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8 Regenhosen für Mountainbiker im Test (2015)

Test: 8 Regenhosen ab 90 Euro

Regenfest, klein verstaubar und ohne Hot-Pants-Effekt: MTB-Regenhosen sorgen für Hochwasserschutz auf der Tour. MountainBIKE hat acht Modellen getestet.

Anders als bei einer Regenjacke wird eine Regenhose durch die Reifen auch von unten, vorn und hinten mit hochgeschleudertem Wasser beschossen. Der Schutz des kälteempfindlichen Unterleibs, der Knie und Füße mit einer Regenhose ist deshalb vor allem auf langen Mountainbike-Touren oder gar einem Alpencross Pflicht für jeden Biker, der gesund ans Ziel kommen will.

Hersteller versprechen viel - was halten die Regenhosen?

Im Gegensatz zu dem Angebot an Regenjacken ist die Auswahl an wasserdichten Regenhosen für Mountainbiker überschaubar. 14 Hersteller lud MountainBIKE zum Test, acht nahmen teil.

Die Preisspanne der hier getesteten Modelle reicht von der 90 Euro günstigen, mit 2,5-Lagen-Laminat und ohne verstärkte Gesäßzone oder Bein-Reißverschlüsse spartanisch ausgestatteten Gonso Napo bis zur Gore Bike Wear Power Trail GT AS Pants aus dem 3-Lagen-Laminat Gore-Tex Active für 230 Euro.

Alle Regenhosen in diesem Test versprechen dem Käufer Schutz vor der Regenflut, schwitzfreies Tragegefühl bei höchster körperlicher Aktivität, geringes Packmaß und clevere Ausstattung.

Rein äußerlich ähneln sich die schwarzen Laminat-Langbeiner fast wie ein Ei dem anderen – welche Regenhose schützt den Biker also wirklich vor der Feuchtigkeit von außen und innen?

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Sonstiges

Beregnungstest mit Rasensprengern

Um diese Frage zu beantworten, unterzog MountainBIKE die Regenhosen einem Testprozedere, das die Schwächen der Testkandidaten schonungslos aufdeckt.

Da die Imprägnierung einer MTB-Regenhose durch einen starken Abperleffekt Verarbeitungsfehler kaschieren kann, wurden sämtliche Modelle zunächst in der Waschmaschine im empfohlenen Programm mehrfach gereinigt, um die Grundimprägnierung herauszuwaschen. Danach mussten sich die Regenheosen bei einer zehnminütigen Beregnung mittels zweier Rasensprenger behaupten.

Einzig die Löffler Herren Überhose GTX Active hielt vollständig dicht. Ihr Erfolgsrezept: Das Membranmaterial ist nur am Bund sowie an den Säumen am Hosenbein „offen“, ansonsten sind keinerlei Schwachstellen vorhanden, die dem Wasser Einlass gewähren könnten.

Ebenfalls sehr guten Regenschutz (40 % der Endnote) bieten die Gore Bike Wear Power Trail GT AS Pants und die Scott Trail MTN 20 Rain Pants, an denen nur minimale Saugeffekte an den Bein-RVs (Gore Bike Wear Power Trail GT AS Pants) und einem winzigen Nahtfehler (Scott Trail MTN 20 Rain Pants) auftraten.

Wasch- und Pflegetipps für die Bike-Bekleidung

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Die übrigen Regenhosen-Modelle ließen entweder durch Verarbeitungsmängel an Ausstattungsdetails wie Stretcheinsätzen (Endura MT 500 wasserdichte Hose), Belüftungs-Reißverschlüssen (Vaude Men‘s Tremalzo Rain Pants), Reißverschlüssen am Hosenbein für einen leichteren Einstieg (Pearl Izumi Select Barrier WxB Pants) oder durch Materialmängel (Craft Tempest Rain Pants, Gonso Napo) das Regenwasser eindringen, obgleich das Membranmaterial per se wasserdicht war.

Das simple Fazit: Weniger Ausstattung bedeutet mehr Regenschutz! Daher gewichtete MountainBIKE die Ausstattung der Regenhosen mit nur zehn Prozent. Für maximale Punktzahl waren Verstellmöglichkeiten an Hosenbund und -beinen, Reflektoren und ein robuster Gesäßbesatz zum Schutz vor Material abrieb durch Schmutz erforderlich.

Reparatur-Tipps für Ihre Funktions-Bekleidung

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MB Bekleidungs-Pflege Risse und Löcher richtig reparieren 1 MB Bekleidungs-Pflege Risse und Löcher richtig reparieren 2 MB Bekleidungs-Pflege Risse und Löcher richtig reparieren 3 MB Bekleidungs-Pflege Risse und Löcher richtig reparieren 4 4 Bilder

Unerwünschte Feuchtigkeit von Innen und Aussen

Doch auch beim Test des Klima-Managements, das mit 25 Prozent gewichtet wurde, trennte sich rasch die Spreu vom Weizen. Klare Sieger: Die Regenhosen mit Gore-Tex Active, die Löffler Herren Überhose GTX Active und die Gore Bike Wear Power Trail GT AS Pants bieten auch bei hoher körperlicher Leistung ein angenehm trockenes Tragegefühl.

Am schlechtesten schnitten die Scott Trail MTN 20 Rain Pants und die Vaude Men‘s Tremalzo Rain Pants ab, waren nach dem Test regelrecht durchgeschwitzt. Die Passform der Regenhosen wurde mit weiteren zehn Prozent gewichtet.

Tipp: Achten Sie beim Kauf einer Regenhose auf eine ausreichend lange Überlappung mit der Regenjacke. Mindestens zehn, besser 15 Zentimeter sollte die Jacke über den Hosenbund reichen, sonst kann bei aktiver Fahrweise der Hosenbund freigelegt werden und Regen eindringen.

Zudem sollten die Hosenbeine bis auf die Oberschuhe reichen und bei Pedalierbewegungen weder am Oberschenkel spannen noch den Schaft des Schuhs freilegen, sonst drohen Erkältungen durch kalte, nasse Füße.

Diese Produkte haben wir getestet:

MB Craft Tempest Rain Pants
Kleidung
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Kleidung
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Kleidung
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Kleidung
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Kleidung
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Kleidung

So testet MountainBIKE die Regenhosen

Beregnungstest: Um die Regenhosen in puncto Regenschutz unter realistischen Bedingungen zu vergleichen, wurde jede Hose zehn Minuten lang in einem starken Regenschauer gefahren. Zwei Rasensprenger sprühten von vorne und hinten insgesamt 3000 Liter Wasser über jedes Hosenmodell, das der Testredakteur konstant auf einem Rollentrainer pedalierend prüfte.

Praxis: Zum Test des Klima-Managements wurden die Hosen von einem CC-Lizenzfahrer unter konstanter Trinkwasserzufuhr, bei 26,5 °C Raumtemperatur, einer Herzfrequenz von 125 Schlägen und 190 Watt Tretleistung über eine halbe Stunde auf dem Rollentrainer gefahren. Anschließend wurde die Dampfdurchlässigkeit bewertet.

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Gustavo Enzler
Zehn Minuten Wasserdauerbeschuss, wie er von Vorder- und Hinterrad häufig vorkommt, musste jede der acht Testhosen aushalten. Nur drei Modelle hielten dicht.

So funktioniert der Dampfdurchlass der Hosen

Sobald der Mensch körperliche Leistung erbringt, steigt die Körpertemperatur, und die Kühlung durch Schweiß setzt ein. Der bei der Schweißverdunstung entstehende Wasserdampf muss „ins Freie“ – sonst würde der Biker buchstäblich im eigenen Saft garen.

Um diesen Abtransport zu ermöglichen, setzen viele Hersteller auf eine einlaminierte, mikroporöse Membranschicht. Diese sitzt an der Innenseite des Oberstoffs, besteht meist aus PTFE (Teflon) und besitzt pro cm circa 1,4 Milliarden(!) Poren. Letztere sind 20 000 Mal kleiner als ein Wassertropfen und halten damit den Regen fern.

Die erheblich kleineren Wasserdampfmoleküle gelangen jedoch durch die Membran nach außen: Die Jacke ist dampfdurchlässig oder „atmend“. Der Begriff Atmungsaktivität ist aber falsch, da der Transport passiv verläuft: Die meisten Membranen benötigen ein Druckgefälle zwischen Innen- und Außenseite – die Wasserdampfmoleküle werden zum niedrigeren Druck durch die Membran geleitet. Je größer das Temperaturgefälle zwischen Körper und Umgebung, desto besser klappt’s.

Zum Aufbau einer 3-Lagen-Regenjacke gehört auch eine abriebfeste, meist DWR-(durable water repellent-)imprägnierte Außenlage. Sie schützt die Membran und lässt Regen abperlen.

Eine dritte, körpernahe Schicht, oft ein Leichtgewebe aus Futterstoff, bewahrt die Membran vor aggressivem Schweiß, verteilt diesen und sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. 2,5-Lagen-Hardshells besitzen statt des Innenfutters einen Schutzfilm – dieser macht die Hose oft leichter und kompakter, aber weniger robust und bequem.

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MountainBIKE 1015 Membranschicht
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