MB Wanderer und Mountainbiker Norbert Daubner

Wanderer und Mountainbiker - so gibt's keine Konflikte

Trail-Knigge für Mountainbiker

Wanderer und Mountainbiker haben keine einfache Beziehung.
Doch Biker können viel ändern – wenn sie ein paar Regeln befolgen.

Sie lieben die Natur, sie sind gern in der frischen Luft unterwegs, sie haben eine besondere Beziehung zum Wald – Mountainbiker und Wanderer haben viel gemeinsam. Doch wenn sich ihre Wege kreuzen, gibt es immer wieder Ärger.

Mal, weil der eine dem anderen partout keinen Platz machen will. Mal, weil der andere mit hohem Tempo dicht an dem einen vorbeijagt. Und oft sicherlich auch, weil einfach einer der beiden einen schlechten Tag hat.

Doch es geht auch anders. Wanderer und Mountainbiker sind durchaus fähig, sich zu respektieren und einander Platz im Wald zu gönnen. Denn beide sind Menschen – und somit zumindest theoretisch vernunftbegabte Wesen. Doch damit das Miteinander klappt, müssen sich alle Beteiligten bemühen.

Dabei können die Biker die Wanderer nicht verändern. Aber sich selbst – und vielleicht auch den einen oder anderen Sportskameraden. Vorausgesetzt, sie nehmen sich die folgenden, einfachen und eigentlich selbstverständlichen Verhaltensregeln zu Herzen.

Bitte recht freundlich

Wer mit positiver Grundeinstellung auf dem Bike unterwegs ist, hat schon fast gewonnen. Ein freundlicher Gruß auf dem Trail erstickt die schlechte Stimmung oft schon im Keim. Selbst wenn es doch zur Auseinandersetzung kommt, trägt ein freundliches Auftreten wesentlich zu ­einer gütlichen Lösung bei.

Angepasst fahren

Natürlich macht es Spaß, möglichst flott und im Grenzbereich über den Trail zu jagen. Aber bitte nur dann, wenn es auch angebracht ist. Vor schlecht einsehbaren Kurven heißt es zum Beispiel runter vom Gas. Generell gilt: immer nur so schnell fahren, dass Sie das Bike in jeder Situation voll unter Kontrolle haben.

Lieber mal anhalten

Im Wald ist der Wanderer der Schwächere – und so sollte er auch behandelt werden. Deshalb: Wenn es eng wird, anhalten und die Fußgänger passieren lassen.

Den Wald nicht schädigen

„Ihr dürft hier nicht fahren, und mit euren Reifen zerstört ihr den Wald!“ Das liebste Argument gegen Biker lässt sich leicht entkräftigen: Wer auf Wegen bleibt und auf unnötige Bremsungen und Drifts verzichtet, richtet auch keine Schäden an.

Keinen Müll hinterlassen

Auch bei der Biketour kann Müll anfallen. Riegelverpackungen, Geltüten und Co. gehören aber definitiv nicht ins Waldbild – und liefern anderen Waldbenutzern mitunter gute Argumente gegen Biker. Also unbedingt mitnehmen und an der nächsten Mülltonne entsorgen.

Stark frequentierte Wege meiden

Das beste Mittel gegen Streit? Aus dem Weg gehen. Wer genau weiß, dass der schöne Pfad zum See am Sonntagmittag überfüllt ist, der sollte ihn zu diesem Zeitpunkt nicht in die Tour einplanen.

Wegsperrungen respektieren

So verlockend der Pfad auch ruft: Ist er gesperrt, sollte er auch gemieden werden. Meist haben lokale Sperrungen gute Gründe wie Viehtrieb oder Holzeinschlag.

An die Tiere denken

Der Wald ist die Heimat der Tiere. Auch sie verdienen Rücksicht. Vor allem während der Nahrungsaufnahme in der Dämmerung sollten sie nicht gestört werden.

Argumente statt Emotionen

All die Rücksicht war vergebens und das Gegenüber wirft wüst mit Beschimpfungen um sich? Lassen Sie sich bloß nicht provozieren. Holen Sie lieber tief Luft, und legen Sie klar und sachlich Ihre Sicht der Dinge dar. Dann klappt’s manchmal auch mit uneinsichtigen Wanderern.

Zur Startseite
Werkstatt Sonstiges Yanick the Mechanic - Scott SRAM SRAM-Bremse entlüften mit Profimechaniker

Druckpunktwandern, Fading, fehlende Bremskraft? Die Bremse schreit nach...

Mehr zum Thema Aktuelle Mountainbikes im Test
mb-0419-tourenfully-test-teaser (jpg)
Fully-Tests
od-0519-all-mountain-test-teaser (jpg)
Fully-Tests
mb-0319-all-mountain-stromberg-5 (jpg)
Fully-Tests
MB So Testet MOUNTAINBIKE Landingpage 2019 Teaser
MTB