Dennis Stratmann

Trailguide: Sillian im Hochpustertal

Trailguide: Sillian im Hochpustertal

Infocenter: Trailguide Hochpustertal / Grenzerfahrungen

Lage & Charakter: Der Name Hochpustertal ist nicht exakt definiert, in der Regel ist der östliche, am oberen Draulauf gelegene Teil des Pustertals gemeint – von Niederdorf in Südtirol (I) bis Lienz in Osttirol (Ö). Dazu kommen Seitentäler wie das Sexenntal oder das Fischleintal. Rund um die hier beschriebenen Orte Sillian (Ö), Sexten und Innichen (I) ragen die Sextener Dolomiten empor. In Sachen Tourismus geht es auf Osttiroler Seite ruhiger und preiswerter zu als in Südtirol. Ähnliches gilt für die Bike-Touren: Knackige und teils offizielle, teils geduldete Trails findet man rund um Sexten, von Sillian aus dominieren im legalen Bereich einfache Schotterrunden.

Anreise: Ab München ca. 3:30 h über Kufstein, Kitzbühel, Pass Thurn, Felbertauerntunnel (Maut) und Lienz. Alternativ über die viel stärker frequentierte Brenner-Route.

Klima & beste Reisezeit: Durch die klimatisch begünstigte Lage auf der Alpensüdseite lässt sich sonnseitig fast ganzjährig biken. So weist Sillian die meisten Sonnenstunden Österreichs auf! Richtig los geht es in höheren Lagen ab Pfingsten – und dann bis weit in den Herbst hinein und darüber hinaus. Achtung: In den zwei italienischen Ferienwochen um den 15. August („Ferragosto“) herum ist es an Hotspots wie den Drei Zinnen, aber auch am Drauradweg brutal voll.

Übernachtung: Top für Familien ist das Dolomiten Resort Sillian mit Kinderbetreung, Teenie-Programm, Innen-, Außen- sowie Naturpool. sporthotel-sillian.at Sexten bietet einen der spektakulärsten Campingplätze Europas (auch Baumhäuser sind mietbar): caravanparksexten.it Generell reicht das riesige Angebot von Almhütten über Bauernhöfe bis zu Luxus- hotels: hochpustertal.net/unterkunft; drei-zinnen.info; hochpustertal.com

Guiding: Erste Adresse für geführte Trailrides ist die Bike-Acadamy in Sexten. bikeacademy-sextnerdolomiten.com

Geheimtipps:

Schlutz- vs. Schlipfkrapfen: Während die berühmteren Südtiroler Schlutzkrapfen in bunten Varianten angeboten werden, sind die Osttiroler mit ihren Schlipfkrapfen streng. Die Teigfülle besteht nur aus Kartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln, Kräutern, Salz und Butter. Einzig die Zugabe von Topfen ist „erlaubt“ – und soll schon Familien entzweit haben.Übrigens: Da es keine Industriefertigung gibt, sind Schlipfkropfen stets hausgemacht.

Relaxen im ältesten Bad Osttirols: Das Aigner Badl wurde erstmals 1772 urkundlich erwähnt. Dank der Kalzium-Sulfat-Mineral- quelle werden in dem altehrwürdigen Gebäude noch heute Heilbäder angeboten, die bei Rheuma und Wundheilung helfen sollen – oder müde Radlerbeine entspannen.

Pregler probieren: Der Pregler, ein Obstbrand, ist ein Nationalheiligtum Osttirols. Der Name ist geschützt, er darf nur aus heimischen Äpfeln und Birnen destilliert werden.

Wildtiere beobachten: Im Wildpark Asslingen (25 min. Autofahrt von Sillian) machen nicht nur Kids große Augen. Im 80 000 m² großem Wildgehege hausen Murmeltiere, Waschbären, Luchse, Wildschweine, Marder, Adler, Steinböcke, Rehe, Gämsen ...

Alle Touren:

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Reportagetext:

Das Leben als Zweirad-Journalist ist schön. Vor allem, wenn man einen Monat Elternzeit genießen und als nächsten großen Arbeitseinsatz zum fabulösen MOUNTAINBIKE TESTIVAL nach Brixen in Südtirol darf. Dumm nur, wenn zwischen dem letzten Tag der Elternzeit, den ich mit meiner kleinen Familie in unserer Wahlheimat Tristach nahe der Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz verbrachte, und dem Testival-Beginn drei „nutzlose“ Tage liegen. Was tun? Zurück nach Stuttgart und kurz später wieder retour über die Alpen? Ökologisch wie ökonomischer Unsinn! Das „zwang“ quasi, Arbeit und Vergnügen zu verbinden ... Und über eine Region zu berichten, die auf nicht ganz halbem Weg zwischen Lienz und Brixen liegt: das Hochpustertal. Genauer gesagt, über dessen Mitte am Oberlauf der Drau. Mit dem weniger bekannten Ort Sillian auf Osttiroler Seite als Basis und dem touristisch mehr frequentierten Sexten als Südtiroler Sidekick. Erst einmal fehlte es aber an Manpower. Ich brauchte a) einen Fotografen und b) einen motivierten Mitfahrer. Ersterer war rasch gefunden: Dennis, einer unserer Haus- und Hofbelichter, war eh fürs Testival gebucht und bereits einige Tage vorher für einen anderen Job nach Südtirol gereist. Nr. 2? Nun, wenn man unseren Testfahrer und Freeride-Ikone Thomas „Prof“ Schmitt anruft, ob er Lust auf ein paar Tage Biken hätte, ist es so als würde man Reinhold Messner fragen, ob’s den Yeti gibt. Wenige Tage später prallt eine Meisterleistung der Logistik auf den Hotelparkplatz in Sillian: der obligatorisch voll bepackte Fotografen-Sprinter, eine bis unter die Hutschnur (und darüber hinaus) beladene Dacia-Familienkutsche sowie ein ebenso vollgepfropfter, zum Vanlife-Traum umgebauter, alter Mercedes-Krankenwagen. Denn auch „der Prof“ ist bereits seit Tagen mit dem kompletten Biker-Familienwahnsinnn in den Südtiroler Bergen unterwegs. Der gemeine Handgepäck-Reisende würde wohl Wochen brauchen, dieses Chaos zu entwirren, wir hingegen schälen mit routinierten Handgriffen je eine Ehefrau/Freundin, einen fast dreijähirgen Burschen und eine nulljährige Dame aus den Blechbüchsen. Dazu in Summe fünf Bikes, zwei Laufräder, drei Kinderanhänger, einen Babyjogger, einen Bollerwagen und circa zwei Dutzend Taschen. Alles unter Dennis‘ schmunzelnder Beobachtung, der seine drei Damen im heimischen Ruhrgebiet gelassen hat. Kurz später ist dann der Pakt in den Familienräten geschlossen: jeweils ein halber Tag Papas on Bikes, der Rest Kinderbetreuung mit Mats und Nero sowie Paula und Raija am Hotel-Pool und -Spielplatz.

Auf dem Weg der Steinmänner

Keine Sekunde später knobeln Prof und ich über den Karten. Und über die Grundidee: Haben wir ob unserer Roadtrips und des Testivals nicht zig Bikes dabei? Warum prüfen wir dann nicht, wie vielseitig dieses Revier ist und mixen eine knackige Ausdauerausfahrt, einen brachialen Enduro-Hammer sowie eine gechillte E-MTB-Tour zum buchstäblich grenzgenialen Dreitages-Dreiklang zwischen Ost- und Südtirol? Nach einem prüfenden inneren Blick auf die Beine steht das erste Nachmittagsprogramm: Wir schwingen uns auf die leichten Marathon-/Tourenfullys, pedalieren stramm los. Auf welligen Asphalt- und Schotterwegen über schnell weggeschnupfte 400 Höhenmeter nach Sexten – zum Infostand des legendären Stoneman Dolomiti von Roland Stauder. Wir wollen zwar nicht den ganzen 120-km-MTB-Megaklopper entlang der wegweisenden Steinmänner abfahren (4000 Höhenmeter an einem Nachmittag wären dann doch arg zünftig, siehe S. 128), dafür „nur“ den landschaftlich wie fahrtechnisch spektakulärsten Teil: die Demut-Passage, die hochalpin auf fast 2500 Metern Höhe meist leicht unterhalb des im ersten Weltkriegs vom Soldatenblut rot getränkten Karnischen Grenzkamms führt. Anders als im Original schrauben wir uns über die nicht gar so garstig steile Seite von Sexten aus hoch. Immer in Richtung des grasigen, von Liften und Skipisten zerzausten Rundbuckel des Monte Elmo (auf deutsch: Helm). Und dann mit ehrfurchtsvollem Blick auf das irreale Gebilde der Sextener Dolomiten weiter zur Sillianer Hütte – im Zickzackkurs zwischen italienischen Fußgängern, die in Scharen vom Helmrestaurant zur Hahnspielhütte flanieren, irrlichtern, stolpern.

Dennis Stratmann
Ein Paradies für kleine (Mats) und große (André) Wichtel ... Generell zeigt sich das Osttiroler Pustertal extrem kinderfreundlich, bietet als „Tiroler Familiennest“ viele spezialisierte Unterkünfte und Aktionen.

Und uns dabei reichlich lautstark anfeuern. Je weiter wir zur Sillianer Hütte kommen, desto näher kommen wir der nun dringend ersehnten Bergeinsamkeit. An der gerade renovierten Alpenvereinshütte beginnt es: das Kapitel Demut. Zwar hat die Passage ihren Namen von einer Bergspitze des Hauptkamms, demütig sein ist hier dennoch Gebot. Zum einen wegen des fürchterlichen Abschlachtens im Gebirgskrieg vor 100 Jahren, zum anderen wegen der sich gegenüber grotesk steil auftürmenden bleichen Berge, die einen so unfassbar klein wirken lassen. Aber auch der Trail verlangt sie. Die Demut. Rund zehn Kilometer lang geht es im steten Wechsel steil bergauf und bergab. Wie der Ritt auf einem Sägeblatt. Flow? Nicht wirklich. Jeder – oft gemein verblockte – Steilstich bergauf lässt Waden und Lunge auf maximaler Stufe lodern, fast jeder kurze Talschuss verlangt absolute Konzentration und präzise Steuerkunst. Zwar ist der Trail bis auf wenige S3+-Abschnitte nicht extrem schwer, an vielen Stellen ist jedoch wegen des exponierten Geländes am Grat stürzen streng verboten! Während der Prof in gewohnter Manier jede noch so furchterregende Stelle irgendwie nonchalant meistert, klicke ich lieber hin und wieder aus, wuchte mein Bike per Armkraft über die glattpolieren Felsen und ärgere mich über meine Schuhwahl: Knüppelharte Racetreter mit popo- glatter Carbon-Sohle sind für Kraxeleien im Gebirge natürlich ein ausgemachter Schmarrn. Ende Gelände. Die Stoneman-Stempelstelle am Passo Silvella erlebe ich recht angeknockt. Kein Wunder nach nun fast 2000 Höhenmetern (bedingt durch unsere Fahrt von Sillian an) und dem Stolper-Biken in dünner Luft. Normal würde der Stoneman Dolomiti nun mit einer lässigen, einspurigen Wiesen- und Waldabfahrt nach Padola sein Flow-Highlight feilbieten, uns mahnen die einbrechende Dunkelheit und die Wahrung des Familienfriedens zur abkürzenden Variante über die lauschige Alpe Nemes (wer mehr Zeit hat als wir: unbedingt bei Klara und Otti einkehren und den laut Eigenwerbung womöglich besten Apfelstrudel der Welt probieren). Weiter geht es via Moos nach Sexten. Dass wir noch zurück nach Sillian treten? Ehrensache. Schließlich steht am nächsten Tag ja nur die E-MTB-Tour an. Denn vormittags wollten wir uns um die Jungs kümmern. Eigentlich.

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Der Drauradweg führt bergab von Innichen nach Lienz – und wird im Juli und August von über 100 000 zumeist italienischen Radlern „überfahren“. Im September genießen Thomas und Nero die Ruhe nach dem Sturm.

„Prof, pack die Kinder ein!“

Zum Glück haben wir nicht gesagt, wo und wie. Und da unsere Kids genauso gerne auf zwei Rädern unterwegs sind wie wir, wedeln Mats und Nero kurz nach dem Großfamilienfrühstück glücksseelig auf dem Hotelparkplatz herum. Also Planänderung: kein Schwimmbad, sondern Papa-Sohn-Biken. Zunächst entlang des wunderschönen, im September nicht mehr übervölkerten Drauradwegs, dann die Jungs in den Anhänger und 900 Hm hoch zur Almütte Leckfeldmalm mit ihren sanften Wiesen und sanftmütigen Rindviechern. Uphill mit dem Kinderanhänger? Logo. Auch ohne E-MTB. Aber es ist eine Plackerei durch und durch. Im eigenen Saft gar gekocht kommen wir japsend auf der Alm an.

Dennis Stratmann
Ganz schön zackig! So nah wie auf den Trails oberhalb von Sexten kommt man den „Dolos“ mit dem Bike selte

Mats und Nero? Nichts versetzt Kleinkinder so rasch in komatösen Schlaf wie das sanfte Schaukeln eines Rad-Trailers. Dass wir nach ausgiebiger Rast im Gegensatz zu unseren sonstigen Gepflogenheiten bergab auch im Schunkel-Tempo unterwegs sind, versteht sich von selbst. Schließlich wollen alle heil am wichtigsten Punkt des Trips ankommen: im Wichtelpark Sillian – ein perfekt gebauter Abenteuerspielplatz, zu dem später auch unsere vier Mädels gewandert kommen. Familienspaß. Überhaupt: Gerade rund um Sillian ist kinderfreundlich mehr als nur ein Wort, es gibt

viele auf Familien spezialisierte Unterkünft und Aktionen. Von der „Wichtel Action Night“, über „Goldwaschen am Wonky-Tonky-Fluss“ bis hin zu „Abenteuer mit Wendelin Wasserfloh“.

Oasen der Ruhe in Osttirol

Solch‘ organisiertes Angebot ist nicht jeder Familie Sache. Dass es jedoch in Osttirol generell gemächlich und beschaulich zugeht, ist eine Wohltat. Nicht nur für lärmgestresste Mamis und Papis. Denn anders als Nord- und Südtirol wurde die kleine Insel Osttirol trotz ihrer klimatisch idealen Lage auf der Alpensüdseite aus touristischer Sicht lange Zeit kaum beachtet oder gefördert. Heute ist man weitestgehend stolz darauf. So wirbt das von Sillian ausgehende, Hobbitland-grüne, fast in Gänze unverbaute Villgratental mit dem herrlichen Spruch: „Kommen Sie zu uns, wir haben nichts“. Okay, „ein bisschen“ was ist dann schon da. So ragen in Osttirol stolze 166 Haupt- und 70 Nebengipfel über die 3000-Meter-Marke hinaus! Die (noch) eisgepanzerten Riesen Großglockner und Großenediger genauso inklusive wie viele kaum bekannte, nur ganz selten im Jahr von Menschenhand angefasste Traumberge. Und das alles auf einer Fläche, die mit 2000 km² gerade mal halb so groß ist wie das Ruhrgebiet. Wer lieber im Tal schlemmen mag, findet elf von Gault Millau ausgezeichnete Restaurants, die es auf 15 Hauben bringen. Für normal gefüllte Portmonees locken imposante Alpenvereinshäuser, bäuerlich geführte Almhütten und traditionelle Landgasthöfe, die für vergleichsweise kleinen Euro regionale Kost anbieten – etwa die nur in Osttirol erhältlichen, stets handgemachten Schlipfkrapfen. Oder den nicht für jeden Gaumen geeigneten Graukäse. Vor allem gibt es (abseits der im August trubeligen Stadt Lienz): Ruhe. Wenn das überstrapazierte Wortgebilde Genussregion irgendwo in den Alpen zutrifft, dann hier.

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Über dem sattgrünen Villgratental herrscht alpine Idylle pur. Werbespruch der Villgratener: „Kommen sie zu uns, wir haben nichts.

Von der Mutter getrennt

Historisch begründet ist das durch die Grauen des 1. Weltkriegs, denen die Abspaltung Südtirols folgte. Seit dem steht Osttirol quasi alleine da. Eine Exlave des Bundesland Tirols, von dem es ein schmaler Streifen Salzburger Land und ein verdammt hoher Riegel an Bergen trennt: die Hohen Tauern. So war der Weg nach Osttirol jahrzehntelang ein beschwerlicher. Von Süden über den Brenner und die einst (jetzt teils wieder) streng kontrollierte italienisch-österreichische Staatsgrenze. Oder weit von Osten her über Kärnten. Sowie – abenteuerlich und nur wenige Wochen im Jahr befahrbar – via Großglockner- Hochalpenstraße. Erst durch die Fertigstellung des Felbertauerntunnels im Jahr 1967 öffnete sich Osttirol im wahrsten Wortsinne dem Norden hin. Die Zeit der Isolation hat die Exklave geprägt. Die Uhren ticken scheinbar wirklich langsamer. So sensen die Bauern an den unfassbar steilen Hängen im Villgraten- und Defereggental die Wiesen wie jeher von Hand, jeder kennt und hilft sich untereinander, Traditionen werden gelebt – statt für Touristen und Volksmusik-Shows zelebriert. Also ein Haufen Hinterwäldler? Von wegen. Nirgends in Österreich war 1938 der Widerstand gegen den Anschluss an Hitler Deutschland stärker als hier. Der Osttiroler liebt seine Werte. Nicht den, der von Werten faselt. Auch unsere Nachmittagstour führt uns zunächst über Osttiroler Boden. Um in kurzer Zeit maximal „viel Berg“ zu bekommen, haben wir die E-MTBs gesattelt, sausen hoch zum über dem Villgratental thronenden Thurntaler, weiter auf teils arg steilen Pfaden zur Hochrast. Mit dem Bio-Bike müssten wir wohl hier und da kurz schieben, dank Zusatzstrom ist es ein müheloses Vergnügen – beinahe so wie der abschließende Talschwung auf meist flowigen Trails jenseits der Grenzlinie. Apropos E-MTB: Auch wenn man im Hochpustertal selten Trends hinterher hechelt, beim Stromrad wird Gas gegeben. So findet Mitte September die zweite „E-Bike WM für Jedermann“ in Sillian statt. Einen offiziellen Status hat das Event nicht, typisch osttirolerisch steht aber eh der Genuss im Fokus, nicht die Hatz nach Sekunden.

Grandiose Trails über Sexten

Dem nächsten Morgen trete ich zerknauscht entgegen. Ob das Stamperl Pregler nach dem Abendessen Schuld war? Oder die durchwachte Nacht mit Baby und Kleinkind? Die Trailer-Tour? Egal, zwei Cappuccini hieven Blutdruck und Laune auf Normalpegel. Bestens, denn heute steht – pardon – Männerbiken auf dem Plan. Dazu haben wir Arno Feichter engagiert. Staatlich geprüfter Skilehrer, MTB-Guide und Pustertaler Geländerad-Urgestein aus Innichen. Arno soll uns die Trailschmankerl auf Südtiroler Seite zeigen – und hat eine kurze, aber maximal intensive Enduro-Gondel-Tour zusammen gebastelt. Zunächst heißt es nach der Seilbahnfahrt zum Helm zwar auf bekanntem Weg zur Sillianer Hütte strampeln. Aber dann treibt uns der Monte-Elmo-Trail gleich mal die Tränen der Rührung in die Augen. Erst gemäßigt, dann ein gerölliges, hochalpines Spitzkehrenmassaker auf Champions-Leageu-Niveau. Der Rest der Schlachtplatte im Schnelldurchlauf: Molini- Trail (chillig), Erla-Trail (gebaut, aber naturnah und spaßig) und Standschützen-Trail (historischer Steig, für Biker ausgebaut, feines Rumpel-di-pumpel). Dazwischen sparen zwei Gondelfahrten Schweiß und Zeit. Denn auch das bietet das Hochpustertal: Seilbahnen, die Biker gerne mitnehmen. Und Menschen, die Bikern gegenüber aufgeschlossen sind. So ist sie halt, diese Region. Eine für alle. Eine für alles.

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