MB 2-in-1-Jacken - Jacke Benjamin Hahn

Elf 2-in-1 Jacken-Westen-Kombis für Mountainbiker im Test

Jacke wie Weste

MountainBIKE hat elf 2-in-1-Jacken in Labor und Praxis getestet, die auch als Westen zu tragen sind - darunter sieben Herren- und vier Damenmodelle.

Es ist wie verhext im Frühling: Morgens ist es noch zu kühl, um mit Kurzarmtrikot und Weste loszufahren, keine zwei Stunden später, wenn die Sonne höher steht, wird es bergauf unter einer Jacke aber schon wieder zu warm. Kaum ausgezogen, trifft man auf eine schattige Abfahrt, die ohne Windschutz wieder zu kalt ist. Gut, dass sich die Bekleidungsindustrie dieses Themas angenommen hat und vor wenigen Jahren die eierlegende Wollmilchsau auf den Markt brachte: die 2-in-1-Jacke, Weste und Jacke in einem.

Mit Reißverschlüssen an den Ärmeln ausgestattet, lassen sich diese problemlos abzippen und in der Rückentasche der übrig bleibenden Weste verstauen. So wird ruckzuck aus der Jacke eine Weste. Kaum ein Hersteller verzichtet inzwischen auf diesen äußerst praktischen Tourenbegleiter, wobei die Ansätze variieren: Wer eine möglichst leichte, dafür weniger wärmende Lösung sucht, findet in den reinen Windstopper-Modellen sein Lieblingsstück, wärmere Softshells dagegen kommen auch mit noch kühleren Temperaturen bestens zurecht.

Aktuelle Bikes im Test:

MB 0508 Specialized Stumpjumper FSR Comp
Hardtail-Tests

Die 2-in-1-Jacken in diesem Test:

MB Craft Double X
Kleidung
MB Gore Bike Wear Alp-X
Kleidung
MB Jeantex Vezelay
Kleidung
MB Pearl Izumi Vagabond II
Kleidung
MB Vaude Dundee Zip-Off
Kleidung
MB Castelli Tristan
Kleidung
MB Löffler 10246
Kleidung
MB Vaude Wo Dundee Zip-Off
Kleidung
MB Pearl Izumi W‘s Vagabond II
Kleidung
MB Gonso Calais
Kleidung
MB Gore Bike Wear Phantom Lady
Kleidung

Das Testfeld im Überblick

Neben der Prüfung von Winddurchlässigkeit, Atmungsaktivität und Wasserresistenz fand der Härtetest in einer Klimakammer im bayerischen Putzbrunn statt: Bei 15° C und 20 km/h frontaler Windeinwirkung fuhren die Tester bei gefühlten 8° C in herbstlicher bzw. frühlingshafter Umgebung, ständig überwacht von fünf Sensoren, die unablässig Hauttemperatur und relative Luftfeuchte aufzeichneten. Besonderes Augenmerk richtete MountainBIKE dabei auf die Achillesferse der 2-in-1-Jacken: die Reißverschlüsse an der Ärmelverbindung.

Denn gerade an dieser Stelle darf keine kühle Luft ins Innere der Jacke strömen, da ansonsten das gesamte System nicht mehr funktioniert. Erstaunlich: Nur wenige Hersteller arbeiten auf der körpernahen Seite mit hinterlegten Reißverschlüssen, die einer Lufteinströmung optimal entgegenwirken. Dennoch bieten bis auf das Herrenmodell von Jeantex und Pearli Izumis Damenversion alle Jacken einen guten bis überragenden Schutz vor frontaler Kälte.

MB 2-in-1-Jacken - Biker
Benjamin Hahn
Im schattig-kühlen Wald sind Bikejacken besonders gefordert.

Auch in Sachen Atmungsaktivität des Materials zeigt sich durchweg ein erfreuliches Bild: Nur Craft und Castelli sowie Gonso leisten sich hier leichte Schwächen. Unter allen anderen 2-in-1-Jacken herrscht ein gutes bis überragendes Klima.

Deutliche Unterschiede dagegen zeigen sich bezüglich der Wasserresistenz der elf Kandidaten: Nur Craft, Gore und Pearl Izumi erreichen Bestnoten im Spraytest, sind also sehr wasserabweisend. Da Regen aber auch nicht das Haupteinsatzgebiet einer 2-in-1-Jacke darstellt, ist dieses Feature zwar wichtig, aber nicht entscheidend.

Egal ob einer oder zwei Reißverschlüsse den Unterschied zwischen Jacke und Weste ausmachen, und ebenso egal, ob, wie bei Pearl Izumi, beide Ärmel gemeinsam abgezippt werden: Jedes System funktioniert – wo die persönlichen Vorteile liegen, muss jede Bikerin und jeder Biker für sich entscheiden. Kein Hersteller leistet sich beim Schnitt der Weste Schwächen, alle Ärmelöffnungen schließen gut ab und sitzen bequem. Ein Sonderfall ist Gores Phantom Lady, denn hier kommt nicht eine Weste, sondern ein Trikot zum Vorschein, wenn die Ärmel abgezippt sind. Eine durchaus clevere Lösung, muss frau doch nur noch ein Funktionsshirt unter der Jacke tragen.

Fazit: Labor- und Praxistest zeigen: Im Frühling und an trockenen Herbsttagen sind 2-in-1-Jacken die perfekte Lösung für jede Biketour. Praktisch und hochfunktionell bieten sie Schutz und Komfort in fast jeder Situation.

Aktuelle Bikes im Test:

MB 0508 Specialized Stumpjumper FSR Comp
Hardtail-Tests

So sieht die perfekte 2-in-1-Jacke aus

1 Windstopper/Softshell:
Egal ob dünne Windstopper- oder etwas wärmere Softshell-Jacke: Das Material sollte von außen nach innen möglichst dicht sein (windundurchlässig), von innen nach außen dagegen dampfdurchlässig (Atmungsaktivität).

2 Reißverschlüsse:
Der Front-Reißverschluss muss vor allem leichtgängig sein, damit er während der Fahrt mit einer Hand bedient werden kann. Von innen mit so genannten „Flaps“ hinterlegte RVs, sowohl frontal als auch an den Ärmeln, verhindern, dass Luft einströmen kann.

MB 2-in-1-Jacken - Perfekte Jacke
Perfekt für Frühjahr und Herbst: die 2-in-1-Jacke.

3 Kragen:
Keinesfalls zu eng, aber doch so dicht anliegend, dass keine Luft eindringt. Tipp: Schon im Shop Bike-Haltung einnehmen und Sitz überprüfen!

4 Rückenteil:
Wie der gesamte Schnitt muss vor allem das Rückenteil bikespezifisch, etwas länger sein (schützt die Nieren).

Aktuelle Bikes im Test:

MB 0508 Specialized Stumpjumper FSR Comp
Hardtail-Tests

So testet MountainBIKE die Jacken

Cool:
Eine 2-in-1-Jacke findet ihr Haupteinsatzgebiet im Frühling und Herbst. Im zwar nassen, aber warmen deutschen Sommer ließen sich solche Bedingungen nur perfekt in einer Klimakammer simulieren. Bei konstant kühlen 15° C und einer durch vier Ventilatoren erzeugten Windgeschwindigkeit von 20 km/h betrug die gefühlte Temparatur noch etwa 8° C.

Dicht:
Gut geschützt gegen den kühlen Wind simulierten die Tester jede mögliche Bike-Haltung – von aufrecht sitzend bis flach in der Abfahrt. Fünf Sensoren am Oberkörper sowie an den Armen registrierten jede Veränderung bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit.

MB 2-in-1-Jacken - Thorsten Lewandowski
Thorsten Lewandowski
Strampeln in der Kältekammer - bei gefühlten 8°C.

Exakt:
Im anschließenden Labortest wurde zusätzlich die Dichtigkeit des Flächenmaterials sowie der Reißverschlüsse an Front und Ärmeln überprüft. Ein Spraytest verschaffte Klarheit über die Fähigkeit der Wasserabweisung, ein Check der Dampfdurchlässigkeit zeigte die Atmungsaktivität auf.

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