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MB 1214 Bikelampen Teaserbild Benjamin Hahn

Radbeleuchtung: 7 Helm-Lampen für Mountainbiker im Labor- und Praxistest (2014)

Test: 7 Bike-Lampen

Biken bei Nacht, das ist ein echtes Erlebnis. Doch worauf gilt es beim Lampenkauf zu achten? MountainBIKE hat sieben aktuelle Helmlampen in der Praxis sowie im Labor getestet.

Biken bei Dunkelheit und mit LED-Lampe heißt, bekannte Wege und Trails neu entdecken. Die Kontraste von Längsrillen wirken verstärkt, Schrägrillen erscheinen hingegen im Leuchtkegel harmloser. Plötzlich tauchen Konturen auf, die man so noch nicht wahrgenommen hat.

Sprich: Eine Bike-Lampe ist nicht nur ein Gewinn für die Sicherheit, sondern sorgt auch für Abenteuer im sonst eher tristen Herbst- und Winteralltag.

Die Erfahrung zeigt: Für Mountainbiker, die bevorzugt auf Trails unterwegs sind, ist die Helmlampe die richtige Lösung. Denn diese „folgt“ immer der Blickrichtung. Aber: Mountainbiker, die am Straßenverkehr teilnehmen möchten, sollten sich zusätzlich eine StVZO-zugelassene Lampe zulegen.

7 Bike-Lampen im Test bei MountainBIKE

MB AIM Stella Aqua
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Im Test: sieben Helmlampen ohne StVZO-Zulassung

Im Testfeld mit dabei sind der deutsche Helmlampenspezialist Lupine mit der neuen Neo 2 sowie die britische Marke Hope, die das Power-Flutlicht R4 LED ins Rennen schickt.

Bike-Elektronik-Spezialist Sigma ist mit der Power LED Evo Pro X im Test vertreten, My Tiny Sun, ebenfalls ein deutscher Hersteller, schickt sein neuestes Modell Volkslicht in den Test.

Die Fernost-Marken Naturalshine, Magicshine sowie AIM halten mit „preisgünstigen“ Lichtern dagegen. Preislich liegen die Lampen zwischen 140 Euro (Naturalshine Half Egg NG 1) und 255 Euro für die Hope R4 LED.

Worin liegen Unterschiede, auf was kommt es bei den Lampen an?

MountainBIKE testete die Bike-Lampen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn. Dank der aufwendigen Messung konnte MountainBIKE reale Lumenwerte der Lichtkegel ermitteln sowie den vertikalen und den horizontalen Halbwertswinkel.

Beides verrät, wie die Helligkeit in den Randbereichen ausfällt. Ein großer Winkel steht somit für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Alle Ergebnisse finden Sie in den Testberichten zu den jeweiligen Produkten.

Erfreulich, dass starke Helmlampen schon unter 200 Euro zu haben sind. Dennoch geht der Testsieg an die in Sachen Ausleuchtung, Akkulaufzeit und Verarbeitung überragende Hope R4 LED – die teuerste Lampe im Vergleich. Den Kauftipp holt sich die besonders leichte Lupine Neo 2. Sie ist gleichzeitig die einzige Lampe im Test, bei der sich die Akku-Montage am Helm empfiehlt.

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Sonstiges

Diese Produkte haben wir getestet:

MB AIM Stella Aqua
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So testet MountainBIKE die Lampen

Präzise Messwerte und praxisrelevante Aussagen sind die Basis des bewährten und einzigartigen Lampentests von MountainBIKE. Unterstützung holte sich die Testcrew bei Prof. Dr. Ott von der Hochschule Heilbronn.

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Roman Moor
Prof. Dr. Ott (FH Heilbronn, li.) mit MountainBIKE-Redakteur Chris Pauls

7 Bike-Lampen im Test bei MountainBIKE

MB AIM Stella Aqua
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Roman Moor
Goniometer zur Ermittlung der Ausleuchtung und Lichtstärke.

Im Labor für technische Optik wurden die Lampen in einen vollautomatischen Goniometer gespannt, um so die Ausleuchtung sowie die Lichtstärke der sieben Prüflinge zu ermitteln. Ein Motor bewegte die Lampen über ein definiertes Raster von 74 Zeilen und 74 Spalten.Mit dem in fünf Metern Entfernung angebrachten Luxmeter wurden die Daten der insgesamt 5476 Messpunkte aufgezeichnet.

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MountainBIKE
Der Strahler fährt das Messfeld ab, der Sensor (Luxmeter) sitzt in fünf Metern Entfernung.

Die Ausdehnung des Messbereichs ergibt sich von der Lampenmitte ausgehend durch eine Auslenkung von +/– 20 Grad in der Vertikalen und Horizontalen. Das Ergebnis jeder Messung mit Abbildern der Abstrahlcharakteristik der Lampen erlaubt Rückschlüsse auf Helligkeit und Lichtverteilung der Leuchten. Zudem lässt sich der Halbwertswinkel messen, der angibt, ab welchem Winkel die Lichtstärke nur noch halb so groß ist.

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MountainBIKE
Daraus ergibt sich ein rechteckiges Messfeld von 40° vertikaler und 40° horizontaler Auslenkung.

Aus den Daten des Luxmeters lassen sich die maximale Lichtstärke (Candela) und die Lichtmenge (Lumen) berechnen. Hinweis: Die Angabe der Lichtmenge (Lumen) in den Tabellen bezieht sich auf den in einem begrenzten Messfeld im Labor ermittelten Wert.

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MountainBIKE
Das Schaubild zeigt, wie hoch die Lichtstärke in Candela im jeweiligen Winkel ist.

Viele Hersteller messen ihre Lampen in einer sogenannten Ulbrichtkugel, in der der gesamte Lichtstrom, also auch die ungerichtete Lichtabgabe (in einem 180°-Winkel) gemessen wird. Deshalb weichen die MountainBIKE-Messwerte von den Lumen-Angaben der Hersteller ab.

Lichtmenge und Lichtverteilung fließen je zu 20 Prozent in die Wertung ein. Die Leuchtzeit wurde in der höchsten Leuchtstufe ermittelt und zählt mit zehn Prozent zum Gesamtergebnis. Den Test führte MountainBIKE bei 21° Celsius Raumtemperatur und Luftkühlung durch. Das Systemgewicht fließt mit weiteren zehn Prozent in die Bewertung ein.

Neben der Laborprüfung mussten sich die Lichtanlagen in der Praxis bewähren: Montage, Bedienung und wählbare Lichtmodi fließen unter dem Punkt Handhabung mit 20 Prozent ein. Um einen aussagekräftigen Fahreindruck (20 Prozent der Endnote) zu bekommen, schob die Testmannschaft Nachtschichten. Dabei mussten sich die Lampen bei schnellen Abfahrten auf Forstwegen genauso beweisen wie auf verwinkelten Wegen.

Was sagen die Lichtwerte aus?

Candela ist die gemessene Lichtstärke, unabhängig von der Entfernung des Lichtmessgeräts. Der Lichtkegel in der Grafik rechts zeigt neben dem maximalen Candela-Wert, der in der Mitte des Strahls liegt, die Lichtmenge in Lumen.

Die Menge bezieht sich auf den gesamten Raum, bei der MountainBIKE-Messung ein bestimmtes Messfeld. Der Halbwertswinkel zeigt, ab welchem Winkel die Stärke (Candela) nur noch halb so groß ist. Er sagt aus, wie gleichmäßig die Lampe ausleuchtet.

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MountainBIKE
MountainBIKE Lampentest Lichtkegel

7 Bike-Lampen im Test bei MountainBIKE

MB AIM Stella Aqua
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