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Beleuchtung am Bike: Darauf müssen Sie achten

Die gesetzeskonforme Beleuchtung von Fahrrädern ist ein komplexes Thema. MountainBIKE bringt Licht ins Dunkel und erklärt mit welchen Strahlern und Lichtern Sie laut Gesetz fahren müssen - und welche verboten sind.

Lichttechnische Einrichtung - Worum geht´s wirklich?

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Bei Bikes unter 11 kg sind laut StVZO auch Akku-betriebene Lampen wie die Hope Vision 2 zugelassen.

Die Straßenverkehrstauglichkeit eines Fahrrads ist nach StVZO § 67 nur dann gewährleistet, wenn das Rad mit mindestens einer Schlussleuchte, einem Scheinwerfer, einem Rückstrahler sowie Seiten- und Pedalstrahlern ausgestattet ist.

Die Nennleistung der Lichtquellen muss mindestens 3 Watt und die Nennspannung 6 Volt betragen. Dabei darf zusätzlich eine Batterie mit 6 Volt Nennspannung eingesetzt werden.

Wichtig: Zur Stromversorgung müssen Sie einen Dynamo einsetzen - reine Batterie-Lichter sind nicht erlaubt.

Gute Nachricht für Sportler: Wenn das Rad weniger als 11 Kilogramm wiegt, dürfen auch Akku-Lichter zum Einsatz kommen, die nicht fest am Bike montiert sind.

Auch das farbliche Gefüge von Lichtquellen und Reflektoren ist genormt:

  • Scheinwerfer müssen in Weiß oder in Hellgelb leuchten.
  • Rückstrahler leuchten Rot und müssen mindestens 20 Quadratzentimeter groß sein. Zusätzlich brauchen Fahrräder einen nach vorne wirkenden weißen Strahler.
  • Rückstrahler an den Pedalen leuchten in Gelb.
  • Die Laufräder bekommen jeweils zwei gelbe Seitenstrahler. Ein hübsche und effektive Alternative sind Reifen deren Seiten weiß oder gelb rückstrahlen.

Achtung!

  • Egal ob Scheinwerfer oder Seitenstrahler - Stellen Sie sicher, dass alle lichttechnischen Einrichtungen an Ihrem Bike mit dem deutschen Prüfzeichen (K-Nummer) ausgestattet sind. Nur die mit dem K-Prüfzeichen gekennzeichneten Geräte sind zulässig im Straßenverkehr.
  • Sobald Reflektoren zerkratzt oder verschmutzt sind, sollten sie ausgetauscht oder gesäubert werden. Kratzer und Schmutz wirken sich negativ auf die Leistung des Lichtmittels aus.

Das sagt die StVZO - Lichttechnische Einrichtung an Fahrrädern gemäß § 67

Laut StVZO § 67 Absatz 1, müssen Fahrräder „...für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine ausgerüstet sein, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt (Fahrbeleuchtung).“

(2) An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.

(3) Fahrräder müssen mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muß mindestens so geneigt sein, daß seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muß am Fahrrad so angebracht sein, daß er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein.

(4) Fahrräder müssen an der Rückseite mit 1. einer Schlußleuchte für rotes Licht, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet,
2. mindestens einem roten Rückstrahler, dessen höchster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet, und 3. einem mit dem Buchstaben "Z" gekennzeichneten roten Großflächen-Rückstrahler ausgerüstet sein. Die Schlußleuchte sowie einer der Rückstrahler dürfen in einem Gerät vereinigt sein. Beiwagen von Fahrrädern müssen mit einem Rückstrahler entsprechend Nummer 2 ausgerüstet sein.

(5) Fahrräder dürfen an der Rückseite mit einer zusätzlichen, auch im Stand wirkenden Schlußleuchte für rotes Licht ausgerüstet sein. Diese Schlußleuchte muß unabhängig von den übrigen Beleuchtungseinrichtungen einschaltbar sein.

(6) Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein; nach der Seite wirkende gelbe Rückstrahler an den Pedalen sind zulässig.

(7) Die Längsseiten müssen nach jeder Seite mit 1. mindestens zwei um 180 Grad versetzt angebrachten, nach der Seite wirkenden gelben Speichenrückstrahlern an den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades oder 2. ringförmig zusammenhängenden retroreflektierenden weißen Streifen an den Reifen oder in den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades
kenntlich gemacht sein. Zusätzlich zu der Mindestausrüstung mit einer der Absicherungsarten dürfen Sicherungsmittel aus der anderen Absicherungsart angebracht sein. Werden mehr als zwei Speichenrückstrahler an einem Rad angebracht, so sind sie am Radumfang gleichmäßig zu verteilen.

(8) Zusätzliche nach der Seite wirkende gelbe rückstrahlende Mittel sind zulässig.

(9) Der Scheinwerfer und die Schlußleuchte nach Absatz 4 dürfen nur zusammen einschaltbar sein. Eine Schaltung, die selbsttätig bei geringer Geschwindigkeit von Lichtmaschinenbetrieb auf Batteriebetrieb umschaltet (Standbeleuchtung), ist zulässig; in diesem Fall darf auch die Schlußleuchte allein leuchten.

(10) In den Scheinwerfern und Leuchten dürfen nur die nach ihrer Bauart dafür bestimmten Glühlampen verwendet werden.

(11) Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt, gilt abweichend folgendes:

1. für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen anstelle der Lichtmaschine nur eine oder mehrere Batterien entsprechend Absatz 1 Satz 2 mitgeführt zu werden; 2. der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein; sie sind jedoch mitzuführen und unter den in § 17 Abs. 1 Straßenverkehrs-Ordnung beschriebenen Verhältnissen vorschriftsmäßig am Fahrrad anzubringen und zu benutzen; 3. Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar zu sein; 4. anstelle des Scheinwerfers nach Absatz 1 darf auch ein Scheinwerfer mit niedrigerer Nennspannung als 6 V und anstelle der Schlußleuchte nach Absatz 4 Nr. 1 darf auch eine Schlußleuchte nach Absatz 5 mitgeführt werden.

(12) Rennräder sind für die Dauer der Teilnahme an Rennen von den Vorschriften der Absätze 1 bis 11 befreit.

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