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So behandeln Sie Bike-Verletzungen

Erste Hilfe bei Verletzungen

MB-Medizinexperte Dr. Lutz Graumann ­erklärt, wie Sie sich und anderen nach ­einer Verletzung kompetent und
wirkungsvoll helfen können.

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Offene Wunde

Wenn nur die Tapete ab ist – der Biker also nur eine leichte Schürfwunde nach einem Sturz oder einer Kollision davongetragen hat –, reicht es, die Wunde zu säubern und sie notdürftig zu verbinden. „Zu Hause angekommen, ein desinfizierendes Spray aufsprühen, Heilsalbe auftragen und mit einer sterilen Kompresse abdecken“, empfiehlt der Mediziner. „Da viele oberflächliche Wunden sehr stark nässen, helfen besonders gut Hydrokoloid-Pflaster. Sie schützen die Wunde und transportieren gleichzeitig noch einen Teil des Wundsekrets nach außen“, erklärt Dr. Graumann. Diffiziler sind tiefere Schnittwunden, die stark bluten. Auch hier gilt: als erstes säubern – also Steinchen oder Holzsplitter entfernen – und dann einen Druckverband anlegen. „Zur Not auch mit Trikots, Westen und Armlingen“, sagt Dr. Graumann. Und dann sollte so schnell wie möglich ein Arzt die Wunde begutachten, um zu entscheiden, ob genäht werden muss.

Prellung

„Meist nicht weiter schlimm“, sagt Dr. Lutz Graumann. „Außer der Kopf ist betroffen.“ Dann sollte sich der Biker, auch wenn der Schädel nicht schmerzt oder dröhnt, selbst unter Beobachtung stellen. „Oft treten erst Stunden nach dem Sturz Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen und sogar Bewusstlosigkeit auf“, weiß der Mediziner. Dann aber ab zum Arzt. Diesen Rat gibt der Mediziner auch allen Sturzopfern, die sich nach dem Abflug vom Bike an nichts mehr erinnern können oder kurz bewusstlos waren. „In solchen Fällen lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig.“ Prellungen an Armen und Beinen nach Möglichkeit sofort kühlen und nach Ende der Tour richtig verarzten. „Wichtig ist, die Durchblutung zu fördern, damit das zerstörte Gewebe abtransportiert wird und sich der Bluterguss auflöst“, erklärt Doc Graumann. Hier helfen neben Kältepacks abschwellende Salben und entzündungshemmende Enyzmkombinationspräparate.

... Knochenbruch

Wenn mitten im Gelände Knochen knacken, muss fast immer sehr stark improvisiert werden. „Am besten eine Position einnehmen, in der der Bruch nicht zu stark schmerzt“, rät Dr. Lutz Graumann. „Dann sollte der Ersthelfer die angeknackste Stelle mit allen verfügbaren Materialien wie zum Beispiel Ästen oder Fahrradschläuchen vorsichtig schienen“, so der Arzt weiter. Bei Schlüsselbeinbrüchen hilft es, den Arm am Körper mit einer Trageschlinge zu fixieren. „Bei offenen Brüchen bitte nicht experimentieren, sondern sofort professionelle Hilfe anfordern“, empfiehlt der MountainBIKE-Medizinexperte.

Muskelkrampf

Gemein, aber nicht gefährlich ist der dumpfe Schmerz, der vielen Bikern nach ein paar Stunden im Training oder auf der Tour in die müden Glieder fährt – der Muskelkrampf. Die Ursachen können vielfältig sein. „Neben Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel kann auch einfach die normale Ermüdung des Muskels durch zu langes oder ineffizientes Pedalieren zum schmerzhaften Zusammenzucken in Oberschenkel und Wade führen“, erklärt Dr. Lutz Graumann. Um einen Krampf zu vermeiden, sollte der Biker schon während der Belastung seine Flüssigkeitstanks auffüllen und die „verbrauchten“ Elektrolyte – vor allem Natrium, das auch im Kochsalz enthalten ist – ersetzen. „Als Sofortmaßnahme hilft eine leichte Dehnung oder Mobilisierung des betroffenen Muskels sowie die Aktivierung des Antagonisten – des Gegenspielers. Diese Prozedur so lange durchführen, bis sich der Muskelkrampf dauerhaft gelöst hat“, rät der Mediziner. Wen allerdings häufiger Krämpfe plagen, der sollte sich nicht mit Magnesium-Kuren selbst therapieren, sondern eine Blutuntersuchung beim Arzt durchführen lassen, um ein mögliches Defizit aufzuspüren.

Sonnenstich

Normalerweise funktioniert das Temperaturmanagement des Körpers problemlos und wirkungsvoll. Doch neben hohen Außentemperaturen und starker Sonneneinstrahlung können etwa zu hoher Flüssigkeitsverlust sowie eine Überanstrengung zu Sonnenstich und Hitzschlag führen. Daher ist es wichtig, die Körpertemperatur umgehend, aber vorsichtig herunterzukühlen. „Am besten den Patienten zum Ausruhen in den Schatten bringen, Arme und Beine mit kaltem Wasser vorsichtig kühlen und ihm etwas zum Trinken geben“, rät Dr. Lutz Graumann. Sobald sich das Hitzeopfer wieder erholt hat, ganz langsam nach Hause „zuckeln“ und im abgedunkelten Raum schlafen, um alle störenden Sinnesreize auszuschalten. „Das hilft am besten“, so der Doc.

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