Westliches Zentrum: Im Land des Obsidians

Abenteuerflair und Einsamkeit: Das Westliche Zentrum ist etwas für Entdecker.

Überall trifft man im Westlichen Zentrum auf sie, egal ob per pedes, auf dem Mountain- oder Roadbike. Verlassene Bergwerksdörfer, Minen und Gerätschaften – stumme Zeugen der Geschichte Sardiniens.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Silber, Zink und Blei abgebaut. Wären da nicht die sanften Macchiahügel, Steineichenwälder und immer wieder das Meer am Horizont, hätte so mancher Fleck fast etwas Gespenstisches. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.

Gleiches gilt für die Tourenmöglichkeiten im 70 Quadratkilometer großen Naturreservat „Monte Arci“, an der einsamen „Costa Verde“ und auf der fruchtbaren Campidano-Ebene.

Tour 13: Wasserfall-Tour (Wander-Tour)

285 Hm, 3 km, 1–2 Std., leicht

Auf dieser Spaziertour kommen Wanderer nicht ins Schwitzen: dem erfrischenden Rio Cannisoni und der Piscina Irgas sei Dank.

Anspruch: technisch und konditionell sehr leicht.

Charakter: hübsche Stichtour zu einem Wasserfall.

Start-/Zielpunkt: Villacidro (456 m), Försterei­kaserne Monti Mannu.

Karte: IGM-Karte 546 „Gùspini“, 1:50 000.

Route: Von der Kaserne folgt man dem Schotterweg neben dem Fluss Cannisoni und überquert ihn später auf einer Eisenbrücke. Der Weg steigt entlang der rechten Uferseite zum Wasserfall Piscina Irgas auf. Auf einem steilen Pfad bergab erreicht man den Bach D‘Oridda, wo auch der Wasserfall einmündet. Zurück geht es auf der schon bekannten Strecke.

Tour 14: Punta San Michele (MTB-Tour)

1234 Hm, 32,6 km, 4–5 Std., mittel

Vor 12 Jahren fuhren hier noch Autos durch. Jetzt gehört die Grotta di San Giovanni den Fußgängern, Fledermäusen – und Bikern.

Anspruch: technisch und konditionell mittelschwere Tour mit kurzen Schiebestrecken im Steileren.

Charakter: schöne Stichtour durch Steineichenwald.

Start-/Zielpunkt: Grotta di San Giovanni bei Domus Novus (166 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 555 „Iglesias“, 1:50 000.

Route: Zuerst geht es auf Asphalt 850 Meter durch die Grotte und bei der folgenden Kreuzung links auf die Schotterstraße Richtung Giardino Montano Linasia. Bei der nächsten Kreuzung biegt man rechts ab und fährt teilweise recht steil an Mamenga und Marganai vorbei bis zur Punta San Michele (906 m).

Tour 15: Bergwerke und Meer (Rennrad-Tour)

1094 Hm, 64,6 km, 3 Std., mittel

So vielfältig wie Sardinien ist auch diese Rundtour: Bergwerksruinen, Macchiahügel, Meer und Flamingos geben Abwechslung.

Anspruch: mittelschwere Runde mit einer langen Steigung, die die Kondition ganz schön fordert.

Charakter: Sightseeingtour durch ehemalige Bergwerksdörfer ans Meer und zu zwei Flamingoteichen.

Start-/Zielpunkt: Gùspini (115 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 538 „Terralba“, und Blatt 546 „Gùspini“, jeweils 1:50 000.

Route: Die erste steile Steigung dieser Runde und eine Bergabfahrt führen nach Montevecchio. Im Auf und Ab geht es zwischen den Weiden des Monte Arcuentu zur Küste, Richtung Oristano nach Sant‘ António di Santadi und zurück nach Gùspini.

17.08.2011
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 09/2011