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Mountainbiken in St. Anton am Arlberg – Infos, Tourentipps und GPS-Daten

MTB-Traumwochenende in St. Anton am Arlberg

Im Winter steppt in St. Anton am Arlberg der Bär. Aber im Sommer ist für Biker hier Hochsaison, obwohl es dann beschaulicher zugeht. 200 Kilometer ausgeschilderte Wege eignen sich perfekt für ein stressfreies Wochenende. MountainBIKE stellt drei Traum-Touren in St. Anton vor und hat die GPS-Daten zu den Strecken.

Tourist-Info: TVB St. Anton am Arlberg, A-6580 St. Anton am Arlberg, Tel. 00 43/54 46/2 26 90, E-Mail: info@stantonamarlberg.com, Internet: www.stantonamarlberg.com

Anreise: von Stuttgart über Ulm, Lindau, Bludenz und durch den Arlbergtunnel (305 km/3:30 h). Von München über Garmisch-Partenkirchen, Fernpass, Imst und Landeck bis St. Anton (190 km/2:45 h).

Drei Top-Touren rund um St. Anton am Arlberg:

  • Tour 1: Kartellsee (mit Lift): 17,5 km/308 Hm/1010 Tm/2–3 h
  • Tour 2: Zur Darmstädter Hütte: 26 km/1084 Hm/3:30 h
  • Tour 3: Arlberger Bike Marathon: 41 km/1441 Hm/4:30 h
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GPS-Download St. Anton, Touren 1-3, GPX-Format0,03 MByte
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MountainBIKE
Drei Top-Touren rund um St. Anton am Arlberg

Reisereportage Traumwochenende St. Anton

„Und die Bikes können wir wirklich umsonst mitnehmen?“ Sonja schaut dermaßen überrascht, dass die Frau am Ticketschalter in St. Anton am Arlberg lachen muss: „Bei der Rendlbahn: ja!“ Sonja strahlt. Die Studentin aus Ulm hat vor zwei Jahren das Mountainbiken für sich entdeckt und nutzt seitdem mit ihrem Freund Markus im Sommer fast jedes Wochenende, um ihrem Hobby zu frönen.

An diesem Donnerstag und am morgigen Freitag haben die beiden frei. Als sich der Wetterbericht in der Früh von „durchwachsen“ auf „überwiegend sonnig“ verbessert, schlägt Markus beim Frühstück spontan vor, für ein verlängertes Wochenende nach St. Anton zu fahren. Sonja ist sofort Feuer und Flamme: „Da können wir mal testen, ob der Arlberg im Sommer genauso tipptopp ist wie im Winter.“ Denn beide sind leidenschaftliche Skifahrer. Am liebsten sausen sie durch den Tiefschnee. Und der Arlberg ist das Ulmer Hausrevier.

MTB-Traumwochenende in St. Anton am Arlberg – die schönsten Bilder

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St. Anton im Sommer - eine andere Welt

Gut drei Stunden später schweben sie mit ihren Bikes in einer der Rendlbahn-Gondeln nach oben. Anders als im Winter, wenn die Bahn täglich fährt, sind die Kabinen im Sommer nur mittwochs und donnerstags in Betrieb. Aber Sonja und Markus haben Glück. Durch die Gondelei sparen sie sich bei der Kartellsee-Tour nicht nur über 400 Höhenmeter, sie belohnen sich auch mit einer sausenden Abfahrt.

Immerhin sind es von der Rendl-Bergstation knapp 300 Höhenmeter hinunter ins Moostal: auf Schotter zwar, aber auch das kann mal richtig Laune machen. Bei der ersten steileren Passage mit etwa 20 Prozent Gefälle genießt Markus den Rausch der Geschwindigkeit. Der Fahrtwind bläst ihm ins Gesicht. Mühelos bügelt sein Allmountain-Fully die schrägen Wasserrinnen glatt. Nach drei Bürotagen mit endlosen Konferenzen, Meetings und Überstunden genießt Markus das Gefühl schwereloser Freiheit.

„Das ist ja genauso schön wie im Winter!“ ruft auch Sonja begeistert. „Nur viel weniger Leute ...“, entgegnet Markus. Das werden sie an diesem Wochenende noch öfter feststellen. Anders als im Winter, wenn Tausende von Ski- und Snowboardfahrern die Schneehänge rund um St. Anton befahren, gibt sich der 1304 Meter hoch gelegene Ort auf der Tiroler Seite des Arlbergs im Sommer ruhig und ursprünglich. In der Fußgängerzone treffen sich Einheimische zum Smalltalk und kommen mit flanierenden Urlaubern ins Gespräch. Fast scheint es, als schöpfe der weltbekannte Wintersportort in den Sommermonaten Kraft für die nächste irrsinnige Wintersaison.

Zur Darmstädter Hütte

Mit 200 Kilometern ausgeschilderter Bikerouten – genauso viele wie die offiziellen Freeridekilometer im Winter – bietet sich das 2500-Einwohner-Dorf für ein erholsames langes Mountainbike-Wochenende geradezu an. Erholsam lassen auch Markus und Sonja ihre Donnerstagnachmittagstour ausklingen. Die 200 Höhenmeter hinauf zum grünblauen Kartellsee sind schnell überwunden. Ringsum ragen die klobig-schwarzen Urgesteinsgipfeln des Verwall in die Höhe. So wild und abgeschieden, dass man sich fast wie in Patagonien fühlt. Traumhaft!

Der Weg, der sich an der grasigen, gerölldurchsetzten Westflanke entlang zur Darmstädter Hütte hinaufschlängelt, hat es Markus angetan. „Nur noch 450 Höhenmeter“, sagt er nach einem Blick in die Karte. Doch Sonja mahnt zum Aufbruch. Denn sie hatten während der kurzen Auffahrt beschlossen, beim Rückweg in der Roßfallalm einzukehren. Die Käseplatten hatten einfach zu gut ausgesehen. „Lass uns morgen zur Darmstädter Hütte fahren!“

Gesagt, getan: Am nächsten Tag folgen Sonja und Markus direkt von St. Anton dem steilen Fahrweg hinauf ins Moostal. Sie lassen die Roßfallalm links liegen, kommen erneut am Kartellsee vorbei und kurbeln bald darauf auf dem Weg, den Markus am Vortag noch gerne gefahren wäre, der Darmstädter Hütte entgegen. Aber der Hüttenweg entpuppt sich stellenweise als ziemlich ruppig. Die beiden sind so auf den Untergrund konzentriert, dass sie die gletscherumströmten Berge ringsum erst auf der Hüttenterrasse genießen können. Die Aussicht auf die 3148 Meter hohe Kuchenspitze, den zweithöchsten Gipfel des Verwalls, ist gewaltig.

Die hausgemachten Knödel der Hüttenwirtsfamilie Weiskopf sind es auch: würzig, saftig, saulecker! Die Weiskopfs bewirtschaften die mit 2384 Metern höchstgelegene Alpenvereinshütte am Arlberg seit fast 60 Jahren. Die Knödel mit Sauerkraut sind bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt, sorgen sie doch für Extra-Power am Berg. Und schmecken!

Die Arlberger-Bike-Marathon-Runde

Extra-Power brauchen Markus und Sonja am nächsten Tag aber gar nicht. Es regnet in Strömen. „Da setzt kein Hund eine Pfote vor die Haustür“, kommentiert Sonja Markus’ Pläne, einen Mini-Trip zur Putzenalpe zu unternehmen. Stattdessen nutzen sie den Tag zur ausgiebigen Regeneration im „Arlberg-Well.com“. Die vielen Saunen und Badebecken kennen sie von ihren Wintertrips. Bei Außentemperaturen um die zehn Grad plus machen sie aber auch im Sommer ausgesprochen Spaß ...

Fit und ausgeruht starten die beiden am Sonntag in die Arlberger-Bike-Marathon-Runde. Die Strecke führt im steten Auf und Ab mit 1400 Höhenmetern und 41 Kilometern einmal um den Ski-WM-Ort herum, unter anderem auch hinauf zur idyllischen Putzenalpe, die am Südhang der Lechtaler Alpen hoch über St. Jakob thront. Die technisch einfache Runde ist an den Arlberger Bike-Marathon angelehnt, der jedes Jahr im August stattfindet und die dritte Disziplin des Triathlons namens „Arlberg Adler“ darstellt.

Dieser weltweit einmalige „Ganzjahreswettkampf“ besteht aus einem Skirennen mit Massenstart von der Valluga im April, einem Halbmarathon im Juli und dem Bikemarathon im August. Sonja ist nach der Tour vollauf begeistert: „Vielleicht fahren wir nächstes Jahr den Marathon mit?“ „Aber nur, wenn wir im Winter auch beim Massen-Skirennen mitmachen“, sagt Markus und lacht.

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