mb-0918-racefully-test-scott-spark-rc 900-sl (jpg) Detlef Göckeritz

Testbericht: Scott Spark RC 900 SL (Modelljahr 2018)

Bewertung:

Was uns gefällt:

 Bestechend gutes Handling

 Sensibel-sattes Fahrwerk

 Extrem leichter, steifer Rahmen

 Erstklassige Ausstattung

Testurteil

Testsieger-Logo: Testsieger
Testsieger-Logo: Testurteil überragend

Olympia-Gold, WM-Titel, zig Worldcups – das Arbeitsgerät von Nino Schurter hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und es hört nicht auf zu siegen ... 2019 wird das Spark RC, die rassige 100-mm-Version des Spark, ins dritte Modelljahr gehen.

Und ist damit wohl der „olle Bock“ in diesem Test. Aber wie so oft im Leben: Die Alten haben’s schon noch drauf. Im Falle Spark ist unsere Waage der beste Beweis: 1875 g für den Carbon-Rahmen inkl. Federbein und Remote sind nach wie vor unerreicht – und das bei sehr guter Steifigkeit.

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Detlef Göckeritz
Grundsätzlich sind Kettenabwürfe bei Srams Eagle-Schaltungen sehr selten. Am Spark sorgt eine 23 g leichte Kettenführung aber für zusätzliche Sicherheit.

Auch das Gesamtgewicht der (hüstel ...) 9999 Euro teuren 900-SL-Version bleibt locker unter der 10-Kilo-Marke. Hätte Scott die Reifen schlauchlos aufgebaut, wäre es wohl auch hier die Nr. 1.

Apropos: Interessanterweise kann sich das Schweizer Goldstück sonst nirgends im Vergleich absetzen. Das superleichte Specialized etwa spurtet noch eine Spur aggressiver, das Canyon klettert einen Tick geschickter, bergab sind Cannondale und Canyon dem Spark zumindest ebenbürtig, in Sachen Ausstattung liegt ebenfalls das Canyon hauchdünn vorne.

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Detlef Göckeritz
Altbekannt, oft kopiert, aber in Sachen Haptik und Funktion immer noch unerreicht: Der „Twinloc“-Hebel stellt synchron Gabel und Hinterbau in drei Fahr-Modi.

Aber: In Summe ist das Scott dann doch der altbekannte Überflieger, weil es schlicht alles in brillanter Manier beherrscht. Das beginnt für die meisten beim Aufsatteln und mit den Worten: „Top, das passt.“

Auf dem Spark fühlen sich Einsteiger wie Profis sofort pudelwohl. Leicht gestreckt, vorne angenehm tief, durch und durch sportlich, aber nirgends extrem – perfekt. Die Bedienung des Scott-eigenen Fahrwerks erklärt sich auch sofort: Ein Klick am Lenker-Remote kürzt den Federweg heckwärts auf 70 mm und strafft die Gabel, ein weiterer Klick sperrt beides.

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Detlef Göckeritz
Wunderschön: Die kompakte Wippe drückt das Federbein von oben. Letzteres steht nicht nur „kopf“, sondern ist auch extrem tief im Rahmen teilintegriert.

Der „Release-Knopf“ gibt wieder volle 100 mm frei – und damit die volle Attacke auf dem Trail, wo das Spark dank des für ein Racefully ungewöhnlich flachen 68°-Lenkwinkels und des äußerst schluckfreudigen Fahrwerks brutal laufruhig ins Tal donnert, durch den sehr tiefen Schwerpunkt jedoch stets traumhaft agil und lebendig bleibt.

Bergauf gilt dasselbe: Das Spark ist spürbar leicht, schnell, traktionsstark und vor allem in jeder Situation in unnachahmlicher Manier ideal beherrschbar.

Technische Daten

Modelljahr 2018
Preis 9999 Euro
Gewicht 9,7 kg
Rahmengewicht 1875 g
Federgabel 1360 g
Gewicht Laufräder 3710 g
Vertriebsweg Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen S, M, L, XL
Getestete Rahmenhöhe M
Rahmenmaterial Carbon
Lenkkopfsteifigkeit 73,6 Nm/°
Federgabel Fox 32 SC Float Factory Remote
Federweg getestet 100 mm
Federbein Fox Nude Factory Remote
Federweg getestet 100 mm
Gänge und Übersetzung 1 x 12: 32 Zähne vorne, 10–50 Zähne hinten
Schaltwerk Sram XX1 Eagle
Schalthebel Sram XX1 Eagle
Kurbel Sram XX1 Eagle
Umwerfer
Bremse Sram Level Ultimate
Bremsen-Disc vorne 180 mm
Bremsen-Disc hinten 160 mm
Sattelstütze Syncros FL1.0 SL Carbon
Vorbau Syncros XR1.5 70 mm
Lenker Syncros FL1.0 SL 720 mm
Naben DT Swiss XRC 1200 Carbon Spline
Felgen DT Swiss XRC 1200 Carbon Spline
Laufradgröße 29 ''
Reifen Maxxis Aspen Exo TR 3C 2,25"
Testurteil Überragend (235 Punkte)

Geometrie

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Redaktion
MountainBike Racefully Test 2018

Bike-Profil

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Redaktion
MountainBike Racefully Test 2018

Scott Spark RC 900 SL (Modelljahr 2018) im Vergleichstest

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Fully-Tests

Fazit

Oldie but Goldie. Und das nicht nur optisch. Auch im (bald) dritten Jahr kann sich das Spark RC dank seiner brillanten Allround-Fähigkeiten der bockstarken Konkurrenz erwehren. Ein rundum geiles Bike – ohne eine einzige Schwäche.

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