MB Reise Trailguide Chiemgau Adrian Greiter
MB Reise Trailguide Chiemgau
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Trailguide Chiemgau

Surfen am Bayerischen Meer Trailguide Chiemgau

Bilderbuchlandschaften, aussichtsreiche Touren in alpiner Idylle und bayerische Lebensart: Der Chiemgau ist die perfekte Genussregion.

Touren rund um den Chiemsee

1. Zur Kampenwand

Mehr zum Thema:
Länge 21,04 km
Dauer 2:18 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 874 Meter
Höhenmeter absteigend 874 Meter
Tiefster Punkt 607 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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2. Fünf-Almen-Tour

Mehr zum Thema:
Länge 22,24 km
Dauer 2:10 Std
Schwierigkeitsgrad Mittelschwer
Höhenunterschied 694 Meter
Höhenmeter absteigend 692 Meter
Tiefster Punkt 564 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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3.Hochplattenrunde

Mehr zum Thema:
Länge 22,23 km
Dauer 2:44 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 1075 Meter
Höhenmeter absteigend 1079 Meter
Tiefster Punkt 558 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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4. Samerbergrunde

Mehr zum Thema:
Länge 27,65 km
Dauer 2:44 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 876 Meter
Höhenmeter absteigend 876 Meter
Tiefster Punkt 626 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Infocenter

Lage & Charakter: Der Chiemgau liegt herrlich am bayerischen Alpenrand südöstlich von München zwischen dem Inntal und Traunstein. Dominant in seiner Mitte liegt der als Bayerisches Meer bezeichnete, knapp 80 km2 große Chiemsee mit den berühmten Inseln Herren- und Frauenchiemsee. Prominentester Gipfel an seinem Südufer ist die knapp 1700 Meter hohe Kampenwand, aber auch Hochplatte und Hochgern sind bekannte Gipfel. Durch die Nähe zu München und das vielfältige Freizeitangebot ist die Region sehr beliebt und speziell an Wochenenden überlaufen.

Anreise: Aschau liegt nur fünf Minuten entfernt von der A 8 München–Salzburg. Auch mit dem Zug kann man Aschau prima erreichen. Die Fahrzeit ab München Hbf ist kaum länger als mit dem Pkw – den obligatorischen Stau auf der A 8 nicht eingerechnet.

Beste Reisezeit: Das Klima im Chiemgau ist "gemäßigt warm": Schnee liegt oft bis in den April, in den Hochlagen noch länger – und auch wieder ab Ende November/Anfang Dezember. Die beste Zeit zum Biken ist dementsprechend von Anfang Juni bis in den Oktober hinein, wobei es im August auch durchaus (zu) heiß werden kann.

Übernachtung: Es gibt in der Region zahlreiche Gästehäuser, Pensionen und Privatunterkünfte. Für Biker*innen besonders lässig ist das Aparthotel Hohenaschau, in dem sich auch ein Bikeverleih befindet: hotel-hohenaschau.de

Bikeinfos: Bikeshuttle gibt es keine, und die wenigen Bergbahnen transportieren keine Räder. Ausnahme ist die untere Sektion der Hochries-Bahn, unter der der beliebte Bikepark Samerberg verläuft. (bikepark-samerberg.de) Achtung: Weil Bahn und Bikepark unterschiedliche Betreiber haben, braucht es zwei Tickets! Geführte Touren, Fahrtechnikkurse, Coachings und Feriencamps bietet "Happy Trails" an: happytrails.de Empfehlenswerte Bikeshops sind Litewheelz in Bernau (litewheelz.de) und Mario’s Radservice in Aschau (marios-radservice.de).

Abseits der Trails:

  • Bauer, geh’ golfen! In Samerberg, ganz in der Nähe des Bikeparks, kann man das sogenannte Bauerngolf spielen: Golf auf einer Kuhweide mit speziellen Schlägern und Bällen. Ein Riesenspaß für Groß und Klein. bauerngolf-samerberg.de
  • Highlight für Aktivurlauber ist der Kletterwald in Prien, in dem man sich – natürlich bestens gesichert – in schwindelerregende Höhen begeben kann. kletterwald-prien.de
  • Für Schlechtwettertage bietet sich ein Besuch im Lokschuppen in Rosenheim an, der mit sehr aufwendig gestalteten Ausstellunge etwa über Dinosaurier oder die Eiszeit – nun ja – eben "lo(c)kt". lokschuppen.de
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Adrian Greiter
Immer an der Wand lang! Munteres Wallriden im Bikepark Samerberg.

Trailguide: Chiemsee

Da stehen wir nun. Leicht fröstelnd in der Dunkelheit. Ich fixiere den immer heller werdenden Streifen am Horizont an, der in den vergangenen Minuten seine Farbe von tiefem Blau über Violett und Rot zu Orange-Gelb geändert hat. in den vergangenen zwei Stunden haben wir uns bei der Auffahrt immer wieder die Frage gestellt, warum wir uns das antun: mitten in der Nacht die steilen Rampen gen Gori-Alm hochdrücken. Spätestens jetzt weiß ich es wieder! Ein Sonnenaufgang am Berg ist jedes Mal ein bewegendes Erlebnis und der unscheinbare Gipfel des Sulten die perfekte Loge. Während der Himmel über uns immer mehr Farbe eingehaucht bekommt, beginnt der Chiemsee zu unserer Linken gleichsam zu leuchten, da sich das Firmament in seiner Oberfläche spiegelt. Zeitgleich schält sich zu unserer Rechten der steile Gipfelaufbau der Kampenwand aus der Dunkelheit, und die eben noch unstrukturierte schwarze Fläche wird zu einem dreidimensionalen Zusammenspiel von Felsen, Rissen und Bändern. Überragt wird die wilde Szenerie vom Chiemgau-Kreuz, das sich auf dem Ostgipfel in den Himmel streckt. Mit seinen imposanten zwölf Metern Höhe ist es das größte Gipfelkreuz der gesamten Bayerischen Alpen.

Große, bayerische Klassiker

Dann entdecken wir unter uns am Sattel der benachbarten Hochplatte etwas Wohlbekanntes: die wunderschön gelegene Piesenhausener Hochalm. Deren Hütte war das Ziel unserer gestrigen Tour. Die Hochplattenrunde zählt zu den Klassikern in den Chiemgauer Alpen und ist Paradebeispiel dafür, was Biken über dem Bayerischen Meer, dem 80 Quadratkilometer großen Chiemsee mit den berühmten Inseln Herren- und Frauenchiemsee, ausmacht.

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Adrian Greiter
Prost Aussicht! Auf der Piesenhausener Hochalm genißen wir das wohlverdiente Weßbier mit Logenblick auf den Chiemsee.

Also Rückblende. Auf gut ausgebauter, doch anhaltend steiler Schotterstraße keuchen wir durch das Rottautal und dann um den Groß- und den Kleinstaffen herum nach oben. Die 500 Höhenmeter treiben meinen Puls gleich in die Höhe, immerhin wird die Schinderei mit wunderschönen Ausblicken auf Almweiden und den Chiemsee versüßt. Erst oberhalb der Staffn-Alm flacht es für ein kurzes Stück ab, ehe es sich zum Finale wieder aufsteilt. Im letzten Schlussanstieg hinauf zum Sattel am Haberspitz treffen wir auf zwei Leidensgenossinnen. Die einheimischen Bikerinnen kurbeln schweren Trittes keuchend vor sich hin. Nach einem netten, aber recht kurzatmigen "Griaßeich", fluchen sie: "So steil ham ma des gar ned in Erinnerung g’habt!" Mit einem Schmunzeln ziehen wir an den Mädels vorbei, aber auch mir brennen sauber die Wadeln. Und ich sehne mich nach einer Pause.

Die gibt es erst oben am Sattel. Während ich versuche, meinen Puls in einen halbwegs lebensbejahenden Bereich zu bringen, erspähen wir bereits unser Ziel: die Piesenhausener Hochalm. Wie im Alpenbilderbuch schlängelt sich der Forstweg hinab zur Alm, die eingebettet zwischen Kampenwand und Hochplatte auf einem Bergrücken thront. Also: Bremse auf und ab dafür!

Biken wie Gott in Bayern

Dort angekommen, lasse ich meinen Blick über die 1360 Meter hoch gelegene Alm schweifen. Die Sicht reicht vom Chiemsee im Norden bis zum Kaisergebirge im Süden. Grandezza! Biken wie Gott in Bayern? Das ist am Chiemsee auf fast kitschige Weise garantiert. Klar, den Finale-Ligure-gestählten Enduristen wird das (legale) Trailangebot nur selten vom oder aus dem Sattel reißen, aber Genussspechte, MTB-Familien und Liebhaber der malerischen voralpinen Kulisse wähnen sich hier im Stollenradparadies. Zumal die bayerische Lebensart – Kulinarik inklusive – auch Nordlichter sofort in ihren Bann ziehen wird. Dass es dabei vor allem an strahlenden Sommertagen schnell voll wird, unterstreicht die Beliebtheit der Region. Wer mit Umsicht unterwegs ist, wird dennoch entspannte Biketage verbringen. "Wenn man die Möglichkeit hat, an schönen Wochenend- oder Ferientagen die Hotspots zu umfahren, und/oder sich rücksichtsvoll verhält, steht einem Miteinander nichts im Weg", so Sonja Schreiter von der Deutschen Initiative Mountainbike.

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Adrian Greiter
Die Essenz des Chiemgaus: Trails, Almen und tolle Ausblicke auf den omnipräsenten Chiemsee.

"Habt’s an Durscht?", trällert uns die Sennerin fröhlich entgegen. Was für eine Frage! Wir lehnen uns an die Hauswand, und sie serviert uns nach dem wohlverdienten Weißbier den laut ihren Gästen "besten Kaskuchen vom Chiemgau". Die Sennerin hat nicht zu viel versprochen: Schon beim ersten Bissen in den saftigen, dottergelben Kuchen schmeckt man die Almwirtschaft. Zubereitet mit frischer Milch sowie Eiern von glücklichen Hühnern. Nach diesem Schmankerl wird es Zeit, sich dem nächsten zu widmen: dem Hochplattenweg. Zuerst müssen wir ein paar H henmeter zurück zum Sattel. Hier zweigt linker Hand an der Almwiese der Singletrail in den Bergwald ab. Gleich zu Beginn ist volle Konzentration gefragt, ein paar steile Wurzelstufen gehen in felsige Platten über. Wer die optimale Line erwischt, kommt ohne Fuß absetzen durch. Dann wird es spaßig. Am Friedenrath vorbei zieht ein abwechslungsreicher, felsiger Weg talwärts. Geschwindigkeit bringt Sicherheit – um das Rodeo über die Felsbrocken zu meistern, hilft ein gerütteltes Maß an Speed. Nach einer Forststraßenquerung geht es flowig über Almwiesen und durch den Wald bis zur Bergstation des Hochplattenlifts.

Mal genüsslich, mal fordernd

Ich habe ein fettes Grinsen im Gesicht einbetoniert, doch der Abfahrtsspaß ist noch nicht vorbei! Am Gleitschirmstartplatz beginnt ein steiler, schneller Singletrail (Obacht: naher Stacheldrahtzaun). Der anschließenden Forststraße folgen wir ein Stück bergab, ehe wir wieder in den Wald und zur Zeppelinhöhe hinuntersurfen. Von diesem Aussichtspunkt genießen wir den eleganten Alpenblick von Marquartstein über Grassau bis zum allgegenwärtigen Chiemsee. Der folgende Serpentinenweg entpuppt sich als weiteres Prachtstück der Abfahrt: Dank des idealen Gefälles wedeln wir im lichten Bergwald durch unzählige schön zu fahrende Kehren ins Tal. Zurück auf den Sulten. Die Sonnenstrahlen wärmen mein Gesicht langsam auf, und die ersten Trailmeter leuchten verführerisch. Wir rasen das flowige Wegerl vom Gipfel wieder hinab zur Forststraße, die wir uns vorher noch hinaufgequält haben. Und nachdem es nur noch ein Katzensprung hinauf zur Steinlingalm ist, die im Morgenlicht am Fuße der Kampenwand dämmert, entscheiden wir uns, diese Höhenmeter auch noch in Angriff zu nehmen. Es lockt der Frühstücks-Cappuccino. Frisch gestärkt gehen wir den Rest des Vormittages an, fahren mal genüsslich auf Forstwegen, mal auf durchaus fordernden Pfaden via Schlechtenberg-Alm, den sogenannten Stachus und Maisalm zurück nach Aschau.

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Adrian Greiter
Dem Himmel so nah. Die Kapelle neben der Steinlingalm ist Endpunkt der Tour zur Kampenwand.

Doch was anfangen mit dem restlichen Tag? Kurzentschlossen packen wir unsere Bikes ins Auto und fahren hinüber zum Samerberg, der nur wenige Kilometer westlich von Aschau liegt. Unter der Hochriesbahn befindet sich ein kleiner, aber feiner Bikepark, den Peter Brodschelm und sein Team betreiben. Dort lassen wir den Tag nach der morgendlichen Schinderei mit ein paar Runs ausklingen und werfen uns mit Schwung in die Anlieger und Wallrides. Auch das ist Surfen am Bayerischen Meer – wenn auch mal ganz anders.

Interview mit MTB-Fachberaterin Sonja Schreiter

Wir haben Sonja Schreiter, MTB-Fachberaterin bei der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB), zur Situation im Chiemgau befragt.

Du hast lange im Chiemgau gelebt. Was zeichnet ihn als MTB-Region aus?

Der Chiemgau ist eine wunderschöne Region und zieht mit seinen Seen und einer malerischen Berglandschaft neben Touristen aus ganz Deutschland viele Tagesausflügler an. Da er durch Holzwirtschaft und den frühen Handel mit Eisen und Salz geprägt ist, gibt es unzählige Wege, die sich hervorragend zum Biken anbieten. Außerdem ist die Dichte an bewirtschafteten Almen hoch. Schaut man auf die Homepages der beiden Tourismusverbände, liest man, dass der Chiemgau eines der größten und am besten ausgebauten Rad- und Wandergebiete Deutschlands hat. Dieses ist mit einem sehr hohen Anteil an Forstwegen aber nicht zeitgemäß und geht am Bedarf des Großteils vorbei.

Woher stammen die Biker*innen, die hier unterwegs sind? Handelt es sich mehr um Touristen oder eher um Einheimische?

Die Chiemgauer sind gerne und auch multisportiv am Berg unterwegs. Neben dem Bergradler, der sich zum Feierabend auf seinem 30 Jahre alten MTB die Forststraße zur Gori oder Stoißer Alm hochquält, gibt es eine wachsende Szene Jüngerer, die schmale und technische Trails fahren wollen – und können. Da die Einheimischen wissen, wo es abseits der Hotspots sportliche wie kulinarische Schmankerl gibt, meiden sie meist die etwa an sonnigen Wochenenden überlaufenen Bereiche.

Man liest oft in der Tagespresse von Konflikten zwischen Bikern und Wanderern ...

Ich persönlich habe keinen einzigen Konflikt mit Wanderern bei meinen MTB-Touren im Chiemgau erlebt. Auch von anderen Bikern aus der Region hört man nur sehr vereinzelt von negativ geprägten Begegnungen. Dann ließ sich die Situation aber immer mit einem netten, verständnisvollen Gespräch auflösen. Wenn man die Möglichkeit hat, an schönen Wochenend- oder Ferientagen die Hotspots zu umfahren, und/oder sich rücksichtsvoll verhält, steht einem Miteinander nichts im Weg. Das bestätigen auch Studien zur Konfliktwahrnehmung wie etwa vom Deutschen Wanderverband. Auch der DAV hat in den letzten 20 Jahren keine Kollision zwischen Wanderern und Mountainbikern registriert. In den Medien wird das oft überspitzt dargestellt und hochgepusht.

Was sind weitere Nutzergruppen?

Durch die starke Holzwirtschaft kann es vorkommen, dass man auf temporäre Sperrungen durch Forstarbeiten trifft. Auch wenn man auf einen schönen Trail verzichten muss, gilt es, dies zu respektieren, selbst wenn etwa am Wochenende nicht gearbeitet wird. Zudem ist die Bergwelt eine wichtige und artenreiche Kulturlandschaft, die von der ländlichen Bewirtschaftung lebt. Es benötigt viel Arbeit und Herzblut, die Berghänge zu bewirtschaften und die Infrastruktur zu pflegen. Jeder Almbesitzer freut sich über Respekt vor seinem Eigentum und gegenüber Tieren und Natur. Wenn man das Wegegebot einhält, Weidegatter wieder schließt und auf eine Brotzeit oder ein Getränk auf der Hütte einkehrt, ist jeder zufrieden.

Lassen sich die Interessen vereinen?

Natürlich. Die Grundlage legt die Bayerische Verfassung. Im Bayerischen Naturschutzgesetz sind alle Belange im jeweils berechtigten Maße berücksichtigt. Der respektvolle Umgang aller Naturnutzer, gegenseitiges Verständnis und die Anerkennung bestimmter Gemeinwohlleistungen bilden die Basis. So stehen die drei definierten Waldfunktionen Bewirtschaftung, Naturschutz und Erholung gleichberechtigt nebeneinander. Ein Ungleichgewicht entstünde, wenn einem Interesse – aus wirtschaftlichen oder persönlichen Beweggründen – Vorzug gegeben wird.

Dennoch werden immer wieder Wegesperrungen für Biker gefordert ...

Wenn wir über Sperrungen für Biker sprechen, geht es meist um selektive Sperrungen. Das heißt, dass das Verbot sich nur an Radfahrer richtet, Wanderer den Weg weiterhin nutzen dürfen. Diese Art von Sperrungen halten wir für nicht zielführend, zudem gibt es keine rechtliche Grundlage. Das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, unter Beachtung des Vorrangs für Fußgänger, funktioniert wunderbar, wenn klar ist, dass alle die gleiche Daseinsberechtigung haben. Sobald suggeriert wird, dass eine Nutzergruppe weniger willkommen ist als andere, kann die Hilfssheriff-Mentalität durchkommen. Dort wo mit allgemein starker Frequentierung zu rechnen ist, können gezielte Lenkungsmaßnahmen, etwa in Form spezieller MTB-Strecken, aber zielführend sein. Wenn sensible Bereiche aus naturschutzfachlichen Gründen beruhigt werden sollen, macht es Sinn, diese von der gesamten Erholungsnutzung freizuhalten.

Wie setzt sich die DIMB in der Region ein?

Die DIMB IG Chiemgau/Berchtesgadener Land ist Ansprechpartner für alle Stakeholder und Belangträger in der Region rund ums MTB. Die Mitglieder führen Gespräche mit Bürgermeistern und Behörden vor Ort, der Lokalpresse, nehmen an Runden Tischen teil und engagieren sich mit Unterstützung der Fachberatung gegen Bikeverbote und für zeitgemäße MTB-Angebote im Chiemgau. In einigen Gemeinden wird dank der guten Zusammenarbeit die Kampagne "Gemeinsam Natur erleben" umgesetzt, die für einen respektvollen Umgang aller Nutzer untereinander und gegenüber der Natur wirbt.

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