Alpina, Evil Eye, Oakley uvm. im Trailcheck
MTB-Radbrillen im großen Vergleichtest

Welche Sportbrille für Mountainbiker taugt auf den Trails? Wir haben spannende Modelle verschiedener Preiskategorien detailliert getestet.

MTB-Radbrillen im großen Vergleichtest
Foto: Stefan Eigner

Gewinner auf einen Blick

  • POC ElicitMit seinem riesigen, störungsfreien Sichtfeld liegt der teure, superleichte Poc-Widescreen voll im Trend. Auch der Schutz überzeugt, lediglich an schmalen Gesichtern steht die Scheibe seitlich und unten etwas ab. Der Scheibenwechsel funktioniert pro­blemlos. Auch der Lieferumfang ist top: Eine klare Ersatzscheibe, Etui, Mikrofaserbeutel und Ersatz-Nasenauflagen in zwei Größen liegen der Poc bei.
    Im Partnershop bestellbar

Sie schützen die Augen vor UV-Strahlung, Fahrtwind und „feindlichen“ Flugobjekten, schärfen darüber hinaus die Sicht – und nicht zuletzt den Style. Diese zehn topaktuellen Brillen sind die Lieblingsmodelle der Redaktion.

Adidas SP0054 02L
Sehr gut
  • Preis: 209 Euro
  • Gewicht: 33 g

Die Adidas mit sperrigem Namen liefert maximalen Schutz. Der Rahmen schließt an mittelbreiten Gesichtern perfekt ab, sitzt zudem dank verstellbarer Bügel und Nasenauflage überaus „satt“. Die selbsttönenden Scheiben machen ihren Job perfekt und erlauben allzeit stressfreies, konturenreiches Sehen. Lediglich der Rahmen ragt unten minimal ins Blickfeld. Nur Case und Reinigungstuch sind inklusive.

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Alpina RAM Q-LITE V
Sehr gut
  • Preis: 149 Euro
  • Gewicht: 26 g

Trotz günstigen Preises ist die Alpina mit einer sich schnell anpassenden, photochromatischen Scheibe ausgestattet. Durch die recht geringe Scheibenkrümmung schließt sie nur an breiteren Gesichtern seitlich gut ab, steht ansonsten leicht ab – was dafür der Belüftung zugute kommt. Nasenauf­lage verstellbar für rutschfesten Sitz. Kommt mit Hardcase und Putztuch. Leichter ist nur die sündteure Poc.

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Bollé C-Shifter
Sehr gut
  • Preis: 150 Euro
  • Gewicht: 34 g

Das Versprechen einer zu 30 Prozent intensiveren Farbwahrnehmung löst die Bollé ein. Zwar dunkelt die grünbläuliche „Volt-Plus“-Scheibe ordentlich ab und ist für Dämmerfahrten ­weniger geeignet, die leuchtenden ­Farben machen jedoch Spaß. Satter Sitz dank verstellbarer Nasenauflage. Die Scheibe steht unten ab, schützt aber recht gut vor Fahrtwind. Hard­-case und Mikrofaserbeutel inklusive.

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Evil Eye Vistair-Y
Überragend
  • Preis: 249 Euro
  • Gewicht: 27 g

Wer ein maximales Sichtfeld wünscht, wird mit der Vistair-Y glücklich. Rundum bietet sie freie Sicht, schirmt das Auge perfekt von Umwelteinflüssen ab. Die in zwei Positionen verstellbare Nasenauflage hält die leichte Brille ­sicher am Platz. Einziges Manko: Im Stirnbereich verschmutzt die stark gekrümmte Scheibe – wie viele rahmenlose Modelle – durch Hautkontakt. Hardcase und Beutel inklusive. Teuer.

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Naked Optics The Hawk
Sehr gut
  • Preis: 80 Euro
  • Gewicht: 32 g

Die Naked dichtet das Auge rundum bestens ab, schützt perfekt und sitzt ohne Druckstellen, denn die Nasenauflage ist angenehm weich und vielseitig verformbar. Das Sichtfeld der preisgünstigen Brille ist breit und weitgehend störungsfrei. Sechs Tönungen wählbar. Stark ausgestattet: Hardcase, Mikrofaserbeutel, magnetischer Schweißfänger und Sicherungsband sind im Lieferumfang enthalten.

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Oakley Sutro Lite Sweep Prizm Trail Torch
Sehr gut
  • Preis: 166 Euro
  • Gewicht: 31 g

Die luftige Sutro Lite spricht mit ihren Neon-Akzenten eher extrovertierte Biker*innen an, sitzt wie angegossen an „normal“ großen Köpfen. Das ­beliebte „Prizm“-Glas erhöht die Kon­traste auf dem Trail spürbar, für Rides in den Abendstunden wünscht man sich teils eine hellere Optik. Die Luftlöcher irritieren visuell bei halbdunklen Trails oder Gegenlicht-Situationen. Inklusive Etui und Mikrofaserbeutel.

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Rudy Project Deltabeat Charcoal Matte ImpactX 2Red
Sehr gut
  • Preis: 150 Euro
  • Gewicht: 32 g

Dass der Rahmen der Deltabeat aus nachhaltigem, biobasiertem Polyamid besteht, macht sie einzigartig. Das kantige Design schmiegt sich an verschiedene Gesichtsformen prima an, dazu sind die Nasenflügel verstellbar. Schutz und Sichtfeld sind trotz zweigeteilter Scheibe sehr gut. Typisch Rudy Project, funktioniert das photochromatische Glas sehr schnell. Nur Hardcase und Mikrofasertuch im Lieferumfang.

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Scicon Aeroshade Kunken
Sehr gut
  • Preis: 190 Euro
  • Gewicht: 35 g

In den Disziplinen Schutz und Sichtfeld punktet die racig anmutende Brille: Die stark gekrümmte Scheibe kommt bestens mit verschiedene ­Gesichtskonturen zurecht. Sie sitzt ­zudem hoch, sodass der obere Rahmen die Sicht nicht stört – aber an den Helm stoßen kann. An breiten Nasen sind Druckstellen möglich. Klare Ersatzscheibe, Softcase und Beutel sind im sehr guten Lieferumfang enthalten.

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Swiss Eye Hurricane
Sehr gut
FazitKauftipp der Redaktion
  • 80 Euro
  • Gewicht: 30 Gramm

Starke Scheibenkrümmung und eine verstellbare Nasenauflage machen die preiswerte Swiss Eye zum rutschfesten Rundumschutz. Da sie an breiteren Köpfen eng anliegt, kann sich etwas Feuchtigkeit an der Scheibeninnenseite niederschlagen. Große Auswahl beim Kauf: Sechs verschiedene Tönungen sind erhältlich. Die Ausstattung ist „biederer“ Standard: Brillen­etui und Mikrofaserbeutel sind dabei.

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Rückblick +++ MTB-Brillentest 2020 +++ Rückblick MTB-Brillentest 2020 +++

Breitbildschirm gefällig? Als Monoscheiben werden Brillen bezeichnet, die mit einer einzigen, durchgehenden Scheibe ausgestattet sind. Anders als Brillen mit zwei getrennten Scheiben, fällt hier das Verbindungsstück über dem Nasensteg weg, was ein größeres Sichtfeld ermöglicht. Zudem verzichten viele Hersteller bei dieser Brillenart auf wuchtige Rahmen-Designs, stellen hingegen eine überproportional große Scheibe wortwörtlich in den Mittelpunkt ihres Konzepts – ähnlich einer Goggle oder Skibrille. So erzielen sie eine sehr große Fläche, die, wohin das Auge buchstäblich auch blickt, nur Vorteile hat: mehr Schutz, bessere Rundumsicht, keine störenden Rahmenkanten.

Unsere Highlights

Doch die Monoscheiben sind oftmals nicht nur breit, sondern auch sehr hochgezogen, wodurch sie an die untere Helmkante stoßen können. In unserem Test haben wir diesen Aspekt mit verschiedenen Helmen von Cross-Country bis Enduro überprüft und das "Konfliktpotenzial", so vorhanden und besonders auffällig, in den Testbriefen vermerkt. Da ein Helm bei verschiedenen Menschen aufgrund der Kopfform aber unterschiedlich hoch sitzt, sollten Sie für die Anprobe im Shop unbedingt Ihren eigenen Bike-Helm mitbringen und zweierlei prüfen: erstens, ob die Scheibengröße der Brille sowie die Dicke und die Einstellmöglichkeiten der Brillenbügel zu Ihrem Helm passen. Zweitens: Kaufen Sie nur eine Brille, die das Auge rundum gegen Schmutz und Fahrtwind gut abdichtet, nirgends drückt und bei einem kurzen Schütteltest nicht rutscht. Denn nicht nur Interpol weiß: Kein Gesicht gleicht dem anderen. Auch weil viele Modelle nur wenige oder keine Verstellmöglichkeiten zur Anpassung an die individuelle Gesichtsform besitzen, sollten Sie Blindkäufe vermeiden. Charakterköpfe finden bei den Modellen von Julbo, Uvex und Rudy Project flexibel formbare Nasenstege und Bügelenden. Auch die Kontaktstellen von Oakley und Evil Eye (vormals Adidas Eyewear) sind recht individuell anpassbar, Letztere ist zudem in zwei Größen (S/L) erhältlich.

Individuell verschieden ist auch der pflegliche oder eben nicht so pflegliche Umgang mit den teils überaus teuren "Nasenfahrrädern". Kaufentscheidend kann also auch der Preis für die früher oder später fällige Ersatzscheibe sein. Swiss Eye und Scott sind mit 20 Euro für eine klare Scheibe am günstigsten, die Poc mit 100 Euro für eine "Clarity"-Scheibe teuer, diese stammt aber auch aus dem Traditionshaus Zeiss. Die speziell für Trails entwickelten Scheibentönungen, mit denen Hersteller wie Oakley, Poc oder Shimano ihre Modelle anpreisen, haben sich in unseren Praxistests übrigens als Geschmackssache erwiesen. Manche Biker lieben die geschärfte Tiefenstaffelung und Konturierung der leicht bräunlich-orangefarbenen Scheiben, andere empfinden sie als irritierend. Apropos Herkunft: Wer denkt, dass heutzutage alle massengefertigten Konsumgüter aus China stammen, wird bei Bike-Brillen eines Besseren belehrt. Nur drei Modelle werden in China gefertigt, ganze fünf Modelle kommen aus Italien, zwei aus Österreich. So bietet der Brillenkauf eine Gelegenheit, die europäische Wirtschaft (nicht nur) in Krisenzeiten zu unterstützen.

Swiss Eye erringt den Testsieg unter den erschwinglichen Brillen mit hohem Schutz und üppiger Ausstattung. Die ebenfalls üppig ausgestattete, super schützende Falcon der Online-Marke Naked Optics erhält den Kauftipp. Da hier die Anprobe im Shop entfällt, gewährt der Hersteller eine Geld-zurück-Garantie von 30 Tagen. Unter den teuren Modellen hat die brandneue, prima ausgestattete 100% Hypercraft mit ihrem großen Sichtfeld die Nase vorn und verdient sich den Testsieg, dicht Evil Eye/Urs Golling gefolgt von der randlosen Gloryfy.

Brillen-Pflicht auf dem Mountainbike

Auf Trails und bei der Mountainbike-Tour gilt absolute Brillen-Pflicht. Die Preisspanne für die Radbrillen reicht von der Universal-Sportbrille mit starrem Kunststoffgestell für etwa 30 Euro bis zu Highend-Modellen für über 200 Euro, die zahlreiche Anpassungsoptionen und optionale Sehstärkenverglasung gegen Aufpreis bieten.

Bike-Brillen der Kaufklasse von 40 bis 100 Euro verfügen bereits meist über diverse Wechselgläser aus bruchfestem Polycarbonat, anpassbare Bügelenden und/oder Nasenauflagen sowie ausgereifte Wechselsysteme. MOUNTAINBIKE lud daher 15 aktuelle und bezahlbare Sportbrillen für Mountainbiker dieser Klasse zum Praxistest und verglich Tragekomfort, Handhabung und Ausstattung der Testkandidaten.

Im Testfeld finden Sie Bike-Brillen mit offenem und geschlossenem Rahmen. Vorteil der von Racern bevorzugten Sportbrillen mit unten offenem Rahmen sind ein oftmals unkomplizierter Glaswechsel sowie ein größeres Sichtfeld, da es von keinem Rahmen begrenzt wird. Im Fall eines Sturzes können die Scheibenränder jedoch das Gesicht verletzen.

Radbrillen mit geschlossenem Rahmen bieten besseren Schutz vor Zugluft und dem vom Vorderreifen aufgewirbelten Schmutz, beschlagen aber in der Regel schneller und sind meist etwas schwerer.

Wie die Passform der Radbrille, so der Schutz

Die beste Radbrille kann nur schützen, wenn sie zur Gesichtsform des Trägers passt. Ein zu schmales Gestell verursacht Druckstellen, ein zu breites einen rutschigen Sitz. Zudem müssen die Gläser perfekt mit den Augenhöhlen abschließen, sonst können Zugluft und Schmutz zu leicht eindringen. Testen Sie das favorisierte Modell vor dem Kauf daher unbedingt ausgiebig. Druckstellen machen sich manchmal erst nach einigen Minuten bemerkbar!

Ein fünfköpfiges Testteam überprüfte den Tragekomfort der Brillen auf unzähligen Trail-Kilometern. Das Ergebnis ging mit 25 Prozent in die Endnote ein: Die komfortabelsten Brillen besitzen verformbare Bügel und Nasenauflagen (Uvex, Shimano). Selbst in harten Rüttelpassagen "klebten" diese Brillen förmlich an Nase und Ohren. Mit sehr sicherem Sitz überzeugten zudem die Modelle von Rodenstock, Limar, Alpina und Swiss Eye die MountainBIKE-Tester.

Schlechter schnitten die Sport-Lifestyle-Brillen von Casco und Gloryfy ab. Fehlende Verstell­­optionen und glatte, nicht gummierte Bügel bewirken einen rutschigen Sitz. Die nach innen gebogenen, zudem nicht justierbaren Bügel der KED verursachten bei einigen Testern Druckstellen.

Die Schutzwirkung der Radbrillen (25 Prozent der Endnote) wurde bei starkem Fahrtwind überprüft: Schlecht abschließende oder zu kleine Scheiben sowie Schlupflöcher an Rahmen und Fassungen spürte das MountainBIKE-Testteam schnell auf. Die theoretisch höchste Schutzwirkung erzielen die Scheiben von Casco und Rose – beide Testkandidaten sitzen jedoch undefiniert-rutschig, weshalb die ­eigentlich überragende Bewertung um einen Punkt herabgesetzt wurde.

Die Brillen von Uvex und Shimano vereinen sicheren Sitz und Windschutz am besten, zudem dichtet ihr geschlossener Rahmen das Auge gegen aufgewirbelten Schmutz passgenau ab. Eine überragende Performance wie etwa die Adidas Agilis (siehe Extra-Kasten "Referenzbrillen") bot jedoch keine der hier getesteten Brillen. Die Formgebung und der Abstand des Glasrands zum Gesicht bei den Modellen von 720armour, Northwave und Rodenstock ließen Fahrtwind eindringen.

Reflexionen der Scheibe, Logos sowie breite ­Nasenstege und wuchtige Rahmen können das Sichtfeld (25 Prozent der Endnote) der Radbrille einengen. Race-typische Brillen mit unten offenem Rahmen wie die Modelle von Ked und Rodenstock sind hier durch die tief gezogenen Gläser systembedingt im Vorteil, aber auch generell ist das Niveau der Testkandidaten erfreulich hoch!

Kritik ernteten die Logos auf den Gläsern der 720armour sowie der etwas zu breite Rahmen der Uvex. Da Labormessungen in vergangenen Ausgaben zeigten, dass sowohl günstige als auch teure Brillengläser durchgängig mit hoher optischer Güte aufwarten, sah MB von einer erneuten Überprüfung ab.

Tipp: Achten Sie beim Brillenkauf auf die Tönungsvarianten der Wechselscheiben. Besonders wichtig: Die graue Scheibe darf nicht zu dunkel fürs Biken im Wald ausfallen. Im Lieferumfang von sieben Herstellern sind drei Scheiben enthalten, Endura und Limar liefern gar vier Gläser.

Neben dem Lieferumfang flossen auch Anpassungsoptio­nen wie verstellbare Nasenstege und Bügel in die Bewertung der Ausstattung (15 Prozent der End­note) ein. Uvex und Endura liefern ein rundes ­Paket ab, die Lifestyle-Brillen von Casco und Scott kommen nur in einem Aufbewahrungsbeutel.

Trotz geschlossenen Rahmens besitzen Gloryfy und Uvex handlich-intuitive Wechselsysteme. Ebenfalls top: Endura. Als nervig empfanden die Tester den Scheibentausch an der BBB Select. Uvex holt den Testsieg für top Tragekomfort, Ausstattung und Handhabung. Doch auch Rose und Endura bieten trotz leichter Abstriche bei Komfort und Schutz sehr gute Funktion – Kauftipp!

BRILLEN 80 BIS 120 EURO

Alpina Lyron Shield P

Radbrillen
Alpina

Preis/Gewicht/Herkunft: 80 Euro/29 g/China

Ausstattung: Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: Nasensteg verformbar

Tragekomfort (25%): 7

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Der wuchtige Rahmen der Lyron Shield schließt super mit der Wangenpartie ab, schützt dadurch sehr gut gegen Fahrtwind und Schmutz. Er engt das Sichtfeld am unteren Rand aber auch ein wenig ein. An Nasen mit breitem Rücken kann der hier schmal designte Rahmen eine leichte Druckstelle erzeugen, wenn die Brille eng anliegen soll. Magere Ausstattung.

Testergebnis: Gut (65 Punkte)

Bollé Shifter

Radbrillen
Bollé

Preis/Gewicht/Herkunft: 100 Euro/31 g/Italien

Ausstattung: Hardcase, Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: keine (selbstanpassender Nasensteg)

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Trotz fehlender Verstellmöglichkeiten sitzt die Shifter sehr komfortabel, dabei immer rutschfest und schließt am Auge perfekt ab. Das Sichtfeld wird am unteren Rand minimal vom Rahmen begrenzt, erlaubt aber beste Übersicht ohne störende Logos und Stege. In Sachen Gewicht liegt sie im guten Mittelfeld, die Ausstattung ist standesgemäß.

Testergebnis: Sehr gut (79 Punkte)

Julbo Rush

Radbrillen
Julbo

Preis/Gewicht/Herkunft: 120 Euro/37 g/Taiwan

Ausstattung: Softcase, Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: Nasenstege und Bügelenden verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Durch ihre große Monoscheibe sowie flexible Verstellmöglichkeiten bietet die Julbo hohen Schutz und Tragekomfort. Aufgrund ihres hohen Gewichts kann sie bei starken Erschütterungen aber ins Rutschen geraten. Gut, dass sie in diversen Farbkombis erhältlich ist, denn die helle, untere Rahmenkante unseres Modells lenkte die Tester vom Trail-Geschehen ab.

Testergebnis: Sehr gut (77 Punkte)

Naked Optics Falcon (MOUNTAINBIKE Kauftipp)

Radbrillen
Naked Optics

Preis/Gewicht/Herkunft: ab 75 Euro/32 g/China

Ausstattung: Hardcase, Beutel, Schweißfänger, Band

Verstellmöglichkeiten: Nasensteg verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Die hochgezogene Riesenscheibe der günstigen Falcon bietet höchsten Schutz und großes Sichtfeld. Kann bei tief sitzenden Helmen an deren Unterkante stoßen. Sitzt rutschfest und ohne Druckstellen. Unser Testmodell trug aus Produktionsgründen keine CE-Kennzeichnung, in der Folgeproduktion soll diese vorhanden sein. Nur im Online-Shop erhältlich.

Testergebnis: Sehr gut (81 Punkte)

Scott Shield

Radbrillen
Scott

Preis/Gewicht/Herkunft: 90 Euro/34 g/Italien

Ausstattung: Hardcase, Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: Nasensteg verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Mit ihrer großen Scheibe schützt die Scott das Auge vor Zugluft und Schmutzpartikeln gleichermaßen und bietet ein großes, weitgehend störungsfreies Sichtfeld. Der Nasensteg lässt sich gut an die individuelle Form anpassen, sein Mittelteil besitzt jedoch eine Abschlusskante, die leicht auf den Nasenrücken drückt. Rutschfester Sitz, gute Ausstattung.

Testergebnis: Gut (72 Punkte)

Shimano Technium

Radbrillen
Shimano

Preis/Gewicht/Herkunft: 80 Euro/29 g/Taiwan

Ausstattung: Hardcase, Beutel, klare Wechselscheibe

Verstellmöglichkeiten: keine

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Die leichte Technium sitzt an schmalen Nasen rutschfest, ohne Druckstellen und bietet hohen Schutz. Durch die fehlenden Einstellungsmöglichkeiten thront sie auf breiteren Nasenrücken hingegen recht hoch und steht unten ab, wodurch sie mittelmäßigen Schutz bietet. Der untere Rand ragt ins Sichtfeld. Mit Wechselscheibe prima ausgestattet.

Testergebnis: Gut (71 Punkte)

Swiss Exe Solena (Mouuntainbike Testsieger)

Radbrillen
Swiss

Preis/Gewicht/Herkunft: 100 Euro/28 g/Taiwan

Ausstattung: Hardcase, Beutel, zwei Wechselscheiben

Verstellmöglichkeiten: Nasensteg verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Mit zwei Wechselscheiben (klar/orange), Hardcase und Microfaserbeutel ist die Solena bestens ausgestattet. Auch das Design der recht kleinen Scheiben überzeugt: Zur Wangenpartie stark geneigt, schließt sie super ab, schützt dadurch bestens, ohne viel Zugluft ans Auge gelangen zu lassen. Das Tragegefühl ist komfortabel, das Sichtfeld groß genug.

Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)

Uvex Sportstyle 707 CV

Radbrillen
Uvex

Preis/Gewicht/Herkunft: 100 Euro/32 g/Taiwan

Ausstattung: Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: Nasenstege und Bügelenden verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Gummierte, verstellbare Bügelenden und die simpel verformbare, "klebrige" Nasenauflage bewirken den sehr komfortablen Sitz der Uvex. Erschütterungen können sie nicht zum Rutschen bringen. Zudem schließt die Scheibe gut (nicht perfekt) ab und verhindert wirksam Irritationen durch Schmutz und Fahrtwind. Nur die Ausstattung fällt etwas mager aus.

Testergebnis: Gut (73 Punkte)

BRILLEN 159 BIS 209 EURO

100% Hypercraft (MOUNTAINBIKE Testsieger)

Radbrillen
100%

Preis/Gewicht/Herkunft: ab 159 Euro/23 g/Italien

Ausstattung: Hardcase, Beutel, Nasensteg, klare Scheibe

Verstellmöglichkeiten: Nasenstege in zwei Stärken

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Federleicht und doch rutschfest sitzt die futuristisch anmutende Hypercraft am Kopf. Die hohe, breite, dezent Richtung Wangenpartie geneigte Scheibe schließt bestens ab, ihre gefrästen Belüftungslöcher lassen etwas Fahrtwind eindringen. Großes, störungsfreies Sichtfeld und super Ausstattung mit Ersatzscheibe. Beim Kauf die Helmkompatibilität checken!

Testergebnis: Überragend (90 Punkte)

Evil Eye Vizor Pro

Radbrillen
Evil Eye

Preis/Gewicht/Herkunft: ab 209 Euro/32 g/Österreich

Ausstattung: Hardcase, Beutel, Schweißfänger

Verstellmöglichkeiten: Brillenbügel und Nasensteg verstellbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Ihr in drei Stufen höhenverstellbarer Bügel und der in zwei Positionen anpassbare, "klebrige" Nasensteg sorgen für komfortablen, rutschfesten Sitz. Der flacher geformte Rahmen kollidierte mit keinem unserer Testhelme, dichtet das Auge zudem hervorragend gegen Schmutz und Fahrtwind ab. Der untere Rand begrenzt das Sichtfeld minimal. Zwei Größen erhältlich.

Testergebnis: Sehr gut (84 Punkte)

Gloryfy G9 XTR Infrared

Radbrillen
Gloryfy

Preis/Gewicht/Herkunft: 159 Euro/29 g/Österreich

Ausstattung: Hardcase, Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: keine

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Die randlose Brille der Österreicher dichtet das Auge hervorragend ab, sitzt trotz fehlender Verstelloptionen sicher. Das Sichtfeld ist breit und bis auf die seitlichen Bügelanker absolut störungsfrei. Zudem stößt die weniger hoch geschnittene Scheibe nicht an den Helm. Durch den fehlenden Rand hat sie aber viel Hautkontakt und muss häufig gereinigt werden.

Testergebnis: Sehr gut (86 Punkte)

Oakley Jawbreaker

Radbrillen
Oakley

Preis/Gewicht/Herkunft: 207 Euro/33 g/k. A. (assembled in USA)

Ausstattung: Hardcase, Beutel, Nasensteg

Verstellmöglichkeiten: Bügellänge, Nasensteg in zwei Stärken

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Mit seinen geschwungenen Konturen am unteren Scheibenrand bildet der wuchtige Rahmen der Jawbreaker einen schützenden Abschluss, beengt das Sichtfeld auch seitlich nur wenig und stößt nicht an den Helm. Die Anpassungsoptionen funktionieren simpel und erzielen hohen Komfort. Große Auswahl an spezifischen Tönungen von "Trail" bis "Road".

Testergebnis: Sehr gut (81 Punkte)

POC Aspire Clarity

Radbrillen
POC

Preis/Gewicht/Herkunft: 200 Euro/40 g/Italien

Ausstattung: Hardcase, Aufbewahrungsbeutel, Box

Verstellmöglichkeiten: Bügelenden verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): "Statement"-Brille mit großen, super schützenden Scheiben. Durch ihre verformbaren Bügelenden sitzt die Aspire sehr komfortabel. Die schwere Brille gerät daher erst bei sehr harten Rüttelpassagen ins Rutschen. Ihre hohe Scheibe kann bei tief sitzenden Helmen aber an deren unteren Rand stoßen – checken! Die Ausstattung ist standesgemäß ohne Extras.

Testergebnis: Gut (72 Punkte)

Rudy Project Cutline

Radbrillen
Rudy

Preis/Gewicht/Herkunft: 200 Euro/37 g/Italien

Ausstattung: Hardcase, Aufbewahrungsbeutel

Verstellmöglichkeiten: Bügelenden und Nasensteg verformbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Keine andere Highend-Brille bietet mehr Verstellmöglichkeiten als die Cutline. Sie sitzt dadurch extrem komfortabel, die auf die Scheibenränder gesteckten Rahmenkanten erzielen einen hervorragenden Formschluss mit der Augenpartie. Auch die Belüftungsschlitze erzeugen keinen störenden Luftzug. Üppiges Sichtfeld, gute Ausstattung, aber recht schwer.

Testergebnis: Sehr gut (81 Punkte)

Smith Wildcat

Radbrillen
Smith

Preis/Gewicht/Herkunft: 199 Euro/32 g/Ostasien

Ausstattung: Hardcase, Beutel, klare Wechselscheibe

Verstellmöglichkeiten: Nasensteg in zwei Positionen verstellbar

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): Der in zwei Positionen verstellbare, gummierte Nasensteg zahlt sich aus: An breiten und schmalen Nasen sitzt die Wildcat rutschfest und nah am Gesicht, wodurch sie mit der Wangenpartie sehr gut abschließt und hohen Schutz erzielt. Das Sichtfeld wird durch den zum Gesicht hin umlaufenden Rahmen nur wenig beengt. Eine Wechselscheibe ist inklusive.

Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)

Sweet Protection Ronin MAX RIG

Radbrillen
Sweet Protection

Preis/Gewicht/Herkunft: 170 Euro/33 g/China

Ausstattung: Hardcase, Beutel, Steg Verstellmöglichkeiten

Verstellmöglichkeiten: Nasenstege in zwei Stärken

Tragekomfort (25%):

Schutz (25%):

Sichtfeld (20%):

Gewicht (15%):

Ausstattung (15%):

Fazit (100%): In Sachen Schutz und Sichtfeld ist die Ronin top, denn die hohe, breite, stark gebogene Scheibe liegt eng an, sitzt sehr rutschfest und dichtet das Auge hervorragend ab. Durch den engen Sitz können die Wimpern an die Scheibe stoßen und die nicht verstellbaren Bügelenden erzeugen minimale Druckstellen. Die Oberkante verschmiert schnell durch Hautkontakt.

Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)

Die aktuelle Ausgabe
12 / 2022

Erscheinungsdatum 06.12.2022

Abo ab 13,00 €