Svenja Faust

Im Video erklärt: Funktionsweise einer MTB-Scheibenbremse

Lukas erklärt: MTB-Scheibenbremsen

Keine Frage: MTB-Stopper müssen stets zuverlässig arbeiten. Aber wie funktioniert eine hydraulische Scheibenbremse eigentlich im Detail?

Wer bremst, verliert! Dass diese alte Weisheit ein Trugschluss ist, weiß jeder Mensch mit Geländeradsport-Erfahrung. Ganz im Gegenteil ist die Bremse ein entscheidendes Teil am Bike. Aber was passiert eigentlich im Inneren einer hydraulischen Bremsanlage, wenn ich am Hebel ziehe? Eigentlich ganz einfach: Das Druckstück am Bremshebel überträgt den Bremsimpuls auf den Geberkolben. Dieser verschließt gleich zu Beginn des Hebelwegs den Ausgleichsbehälter, der immer genügend Bremsflüssigkeit (das ist je nach Hersteller Mineralöl oder DOT-Bremsflüssigkeit) im System sicherstellt. Der Geberkolben wiederum übt durch seine Bewegung Druck auf die Bremsflüssigkeit aus, der durch die Leitung an die Bremszange weitergeleitet wird.

Im Video: Lukas erklärt MTB-Scheibenbremsen

Dort findet der eigentliche Bremsprozess statt: Durch feine Bohrungen wird der Druck auf die Bremskolben gegeben. Diese wiederum pressen die Bremsbeläge auf die Bremsscheibe. Der Kolben wird durch einen quadratisch geformten Ring, den sogenannten Quadring, in der Bremszange gehalten und gedichtet. Bei jeder Bewegung des Kolbens verformt sich der Quadring und zieht sich und den Kolben wieder in seine Ausgangsposition zurück, sobald der Bremsdruck nachlässt. Zeitgleich drückt im Bremsgriff eine Feder den Geberkolben und den Hebel wieder in die Ausgangsposition zurück.

Redaktion

Eine moderne Scheibenbremse ist mit vielen Dichtungen versehen – über die Luft ins System eindringen kann. Dann nimmt die Bremsleistung ab, denn kleine Luftbläschen in Leitung und Bauteilen lassen sich im Gegensatz zur Bremsflüssigkeit komprimieren. Der Druck, der im System aufgebaut wird, wird dadurch schwammig oder schwächer. Abhilfe schafft da nur: Entlüften. Über den entsprechenden Zugang wird die Luft aus dem System gezogen.

Generell gibt es Bremsanlagen mit zwei oder mit vier Kolben. Biker, die viel Bremskraft und Standfestigkeit benötigen, greifen zu Vierkolbenbremsen. Auch an E-MTBs sind diese kräftigeren Anlagen üblich. Logisch, dass die Vierkolbenbremse auch beim Gewicht die Zweikolbenbremse übertrifft.

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