Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR Dennis Stratmann

XC-Racefully im Test

Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR (Modelljahr 2020)

„Down-Country“ lautet der neuste Kunstbegriff, der sich aktuell bei Bikes mit wenig Federweg breitmacht. Was kann das neue Pivot, welches perfekt in die Gattung der DC-Bikes passt?

„Down-Country“ lautet der neuste Kunstbegriff, der sich aktuell bei Bikes mit wenig Federweg breitmacht. Was damit gemeint ist? Typischen Cross-Country-Bikes mit 100-mm-Fahrwerk soll durch Implantierung einer 120-mm-Federgabel zu mehr Downhill-Potenzial verholfen werden. Aus Downhill und Cross-Country wird: Down-Country.

Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR
Dennis Stratmann
Der Carbon-Rahmen bietet eine smarte Zugverlegung.

Diesen Weg beschreitet auch Pivot am Mach 4 SL, das es nun wahlweise mit 100 oder 120 mm Hub vorne gibt. Wir haben, dem Trend folgend, das 7699 Euro teure Edel-Bike natürlich in der langhubigen Version getestet. Ausgestattet mit Shimano-XTR- und -XT Parts, Race-Face-Kurbel sowie Fox-34- Stepcast-Gabel, bringt es in Rahmengröße L 12,6 Kilo auf die Waage – gut, aber nicht herausragend. Selbstverständlich ist der Rahmen aus Carbon und Pivot-typisch außerordentlich gut gefertigt. Apropos: Der Rahmen ist für das elektronische Fox-Live-Valve- Fahrwerk vorbereitet, eine Version damit bietet Pivot für stolze 9949 Euro an.

Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR
Dennis Stratmann
Der „DW“-Hinterbau zeichnet die Pivot-Fullys aus. Er ist antriebsneutral und schluckfreudig zugleich.

Wir konzentrieren uns lieber auf das Mach 4 SL mit mechanischem Lockout-Remote am Lenker. Aktiviert man diesen, zieht das Pivot gierig voran. Doch auch im offenen Modus gibt sich der „DW-Link“-Hinterbau antriebsneutral. Die Geo ist sportlich-klassisch gezeichnet. Ein kurzes Heck und ein nur moderat-flacher Lenkwinkel sowie der kompakte Reach machen das Bike zum höchst wedelfreudigen Trailflitzer. Für ein sogenanntes Down-Country-Bike hätten wir uns aber einen etwas längeren Schnitt der Geometrie und somit mehr Laufruhe bei Highspeed gewünscht.

Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR
Dennis Stratmann
Ein Lockout-Remote am Lenker darf natürlich an keinem XC-Bike fehlen. Hier werden Gabel und Hinterbau zeitgleich gelockt.

Genial für den Downhill ist hingegen das Fahrwerk, dessen Fox-Factory- Elemente exzellent performen – sodass das 100-mm-Heck der Gabel kaum nachsteht.

Bulls Wild Edge Racefully
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Pivot Mach 4 SL Pro XT/XTR

Preis/Vertriebsweg 7699 Euro/Fachhandel
Komplettgewicht 12,6 kg
Größe/Material XS, S, M, L, XL/Carbon
Oberrohr/Kettenstrebe 640 mm/431 mm
Reach/Stack 447 mm/622 mm
Lenk-/Sitzwinkel 67,5°/73,5°
Schaltung 1 x 12 Gänge, Shimano XTR/XT, Race-Face-Kurbel
Bremsanlage Shimano XT M8100 180/160 mm
Federung vorne Fox 34 Factory SC, 120 mm
Federung hinten Fox Float DPS Factory, 100 mm
Laufräder DT Swiss M1700 Spline
Reifen Maxxis Ardent Race TR Exo 29 x 2,2"
Sonstige Ausstattung Vario-Sattelstütze Fox Transfer Performance (150 mm Hub)

Charakter: gute Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit

Fazit

„Edle Verarbeitung und die gelungene ‚DW-Link‘-Kinematik zeichnen Pivot-Bikes aus. Das Mach 4 SL mit potenterer Fox-34-Stepcast-Gabel ist die weitaus spaßigere Alternative zum 100-mm-Racebike.“

CHRISTOPHER KNALL, Testfahrer

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