Daniel Geiger
Scott Spark RC
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Scott Spark 2022: Jetzt mit vollintegriertem Dämpfer.

Scott Spark RC & 900 Tuned (2022) XC-Gamechanger von Scott im ersten Test

Kaum ein Bike steht so für Rennsport und Erfolge wie das Scott Spark. Traditionell ist das Racefully mit viel Know-How und spannenden Innovationen gesegnet – so auch die Neuauflage für das Modelljahr 2022. Wir durften das neue Arbeitsgerät von Bike-Superstar Nino Schurter bereits testen!

Kurz und knapp: Scott Spark 2022

  • XC-Racefully Spark RC mit 120mm-Federweg vorne und hinten
  • Spark 900 als Downcountry/Trail-Fully: 130mm-Hub vorne, 120mm-Hub hinten
  • verschiedene Rahmenmaterialien (Carbon in mehreren Güteklassen) + Alu
  • vollintegrierter Dämpfer im Rahmen
  • Verstellbarer Lenkwinkel, sehr moderne Geometrie
  • Neue Kabelführung durch den Vorbau, cleane Optik am Cockpit
  • neue Lenker-Vorbau-Kombinationen mit Kabelführung
  • Preise ab voraussichtlich 3599 (RC) bzw. 2399 Euro (900)
  • Verfügbar ab Herbst 2021

Scott Spark – Refresh für das erfolgreiche XC-Fully

Mit Ursprung im Jahr 2008, steht das Spark bei Scott stets für die Speerspitze des Entwicklungsknowhow. In Sachen Gewicht, Design und innovativen Features war und ist das Spark immer ganz vorne dabei.

Logisch also, dass auch das neue Spark wieder eine Benchmark setzen wird. Denn: Durch den XC-Superstar Nino Schurter ist das Scott Spark wohl das erfolgreichste Race-Mountainbike der Geschichte. Bei den olympischen Spielen in Rio holte das Spark mit Schurter und Jenny Rissveds gar Doppelgold.

In den vergangenen Jahren, speziell vor den olympischen Spielen, wurde unter Cross-Country Freaks heiß diskutiert: Wann kommt das neue Spark, wie wird es aussehen und was wird es können? Für den Worldcup in Leogang lüftet der Schweizer Hersteller nun das Geheimnis und zeigt das neue Racefully.

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Scott Spark Modelljahr 2022 – Jetzt mit vollintegriertem Dämpfer

Für die neuste Generation hat Scott das Spark komplett neu gezeichnet, an seinem Konzept des stehenden Dämpfers aber festhalten. Moment: Und der Dämpfer? Wo soll der denn sein? Ja, Scott setzt ein Designhighlight und positioniert den Dämpfer IM Rahmen!

Die Vorteile vom Dämpfer im Rahmen? Neben der leckeren Optik ist das empfindliche Bauteil vor Dreck und Nässe deutlich besser geschützt. So bleiben die Dämpferdichtungen, Buchsen und andere Verschleißbauteile länger in Takt. Außerdem ist die Reibung minimal, sodass ein ideales Ansprechverhalten über lange Zeiträume gewährleistet sein soll.

Klar, der innenliegende Dämpfer verspricht Vorteile. Aber wie soll man für das Setup an den Dämpfer gelangen oder ihn zum Service ausbauen? Natürlich hat sich Scott hier viele Gedanken gemacht.

"Moment!", wird nun der findige MOUNTAINBIKE-Leser sagen. Bold Cycles, hat doch bereits ein Rad mit vollintegriertem Dämpfer gebracht. Korrekt! Vor drei Jahren hat Scott Bold gekauft und damit auch das Patent der Schweizer Tüftler erworben. Logisch, dass das Spark nun optisch recht ähnlich daher kommt. Scott betont aber, dass das Spark komplett eigenständig entwickelt wurde.

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Weiteres Novum: Das Spark kommt mit satten 120mm-Federweg an Bug wie Heck, als Spark 900 wird es für mehr Trailspaß sogar mit 130mm-Gabel auf noch mehr Hub aufgebohrt. Waren Racefullys bisher immer mit 100mm-Federweg anzutreffen, reagiert Scott so auf die immer technischeren Worldcup-Tracks – und die Wünsche von Nino Schurter, der schon am Vorgängermodell stets mit 120mm/110mm-Hub unterwegs war.

Scott Sports Bike 2022, Technik
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Große Klappe, viel dahinter: Per Verriegelungsmechanismus wird die Plastikkappe vor der Dämpferöffnung montiert.

Zum einen bietet der Rahmen oberhalb des Tretlagerbereichs eine Öffnung, die mit einer entnehmbaren Klappe versehen ist. Sie macht den Weg zum Dämpferkopf frei: Weiterhin setzt Scott auf seine eigens-entwickelten "Nude"-Dämpfer, die für die spezielle Kinematik des Sparks optimiert wurden. Für das neue Bike arbeiteten die Schweizer mit den führenden Suspension-Herstellern in der Bikewelt, also Fox und Rock Shox, aber auch X-Fusion, zusammen und kreierten gemeinsam ideale Dämpfer-Charakteristik. Für das Spark wurde außerdem ein neuer Ventilansatz am Dämpfer geschaffen, damit sich die Pumpe zum Setup einfacher ansetzen lässt.

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Einstellzentrale: Für das Setup, aber auch für die Montage von Leitungen und Kabeln versieht Scott das Spark mit einer großen Serviceklappe in Tretlagernähe

Um die ungefederte Masse im Rad möglichst tief zu halten, ist der Dämpfer "kopfstehend" montiert.

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Weiterhin "kopfstehend" montiert: Der Dämpfer im Spark.

Wie schon beim Vorgänger sind die Luftkammern samt Öl-Kartusche vom Schwerpunkt gesehen unten, das Dämpfertauchrohr oben.

Für das Hinterbau-Setup hilft eine SAG-Skala, welche auf der Hinterbauschwinge aufgedruckt ist, ansonsten lässt sich durch ein kleines "Guckloch" am Rahmen auch der typische Einstellring auf dem Dämpfer begutachten.

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Die SAG-Skala hilft beim Setup, alternativ befindet sich hinter dem Plastikcover ein "Guckloch" welches den Blick auf den Dämpfer freigibt.

Außerdem nutzen die Scott-Entwickler den gewonnen Platz im Rahmendreieck sinnvoll und spendieren dem Spark nun eine zweite Montagemöglichkeit für einen Flaschenhalter. Gerade Marathon-Racer aber auch die Pros um Nino Schurter hatten für lange Etappenrennen nach einer zweite Wasserflasche gefragt – und diese nun auch bekommen. Kleine Einschränkung: Nur zwei 0,7l Flaschen passen mit einem Halter mit seitlicher Entnahme ins Rahmendreieck. Mitbewerber mit liegendem Dämpfer schaffen hier meist mehr Volumen.

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Jetzt mit zwei Flaschenhalteraufnahmen: Das Scott Spark Modelljahr 2022

Integration am Cross-Country Bike

In der Seitenansicht fällt am Spark speziell die cleane Optik auf: Durch den versteckten Dämpfer und die innenverlegten Züge ist die Optik wie aus einem Guss. Doch nicht nur am Rahmen hat Scott viel Wert auf die Zug-Integration gelegt: Im Cockpitbereich gehen die Schweizer einen ganz neuen Weg.

Die Züge und Kabel von Dropperpost, Schaltung, Lockoutzügen und Co. verlaufen durch den Steuersatz in den Rahmen. Dadurch sparen sich die Entwickler einen Kabelausgang im Steuersatzbereich, was auch konstruktionsbedingt Gewicht spart. Durch den speziellen Steuersatz werden die Züge so klapperfrei in den Rahmen geleitet, wo im Rahmeninneren kleine Zugaufnahmepunkte das Kabelmanagement übernehmen. In Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Komponentenhersteller Syncros wurde für das neue Spark ebenfalls eine neue Lenker-Vorbau-Kombination entwickelt.

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Im Detail: Der Zug läuft paralell zum Gabelschaft in den Rahmen und wird dort weiter gen Hinterbau geführt.

Mit dem Fraser iC treiben die Schweizer das cleane Kabelmanagement weiter voran: Die Züge verlassen in Vorbaunähe den Steuersatz/Rahmen, werden dort von einer Blende klapperfrei und clean gehalten. Dann verlaufen sie unter dem Lenker, wo sie mit Klebeführungen an Ort und Stelle gehalten werden, schließlich zur Bedieneinheit (Shifter, Twinloc oder Bremsgeber). Das sieht cool aus! Der Fakt, dass die Kabel nicht direkt durch den Lenker verlaufen, erfüllt jeden Mechaniker mit Freude.

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Trotz mehrerer Kabel ist die Optik clean und geordnet gehalten.

Detailarbeit hat Scott auch an anderen Stellen des Rahmens geleistet: So findet sich in der hinteren Steckachse ein cleveres Minitool, zudem wurde der Kettenstrebenschutz optimiert um auch auf garstigen Trails ein flüsterleises Rad realisieren zu können.

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Weiterhin an Bord ist Scotts genialer Lockouthebel namens Twinloc: Er kann das Fahrwerk komplett sperren, aber auch in den Climb-Modus versetzen. Dann arbeiten Gabel und Dämpfer mit erhöhter Druckstufe, neigen also weniger zu wippen – generieren für technische Downhills aber dennoch Bodenkontakt und damit Grip in quasi jeder Kletter-Lebenslage. Für das neue Modelljahr wurde der Hebel optimiert und bietet nun eine optionale Montage- bzw. Hebeloption.

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Altes System, geniale Wirkung - neues Gewand: Der Twinloc-Hebel ist nun ergonomischer gestaltet und steuert auf Wunsch auch die Variosattelstütze mit an.

Aluminium-Rahmen ebenfalls mit "verstecktem Dämpfer"

Gute Nachricht für alle Aluminium-Ffans und Bikern mit straffen Budget: Auch als Aluminium-Variante wird das Spark auf die oben genannten Features setzen. Nur die Kabelführung am Cockpit ist durch Wegfall des futuristischen Syncros-Lenkervorbau-Modells etwas einfacher, aber nicht weniger clean gehalten. Preislich startet das Spark als Komplettbike schon bei fairen 2399 Euro!

Gewichte

Die schlechte Nachricht für alle Weightweenies vorweg: Durch die tolle Integration hat das neue Spark minimal zugelegt und wiegt nun 60 Gramm mehr als der Vorgänger. In Größe M zaubert die höchste Güteklasse namens HMX-SL dennoch ein Fabelgewicht von 1870g in Größe M auf die Waage. Das Spark ist außerdem in zwei weiteren Carbonfaserarten zu haben: Im HMX Aufbau, beispielsweise im Modell World Cup im Einsatz, bringt der Rahmen samt Dämpfer und Hardware 1990g auf die Waage, im HMF-Trim 2150g.

Weiterhin ist eine "Hybrid"-Variante verfügbar: Die Kombination auf HMF-Hauptrahmen und Aluhinterbau belastet die Waage mit 2590g, der reine Aluminiumframe wiegt 2990g.

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Modellvarianten und Verfügbarkeiten/Preise

Ganze 21 Modellvarianten bietet Scott vom neuen Spark in RC und 900-Variante an. Der Rahmen ist identisch, beim 900er-Modell kommt ein längere Dämpfer mit einer größeren Luftkammer zum Einsatz. Zudem unterscheiden sich die Anbauteile und das Cockpit: Das RC ist voll auf Rennsport und Gewicht gepolt, während das 900 mit 130mm-Gabel eher auf Trailspaß und lange Touren zielt. Für Bikerinnen sind zudem frauenspezifische Contessa-Modelle zu haben. Schon ab Herbst 2021 sollen erste Modelle beim Händler stehen.

Scott Spark RC – Die Neuerfindung vom Racefully?

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Mit dem Spark RC bleibt sich Scott Treu und bringt ein XC-Fully für den Renneinsatz. Neu ist am Rahmen die Federwegsoption: Für technische Tracks entworfen, schickt Scott das RC nur mit 120mm-Hub vorne wie hinten ins Rennen. Ansonsten sind alle RC-Modelle voll auf Vortrieb gepolt: Die leichten Syncros-Fraser-iC-XC-Cockpits messen 740mm-Breite, die Vorbaulänge variiert je nach Rahmengröße. Zudem neigen sich die Vorbauten nach unten, um die Front möglichst tief zu halten.

Preislich werden die RC-Modelle voraussichtlich ab 3599 Euro erhältlich sein, das Topmodell mit erlesenen Parts a la XX1 Eagle AXS, Syncros Vollkarbon-Laufräder, Powermeter und Co wird vermutlich 12999 Euro kosten.

XC-Fully nun mit 120mm-Hub: Scott Spark RC 2022: Das neue Racefully im Detail

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Erster Test: Scott Spark RC World Cup 2022

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Airtime: Redakteur Lukas Hoffmann testet das Spark RC auf dem Worldcup Kurs in Leogang.

MOUNTAINBIKE-Redakteur Lukas Hoffmann durfte das neue Racefully Spark RC bereits auf den Trails in Leogang und auf der Weltcup und WM-Strecke in Österreich testen. Wie fährt sich ein Racefully mit 120mm-Hub? In einem Wort: Fabelhaft! Einmal auf dem Bike platzgenommen, springt der Funke zwischen Fahrer und Maschine schnell über. Typisch Spark sitzt man im Rad integriert, die Sitzposition ist leicht aufrecht. Das Bike fühlt sich eher kompakt an. Einklicken, losfahren – das Spark ist und bleibt ein Racebike, welches nach Geschwindigkeit giert. Dank Twinloc-Hebel lässt sich das Fahrwerk rasch sperren oder in den "Climb-Modus" bringen, der die Druckstufe erhöht, aber dennoch das Fahrwerk aktiviert lässt. Dann brilliert Federgabel samt Hinterbau auf technischen Anstiegen mit Traktion, das Spark klettert willig empor. Talschuss: Der Hinterbau gibt sich bei Unebenheiten erstaunlich feinfühlig, schluckfreudig ergo komfortabel. Lässt man es mit dem Spark RC fliegen, fühlt man sich teils gar wie auf einem Trailbike: Dank viel Federweg hält man auch in ruppigen Passagen munter "drauf". Spurtreu gibt sich das neue Spark auch, ohne dabei an Agilität vermissen zu lassen – in den schlammigen Verhältnissen vom Produktlaunch in Leogang kamen nur die Rekon Race-Reifen an ihre Grenzen. Zusammengefasst ist das Spark eine heiße Neuheit für 2022, welche Racerherzen höher schlagen lässt. Den gesamten Testbericht zum neuen Spark lesen Sie in MOUNTAINBIKE Magazin Ausgabe 08/2021 – Ab 06.07. am Kiosk.

Scott Spark 900 Tuned – Effiziente Trail-Spaßgranate

Scott Spark 900 Tuned AXS
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Für Trailbiker, die ein effizientes Bike am Berg suchen oder für XC-Freaks, welche ein Rad mit mehr Reserven im Downhill suchen, bietet Scott mit dem Spark 900 den gleichen Rahmen wie am Spark RC, jedoch vorne mit 130mm-Federgabel. Zudem ist der Dämpfer auf Trailspaß optimiert, alle Anbauteile wie Bremse, Cockpit oder auch Bereifung massiver bzw. abfahrtslastiger gestaltet.

Los geht's laut vorläufiger Preisliste bei 2399 Euro für das Spark 970. Das Topmodell mit AXS-Schaltung, Trickstuff-Bremsen und Fox-Kashima-Fahrwerk kostet gar 12999 Euro.

Downcountry-Bike mit Renngenen: Scott Spark 900 Tuned: Das Downcountry-Fully im Detail

Scott Spark 900 Tuned AXS
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Scott Spark 900 Tuned AXS Scott Spark 900 Tuned AXS Scott Spark 900 Tuned AXS Scott Spark 900 Tuned AXS 11 Bilder

Geometrie-Spark 900

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Erster Test: Scott Spark 900 Tuned 2022

Scott Spark Action Day, Scott 2022
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Ab um die Ecke: Das Spark 900 Tuned gibt sich nochmals trailsverliebter und scheut keine Wurzelfelder.

Wie das RC-Racefully-Modell konnte MOUNTAINBIKE auch das traillastigere Tuned Modell auf knackigen Trails und der Weltcup-Strecke in Leogang testen. Bei matschigen Verhältnissen läuft das Tuned-Modell dank griffigerer Reifen nochmal zielstrebiger gen Tal. In engen Spitzkehren lässt es sich zielgenau um die Kurven zirkeln, auch wenn sich in Spitzkehren der leicht längere Radstand im Vergleich zum RC bemerkbar macht. Der flache Lenkwinkel sorgt in Highspeed-Passagen beim Fahrer für Coolness: Speziell in Steilpassagen fühlt man sich auf dem Spark Tuned jederzeit als Herr der Lage, im schnellen Talschuss findet es die goldene Mitte zwischen Laufruhe und Agilität. Biker, die nicht nach jeder Sekunde im Uphill jagen, auf dem Trail aber nach maximalem Spaße suchen, finden mit dem Tuned einen tollen Partner für ausgedehnte Touren. Der gesamte Testbericht zum neuen Spark erscheint im MOUNTAINBIKE Magazin Ausgabe 08/2021 – Ab 06.07. am Kiosk.

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