Bikerinnen und Biker greifen zu einem mittelgroßen Modell der Klasse bis 20 Liter. Diese sind für die Tagestouren-Ausrüstung groß genug, schrumpfen für kürzere Ausritte mittels Kompressionsgurten zusammen und sind nicht viel schwerer als XC/Marathon-Modelle. Dennoch sprechen auch gute Argumente für diese kleineren Klammeraffen, denn ihre schlanke Form sitzt wie ein Hauch von Nichts am Rücken und folgt Moves, ohne zu wackeln. Wer hingegen einen Alpencross plant, für den führt ohne dramatischen Ausrüstungsverzicht kein Pfad an den größten Rucksackmodellen vorbei. Damit du den richtigen Rucksack für deine Anforderungen findest, haben wir die spannendsten Modelle in drei Rucksackklassen getestet. Klarstes Kriterium zur Einordnung ist der Stauraum, der in reinen Literangaben dennoch abstrakt erscheint. Um zu veranschaulichen, wie viel Zubebör in die verschiedenen Rucksackgrößen passt, findest du bei den Testfeldern beispielhafte Packlisten mit typischen Ausrüstungsteilen für den Einsatzbereich.

Rucksack Test 02/2022
Manfred Stromberg/MOUNTAINBIKE

Race-Rucksäcke bis 14 Liter

"Weniger ist mehr" lautet der Slogan, mit dem Kleinstrucks cke bis 14 Liter für sich werben. Zwar erzielen nur die leichtesten drei (Amplifi, Camelbak, Evoc) einen echten Gewichtsvorteil gegenüber Tourenmodellen, doch ihre luftigeren Tragesysteme, das klar strukturierte Fächerangebot und die schnelle Handhabung sind für alle Bikerinnen und Biker interessant, die gerne schnell und schwei treibend unterwegs sind.

Rucksack-Test 02/2022
Manfred Stromberg
Für Hausrunde und schnelle Trailrides sind XC-Rucksäcke wie gemacht.

Doch auch beim Trailtanz spielen sie ihre Vorteile aus: Der reduzierte Stauraum erzielt einen schlankeren Formfaktor. XC/Marathon-Rucksäcke schmiegen sich eng an den Körper und sorgen bei perfekt eingestelltem Tragesystem für einen körpernahen Schwerpunkt. Doch Licht wirft auch Schatten: Ab etwa vier Kilo Zuladung ist die Einsatzdauer der Tragesysteme eingeschränkt, denn die meist dünnen, luftigen Schulter- und Hüftgurte verteilen die Last auf eine geringere Fläche als dicker gepolsterte. Eine Ausnahme stellt das komfortable Tragesystem des Advenate dar, der etwas zwischen den Kategorien angesiedelt ist. Auf Wunsch lässt er sich sogar vom schlanken Racepack zum Tourer umbauen. Die ideal anpassbare, top belüftete und stark gepolsterte Rückenauflage des Ergon spendet perfekten Komfort – Testsieg! Der vielseitige, ausgereifte Deuter bietet viel Leistung fürs Geld.

Advenate Symphony 8+2+4

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller
Advenate Symphony 8+2+4

Preis/Gewicht: 160 Euro/842+166 g

Volumen Angabe/Messung: 14 Liter/11(+4) + 1 Liter

Trinksystem: optional vom Fremdhersteller

Besonderheiten: Hauptfach mit Erweiterungsoption per RV, aufzippbares Zusatzfach mit vier Litern Volumen (kann separat getragen werden), Regenhülle und Werkzeug-Organizer inklusive

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Mit der Aufsatztasche stößt er in Tourengefilde vor, das exzellente Tragesystem schultert die dann höheren Lasten ohne Probleme. Im Verhältnis zum Volumen nicht zu schwer geraten. Etwas schwitzig, der Rückenauflagestoff wellt sich. Handhabung gewöhnungsbedürftig.

Testurteil: Sehr gut

Advenate Symphony 8+2+3 im Partnershop kaufen

Amplifi Tour 12

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 100 Euro/598 g

Volumen Angabe/Messung: 12 Liter/13 + 2 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 30 Euro

Besonderheiten: Regenhülle inklusive, Hauptfach mit Trinkblasenfach, Fächer für Wertsachen, Werkzeug, Fleecefach, Reflektor mit Blinklicht-Halterung, Signalpfeife an der Brustschließe

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Das sehr luftige Rückensystem des Amplifi hält den Rücken schwitzfrei, erzeugt bei etwas mehr Zuladung aber Druckstellen. Sehr gut bedienbare Konstruktion mit schnell erreichbaren Seitentaschen und griffigen Reißverschlüssen. Sehr sauber verarbeitet, aus Recyclingmaterial.

Testurteil: Sehr gut

Amplifi TR12 im Partnershop kaufen

Camelbak M.U.L.E

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller
Camelbak M.U.L.E

Preis/Gewicht: 125 Euro/552 g

Volumen Angabe/Messung: 12 Liter/10 + 1 Liter

Trinksystem: 3-Liter-Trinkblase inklusive

Besonderheiten: 3-Liter-Trinkblase mit Magnetclip inklusive, Hüftgurt abnehmbar, Helmhalter, Reflektoren, Fleecefach, separates Trinkblasenfach, integrierte Werkzeug-/Kleinteilfächer

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Bei voller Trinkblase und Notausrüstung trägt sich der teure M.U.L.E. noch komfortabel, da die Schultergurte dezent vorgeformt sind. Bei viel Körpereinsatz oder noch mehr Zuladung sitzt er etwas undefiniert. Prima ausgestattet. Intuitive, "schnelle" Handhabung.

Testurteil: Sehr gut

Camelbak M.U.L.E im Partnershop verfügbar

Deuter Race Air

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 85 Euro/780 g

Volumen Angabe/Messung: 10 Liter/11,5 + 2 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 36 Euro

Besonderheiten: Regenhülle inklusive, Hauptfach mit Trinkblasenfach, Fächer für Werkzeug, Pumpe, Wertsachen, Reflektoren, Blinklichthalter, Helmhalter optional, Brillenhalterung

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Am Deuter gefällt der luftige Spannnetzrücken mit hohem Komfort selbst bei viel Zuladung. Die schmale Kontur unterstützt eine aktive Fahrweise, er neigt kaum zum Schwänzeln. Klares, gut strukturiertes Fächerangebot, top Handhabung. Günstig, tadellos verarbeitet.

Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)

Deuter Race Air im Partnershop kaufen

Ergon BX2 Evo

Benjamin Zöller

Preis/Gewicht: 100 Euro/833 g

Volumen Angabe/Messung: 11,5 Liter/12 + 0,5 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter, 33 Euro

Besonderheiten: Regenhülle und Helmhalter/Spannsystem inklusive, Stauraumerweiterung per Reißverschluss, Rückenlänge in vier Positionen verstellbar, Fächer für Kleinteile, Fleecefach

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Durch das anpassbare Rückensystem können Schwerpunkt und Sitz ideal eingestellt werden, wodurch der BX2 trotz weicher Hüftgurte superb anliegt, ohne schwitzig zu werden. Gutes, übersichtliches Fächerangebot mit leicht laufenden Zippern für schnelles Öffnen/Schließen.

Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)

Ergon BX2 Evi im Partnershop verfügbar

Evoc Ride 12

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 90 Euro/552 g

Volumen Angabe/Messung: 12 Liter/12 + 1,5 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 35 Euro

Besonderheiten: Weit aufklappbares Hauptfach mit Trinkblasenfach, Fächer für Werkzeug, Pumpe, Wertsachen, Signalpfeife an der Brustschließe, Blinklichthalter, Helmhalter

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Sehr leichter, geräumiger Rucksack, dessen Tragesystem erst bei viel Zuladung aufgrund der schmalen Hüftgurte an die Komfortgrenze stößt. Durch zahlreiche Fächer gut strukturierter Stauraum. Schmiegt sich trailtauglich-eng an den Rücken. Rundum tadellos verarbeitet.

Testurteil: Sehr gut

Evoc Ride 12 im Partnershop kaufen

Das passt in Race-Rucksäcke:

  • Regenjacke/leichte
  • Softshell-Jacke
  • Buff
  • Trinkblase bis 2 Liter
  • 2–3 Energieriegel und Gels
  • Tourenkarte
  • Erste-Hilfe-Set
  • Minipumpe
  • Dämpferpumpe
  • Smartphone
  • Minitool
  • Schlauch
  • Reifenheber
  • Flickzeug

Tourenrucksäcke bis 20 Liter

Sie bilden die goldene Mitte zwischen leichtgewichtigen Race-Modellen und Alpencross-"Großmäulern" und sind deshalb auch bei Alltagsradlern und Pendlern beliebt. In den bis zu 20 Litern Stauraum der Tourenrucksäcke lässt sich eine komplette Ausrüstung ohne großes Abwägen und Aussortieren unterbringen. Sie lasten dennoch mit nur etwa 250 g Mehrgewicht im Vergleich zu XC-Modellen auf den Schultern, können auf Wunsch zu einer schlankeren Silhouette komprimiert werden, sind also leicht und universell einsetzbar.

Rucksack-Test 02/2022
Manfred Stromberg
Groß. vielseitig, top organisiert: Rucksäcke der 20-Liter-Klasse sind Alleskönner.

Interessant: Analog zu den Allroundern unter den Bikes, den All-Mountains, ist die Kategorie der Tourenrucksäcke in den letzten Jahren ebenfalls abfahrtslastiger designt worden. Bis auf Scott und Osprey ist für alle hier getesteten Modelle ein spezieller Rückenprotektor erhältlich, und bis auf erneut Osprey bieten alle Modelle eine Helmhalterung, die Halbschalen- und Fullface-Helme gleichermaßen aufnimmt. Die Rucksäcke von Camelbak und Ergon bekräftigen zudem mit Halterungen für Knieprotektoren die Ernsthaftigkeit ihrer Ausrichtung. Das E-Bike-Zeitalter hinterlässt ebenfalls Spuren: Camelbak und Scott kommen mit separatem Fach für einen Reserve-Akku, den Ergon gibt es hingegen in einer dedizierten Variante für motorunterstützte Touren. Doch keine Panik: Alle Modelle eignen sich auch für ganz klassische Bike-Touren, allen voran der "pummelige" Ergon mit seinem hochklassigen Tragesystem. Nach kurzer Experimentierphase mit der Längenverstellung spendet dieser höchsten Tragekomfort und erhält daher den Testsieg.

Camelbak H.A.W.G. Pro 20

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 170 Euro/896 g

Volumen Angabe/Messung: 20 Liter/15,5 + 3 Liter

Trinksystem: 3-Liter-Trinkblase inklusive

Besonderheiten: Trinkblase, herausnehmbare Werkzeugtasche, Fleecefach, Rückenprotektor optional (50 Euro), Helmhalterung, Halter für Knieprotektoren, Reflektoren, E-Bike-Akkufach

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Der H.A.W.G. trägt sich besser, als die sehr weichen Schultergurte vermuten lassen. Bestens fixiert, schmiegt er sich eng an den Körper, hält am Rücken dennoch Abstand für super Belüftung. Die Fachaufteilung ohne Seitentaschen richtet sich an Trailhungrige. Top Trinkblase.

Testurteil: Sehr gut

Camelbak H.A.W.G. Pro 20 im Partnershop verfügbar

Ergon BA3

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 140 Euro/1140 g

Volumen Angabe/Messung: 17 Liter/16 + 3 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter, 33 Euro

Besonderheiten: Regenhülle, Rückenlänge verstellbar, RV-Trinkblasenfach, Halter für Integral-/Halbschalenhelme und Knieprotektoren, Rückenprotektor optional (35 Euro), Fleecefach

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Schwer, aber durch die variable Rückenlängenverstellung ist der Sitz individuell anpassbar, das Tragesystem verteilt die Last perfekt und erzeugt einen tiefen Schwerpunkt. Mit vielen Fächern kleinteilig, aber bestens organisiert. Umfangreich ausgestattet, tadellos verarbeitet, super bedienbar.

Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)

Ergon BA3 im Partnershop kaufen

Norrøna Skibotn 15L

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 169 Euro/851 g

Volumen Angabe/Messung: 15 Liter/16,5 Liter

Trinksystem: optional von Fremdhersteller

Besonderheiten: Rückenprotektor optional (65 Euro), Halter für Integral- und Halbschalenhelme, Goggle-kompatibles Fleecefach, Trinkblasenfach, Werkzeug- Organizer, Wertsachenfach

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Für Freeride konzipiert, nimmt der Norrøna die wichtigste Ausrüstung auf, nur Halter für Knieprotektoren fehlen. Das Tragesystem erzielt einen körpernahen Sitz für heftige Trailrides, ohne Rückenprotektor getragen, beult es jedoch deutlich aus. Für das Gebotene recht teuer.

Testurteil: Gut

Norrøna Skibotn hier im Partnershop kaufen

Osprey Syncro 20

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 120 Euro/818 g

Volumen Angabe/Messung: 20 Liter/17,5 + 1,5 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 46 Euro

Besonderheiten: Regenhülle, Helmhalter, RV-Trinkblasenfach, Werkzeug-Organizer, gepolstertes Brillenfach, Schlüsselclip, Blinklichthalterung, Reflektoren, Magnetclip für Trinkschlauch

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Auf Leichtgewicht getrimmt, bietet der Syncro gut organisierten Stauraum. Das Tragesystem mit Drahtrahmen und Spannrücken drückt am unteren Auflagepunkt leicht durchs luftige Material. Das Aufsatzfach mit nicht umlaufendem RV ist etwas fummelig zu bedienen. Top Verarbeitung.

Testurteil: Gut

Osprey Syncro 20 im Partnershop kaufen

Scott Trail Rocket FR’16.0

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 130 Euro/796 g

Volumen Angabe/Messung: 16 Liter/18,5 + 3 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 35 Euro

Besonderheiten: Regenhülle, Halter für Integral- und Halbschalenhelme, Trinkblasen- /E-Bike-Akkufach, Werkzeug- Organizer, Notfallanleitung, Schlüsselclip, Reflektoren

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Sein üppiger Stauraum ist in wenige Organisationseinheiten aufgeteilt. Das simpel konstruierte Tragesystem mit zwei vertikalen Polstern erfüllt seinen Zweck und ist prima belüftet. Bei einem Testexemplar lief der RV des Hauptfachs aufgrund eines Fertigungsfehlers sehr hakelig.

Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Kauftipp)

Scott Trail Rocket FR'16.0 im Partnershop kaufen

Das passt in die Tourenrucksäcke:

  • Regenjacke/leichte
  • Softshell-Jacke
  • Wechseltrikot/Unterhemd
  • Knieprotektoren
  • Knielinge
  • Armlinge
  • Buff
  • Trinkblase bis 2 Liter
  • 2–3 Energieriegel und Gels
  • Tourenkarte
  • Erste-Hilfe-Set
  • Minipumpe
  • Dämpferpumpe
  • Handy/Kompaktkamera
  • Geld und Ausweis
  • Wechselscheiben für Brille
  • Minitool
  • Schlauch
  • Multitool mit Zange
  • Reifenheber
  • Flickzeug
  • Kleines Kabelschloss

Alpencross-Rucksäcke bis 35 Liter

Ob es das große Abenteuer im Leben jeder Bikerin und jedes Bikers wird, mit dem Rad über den Alpenhauptkamm zu strampeln, oder "nur" eine Mehrtagestour von Hütte zu Hütte ... Wer wirklich lange unterwegs ist, braucht einen Rucksack, der das komplette Zubehör schluckt und auch wieder ausspuckt. Mag die Machart des bevorzugten Tragesystems in kleineren Rucksackkategorien noch Diskussionen auslösen (lieber körpernah und trailaffin oder tourig-komfortabel mit Stabilität), bei den Ladungsgroßmeistern sind sich alle einig, dass eine komfortable Lastverteilung auf Schultern, Rücken und Hüfte ohne Druckstellen und mit möglichst geringer Schweißentwicklung für Mehrtagestouren ideal ist.

Rucksack-Test 02/2022
Manfred Stromberg
Alles dran, alles drin: Die Königsklasse der Rucksäcke umarmt alle Abenteurer.

Das Testfeld zeigt dennoch überraschend verschiedene Philosophien. Der Evoc mit seinem körpernahen Sitz erzielt gute Trailtauglichkeit, wobei seine Rückenauflage dennoch hohe Stabilität gewährleistet, der Jack Wolfskin ist hier einen Tick zu weich geraten. Am Deuter-Klassiker ist die steife Rückenauflage vorwiegend auf Komfort getrimmt, er trägt sich bei Trailrides jedoch einen Tick zu "stelzig". Dennoch erzielt er die insgesamt beste Performance und erntet den Testsieg. Das innovative Tragesystem von Vaude hingegen versucht, die Lösung für beides zu bieten, und kann bergauf körperfern, bergab körpernah getragen werden. In der Praxis öffnete sich die Arretierung des Zugsystems jedoch wenige Male. Ortlieb sticht wie gewohnt heraus als wasserdichte Wahl für Individualisten, die einen auch im Pendleralltag stets wetterfesten, unverwüstbaren Allrounder wünschen.

Deuter Trans Alpine 30

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 145 Euro/1219 g

Volumen Angabe/Messung: 30 Liter/28 + 3 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter, 39 Euro

Besonderheiten: Regenhülle, Hauptfach per RV-Boden teilbar, Trinkblasenfach, Helmhalter, Signalpfeife, Notfallanleitung, Sitzmatte, verformbare Schienen im Rückenteil, Damenversion erhältlich

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Der Klassiker begeistert nach wie vor mit zig ausgereiften Features, top Handhabung und viel Stauraum bei moderatem Gewicht. Das Tragesystem mit langer Rückenauflage ist prima belüftet und erzielt sehr hohen Komfort Sitz. Für satteren Sitz im Trail wären festere Hüftgurte nötig.

Testurteil: Sehr gut (MOUNTAINBIKE-Testsieger)

Deuter Trans Alpine 30 im Partnershop verfügbar

Evoc Explorer Pro 30

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller
Evoc Explorer Pro 30

Preis/Gewicht: 180 Euro/1240 g

Volumen Angabe/Messung: 30 Liter/26 + 1 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter, 37 Euro

Besonderheiten: Helmhalter, Regenhülle, Hauptfach per Rollverschluss teilbar, RV-Trinkblasenfach, Fleecefach, Signalpfeife, Kulturbeutel, Notfallanleitung, in zwei Rückenlängen erhältlich

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Der Alpencross-Rucksack für Trailfans bietet satten Sitz, da die Last gleichmäßig auf Schulter, Rücken und Hüfte verteilt wird. So geht er dynamisch mit, ohne zu stören. Organisation und Handhabung überzeugen ebenfalls, er bietet viele, gut erreichbare Fächer. Teuer.

Testurteil: Sehr gut

Evoc Explorer Pro 30 im Parnershop verfügbar

Jack Wolfskin Moab Jam Pro 34.5

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 170 Euro/1109 g

Volumen Angabe/Messung: 34 Liter/27 + 6 Liter

Trinksystem: optional von Fremdhersteller

Besonderheiten: Regenhülle, Helmhalter, Hauptfach per RV-Boden teilbar, große Reflektoren, Trinkblasenfach, Blinklichthalter, Fächer für Werkzeug, Pumpe, Wertsachen, Signalpfeife

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Trotz seines geringen Gewichts bietet der Moab Jam jede Menge klar strukturierten Stauraum, punktet zudem mit problemloser Handhabung und starker Ausstattung. Die Rückenauflage aus weichem Schaum liegt sehr komfortabel am Körper, neigt aber zum Ausbeulen.

Testurteil: Sehr gut

Jack Wolfskin Moab Jam Pro im Partnershop bestellen

Ortlieb Atrack 35 L

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 200 Euro/1537 g

Volumen Angabe/Messung: 35 Liter/37 + 2 Liter

Trinksystem: optional 2 Liter, 42 Euro

Besonderheiten: Hauptfach-RV verläuft senkrecht durch Rückenauflage, wasserdicht, vier RV-Innentaschen, Tragesystem vierfach verstellbar, zwei Netzau entaschen, in drei Größen erhältlich

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Wie ein Dufflebag wird der wasserdichte Atrack der Länge nach geöffnet. Das große Hauptfach bietet vier RV-Taschen und spricht damit Nutzer an, die kleinteilige Rucksäcke scheuen. Nur bei Überladung beult das starke Tragesystem leicht aus, punktet sonst mit top Komfort.

Testurteil: Sehr gut

Ortlieb Atrack 35 im Partnershop kaufen

Vaude Bike Alpin Pro 28+

Rucksack-Test 02/2022
Hersteller

Preis/Gewicht: 160 Euro/1255 g

Volumen Angabe/Messung: 28 Liter/30 + 2 Liter

Trinksystem: optional 3 Liter, 40 Euro

Besonderheiten: Hauptfach per RV-Boden teilbar, Regenhülle, RV-Trinkblasenfach, Helmhalter, Werkzeug-Organizer, Rückenkontaktfläche verstellbar, Smartphone-/Fleecefach

Tragesystem:

Organisation:

Gewicht:

Ausstattung:

Handhabung:

Testfazit: Das Rückensystem des detailverliebten Vaude kann bergauf luftig, für den Downhill mit viel Rückenkontakt eingestellt werden – prima. Die Arretierung der Gurte ist locker geraten. Die Hüftflossen fallen etwas kurz aus, wodurch sie die Last nicht ideal aufnehmen. Sehr gute Orga, leicht.

Testurteil: Sehr gut

Vaude Bike Alpin Pro 28+ im Partnershop kaufen

Das passt in die Alpencross-Rucksäcke:

  • Regenjacke/leichte
  • Softshell-Jacke
  • Wechseltrikot/Unterhemd
  • Windweste
  • Knielinge
  • Armlinge
  • Buff
  • Trinkblase bis 3 Liter
  • 2–3 Energieriegel und Gels
  • Tourenkarte
  • Erste-Hilfe-Set
  • Minipumpe
  • Knieschoner
  • Dämpferpumpe
  • Handy/Kompaktkamera
  • Geld und Ausweis
  • Wechselscheiben für Brille
  • Minitool
  • Schlauch 2x
  • Multitool mit Zange/Leatherman
  • Reifenheber
  • Flickzeug
  • Kleines Kabelschloss
  • Nietstift/Kettenschloss
  • Ersatzspeichen
  • Kettenöl
  • Bremsbeläge
  • Schaltzüge
  • Klebeband
  • Kompass
  • Unterhosen
  • Socken
  • Hüttenschuhe
  • Regenhose
  • Sonnencreme/div. Körperpflege-Utensilien
  • Stirnlampe
  • Hüttenschlafsack
  • Handtuch

Der Testaufbau im Detail

Um die Tragesysteme in Sachen Tragekomfort ans Limit zu bringen, testeten wir die Rucksäcke größenspezifisch mit definierter Zuladung. Die kleinen XC-Modelle haben wir mit Zwei-Liter-Trinkblase und zwei Kilo Zubehör (in Summe also vier Kilo), die Tagestouren-Rucksäcke mit insgesamt sechs Kilo Zuladung und die Alpencross-Modelle mit Drei-Liter-Trinkblase und fünf Kilo Zuladung (Summe acht Kilo) auf Anstiege und Trail-Abfahrten unserer Teststrecke geschickt. Im Labor wurde das Rucksackgewicht ohne entnehmbares Zubehör ermittelt und im Verhältnis zum Stauraum bewertet, den wir mittels spezieller Litersäcke gemessen haben. Die Organisation der Fächer, die Handhabung beim Beladen sowie die Bewertung der Ausstattung flossen ebenfalls in die Testnote ein. Und: Je nach Kategorie haben wir die einzelnen Kriterien unterschiedlich "scharf" bewertet.

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