Günstig vs. teuer Björn Hänssler

Wie unterscheiden sich teure und günstige Produkte?

Günstig vs. teuer: MTB-Bekleidung und Equipment

Muss das so teuer sein? Jeder Biker stellt sich zuweilen diese Frage. Wir zeigen, bei welchem Zubehör sich Sparen lohnt und wann Sie mehr anlegen sollten.

"Wer billig kauft, kauft doppelt", weiß der Volksmund. Und tatsächlich gibt es preisliche Untergrenzen auch beim Kauf von Bike-Zubehör, die nicht unterschritten werden sollten. Sonst leiden Funktion und Komfort sowie Haltbarkeit und Umwelt, wenn der Billigkauf am Ende des kurzen Produktlebenszyklus reif für die Tonne ist. Hochwertige Produkte mit hoher Funktionalität machen also nicht nur mehr Spaß, sie sind auch nachhaltiger. Dass dieses Kaufverhalten keinen Biker in den Ruin treibt, zeigen die folgenden zehn Duelle von teuren und günstigen, funktionalen Zubehörteilen.

Zugegeben, wer als Neueinsteiger zum Biken findet, muss neben den 1500 Euro für ein gutes Hardtail für eine aus günstigen Teilen erstellte Ausrüstung (mit Tourenschuhen, ohne Softshell-Jacke und Trikot) nochmals rund 700 Euro berappen. Dafür erhält man jedoch top Funktion und hohe Haltbarkeit ohne funktionale Einbußen. Denn die hier vorgestellten "günstigen" Teile sind allesamt Kauftipps oder Sieger aus vergangenen Tests und haben sich durch den Langzeiteinsatz für diese Auswahl qualifiziert. Ihre hochpreisigen Pendants legen hier und da hingegen noch ein Schippchen Performance drauf, lassen das Herz von Technik-Freaks höher schlagen.

Günstig vs. teuer
Björn Hänssler

Helme

Pflichtübung für alle: Helm tragen, wann immer die Reifen sich drehen. Hoher Schutz erfordert kein großes Budget, wie unsere Tests beweisen.

Viel falsch machen können Sie beim Helmkauf nicht, denn für die Sicherheit jedes in der EU verkauften Modells bürgt die EN 1078. Wird Ihnen, nicht selten im Online-Handel, ein Helm zum vergünstigten Preis angeboten, fragen Sie aber das Herstellungsjahr ab. Helme sollten Sie ab Produktionsdatum alle drei bis fünf Jahre tauschen – bei einem Sturz mit Bodenkontakt sowieso. Hat der Helm bei Kauf schon zwei Jahre gelegen, wird ein baldiger Neukauf fällig. Kaum ein hochwertiger Helm kommt heute ohne Zusatzfeatures wie MIPS und Co. auf den Markt. Ob diese Zusatzausstattung einen Nutzen darstellt, lässt sich hingegen nicht prüfen, da keine Norm für die hiermit adressierten Sturzszenarien existiert.

Giro Chronicle MIPS

Günstig vs. teuer
Giro
  • Preis: 130 Euro
  • simple, sichere Anpassung
  • hoher Tragekomfort
  • recht geringes Gewicht (347 g/M)
  • mit MIPS-System ausgestattet

Im Schlagtest der MOUNTAINBIKE-Ausgabe 04/2018 lieferte der Chronicle MIPS blitzsauber ab und erzielte den besten Restkraft-Wert von 27 Modellen, hängte sogar die teure Konkurrenz der Klasse ab 150 Euro aufwärts ab. Damit beweist der eine große Fläche des Kopfes bedeckende Giro, das hoher Schutz kein Vermögen kosten muss. Die Kompatibilität mit diversen Brillenmodellen ist aufgrund der Gurtanker jedoch (wie auch beim Poc) eingeschränkt.

Poc Tectal Race Spin

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 250 Euro
  • hoher Tragekomfort
  • kein Leichtgewicht (384 g/M)
  • Zusatz-Features wie Recco Reflektor und Medical-ID-Chip

Der Poc Tectal erzielte im MOUNTAINBIKE-Schlagtest ähnlich gute Schutzwerte wie der Chronicle. Die edle Race-Version besitzt darüber hinaus spezielle Helmpolster zur Absorption von Rotationsenergie, ähnlich dem MIPS-System, sowie einen Medical-ID-Chip, der Rettungssanitätern im Notfall persönliche Daten zur Verfügung stellt.

Regenjacken

Durchnässt zur nächsten Hütte strampeln will niemand. Doch muss eine dichte Regenjacke wirklich ein Vermögen kosten?

Im Verkaufsgespräch fällt bei Regenjacken oft der Wert "Wassersäule", der die Dichtheit des Materials unter einem bestimmten Druck angibt. In der Praxis sind jedoch andere Faktoren viel wichtiger, denn fast alle Materialien sind regendicht, aber nicht perfekt verarbeitet. Das penible Abdichten der Materialnähte ist für eine absolut dichte Jacke aber zwingend erforderlich. Wer im alpinen Dauerregen, beim Wandern und sogar im Alltag beim Einkaufsbummel immer absolut trocken bleiben will, kommt daher um eine Multisport-Jacke wie die Alpha FL nicht herum. Zwar erzeugt die Gore-Pro-Membran ein geringfügig schwitzigeres Klima als dünnere Bike-Regenjacken, dafür ist sie absolut wasserdicht verarbeitet, lässt selbst nach erweiterter Testphase kein Tröpfchen Feuchtigkeit eindringen und hält "ewig". Über die Jahre macht sich so der höhere Kaufpreis bezahlt.

Wer bei plötzlich auftretendem Regen hingegen nur zum nächsten Unterstand radelt, kommt mit einer spezifischen BikeJacke wie der Gore ebenfalls trocken durch fast alle Biker-Lebenslagen. Hier tut es unter Umständen sogar ein 50-Euro-Überzieher vom Discounter. Der ist jedoch nach zwei Saisons verschlissen und dann Sondermüll zu Lasten der Umwelt – auch der Nachhaltigkeitsgedanke spricht für vielseitige, haltbare Produkte.

Gore C3 Gore-Tex Paclite Hooded

Günstig vs. teuer
Gore
  • Preis: 200 Euro
  • starker Regenschutz
  • Unterhelm-Kapuze
  • geringes Gewicht und Packmaß
  • angenehm schwitzfreies Klima

Das Paclite-Material der Gore C3 ist nahezu perfekt verarbeitet. In unserem standardisierten Beregnungstest übertraf sie die Konkurrenz in der Preisklasse bis 200 Euro in Sachen Regenschutz, hielt über die erforderliche Testdauer nahezu vollkommen dicht. Ein winziger Tropfen Feuchtigkeit sog sich lediglich an einem Materialknotenpunkt nach innen.

Arcteryx Alpha FL

Günstig vs. teuer
Alpha
  • Preis: 400 Euro
  • höchster Regenschutz
  • extrem robustes Material
  • Kapuze passt über den Helm
  • vielseitig einsetzbar

Die absolut wasserdichte Verarbeitung der Alpha SL war in der Preisklasse um 400 Euro unschlagbar. Zudem wurde auf bestmöglichen Dampfdurchgang geachtet und schmales Dichtband verwendet, damit das Material hier besser "atmen" kann. Dieses muss jedoch (wie hier) sehr präzise aufgebracht werden, damit es seine Funktion erfüllt.

Bibshorts

Jedem Biker tut irgendwann der Hintern weh. Doch im Bereich der gesäßnahen Polsterung hat sich zuletzt viel getan.

In den Anfangstagen des Radsports quälten sich Biker noch auf echten Lederlappen mit reichlich Sitzcreme die Anstiege hinauf. Heute sind Hightech-Materialien angesagt. Bib-Shorts unter 80 Euro bieten in der Regel aber nur einfache Sitzpolster, deren Struktur nach wenigen Ausfahrten und Wäschen die Festigkeit verliert und zum "Durchsitzen" neigt. Auch die Nahtqualität lässt oft zu wünschen übrig, "produziert" Fadenzug und Scheuerstellen auf der Haut.

Ab etwa 100 Euro finden ambitionierte Biker hingegen top Materialien. Etwa bei der Gonso Sitivo, welche über ein Oberklasse-Sitzpolster mit höherer Festigkeit verfügt. Zudem können Biker bei dieser Shorts aus drei Varianten, passend zu ihrer individuellen Sitzposition, mit einem je unterschiedlich geformten Sitzpolster wählen. Und wo liegt der Unterschied zur High-End-Shorts von Assos? Hier wurde auf die Bedürfnisse von Mountainbikern in Form von Protektor-Inserts eingegangen. Doch auch wenn die MTB-Bib von Assos einen Tick bequemer ausfällt als hauseigene Straßen-Modelle: Die Passform ist auf eine sportliche Sitzhaltung ausgelegt, gut trainierte Biker freuen sich über den gesteigerten Support des straffen Schnitts. Was alle Biker begeistern dürfte: Die sogenannte "Goldengate"-Verarbeitung des Polsters im Genitalbereich erzielt ein unerreicht druckstellenfreies Tragegefühl in dieser sensiblen Zone.

Gonso Sitivo Bib

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 100 Euro
  • gutmütige Passform
  • hoher Dämpfungskomfort
  • drei verschiedene Varianten mit jeweils optimiertem Sitzpolster
  • Stoff liegt angenehm auf der Haut

Mit der Sitivo ist Gonso ein großer Wurf gelungen. Zwar fällt ihre Passform Gonso-typisch für sehr sportliche Fahrer minimal zu bequem aus, diese finden mit dem roten Polster jedoch starke Dämpfung im Dammbereich. Das grüne Polster eignet sich für eine weniger gestreckte Haltung, das blaue für Aufrecht-Sitzer.

Assos Trail Liner Bibshorts

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 150 Euro
  • gutmütige Passform
  • hoher Dämpfungskomfort
  • drei verschiedene Varianten mit jeweils optimiertem Sitzpolster
  • Stoff liegt angenehm auf der Haut

Mit der Sitivo ist Gonso ein großer Wurf gelungen. Zwar fällt ihre Passform Gonso-typisch für sehr sportliche Fahrer minimal zu bequem aus, diese finden mit dem roten Polster jedoch starke Dämpfung im Dammbereich. Das grüne Polster eignet sich für eine weniger gestreckte Haltung, das blaue für Aufrecht-Sitzer.

Brillen

Schon aus Style-Gründen greifen viele Biker zu Edel-Marken wie Oakley und Co. Doch sprechen auch Fakten dafür?

Wer seine neue Brille nach ein paar Wochen durch unsanfte Handhabung "gerne" verkratzt, sollte zu einer günstigen Brille greifen. Dass sie die Mindeststandards für UV-Schutz erfüllt, zeigt das CE-Zeichen am Brillenbügel. Gehypte Features von teuren Brillen wie spezielle Trail-Tönungen liegen nicht jedem Biker, und Modelle mit zahlreichen Verstelloptionen und guter Ausstattung bieten auch längst nicht nur bekannt teure Hersteller. Es bleibt bei Brillen also Geschmackssache, ob Sie sich für Sekt oder Selters entscheiden.

Alpina Tri-Scray 2.0

Günstig vs. teuer
Alpina
  • Preis: 80 Euro
  • zuverlässiger Augenschutz
  • nur am Nasensteg anpassbar
  • drei Wechselscheiben, Hardcase
  • geringes Gewicht (27 g)

Wer einen günstigen, effektiven Augenschutz mit üppiger Ausstattung sucht und auf stylische Optik verzichten kann, greift hier zu. Sitzt rutschfest, aber nicht so komfortabel.

Oakley Jawbreaker

Günstig vs. teuer
Oakley
  • Preis: 207 Euro
  • hoher Schutz und Tragekomfort
  • großes Sichtfeld
  • spezielle Tönung für Trails
  • Bügel und Nasensteg anpassbar

Sitzt dank guter Verstellmöglichkeiten wie angegossen, schließt rundum perfekt ab und überzeugt mit großem, störungsfreiem Sichtfeld. Diverse Tönungen von Trail bis Road.

Rucksäcke

Günstig vs. teuer
Björn Hänssler

Tagestourer um 20 Liter tragen Ihre komplette Ausrüstung. Die Unterschiede liegen im anvisierten Einsatzbereich.

Deutschland, einig Deuter-Land? Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man auf die bevorzugte Lastesel-Wahl der hiesigen Bike-Community schaut. Und das ist ja auch nicht ohne Grund so. Den Status, Hersteller nahezu perfekter Bike-Rucksäcke zu sein, hat sich das Unternehmen aus Gersthofen seit Anbeginn des Mountainbike-Trends hart und stetig erarbeitet. Haltbare Materialien, saubere Verarbeitung, ausgereiftes Design, sinnvolle Fächeraufteilung sowie hoher Tragekomfort, und all das zu einem unschlagbaren Preis, machen Klassiker wie den Deuter Bike One zu echten "No-Brainern".

Und doch bieten Modelle von Ergon, Osprey oder Camelbak oft eine bessere Trail-Tauglichkeit durch neu gedachte Tragesysteme. Bestes Beispiel ist der H.A.W.G. mit einem besonders breit angesetzten, doppelten Hüftgurt, der die Last tief auf die Hüften bringt und sie zusätzlich zum Körper zieht. Wichtig für sicheres Biken, wenn es auf anspruchsvollen Trails mit viel Körpereinsatz zur Sache geht. Wer nur selten Trails fährt und gemütliche Touren liebt, kommt mit dem halb so teuren Deuter bestens zurecht.

Deuter Bike I 20

Günstig vs. teuer
Björn Hänssler
  • Preis: 80 Euro
  • komfortables Tragesystem
  • robuste Verarbeitung
  • alltagstaugliche Konstruktion
  • geringes Eigengewicht (763 g)

Wegweisend: Tourenfahrer freuen sich beim Bike I über ein extra Kartenfach. Generell aber ist der top verarbeitete, sehr langlebige und komfortabel sitzende Deuter mehr Generalist als der spezialisierte Camelbak und auch auf Wanderungen sowie im Alltag einsetzbar. Eine 3-Liter-Trinkblase kostet zusätzliche 35 Euro.

Camelbak H.A.W.G. LR20

Günstig vs. teuer
Camelbak
  • Preis: 170 Euro
  • ergonomisches Tragesystem mit trailtauglich tiefem Schwerpunkt
  • perfekte Fachaufteilung
  • 3-Liter-Trinkblase inklusive
  • relativ schwer (1211 g)
Günstig vs. teuer
Camelbak

Das "Lowrider"-Tragesystem mit abgeteiltem Bodenfach, sein perfekt strukturiertes Hauptfach sowie die herausnehmbare Werkzeugtasche machen den H.A.W.G. zum TrailSpezialisten. Mangelnde Geräumigkeit muss er sich mit 23+5 Litern gemessenem Stauraum ebenfalls nicht vorwerfen lassen.

Flatschuhe

Teure Spezialisten für Tourer treten hier gegen günstige Generalisten für Gravityfans an.

Günstig vs. teuer
Björn Hänssler

Flatpedal-Schuhe bieten beim Fahren mit Plattformpedalen besten Grip, und mit keinem anderen Schuh sind Sie schneller vom Pedal, um einen Sturz abzufangen. Aktuell erleben sie eine kleine Renaissance durchs E-MTB, denn hier ist eine hohe Kraftübertragung weniger wichtig als beim Bio-Bike. Günstige Modelle in Sneaker-Optik bieten meist wenig technische Features. Sie zielen auf junges Publikum, aber auch auf entspannte Tourenfahrer, die den Flat-Schuh als "All-Day-Schuh" nutzen. Teure Modelle sind hingegen für Biker, die bei einem Hindernis nicht übers Absteigen, sondern die Höhe des Sprungs nachdenken. Schutzelemente, stark dämpfende Zwischensohlen und eine klebrige, aber auch schneller verschleißende Sohle sind die Merkmale.

Vaude AM Moab Tech

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 170 Euro
  • Sohle mit sehr hohem Grip
  • simple Handhabung durch Boa
  • dämpft Erschütterungen
  • schützend hohe Knöchelpartie

Wenn Trails anstehen, ist ein Boa-Verschluss Gold wert, denn er beschleunigt das An- und Ablegen von Protektoren. Der clevere Drehverschluss ist beim Vaude durch eine Klettlasche vor Schmutz geschützt. Schutz schreibt der knallige Treter ohnehin groß mit der hohen Knöchelpartie mit Polsterung und seiner verstärkten Zehenbox. Die erschütterungsdämpfende, klebrige Sohle hält den Fuß sicher auf dem Pedal.

Scott Sport Volt

Günstig vs. teuer
Scott
  • Preis: 100 Euro
  • hoher Tragekomfort
  • simple Handhabung durch Boa
  • eher harte, weniger griffige Sohle
  • Freizeitschuh-Optik

Für ultimatives Trail-Geballer ist er nicht gemacht, denn bei Nässe neigt die Sohle (je nach Pedal) zum Abrutschen. Wer einen luftigen, dank Boa einfach zu handhabenden Schuh für gelegentliche Ausfahrten sucht, wird am Scott aber Gefallen finden. Lange Gehpassagen bewältigt er mit ordentlichem Abrollverhalten, der Schuh ist jedoch insgesamt weich und bietet geringen Halt. Durch seine unauffällige Optik eignet er sich auch gut für den Alltag

Klickschuhe

Formel 1 für die Füße! Bei Klickschuhen können CrossCountry-Biker zwischen Race und Langstrecke wählen.

Die Anforderungen an Schuhe für Athleten im Cross-Country-Weltcup sind spitz definiert: Höchste Kraftübertragung und geringes Gewicht müssen sie bieten. Kaum Gehstrecken und maximal zwei Stunden Einsatzdauer lassen den Komfort in den Hintergrund treten. Genau das erfüllen Modelle wie der S-Works Recon. Modelle wie der Shimano sind hingegen keineswegs weich oder uneffizient, sie sind jedoch weniger raceorientiert, rollen auf kurzen Gehstrecken angenehm ab. Für den Einsatz bei Marathon-Rennen oder auf dem Gravelbike sind sie wie gemacht, sie schonen zudem den Geldbeutel beträchtlich.

Specialized S-Works Recon

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 380 Euro
  • extrem steife Sohle, höchste Kraftübertragung
  • superleicht, 592 g/Paar
  • sportlich-traffer Sitz, dank Doppel-Boa fein anpassbar

Wer keine Geldsorgen hat, kann mit ihm das allerletzte Quäntchen Vortrieb aus den Beinen kitzeln. Zum Gehen ist er weniger gemacht.

Shimano SH-XC501

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 150 Euro
  • steife Sohle, sehr gute Kraftübertragung, rollt beim Gehen gut ab
  • sehr leicht, 643 g/Paar
  • hoher Tragekomfort, Einfach-Boa zur Anpassung ausreichend

Ein echter Allrounder: Der Shimano sitzt bequem, ist steif genug, seine griffige Sohle rollt aber auch beim Gehen recht komfortabel ab.

Tourenschuhe

Sie sind die Allrounder-Schuhe schlechthin. Je nach Ausstattung können Biker hier aber schnell deutlich mehr zahlen.

Das Sohlenkonzept aus weicher, griffiger Gummisohle und Versteifungseinlage verleiht ihnen super Gehkomfort bei ausreichender Kraftübertragung, um beim Pedalieren nicht gefühlt "ins Leere" zu treten. Preisunterschiede in diesem Schuhsegment entstehen vor allem durch spezielle Ausstattungsmerkmale, etwa wenn der Schuh für den Alpencross konzipiert wurde. Nur wenn Sie wirklich eine wasserdichte Membran benötigen, sind solche Highend-Tourer lohnend. Radeln Sie hingegen nur bei schönem Wetter, können Sie hier sparen.

Shimano SH-XM7

Günstig vs. teuer
Shimano
  • Preis: 200 Euro
  • wasserdichte Membran
  • rollt beim Gehen perfekt ab
  • sehr hohe Kraftübertragung
  • spürbar schwerer Schuh (925 g/Paar), jedoch sehr robust gefertigt

Als Spezialist ist er in den Alpen in seinem Element. Auch die hohe Stiefelvariante (SH-XM9) ist ein echter Abenteurer.

Giro Gauge

Günstig vs. teuer
Giro
  • Preis: 100 Euro
  • geringes Gewicht (ca. 800 g/Paar)
  • hohe Kraftübertragung
  • komfortable Passform
  • sehr guter Geher

Der Gauge sieht aus wie ein Freizeitschuh, erfüllt aber alle Anforderungen an einen Allround-Tourenschuh perfekt. Nur die Fixierung der Senkel dürfte straffer sein.

Handschuhe

Sie bestehen aus zig Nähten und sind immer in Bewegung. Lohnt sich der Kauf eines hochpreisigen Modells?

Ein geschmeidiger Sitz ohne Druckstellen oder "Schlabberfinger" ist für komfortables und sicheres Biken essenziell. Also: erst nach dem Passform-Check auf die Features schauen! Für kleines Geld bekommt man bei der Traditionsmarke Roeckl bereits Features, die andere Hersteller erst ab 50 Euro aufwärts bieten. Ein Fehlkauf ist auch kein Drama, schließlich halten selbst die besten Modelle selten länger als zwei Jahre.

Roeckl Mals

Günstig vs. teuer
Roeckle
  • Preis: 35 Euro
  • robustes Innenhandmaterial
  • Fixierung per Klettriegel
  • in halben Größenschritten von 6,5 bis 11 erhältlich
  • Touchscreen-Funktion

Robuster Bike-Handschuh mit ungepolsterter Innenhand für maximale Lenkerkontrolle. Für fünf Euro mehr gibt es schon Gelpolster-Modelle

Poc Resistance Pro DH Glove

Günstig vs. teuer
Hersteller
  • Preis: 80 Euro
  • Polsterungen zum Schutz vor Handverletzungen
  • unten/seitlich liegender Klettriegel
  • Silikonflächen an Bremsfingern
  • Touchscreen-Funktion

Für alle, die Schutz und satten Sitz wünschen. Wenn "Handarbeit" gefragt ist, macht sich der seitlich liegende Klett nie störend bemerkbar.

Softshelljacke

Wer im Winter seriös biken will, ohne zu erfrieren oder zu überhitzen, kommt um eine hochwertige Softshell nicht herum. Viel Sparpotenzial ist in dieser Kategorie jedoch nicht vorhanden.

Für moderate Touren bis zu einer Stunde reicht Bikern eine Kombi aus Unterhemd, Wintertrikot und Regenjacke – Stichwort Zwiebelprinzip. Wer jedoch längere Touren ohne Kälteschock, Hitzestau und folglichem Erkältungsrisiko fahren möchte, sollte in eine Softshell-Jacke mit entsprechendem Softshell-Laminat investieren. Dieses verbindet ein abriebfestes, gegen Nässe imprägniertes Außenmaterial mit einer wind- und feuchtigkeitsdichten Membran. Körpernah sitzt eine flauschige Isolationslage. Und dieses wärmende, zugleich feuchtigkeitsregulierende (atmende) Laminat kostet Geld. Eine sichere Bank ist das Gore-Top-Material "Windstopper Softshell". Es erzielt verlässlich den besten Kompromiss aus Isolation und Klimaregulierung. Andere Fabrikate isolieren etwas schlechter, sind für durchschnittliche Wintertage aber oft ausreichend.

Pearl Izumi Quest Amfib Jacket

Günstig vs. teuer
Pearl Izumi
  • Preis: 140 Euro
  • starker Kälte-/Windschutz
  • leichter Nässeschutz
  • perfekt verarbeitet

Ausstattung nicht so üppig Die sportlich-bequem geschnittene Softshell überzeugt vor allem mit simpler Handhabung, gutem Kälte-/ Windschutz und absolut tadelloser Verarbeitung. Mit ihrer etwas geringeren Ausstattung mit einer RV-Tasche am Rücken, Gummizug-Verstellung im Saum und Reflektoren bietet sie alles Nötige, etwas mehr Stauraum stände ihr jedoch gut.

Gore C5 WS Thermo Trail Jacket

Günstig vs. teuer
Gore
  • Preis: 170 €
  • bester Kälte-/Windschutz
  • top Jackenklima
  • viele Ausstattungsdetails
  • überwiegend sauber verarbeitet

Die C5 Thermo Trail Jacket und ihre diversen Vorgänger sind seit Jahren das Maß der Dinge in puncto Mountainbike-spezifischer Softshell. Der relaxte, nicht zu weite Schnitt, die flexible Anpassbarkeit sowie top Isolation und Windschutz bei angenehm schwitzfreiem Klima machen diese Winterjacke zu einer lohnenden, haltbaren Langzeit-Investition.

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