Teil des
MB 0615 Leogang Teaserbild Heiko Mandl

Mountainbiken in Leogang und Saalfelden – Infos, MTB-Tourentipps, GPS-Daten

MTB-Traumwochenende in Leogang und Saalfelden - alle Infos

In Leogang und Saalfelden gibt es zwei gleichberechtigte Arten, den Berg zu erklimmen. Entweder mit Muskelkraft oder mit der Gondel. Wer also ein verlängertes Wochenende Zeit hat, sollte hier im Salzburger Land auf jeden Fall lifteln und strampeln! MountainBIKE hat alle Infos und stellt drei Top-Touren vor - inklusive GPS-Daten.

Infos: www.saalfelden-leogang.com

Trails & Liftanlagen: www.bikepark-leogang.com, www.bike-circus.at

Anreise: über A 8 und A 93 bis Ausfahrt Kufstein. Via St. Johann in Tirol und Fieberbrunn nach Leogang.

Saison: Trails und Lifte sind von Mitte Mai bis Anfang Oktober geöffnet.

Einkehr: www.spielberghaus.at

Übernachtungs-Tipp: Landhotel ­Rupertus in Leogang, www.rupertus.at, buchbar über bike-holidays.com

MTB-Tourentipps und GPS-Daten:

MB 0615 Leogang Karte
3 Traumtouren rund um Leogang und Saalfelden (für Großansicht auf die Karte klicken)
  • Tour 1 – Spielberghaus: 28 km/513 Hm/1431 Tm/3 h
  • Tour 2 – Panoramatour: 33 km/1121 Hm/2038 Tm/5 h
  • Tour 3 – Ramseider-Runde: 19 km/677 Hm/677 Tm/2 h
ZIP
GPS-Download Leogang-Saalfelden, GPX-Format0,03 MByte

Reportage: MTB-Traumwochenende in Leogang und Saalfelden

„Wie gemütlich doch ein Uphill sein kann“, denke ich mir und freue mich über die fette 80 auf dem Pulsmesser. Normalerweise trete ich ja lieber aus eigener Kraft den Berg hoch. Heute machen Petra, Angie und ich eine Ausnahme. Die beiden Mädels sind schließlich Rentnerinnen. Angie ist ehemalige 4-Cross-Weltcupfahrerin, Petra war 13 Jahre lang Downhill-Profi.

Im Ruhestand nützen die beiden ein verlängertes Wochenende für einen Trip nach Leogang. Die Kärntnerin und die Steirerin sind schon zigmal an der Asitzbahn-Talstation vorbeigefahren, meist, um ein Tal weiter südlich in Hinterglemm Hacklbergtrail & Co. unsicher zu machen. Doch diesmal wollen sie dem WM-Ort eine Chance geben.

Oben am Asitzkogel genießen wir den Weitblick auf die Leoganger Steinberge und das Steinerne Meer. Im Süden streben Großglockner (3798 m) & Großvenediger (3666 m) in den Himmel – wie die Fastdreitausender im Westen für Angie und Petra unerreichbar. Beide bleiben lieber hier auf nur knapp 2000 Meter. Und nutzen auf dem Weg ins Glemmtal ­die Wunder der Schwerkraft.

Der Bikezirkus Saalbach, Hinter­glemm und Leogang umfasst die Täler der Leoganger Ache und der Saalach, die sich parallel von Saalfelden und Maishofen Richtung Westen strecken. Während das Glemmtal eine Sackgasse ist, zieht sich das Tal der Leoganger Ache über den Grießenpass Richtung Tirol weiter.

Wir düdeln erst mal zur Spielberghütte, die versteckt in einem Sattel über Saalbach liegt. Dank der morgendlichen Gondelei müssen wir kaum Höhenmeter bergauf bewältigen, sondern fahren gemütlich an den Hängen unter dem Pründel- und Kohlmaiskopf übers Maisereck zum bekannten Bikertreff.

Das Spielberghaus lebt für die Mountainbiker, und die beiden Besitzer, Walter und Sabine Höll, sind selbst begeisterte Freerider. Ihre Tochter Vali gehört zu den großen Nachwuchshoffnungen in Österreich und sorgte mit dem Video „How to be a Mountainbike Star“ für Aufsehen.

Kein Wunder, denn die Trails hat die 14-Jährige ja direkt vor der Haustür. Und bei so sportlichen Eltern liegt das Biken eh im Blut. Grüß euch, kommt herein. Der Walter hat grad frisch einen Speck aufgeschnitten“, begrüßt uns die Hausherrin Sabine mit ihrem bayerischen Dialekt. Der Liebe wegen ist sie von Bayern in den Pinzgau gezogen. Und hier geblieben.

Nach einer deftigen Speckjause und einem Schnaps zur Verdauung fahren wir schließlich weiter. Der Weg führt uns über die Burgeralm nach Hochfilzen. Der Ort ist im Winter das Langlaufzentrum in der Region, und auch Weltcuprennen werden hier jährlich ausgetragen.

Jetzt im Sommer ist hier Idylle in Rot-Weiß-Rot angesagt, außer ein paar Mountainbikern und Wanderern tummelt sich hier kaum jemand. Weiter geht es nun stetig bergab nach Leogang, erst die letzten Meter rollen wir auf der Bundesstraße zurück zur Talstation der Asitzbahn.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, jauchzt Petra. Zwar waren es heute nicht megamäßig viele Tiefenmeter, aber dafür konnten wir unsere Fullys voll ausreizen. Der Tag ist aber noch lange nicht zu Ende, und so beschließen wir, noch einmal kurz vor Liftschluss die Asitzbahn zu besteigen und die Trails des Bikeparks genauer unter die Lupe zu nehmen. Für mich sind die Strecken hier Neuland.

Für Petra ganz und gar nicht. Sie ging 2012 hier bei den Weltmeisterschaften für Österreich an den Start und belegte den 13. Platz. „Für mich war die WM in Leogang das Rennen meines Lebens. Kurz vorher bin ich noch gestürzt und habe dann im Rennen vielleicht einfach ein wenig zu viel gebremst.“ Diesmal fährt Petra nicht um Sekunden und rockt die Anlieger und Sprünge mit sichtlichem Vergnügen.

Am nächsten Tag brechen wir nach Saalfelden auf.Während in Leogang eher die Freerider und Downhiller unterwegs sind, finden Tourenfahrer auf den Bergen rund um Saalfelden jede Menge Möglichkeiten, um ihre Waden zu stählen. Auf der Ramseider-Runde fahren wir unter den steilen Wänden des Steinernen Meeres von Saalfelden nach Maria Alm.

Nach den Trails und Downhill-Strecken von gestern kommt so eine Wald-und-Wiesen-Tour heute gerade recht. Wir legen uns ins grüne Gras und lassen die Zeit an uns vorbeiziehen. Langsam bewegt sich die Sonne Richtung Horizont. „Aufwachen!“ ruft Angie zu mir rüber. Hoppala, bin ich wohl kurz eingenickt. Wie peinlich!

Letzter Tag, neues Glück: Heute gondeln wir wieder! Pünktlich stehen wir bei der Talstation der Asitzbahn und warten, bis sie die Pforten öffnet. Heute wollen wir die andere Seite des Berges erkunden, Richtung Saalfelden. Zwar sind die Trails hier nicht so anspruchsvoll wie nach Saalbach runter, aber bergauf ist der Spaßfaktor umso größer.

Oben begrüßt uns wieder ein herrliches Alpenpanorama mit dem Steinernen Meer. Für uns geht es jetzt nicht hoch zum Gipfel, sondern zunächst über einen Trail zur Schönleitenhütte. Eigentlich der perfekte Platz zum Rasten, aber es wäre doch fast eine Schande, hier schon stehenzubleiben. So rollen wir weiter Richtung Gasthaus Biberg. Immer wieder führen kurze, steile Rampen die Grasberge hoch und auch wieder runter. Sozusagen eine Achterbahn der Natur.

Nach unserem Trailwochenende können Angie, Petra und ich eins sicher sagen: Die Region ist ein einziger Vergnügungspark für Biker, sowohl bergauf als auch bergab. Also genau das Richtige für ein verlängertes Wochenende.

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