Foto: Harald Wisthaler

Bikeregion Südtirol: Alle Highlights

Kooperation
Biken auf zwei Höhenlagen in der Ferienregion Seiser Alm, die Trails am Kronplatz genießen oder beim Dolomiti-Superbike das Laktat in den Beinen spüren: Südtirol liefert Bikern einzigartige Erlebnisse.
Foto: Helmuth Rier

Frühlingserwachen auf der Seiser Alm – der größten Hochalm Europas – 1500 bis 2100 Meter über Bozen.

Biketraum Dolomiten

Die Seiser Alm ist Europas größte Hochalm. Rund um Kastelruth, Seis, Völs und Tiers kann man auch im Frühling und Herbst wunderbar biken.

Rund 20 Kilometer nordöstlich von Bozen versteckt sich ein absolutes Highlight der Südtiroler Dolomiten: die Ferienregion Seiser Alm. Europas größte Hochalm ist für Mountainbiker das reinste Eldorado im Herzen der »Bleichen Berge«. Ob eine ausgedehnte Tagestour über die knapp 60 Quadratkilometer große Hochalm oder ein tiefergelegener Kurztrip von Dorf zu Dorf – hoch über den Dächern der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen finden Mountainbiker eines der abwechslungsreichsten Reviere der Alpen. Und eines der aussichtsreichsten! Immer im XXL-Format zu sehen: im Südwesten der burgartige Schlern (2563 m) mit der charakteristischen Santner- (2413 m) und Euringerspitze (2394 m), die wie zwei hunderte Meter hohe Finger das Peace-Zeichen formen. Im Südosten die ungleichen Brüder, der behäbige Plattkofel (2964 m) und der zackige Langkofel (3181 m). Schließlich grüßen aus dem Nordosten die unverwechselbaren Zitadellen der Geislergruppe (3025 m) herüber – getrennt vom »Sonnenbalkon« Seiser Alm durch das berühmte Grödnertal, Heimat von Luis Trenker und unzähligen Holzschnitzern.

Die Seiser Alm bildet nicht nur mit Kastelruth, Seis, Völs und Tiers eine gemeinsame Mountainbikeregion, sondern auch mit dem Grödnertal. Das Feine: Dieses Tourennetz befindet sich auf zwei Höhenlagen: auf der Seiser Alm zwischen 1700 und 2400 Metern Seehöhe und in den Sonnendörfern 1000 Meter tiefer. Das ermöglicht Mountainbiken zu jeder Jahreszeit. Während im Frühjahr auf der Seiser Alm noch die Skifahrer, Snowboarder und Winterwanderer der weißen Lust frönen, ist in Kastelruth, Seis und Völs der Schnee bereits längst geschmolzen, die ersten Blüten blühen und die Mountainbiker sind schon unterwegs. Wie überall in Südtirol legt man in urigen Hütten und feinen Restaurants seine verdiente Mittagsrast ein und genießt schmackhafte Südtiroler Gerichte aus frischen, regionalen Zutaten. Übernachtet wird natürlich stilsicher in einem der zahlreichen bikefreundlichen Hotels. Und am nächsten Tag wartet schon die nächste Dolomitenfahrt, wie z. B. die »MilchstraßenTour«: Früher fuhren die Milchfahrer hier oben auf der Seiser Alm so von Hof zu Hof und Alm zu Alm. Heute freuen sich die Mountainbiker auf dieser mittelschweren Zwei-Stunden-Runde über die sagenhaften Aussichten auf Plattkofel, Langkofel & Co. – und über die vielen »Einkehrschwünge« in den Hütten am Wegesrand.

Foto: Daniel Geiger

Die „Marende“ – Brotzeit auf Südtirolerisch.

Ferienregion Seiser Alm – Biken auf zwei Höhenlagen:

Mountainbiker – und natürlich auch E-Mountainbiker – finden hier über Bozen ein riesiges Wegenetz. www.seiseralm.it/bike

Foto: Harald Wisthaler

Am Gipfel wurde Königin Dolasilla gekrönt, hinten im Reich der Fanes warten sagenhafte Dolomitentrails.

Sagentrails am Kronplatz

Das 16 000-Einwohner-Städtchen Bruneck im Pustertal ist einer der Hotspots in Südtirol. Erste Adresse: der sagenhafte Hausberg Kronplatz.

Der 2275 Meter hohe Kronplatz ist der sagenhafte Alleinherrscher über das Südtiroler Pustertal. In der uralten ladinischen Sage vom »Reich der Fanes« wurde die schöne Königstochter »Dolasilla« einst oben auf dem Gipfel gekrönt. Ihr weißer Panzer, den sie von Zwergen geschenkt bekommen hatte, schützte sie vor Pfeilen. So stürmte die sagenhafte Kriegsheldin mit ihren Fanesleuten von Sieg zu Sieg. Mountainbiker stürmen heutzutage dank der Seilbahnen von Olang, Bruneck und San Vigilio in wenigen Minuten kampflos zu Dolasillas Krönungsgipfel empor, um dann erst einmal deren Königreich zu bewundern: Weit im Westen die hohen Dreitausender der Ötztaler-, im Norden die der Zillertaler Alpen, im Osten die Lienzer Dolomiten und im Süden das Reich der Fanes. Dolomiten wie aus dem Sagenbuch.

Sagenhaft sind auch die Möglichkeiten, die sich Mountainbikern am Kronplatz bieten: Es warten Freeride-Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade, allen voran der »Herrnsteig-Trail«. Unglaublich lang, wahnsinnig fordernd und einmalig kurvenreich – der Herrnsteig-Trail ist einer der legendärsten FR-Trails in den Alpen! In Reischach oberhalb der pulsierenden Stadt Bruneck geht es mit der modernen Umlaufbahn in knapp 20 Minuten auf den Kronplatz-Gipfel und auf dem acht Kilometer langen Herrnsteig wieder retour. Dabei gilt es, 1300 Tiefenmeter auf der Nordseite des Berges zu vernichten. Jede Menge Varianten links und rechts des Haupttrails schreien förmlich danach, immer und immer wieder auf den Kronplatz zu gondeln. Wem der Herrnsteig mit seinen Varianten nicht reicht, der lässt sich zum Ritter schlagen! Unter dem Motto »Vier Trails zur Krönung« verbinden konditionell und fahrtechnisch starke Biker einige der schönsten Abfahrten vom Gipfel zur »Kronplatz King Trail-Tour«. Wer diese vier sensationellen Trails an einem Tag abfährt, krönt sich selbst mit seinem »King-Badge«. Zum Auftakt lässt der »Furcia-Trail« gleich einmal Fahrfreude mit Dolomitenblick aufkommen. In San Vigilio lockt dann der »Piz de Plaies« mit Pump’n-Roll-Action. Zurück am Kronplatz startet gleich der dritte Trail: Der »Gassl« bietet schier endlosen Flow mit fast neun Cruising-Kilometern. Und zum »Grande Finale« wartet eben jene Trailsurf-Legende, der »Herrnsteig«. Wer sich eine »Bikemobil Card« kauft, kann mit Bike unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel zwischen Bruneck, Olang und San Vigilio nutzen und einmalig ein Leihbike gratis mieten.

Foto: Harald Wisthaler

Der Kronplatz ist das reinste Kurvenwunder.

Kronplatz: der Berg der 1000 Möglichkeiten

Rund um den Kronplatz freuen sich Biker auf 200 Kilometer Touren – und die schöne Stadt Bruneck! www.kronplatz.com/mountainbike

Foto: Harald Wisthaler

Beim »KronplatzKing« wartet nicht nur der Scharfrichter Kronplatz, sondern eine lange FR-Abfahrt.

Südtirol für Racer

So gemütlich die Südtiroler, so rennverrückt sind sie auch! Hier die besten Eintages-Mountainbikerennen 2018 für hammerharte Marathonisti.

Sich mit anderen zu messen gehört zur Natur des Menschen. Wo aber kann man das besser als eingerahmt von einer der atemberaubendsten Landschaften der Erde? Den Dolomiten! Seit mehr als 20 Jahren steht der »Dolomiti Superbike« auf der To-do-Liste von Racern weltweit. Das Bike-Rennen von Niederdorf im Hochpustertal zur Silvesteralm, zum Helm und zur Plätzwiese zählt zu den teilnehmerstärksten – und härtesten – Marathons in ganz Europa. Das Grödnertal wird immer Mitte Juni für ein Wochenende zur Welthauptstadt des Mountainbikes, wenn tausende Racebiker am Grödnerjoch sowie an den Pässen Campolongo, Pordoi und Duron ihren »Hero Dolomites« küren. Der Jüngste im Bunde, der »KronplatzKing«, ist der einzige Mountainbike-Marathon mit einer Freeride-Abfahrt von acht Kilometern Länge und einer Bergankunft am Kronplatz (2275 m)! Erlaubt nur mit Mountainbikes ohne Elektromotor oder anderen, trittunterstützenden Hilfsmitteln.

Die besten Events in Südtirol:

Hero Südtirol Dolomites

Termin: 16. Juni 2018
Facts: 86 km/4500 Hm & 60 km/3200 Hm
Charakter: eines der härtesten Eintages-Rennen der Welt! www.herodolomites.com

Dolomiti Superbike

Termin: 7. Juli 2018
Facts: 113 km/3357 Hm & 60 km/1785 Hm
Charakter: legendärer Marathon im Südtiroler Pustertal. www.dolomitisuperbike.com

Kronplatzking MTB Race

Termin: 22. Juli 2018
Facts: 81 km/3310 Hm & 50 km/2150 Hm
Charakter: eintägiger Marathon mit hohem Singletrail-Anteil. www.kronplatzking.com

Mehr Informationen

Du willst mit deinem Bike das traumhafte Südtirol erkunden? Mehr Infos gibt es hier für dich