Daniel Geiger
Flatpedalschuhe 2020
Flatpedalschuhe 2020
Flatpedalschuhe 2020
Flatpedalschuhe 2020 28 Bilder

Mountainbike-Schuhe getestet

14 Flatpedalschuhe im Test

Flatpedal-Schuhe sind erste Wahl für Touren mit anspruchsvollen Trails. Wir haben die neuesten Modelle ausführlich getestet.

Flatpedalschuhe 2020

Modelle für 90- 130 Euro

Flatpedalschuhe / Link zum Testbericht Preis Hier können Sie die Schuhe kaufen Testergebnis
Bontrager Flatline / Flatline Women's 120 Euro Preisvergleich Sehr gut (77 Punkte)
Cube GTY Maze 130 Euro Preisvergleich Gut (72 Punkte)
Five Ten Freerider 100 Euro Preisvergleich Sehr gut (77 Punkte)
Giant Shuttle Flat 100 Euro Preisvergleich Gut (70 Punkte)
O’Neal Traverse Flat 90 Euro Preisvergleich Gut (73 Punkte)
Scott Sport Volt (MOUNTAINBIKE Kauftipp) 100 Euro Preisvergleich Sehr gut (78 Punkte)
Shimano GR7 (MOUNTAINBIKE Testsieger) 130 Euro Preisvergleich Sehr gut (81 Punkte)

Modelle für 140-180 Euro

Flatpedalschuhe / Link zum Testbericht Preis Hier können Sie die Schuhe kaufen Testergebnis
Giro Riddance Mid (MOUNTAINBIKE Kauftipp) 150 Euro Preisvergleich Sehr gut (84 Punkte)
Ion Scrub Select 180 Euro   Sehr gut (75 Punkte)
Mavic Deemax Pro Flat 170 Euro Preisvergleich Gut (63 Punkte)
Pearl Izumi X-Alp Launch/W X-Alp Launch 150 Euro Preisvergleich Gut (65 Punkte)
Ride Concepts Powerline/Skyline 159 Euro Preisvergleich Sehr gut (87 Punkte)
Specialized 2FO Flat 2.0 140 Euro Preisvergleich Sehr gut (84 Punkte)
Vaude AM Moab Tech (MOUNTAINBIKE Testsieger) 170 Euro Preisvergleich Sehr gut (89 Punkte)

Vom blutigen Anfänger bis zum Vollblut-Enduristi – jeder Mountainbiker wird durch Flatpedal- Schuhe blitzschnell! Zwar nicht im Sinne maximalen Vortriebs, denn die lässigen Treter in Sneaker-Machart können Klickschuhen in puncto Effizienz aufgrund ihrer weichen Sohle nicht das isotonische Getränk reichen. Wenn der Fuß jedoch in einem Sekundenbruchteil das Pedal verlassen muss, etwa um einen Sturz abzufangen, profitieren Biker in allen Evolutionsstufen des fahrtechnischen Könnens vom Sicherheitsplus des ungebundenen Tretens mit Flatpedal-Schuhen. Dabei sind sie aber nicht nur Unfallverhinderer, sondern auch Potenzialsteigerer, bieten sie Bikern doch die Chance, ihre Fahrtechnik durch gefahrloses Ausprobieren weiter zu verbessern und Neues zu wagen, statt eingeklickt durch die Komfortzone der eigenen Skills zu kurbeln.

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
„Vom Einsteiger bis zum Profi – Flatpedal-Schuhe sind für jeden Biker eine Alternative zum Klickschuh", sagt Christian Zimek, MOUNTAINBIKE-Redakteur.

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Viel mehr als nur ein Sneaker Doch der Sicherheitsaspekt ist nicht das einzige Argument für Flatpedal-Schuhe. Da die meisten Modelle eine klassische, nachgiebige Schnürung besitzen, rollen sie etwa beim Gehen sehr komfortabel ab. Zudem besitzt die Sohle keine Öffnung zur Montage eines Cleats, lässt daher weder Nässe noch Kälte eindringen. Hinzu kommt der im Vergleich zu Klickschuhen höhere Tragekomfort, da das Obermaterial weniger steif ist. Ein Vor- und Nachteil zugleich ist der sehr flexibel wählbare Stand auf dem Pedal. Dies kann einseitigen Fehlbelastungen vorbeugen, diese aber auch fördern, etwa wenn der Biker in einem sehr ungünstigen Kniewinkel pedaliert.

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Specialized Die Sohle des 2FO ist extrem weich. So werden Schläge und Erschütterungen vom Bike perfekt abgefedert und der Kontakt zum Bike bleibt erhalten.

Und was genau muss ein erstklassiger Flatpedal-Schuh leisten? Im Idealfall sorgt seine Sohle mit einer klebrigen Gummimischung im Zusammenspiel mit einem dezenten Profil für sicheren Halt auf diversen Pedaltypen, ohne dabei zu schnell zu verschleißen. Denn auf superbissigen Highend-Pedalen mit extralangen Pins haftet jeder Schuh wie Pattex, verliert aber auch rasant sein Gummi. Zudem sollte er abseits des Pedals beim Gehen unter feuchten Bedingungen nicht zu schnell wegrutschen. Denn gerade diese Umstände zwingen Biker oft aus dem Sattel und vom Pedal. Darüber hinaus ist Schutz ein hohes Gut: Elemente wie eine feste Kappe an Zehen und Ferse bewahren den Fuß vor Schlägen sowie das Material vor Abrieb. Eine zum Bike hin hochgezogene, gepolsterte Knöchelpartie beugt schmerzhafte Begegnungen von Knöchel und Bike vor. Eine sichere Fixierung der Schnürsenkelenden dient ebenfalls der Sicherheit, denn wenn diese in den laufenden Betrieb von Ketten und Kettenblatt geraten, besteht seriöse Sturzgefahr. Apropos Polsterung: Harte Trails verlangen nicht nur der Federung Ihres Bikes alles ab, perfekte Trail-Qualitäten besitzt ein Schuh also nur, wenn er auch diese Schläge durch eine weiche Zwischen- oder Einlegesohle zusätzlich dämpft. So behält der Biker durch sicheren Stand jederzeit die Kontrolle – nicht zuletzt zum Wohl der nicht ganz so durchgeschüttelten Knochen. Da gerade Flatpedal-Fans gerne auch mit Knieprotektoren fahren, ist eine simple Handhabung des Schuhs beim An- und Ausziehen (etwa per Boa-Verschluss) lobenswert. Sonst ist im Toureneinsatz nach längeren Pedalierstrecken und vor jeder Abfahrt lästiges Schleifchenmachen nötig.

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Vaude Boa-Verschlüsse erleichtern das schnelle An- und Ausziehen etwa zum Anlegen von Protektoren. Eine Abdeckung schützt den Drehverschluss.

Um die Tourenqualitäten der neuesten Generation an Flatpedal-Schuhen zu testen, enthielt unsere Testrunde einen langen Anstieg, Schiebepassagen und eine Trail-Abfahrt mit Steinfeldern und kleinen Drops. Sämtliche Schuhe wurden mit diversen Pedaltypen in trockenem und nassem Zustand getestet. Zwar wurden jeweils nur Herrenmodelle getestet, die entsprechenden Damenmodelle sind mit Namen und Größenangabe aber in den Testbriefen aufgeführt.

Die teuren Modelle besitzen eine etwas bessere Ausstattung. Vaude erhält den Testsieg für einen rundum ausgereiften Schuh mit hohem Grip, Komfort und simpler Handhabung. Der Testsieg unter den günstigen Modellen geht an den clever ausgestatteten, gripstarken Shimano.

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Shimano Hochgeschleuderter Dreck und Steinchen kommen hier nicht rein. Ein anschmiegsamer Neoprenkragen hält Fremdkörper außerhalb des Schuhs.

Zwei Pedaltypen ...

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler

... kamen im Test der Schuhe zum Einsatz. Beide Modelle besitzen zehn Pins je Seite. Beim günstigeren Spank Spoon DC für 80 Euro (links) sind die vier mittleren Pins aber Teil des Pedalkörpers, somit aus Alu, flacher und weniger scharfkantig als die restlichen Schraubpins. Schuhe mit harter Gummimischung und stark profilierter, zudem leicht gebogener Sohle erzielten hier wenig Grip, besonders in nassem Zustand.

Für das breite, mit zehn unterschiedlich hoch eingestellten Schraubpins bestückte Highend-Pedal Crankbrothers Stamp 11 für 300 Euro (rechts) ist "Abrutschen" ein Fremdwort. Die Reihen mit je drei Pins an seiner Front- und Heckseite wurden so eingestellt, dass sie weit herausschauen. Auch Schuhe mit harter Gummimischung hatten hier sicheren Stand mit hohem Grip. Modelle

Modelle für 90-130 Euro

Bontrager Flatline / Flatline Women's

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Bontrager Flatline/Flatline Women’s
  • Preis/Gewicht: 120 Euro/684 g (Größe 42)
  • Größen: 39–48/36–43
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Die Vibram-Sohle des Flatline generiert auf Standard- und Highend-Pedalen viel Grip. Durch das Karo-Profil ist der Stand jederzeit schnell korrigierbar. Beim Gehen auf erdigem Untergrund rutschig. Eine EVA-Zwischensohle sorgt für Erschütterungsdämpfung und sicheren Stand bei harten Schlägen. Kaum Schutzelemente vorhanden. Komfortabler Oberschuh mit simplem Schnürsystem, an heißen Tagen schwitzig.

Testergebnis: Sehr gut (77 Punkte)

zurück zur ÜbersichtCube GTY Maze

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Cube GTY Maze
  • Preis/Gewicht: 130 Euro/665 g (Größe 42)
  • Größen: 36 – 48
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Superleichter Schuh mit starker Geh-Leistung und griffiger Sohle. Ein großer Mesh-Einsatz im Vorfußbereich sorgt für ein weitgehend schwitzfreies Klima. Die Sohle ist hart für gute Kraftübertragung, bietet aber wenig Dämpfungskomfort. Sie erzielt im trockenen Zustand auf dem Pedal guten Grip, wird bei Nässe schnell rutschig. Schönes Detail: Silikonnoppen im Fersenbereich erhöhen den Halt beim Gehen.

Testergebnis: Gut (72 Punkte)

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Five Ten Freerider

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Five Ten Freerider
  • Preis/Gewicht: 100 Euro/817 g (Größe 42
  • Größen: 36 – 50
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen: 8
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Der Grip der Stealth-Sohle ist fast legendär: Wie Kaugummi pappt der Schuh an jeder Sorte Pedal, findet sicheren Halt, auch wenn man nicht "sauber steht" – wichtig wenn’s mal ruppig wird. Der Verschleiß ist jedoch hoch, die Eigendämpfung der Sohle schwach. Für die Senkel der leichtgängigen Schnürung steht keine Fixierschlaufe zur Verfügung. Wenige Schutzelemente vorhanden. Recht komfortabel und gut belüftet.

Testergebnis: Sehr gut (77 Punkte)

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Giant Shuttle Flat

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Giant Shuttle Flat
  • Preis/Gewicht: 100 Euro/828 g (Größe 43)
  • Größen: 40 – 48
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Mit seinem aggressiven Profil und der deutlich vorgekrümmten Sohle rollt der Shuttle beim Gehen super ab, ohne wegzurutschen, für festen Halt auf Standard-Pedalen ist die Gummimischung jedoch zu hart. Für die Schnürsenkel steht ein Fach am oberen Zungenrand zur Verfügung, das sie fern von Zahn und Kettenblatt hält. Bietet gute Erschütterungsdämpfung dank einer sehr dicken Einlegesohle. Robuste Zehenkappe.

Testergebnis: Gut (70 Punkte)

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O’Neal Traverse Flat

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
O’Neal Traverse Flat
  • Preis/Gewicht: 90 Euro/878 g (Größe 42)
  • Größen: 36 – 47
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Eine für Flatpedal-Schuhe ungewöhnliche Sohle: An Zehen und Ferse tief profiliert wie ein Tourenschuh, im Mittelteil feinere, hohe Sechseck-Noppen. So bietet er beim Gehen super Halt und Abrolleigenschaften, das harte Gummi greift jedoch nur auf sehr bissigen Pedalen. Schöne Ausstattung mit fester Zehenkappe, Kordelzugfixierung und Klett. Weich gepolstert, hoher Tragekomfort. Für Touren ohne harte Trails geeignet.

Testergebnis: Gut (73 Punkte)

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Scott Sport Volt (MOUNTAINBIKE Kauftipp)

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Scott Sport Volt
  • Preis/Gewicht: 100 Euro/750 g (Größe 42)
  • Größen: 38 – 48
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Dank seines Boa-Systems fällt die Handhabung des Scott beim An- und Ausziehen überaus leicht. Die weitere Ausstattung des günstigen Volt: dezent verstärkte Zehen- und Fersenkappe, Belüftungslöcher, ergonomische Einlegesohle. Die recht harte, kaum gedämpfte Außensohle erzielt am Pedal mittleren Grip, beim Gehen greift sie besser und rollt sauber ab – super Fersenhalt. Für Tourer, die es auf dem Trail ruhig angehen lassen.

Testergebnis: Sehr gut (78 Punkte)

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Shimano GR7 (MOUNTAINBIKE Testsieger)

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Shimano GR7 (SH-GR701/SH-GR701 Women)
  • Preis/Gewicht: 130 Euro/753 g (Größe 42)
  • Größen: 38 – 48/36 – 43
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Das Michelin-Männchen grüßt winkend von der Sohle: Auch in ruppigen Passagen und auf Pedalen mit wenig Biss findet die fein strukturierte Sohle jederzeit starken Halt. Die Zwischensohle des GR7 bietet mittelstarke Dämpfung für viel Kontrolle ohne schwammigen Stand. Detailreich ausgestatteter Schuh mit Schutzelementen, Anziehschlaufen und einer pfiffigen Neopren-Dichtung, die das Eintreten von Schmutz verhindert.

Testergebnis: Sehr gut (81 Punkte)

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Modelle für 140-180 Euro

Giro Riddance Mid (MOUNTAINBIKE Kauftipp)

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Giro Riddance Mid
  • Preis/Gewicht: 150 Euro/920 g (Größe 42)
  • Größen: 35 – 50
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Stabiler, schmaler Downhill-Schuh, der sich durch seine abriebfeste, aber "gripstarke" Sohle auch für Tourenbiker sehr gut eignet, da er beim Gehen geschmeidig abrollt und besten Fersenhalt bietet. Zudem sorgt die Zwischensohle für angenehme Dämpfung in harten Trailpassagen. Am Knöchel innen schützend hoch geschnitten, der Klett fixiert Schuh und Senkel zusätzlich. Wird bei sommerlichen Temperaturen recht warm.

Testergebnis: Sehr gut (84 Punkte)

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Ion Scrub Select

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Ion Scrub Select
  • Preis/Gewicht: 180 Euro/953 g (Größe 44)
  • Größen: 36 – 47
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Mit seiner dick gepolsterten, erhöhten Knöchelinnenseite schützt der teure, stylische Echtleder-Treter den Fuß vor schmerzhaftem Kontakt mit Rahmen und Kurbel. Die griffige Sohle erzielt viel Pedalgrip, ist komfortabel gedämpft, rutscht beim Gehen leicht weg. Nach längerer Nutzung trägt sich der Schuh ein, sitzt dann komfortabel und gut belüftet am Fuß. Der Quer-Klett gibt Halt, ist jedoch zu kurz, um die Senkel zu fixieren.

Testergebnis: Sehr gut (75 Punkte)

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Mavic Deemax Pro Flat

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
  • Preis/Gewicht: 170 Euro/728 g (Größe 42
  • Größen: 38 2/3 – 48 2/3
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Trotz hohen Preises ist der Deemax simpel konstruiert. Die leicht erhöhte Knöchelinnenseite und die verstärkte Zehenkappe bieten Schutz. Größtes Plus: Das Martyx-Material erzielt top Belüftung. Die abriebfeste, aber harte Gummimischung lässt Grip vermissen, beim Gehen in steilem Gelände rutscht die Ferse leicht aus dem Schuh. Zudem fehlt der Senkelfixierung eine Schlaufe zum Anheben. Gut dämpfende Zwischensohle.

Testergebnis: Gut (63 Punkte)

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Pearl Izumi X-Alp Launch/W X-Alp Launch

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Pearl Izumi X-Alp Launch/W X-Alp Launch
  • Preis/Gewicht: 150 Euro/694 g (Größe 42)
  • Größen: 39 – 49/38 – 43
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Der Pearl Izumi kombiniert Touren- mit Trail-Eigenschaften, was sich deutlich an der Sohle abzeichnet: stark profilierte Zehen- und Fersenpartie, glatter Mittelteil. Leider ist die Gummimischung sehr hart gewählt, sodass er nur auf extrem bissigen Pedalen Grip erzeugt. Die stabile Vorfußkonstruktion schützt vor Spritzwasser und Schlägen, eine weiche Zwischensohle sorgt für Dämpfung. Sehr flach geschnitten.

Testergebnis: Gut (65 Punkte)

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Ride Concepts Powerline/Skyline

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Vaude AM Moab Tech
  • Preis/Gewicht: 159 Euro/825 g (Größe 42
  • Größen: 40 – 46/35 – 41
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Mit großen Sechseck-Noppen und weicher Gummimischung hält der Powerline auf allen Pedal-Typen super. D3O-Elemente in Innensohle und der hohen Knöchelinnenseite sorgen für Stoß- und Erschütterungsdämpfung, wie auch die EVA-Zwischensohle. Mit seiner kompakten, festen Polsterung vermittelt er zudem Sicherheit und rollt beim Gehen perfekt ab. Robuste Zehen- und Fersenkappe – ein echter Trail-Ballerschuh!

Testergebnis: Sehr gut (87 Punkte)

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Specialized 2FO Flat 2.0

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Specialized 2FO Flat 2.0
  • Preis/Gewicht: 140 Euro/687 g (Größe 42)
  • Größen: 36 – 48
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Wie auf Wolken geht man mit dem 2FO, denn die dicke EVA-Zwischensohle dämpft hervorragend, wodurch auch auf dem Bike Schläge regelrecht aufgesaugt werden – das bringt perfekte Bike-Kontrolle und sicheren Stand. Die Sohle geizt nicht mit Grip, Schutzelemente wie eine leicht hochgezogene Knöchel-Innenseite und eine verstärkte Zehenkappe runden das Bild ab. Komfortabler Standard-Schnürer mit Senkelfixierung.

Testergebnis: Sehr gut (84 Punkte)

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Vaude AM Moab Tech (MOUNTAINBIKE Testsieger)

Flatpedalschuhe 2020
Björn Hänssler
Vaude AM Moab Tech
  • Preis/Gewicht: 170 Euro/831 g (Größe 42)
  • Größen: 36 – 48
  • (35 %) Sohle:
  • (20 %) Tragekomfort:
  • (20 %) Gehen:
  • (15 %) Handhabung:
  • (10 %) Ausstattung:

Fazit: Kanarienvogel mit Killerinstinkt! Der bunte Vaude macht alles richtig. Die Sohle erzielt auf und abseits des Pedals hohen Grip, ist gegen Erschütterungen stark gedämpft und rollt bestens ab. Top Handhabung beim An- und Ausziehen dank Boa und Fersenschlaufe, zudem super Fersenhalt. Auch die Ausstattung mit hochgezogener, gepolsterter Knöchelpartie, stabiler Fersenkappe und komfortabler Einlegesohle überzeugt vollauf.

Testergebnis: Sehr gut (89 Punkte)

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Flatpedalschuhe 2018

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mb-0718-flatpedalschuhe-test-afton-keegan (jpg) mb-0718-flatpedalschuhe-test-afton-keegan-sohle (jpg) mb-0718-flatpedalschuhe-test-five-ten-freerider (jpg) mb-0718-flatpedalschuhe-test-five-ten-freerider-sohle (jpg) 20 Bilder

Das Testfeld im Überblick

Hersteller und Modell / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Shimano SH-GR7 120 Euro Sehr gut/Testsieger
Giro Jacket II 100 Euro Sehr gut (Preis-Leistungs-Tipp)
Five Ten Freerider 110 Euro Sehr gut
Ion Raid 100 Euro Sehr gut
O'Neal Pinned 70 Euro Sehr gut
Sixsixone Filter 120 Euro Sehr gut
Specialized 2FO Flat 1.0 120 Euro Sehr gut
Vaude Moab Low AM 140 Euro Sehr gut
Scott MTB AR Lace 120 Euro Gut
Afton Keegan 100 Euro Gut

Bei Freeridern und anderen "Gravity-Fans" sind Flatpedal-Sneaker seit jeher beliebt. Für viele Tourenbiker sind die flachen Schnürschuhe im Skater-Look hingegen eher Modegag, gelten als unsportlich und uneffizient. Dabei sprechen durchaus viele Gründe dafür, dass auch Tourenbiker mit Flatpedal-Schuhen fahren sollten, denn auch sie können von der lockeren Bindung von Schuh und Pedal massiv profitieren. Flatpedal-Schuhe sind sicherer, denn der Fuß ist in Sekundenbruchteilen auf dem Boden, um einen Sturz abzufangen.

So verleihen sie zudem Selbstvertrauen und Sicherheit, denn knifflige Passagen können mit geringerem Risiko durchfahren werden. Viele Fahrtechnik-Trainer raten ebenfalls zu Flatpedals, da Standard-Tricks wie Bunny-Hop und Wheelie mit Flatpedals sauberer und einfacher zu lernen sind. Auch beim Gehen im Gelände rollen Flatpedal-Schuhe besser ab und rutschen auf Geröll nicht weg, wie es bei Klickschuhen der Fall ist. Zudem entfällt die Cleat-Aussparung in der Sohle, wodurch diese gegen Nässeeintritt immun ist.

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Auf welche Pedale schwören Sie an Ihrem Bike?
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Plattformpedale!

Wir haben zehn flache Schuhe für Plattformpedale unter Tourenbedingungen ausgiebig getestet. Schuhe, die geschlechtsspezifische Versionen bieten, sind mit Mann/Frau-Icons markiert. Die Testrunde bestand aus langen Anstiegen, kniffligen Trail-Stücken und steilen Schiebepassagen. Auf diversen Pedalen getestet, erzielten fast alle Sohlen hohen Grip, durch die Profilstruktur und/oder die Gummimischung der Sohle.

In die Bewertung der Sohle floss zudem die Dämpfung von Erschütterungen und die Haltbarkeit ein. Da aufgrund der großen Pedalkontaktfläche die Kraftübertragung des Schuhs stark vom Obermaterial abhängt, floss dieser Aspekt in die Komfortwertung ein. Den besten Kompromiss aus Grip, Komfort und Kraftübertragung bietet der Shimano SH-GR7. Er ist zudem haltbar sowie clever ausgestattet und erntet den Testsieg. Der Giro Jacket II punktet mit starkem Grip und hoher Kraftübertragung zum günstigen Preis.

Kurz und Knapp

Mach’s mal flach! Flatpedal-Schuhe steigern die Fahrsicherheit für mehr Spaß auf technischen Trails, schulen die Fahrtechnik und sind hervorragende "Geher". Tourentauglich-komfortable Modelle sind aktuell schon ab 100 Euro zu haben.

Tagesaktueller Preisvergleich zu den getesteten Schuhen:

Diese Produkte haben wir getestet:

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