Teil des
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Im Test: 7 E-MTB-Tourenfullys

Test: 7 E-MTBs für Tour und Trail

E-Tourenfullys sind stark im Kommen. Sie ermöglichen Genießertouren, machen aber auch auf dem Trail Spaß. Wir haben sieben Bikes in der Preisklasse um 4500 Euro getestet.

Das Testfeld im Überblick

Hersteller und Modell / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Canyon Neuron:On 7.0 4299 Euro Überragend/Testsieger
Conway eWME 329 4000 Euro Sehr gut/Preis-Leistungs-Tipp
Cannondale Moterra Neo 3 4199 Euro Sehr gut
Cube Stereo Hybrid 140 TM 4799 Euro Sehr gut
Rose Elec Tec FS 2 4199 Euro Sehr gut
Giant Trance E+ 3 Pro 4000 Euro Gut
Mondraker Chaser + 4199 Euro Gut//

Das können die 7 E-Tourenfullys in diesem Test:

» Alle sieben E-MTBs in diesem Test besitzen einen Mittelmotor, der beim Pedalieren unterstützt. Um abseits öffentlicher Straßen fahren zu dürfen, darf die Nennleistung des Motors bei maximal 250 Watt liegen, und der Motor darf nur bis 25 km/h unterstützen.

» Die E-MTBS in diesem Test bieten eine sportlich-komfortabele Sitzposition und eine harmonische Motorunterstützung.

» Je nach Hersteller liefern diese Bikes 130 bis 150 mm Federweg an der Gabel bzw. am Heck. Ihr Einsatzbereich ist vielseitig. Von leichten Touren bis zum Singletrail-Spaß ist alles drin.

EM ABC E-Mountainbike 04 2018 TEASER
E-Service

Wie sieht die perfekte MTB-Tour aus?

Nun, sie sollte anspruchsvoll, angenehm und abwechslungsreich zugleich sein. Das heißt, es sollte Zeit und Muße bleiben, um die Landschaft und die frische Luft zu genießen. Andererseits würzt der ein oder andere fordernde Trail, versehen mit Wurzeln und Steinen, den Ausritt. Ein langer, meditativer Anstieg zu einer bewirtschafteten Hütte oder einem aussichtsreichen Gipfel darf – zumindest in den Alpen – auch nicht fehlen.

Natürlich lässt sich all dies mit einem MTB ohne Motor genauso erleben wie mit dem E-MTB. Wobei der Genussfaktor mit einem E-Bike dank des eingebauten Rückenwinds einfach höher ist. Und damit auch der Spaß. Zumal sich die Zusatzpower ja regeln lässt. In der maximalen Unterstützungsstufe geht es fast von alleine berghoch, mit geringer Unterstützung fließt auch beim E-Biker kräftig der Schweiß.

Für unserem Test forderten wir sieben E-MTBs in der Preisklasse ab 4000 Euro an. Mit darunter: viele komplette Neuheiten wie das Cannondale Moterra Neo, das Canyon Neuron:On oder das Conway eWME 329. Bei Cube hatten wir das Stereo Hybrid 120 geordert, das aber nicht lieferbar war – stattdessen kam das mit mehr Federweg versehene Stereo Hybrid 140 TM.

Auch Giant stand vor der Wahl, das Stance E+ mit leicht abgespecktem Yamaha-Motor zu schicken oder das Trance E+ mit mehr Hub und stärkerem Motor – am Ende wurde es das Trance. Mondraker nimmt mit dem Chaser + am Test teil, Rose mit dem Elec Tec. Elf weitere angefragte Hersteller sagten unserem Test ab, da ihre Bikes nicht lieferbar waren. Auch das zeigt: Die Nachfrage nach E-MTBs ist hoch, es lohnt sich, früh zuzuschlagen, wenn man ein bestimmtes Modell haben möchte.

Das macht ein E-Tourenfully aus

In Anlehnung an die unmotorisierten MTBs sind die E-Tourenfullys meist mit Federwegen von 130 mm vorne und hinten versehen. Das genügt, um die meisten Unebenheiten auf Trails glattzubügeln. Da der Motor lästiges Wippen im Fahrwerk größtenteils nebensächlich macht, darf ein E-Tourer aber auch gerne mit ein wenig mehr Federweg ausgestattet sein.

Wichtiger für die Charakterisierung sind die Geometrie der E-MTBs und die Sitzposition des Fahrers. Sportlich und integriert sollte man auf dem Touren-E-Bike sitzen, das Fahrgefühl sollte neutral sein, sprich das Handling nicht zu direkt, aber auch nicht zu träge. Ausgewogenheit ist das große Stichwort bei einem Tourenfully!

Auch die Ausstattung ist ein wichtiger Faktor. Robuste, aber dennoch nicht zu schwere Parts sind für lange Touren Pflicht. Zwar ist das Gewicht am E-MTB nicht ganz so ausschlaggebend, ein in Relation leichtes E-MTB fährt sich aber agiler, natürlich, und es spart Akku-Leistung. Die Güte der Parts hängt dabei stark von der Preispolitik des jeweiligen Herstellers ab.

Bikes aus dem Versandhandel sind üblicherweise besser ausgestattet, weil die Händlermarge entfällt. Auf den Service vor Ort muss der Internetkäufer aber verzichten – beim E-MTB ein noch wichtigeres Argument als beim normalen Bike. Interessant in diesem Zusammenhang: Versender Rose bietet den Service einer Werkstatt-Flotte an, die quasi zum Hausbesuch kommt – jedoch nicht kostenlos.

Welcher E-Motor ist der beste?

Natürlich stellt sich jeder E-Bike-Interessent vor dem Kauf die Frage, welcher Antrieb ideal ist. Motorkraft, Charakteristik, Display, Akku-Leistung sowie -Integration – alles Faktoren, bei denen man überlegen muss, was einem wichtig ist. Denn wirklich schlecht ist keiner der Antriebe im Test. Während Shimano und Bosch mit dynamischer, fein abgestimmter Unterstützung arbeiten, setzt Giant am Yamaha-Motor auf maximale Power im unteren Drehzahlbereich.

Der Conti-Motor am Rose ist schön leise und fährt sich sehr natürlich, hat aber spürbar weniger Power. Der Trend zu stärkeren Akkus ist bei den neuen E-Tourern leider noch nicht angekommen. Sechs der sieben Testbikes sind mit rund 500 Wattstunden bestückt. Lediglich das Rose bietet mehr: 612 Wh. Als einziges Bike schafft es daher nach unserer Messung mehr als 1500 Höhenmeter bei maximaler Unterstützungsstufe.

So testen wir E-Mountainbikes

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Benjamin Hahn
E-MountainBIKE E-Tourenfullys

E-MTBs müssen – wie normale Bikes – bei MOUNTAINBIKE einen umfangreichen Test durchlaufen. In unserem Labor nehmen wir relevante Daten wie das Gesamtgewicht auf, bevor wir mit den Bikes auf die Trails gehen. Aus den Ergebnissen errechnen wir anhand eines Bewertungsschlüssels die genaue Punktzahl und somit die Testnoten.

Reichweite und -höhe: Mittels einer Software der Experten von eChecker (www.ebike-checker.de) errechnen wir die Effizienz der E-Bikes. Dazu haben wir drei Testrunden definiert: natürlich eine Bergtour, aber auch eine flache Tour sowie Stadtverkehr – schließlich nutzen viele ihr E-MTB auch als Alltagsbike. Aus diversen Parametern wie der Akku-Leistung, aber auch dem Stromverbrauch des Motors, dem Rollwiderstand der Reifen oder dem Gewicht lässt sich die theoretische Reichweite kalkulieren. In den Testbriefen geben wir den niedrigsten Wert (in der Regel „Berg“) und höchsten Wert („Stadt“ oder „Tour“) an. Die Errechnung der theoretisch erreichbaren Höhenmeter basiert auf einer angenommenen Steigung von durchschnittlich 10 Prozent. Das Fahrergewicht haben wir inklusive Ausrüstung/Rucksack mit 90 Kilo definiert, die Eigenleistung des Fahrers mit 150 Watt. Wichtig: Die angegebenen Reichweiten und erzielbaren Höhenmeter sind theoretische Vergleichswerte, sie können in der Praxis je nach Untergrund, Fahrergewicht und Umgebungstemperatur stark abweichen.

Praxistest: Wichtigster Bestandteil eines jeden Biketests ist der Praxistest. Tester mit unterschiedlichen Fitnesslevels und Vorlieben fahren die Bikes. Unsere Teststrecke beinhaltet steile Anstiege, ebene Forststraßen sowie Singletrails mit Anliegern und Steilabfahrten. Nach jeder Fahrt notiert jeder Fahrer seine Eindrücke und benotet einzelne Kriterien wie etwa Handling, Hinterbaufederung oder den Antrieb. Alle Noten und Werte werden am Ende in einer Excel-Tabelle zusammengeführt und gewichtet. Zusammen mit den Labordaten und den Gewichten ergibt sich das Testergebnis.

Benotungsschlüssel: Alle Testnoten werden mit einer Punktzahl angegeben, damit Sie sehen, welches Bike etwa näher an der nächsten Testnote liegt. Das Rad mit der höchsten Punktzahl erhält den Testsieg. Bikes mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis bekommen von uns einen Kauftipp.

Test-Fazit: E-Tourenfullys bieten Spaß pur

Wer sich jetzt ein E-Tourenfully kauft, wird es nicht bereuen. Die E-MTBs im Test überzeugen mit sportlich-komfortablen Sitzpositionen sowie harmonischer Motorunterstützung. Dank moderner Geometrien und toller Fahrwerke kommt auch der Trailspaß in der 130-mm-Federwegsklasse wahrlich nicht zu kurz.

Die E-Mountainbikes im Test:

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