Teil des
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Traumrevier Ligurien: Die schönsten Bike-Spots und Touren

Lieblingsland

Wo sich Berge und Meer berühren, da verlieren auch Mountainbiker ihr Herz. Garantiert!

So also sieht es aus, wenn zwei Welten aufeinanderprallen: wunderschön! In Ligurien tauchen die Alpen ins Meer, treffen Almen und Felsen auf Uferpromenaden und Sandstrände. Die drittkleinste der 20 italienischen Regionen sieht aus wie ein Regenbogen, der den Golf von Genua zwischen Ventimiglia und La Spezia umfasst.

Im Süden bildet das Mittelmeer die natürliche Grenze, die Nordgrenze liegt nur zwischen sieben und fünfunddreißig Kilometer im Landesinneren. Unterteilt wird Ligurien in die Riviera di Ponente – sie reicht von der französischen Grenze bei Nizza bis Genua, der Hauptstadt der Region – und in die Riviera di Levante, die den Streifen östlich davon bildet.

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Ben Wiesenfarth
Das malerische Dorf Riomaggiore in der Cinque Terre.

An der Küste pulsiert das Leben: Besucher tauchen hier ein in das bunte, lebendige Durcheinander von Einheimischen und Touristen in romantischen Altstädten, an Stränden, in Cafés, auf den Straßen und in den Zügen. Doch so beeindruckend das auch sein mag, dies ist nur der kleinere Teil Liguriens: Fast zwei Drittel der Fläche besteht aus Bergen, ein Drittel aus Hügelland.

Das Hinterland offenbart einen komplett anderen Charakter als die Küste: Die Täler sind abgeschieden und ursprünglich. Kein Wunder, dass Sportler genauso viel Gefallen an der italienischen Riviera finden wie Badegäste.

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Ben Wiesenfarth
Top-Spot für Wanderer: der 2201 Meter hohe Monte Saccarello.

Für Wanderer und Mountainbiker bieten sich hier viele Möglichkeiten: Von alpinen Unternehmungen wie der Kletterei durch die Felsen am Sentiero degli Alpini oder der Besteigung des höchsten Berges der Region, dem Monte Saccarello mit 2201 Meter Höhe, über eine mehrtägige Durchquerung bis zur gemütlichen Ausfahrt mit dem Fahrrad am Meer.

Da sind die berühmten Dörfer der Cinque Terre. Atemberaubend steil stürzt die Küste ins Meer ab, und trotzdem haben die Einheimischen den Südhängen auf schmalen Terrassen kultivierbare Erde abgerungen, um dort Wein anzubauen. Pfade hoch überm Meer bietet auch die Halbinsel von Portofino. Wer möchte, kann hier Wanderungen mit Bootsfahrten kombinieren und die karibisch klare See aus beiden Perspektiven genießen.

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Ben Wiesenfarth
Die Weiten des Beigue-Parks bieten Mountainbikern viele Möglichkeiten.

Mountainbiker lieben es dagegen meist etwas wilder und erkunden deshalb das Hinterland im Naturpark von Antola oder im Park des Monte Beigua. Die Hochburg der Biker in dieser Region ist die Gegend um Finale Ligure. Und an der Grenze zu Frankreich warten ideale Voraussetzungen: Die alten Militärstraßen führen Moun­tainbiker auf bis über 2000 Meter.

Ob Sie nun biken oder wandern: Wo auch immer Sie Ihre Traumtour finden – Sie wandeln zwischen den Welten, dort, wo die Berge das Meer berühren.

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Cinque Terre: Alle Infos

"Finocchio", sagt Pablo. Und meint damit den Duft, der uns bei jedem unserer Schritte entgegenströmt: Es riecht nach Fenchel auf dem Küstenweg der Cinque Terre – für viele Besucher der landschaftliche Höhepunkt der Riviera di Levante.

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Ben Wiesenfarth
Wie Vogelnester schmiegen sich die Orte an die Steilküste der Cinque Terre.

Zwischen Sestri Levante und La Spezia enden die hohen Ausläufer des Apennins im Meer und formen eine Landschaft aus Steilküste, Halbinseln und Buchten. Ein Geheimtipp sind die Cinque Terre längst nicht mehr, schließlich wurde die einzigartige Landschaft 1997 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und im Jahr 2000 der Parco Nazionale Cinque Terre eingerichtet.

Die Ortschaften kleben an den unzugänglichen Klippen wie Vogelnester. Die fünf namensgebenden Orte der Cinque Terre sind Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Malerisch wirken diese Dörfer, in denen schmale Gassen steil bergan führen zwischen bunten, hohen Häusern, die verschachtelt jedes noch so kleine Plätzchen nutzen.

Und zwischen den Siedlungen wandern die Besucher durch Weingärten in schwindelerregender Höhe über dem Meer. Durch Trockensteinmauern werden Tausende, oft winzige Terrassen an den Südhängen gehalten.

Mit großem Aufwand haben die Bewohner in jahrhundertelanger, harter Arbeit der Steilküste diese Erde abgerungen. Das Leben hier war beschwerlich. Lange Zeit waren die Orte nur mit dem Boot oder über Saumpfade zu erreichen.

Selbst den Weg zwischen den fünf Dörfern gibt es erst seit den 20er-Jahren. Dieser ist nun der berühmteste und romantischste Wanderweg Liguriens und verbindet Monterosso al Mare mit Riomaggiore – am Ende auf der in den Fels gesprengten 1,5 Kilometer langen „Via dell‘Amore“.

Das erste Stück dieses Wegs entstand 1920, als für die Lagerung von Sprengstoff für den Bau der Eisenbahnstrecke ein abgelegener Ort gesucht wurde. 1928 entstand beim Bau des Biassa-Tunnels ein weiteres Sprengstofflager. Die beiden Pulvermagazine wurden schließlich miteinander verbunden. Benutzt wurde der Pfad zuerst von Bauarbeitern.

Doch schon bald entdeckten Verliebte dessen romantisches Potenzial, und der Spazierweg wurde zum Ausflugsziel für turtelnde italienische Pärchen. Heute zeugen hinterlassene Fahrradschlösser und Graffiti von zahlreichen Treueschwüren.

Manche glauben daran, dass für immer zusammenbleibt, wer diesen Weg zusammen gegangen ist. „Gut dass ich meine Frau Virginia dabei habe“, sagt Pablo lachend. Dann wandern sie weiter, denn es gibt noch viel zu entdecken zwischen Bougainvilleen, Kakteen und Fenchel.

Cinque Terre: Die schönsten Touren

Die Volastra-Rundtour - Über den Dächern der Dörfer

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Ben Wiesenfarth
Auch Mountainbikern eröffnen sich in der Cinque Terre herrliche Blicke aufs Meer.

500 Hm • 24 km • 2-3 Std. • mittelschwer

Diese Tour bietet wunderschöne Ausblicke auf die Dörfer Corniglia, Manarola und Riomaggiore.

Anspruch
technisch und konditionell mittelschwere Tour, die hauptsächlich auf Wirtschaftswegen (Schotterpisten) verläuft.

Charakter
aussichtsreiche Rundtour durch das typisch mediterrane Gebüsch, die Macchia.

Start/Ziel
Volastra, Ortsmitte.

Karte
siehe „Der blaue Weg“

Route
Am Dorfplatz in Volastra von der Strada Provinciale abzweigen und dem zunächst asphaltierten Sträßchen bergauf folgen. Die Schotterpiste schlängelt sich dann bis zum Telegrafo-Pass (Monte Fraschi, Einkehrmöglichkeit) entlang. Nun links und der Straße vier Kilometer folgen. In Bramapane links auf den Weg CAI 1 einbiegen. In La Croce links und dem Weg Nr. 1 zum Sandsteinblock und der Ostseite des Monte Marvede folgen. Am Passo Cigoletta (630 m) auf den CAI-Weg Nr. 7 und diesem hinab folgen bis Fornacchi. Auf der Straße zurück nach Volastra.

Rundtour - Am Passo Telegrafo

360 Hm • 18 km • 4 Std. • einfach bis mittelschwer

Hoch über dem Meer genießen die Mountainbiker Ausblicke bis hinüber nach Korsika oder zum Monviso bei Cuneo.

Anspruch
konditionell einfache bis mittelschwere Tour, die technische Teilstücke mit Tragepassagen aufweist.

Charakter
atemberaubende Ausblicke oberhalb der Steilküste.

Start/Ziel
Passo Telegrafo (Monte Fraschi).

Karte
siehe „Der blaue Weg“

Route
Vom Passo Telegrafo (Monte Fraschi) folgt man dem mit CAI 3 markierten Weg hinab. Nach 700 Metern auf die steile Straße einbiegen und dieser drei ruppige Kilometer folgen. Danach führt der Weg über vier Kilometer auf ruhigerem Untergrund. Am Friedhof weiter bergab, der nun asphaltierten Straße nach Volastra folgen. Auf der Hauptstraße nach Corniglia. In Fornacchi auf den Weg CAI 1 einbiegen. An der Kreuzung Richtung Portovenere und auf dem Hauptweg bis La Croce. Hier auf die Schotterpiste und dieser bis Verrucoli folgen. Zurück zum Start.

Portofino: Alle Infos

Was für eine Landschaft! Gerade sind wir an Eisenketten über steile Felsen geklettert, nun glitzert unter uns ein karibisch-türkisfarbenes Meer. „Bei ruhiger See gehe ich hier baden – und fange Tintenfische“, erzählt der einheimische Enrico. Er hat uns mitgenommen auf die Wanderung von der romantischen Kirche San Rocco über die Halbinsel von Portofino, dem Promontorio di Portofino.

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Ben Wiesenfarth
Auf dem Vorplatz der Kirche San Rocco können Wanderer die Seele baumeln lassen.

23 Kilometer südöstlich von Genua schiebt sich ein Vorgebirge ins Meer und formt so zwischen Camogli im Westen und Santa Margherita im Osten eine Halbinsel. Umrahmt wird sie vom Golfo di Tigullio und dem Golfo Paradiso. Seit 1986 steht das gesamte Vorgebirge unter Naturschutz. Fahrrad fahren ist im Parco di Portofino deshalb nur auf wenigen ausgewiesenen Strecken erlaubt.

Dafür bieten sich Wanderern beinahe paradiesische Verhältnisse: Ein ausgeschildertes Wegenetz durchzieht die Halbinsel. Einen Gegensatz zum einsamen Wandern inmitten des Parks bietet ein Besuch in Portofino: Der wohl mondänste italienische Ferienort wird in der Hauptsaison auch von vielen Tagestouristen besucht. Sie alle genießen dieses Bilderbuch-Fischerdorf, das schon vielen Filmstars als Feriendomizil gedient und trotzdem seinen Charme nie verloren hat.

Wir unternehmen die spektakuläre Wanderung inklusive kleiner Kletterpassagen von San Rocco nach San Fruttuoso di Capodimonte. Nur zu Fuß oder mit dem Boot ist die Benediktinerabtei in der einsamen Bucht erreichbar. Eine Handvoll Häuser schmiegt sich direkt an den Kiesstrand. Anfang des achten Jahrhunderts war ein spanischer Bischof aus Tarragona auf der Flucht vor den Sarazenen in dieser Bucht gelandet.

Er gründete ein Kloster und benannte es nach dem heiligen Fruttuoso – denn dessen Gebeine führte er damals mit sich. 984 zerstörten die Sarazenen die Klosteranlage, aber wenig später wurde sie von Benediktinermönchen wieder aufgebaut. In ihren Ursprüngen handelt es sich bei der Kirche deshalb um eine der ältesten Liguriens.

Gleich neben dem Klosterkomplex steht direkt auf dem Strand eine windige Baracke. Hier kochen zwei ältere Damen mit hochgebundenen, weißen Haaren selbst gemachte Pasta. „Da Laura“ heißt ihr improvisiertes Restaurant. Bei ihnen stärken wir uns mit Lasagne.

Denn das Boot nach Camogli fährt heute nicht, die See ist zu unruhig. Wir müssen also auch den Rückweg aus eigener Kraft meistern. Belohnt werden wir mit einer stimmungsvollen Tour durch einen Kiefernwald und über sonnige Südhänge. Zurück in San Rocco lassen wir noch mal den Ausblick auf die Landschaft vom Kirchplatz aus auf uns wirken.

Portofino: Die schönsten Touren

Trails über Portofino - Ruta–Santa Margherita

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Ben Wiesenfarth
Mountainbiker gehen außerhalb des Parks auf Entdeckungstour.

550 Hm • 10 km • 2 Std. • einfach bis mittelschwer

Die Tour führt durch die einzigartige Landschaft der Halbinsel von Portofino und ist die einzige Strecke, die innerhalb des geschützten Parks mit dem Fahrrad befahren werden darf.

Anspruch
technisch und konditionell einfach, mit wenigen technischen Passagen.

Charakter
genüssliche Tour im wilden Hinterland von Portofino.

Start/Ziel
von Ruta nach Santa Margherita Ligure.

Karte
siehe „San Rocco ...“

Route
Die Strecke ist mit dem MTB-Zeichen (orangefarbenes Dreieck mit zwei Punkten) markiert. Von der Kirche in Ruta di Camogli Richtung Süden. Man hält sich links, bis man steile Treppen­-stufen auf der rechten Seite mit der Markierung FIE sieht. Dieser folgen. Nach 1,7 Kilometern rechts an einem großen Hotel vorbei und nach 100 Metern links auf eine gesperrte, kleine Straße. Bergauf nach Pietre Strette und weiter nach Olmi. Von hier durch das Valle dei Mulino bis Capella delle Gave. Zurück nach Santa Margherita.

Im Parco dell‘ Antola - Rundtour bei Torriglia

850 Hm • 22 km • 2-3 Std. • einfach

Im Hinterland von Portofino, vorbei an romantischen Burgen, Kirchen und Dörfern.

Anspruch
technisch und konditionell einfache Tour.

Charakter
Rundtour mit herrlichen Blicken auf die Alpen.

Start/Ziel
Anello di Torriglia.

Karte
Carta dei Sentieri e Rifugi Appennino Ligure Nr 5, 1:25000, Edizioni Multigraphic Florenz

Route
Von der Bushaltestelle in Torriglia folgt man der Markierung des gelben Dreiecks in Richtung des Monte Lavangola. Am Wegesrand liegt die Burg der Fieschi und die Kirche della Costa. Dann stößt man auf den Berg­rücken und folgt hier dem Weg der Alta Via dei Monti Liguri zum Passo Scoffera. Ab hier führt der Trail, der mit einem gelben T markiert ist, hinab zur Burganlage Becchi di Teresi. Im Ort überquert man die alte Steinbrücke und fährt erst hinauf zum Passo di Pentema, dann hinab nach Donnetta. Von dort führt der Weg mit der Markierung eines doppelten gelben Punktes zurück nach Torriglia.

Beigua: Alle Infos

Virginia reibt sich die Augen. Gestern waren wir noch zusammen im Café an der Strandpromenade von Arenzano gesessen.

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Ben Wiesenfarth
Die Weiten des Beigua-Parks bieten Mountainbikern viele Möglichkeiten.

Unablässig hatte der Kellner kleine Häppchen an den Tisch getragen, während wir bei unserem Aperitif die Wärme genossen und das pulsierende Leben beobachteten: Hübsche Mädchen schnurrten auf Vespas vorbei, Kinder tobten zu Fuß oder auf Dreirädern umher, und Männer diskutierten wild gestikulierend nach einem kleinen Auffahrunfall.

Am nächsten Morgen aber fühlen wir uns alle in eine andere Welt versetzt. Als wir aus der Tür des Berggasthofes Pratorotondo treten, ist alles weiß: Nebel. Schnell wird es kalt an den Fingern, und es ist klar: Dieser Tag startet mit Handschuhen und Mütze. Virginia friert und zieht sich die Jacke bis zum Hals hoch. Was für ein Kontrast!

Dabei sind wir Luftlinie nur acht Kilometer von Arenzano entfernt. Aber wir stehen gute 1000 Meter höher im Naturpark Monte Beigua, dem Parco Naturale Regionale del Beigua. Mit 18160 Hektar Fläche ist er der größte Naturpark Liguriens und wartet neben einer fantastischen Aussicht mit vielen Besonderheiten auf, darunter die speziellen klimatischen Verhältnisse. Unerwartet rau und alpin geht es hier so nah am Meer zu.

Der Monte Beigua liegt auf der Kontaktzone zwischen dem alpinen und dem apenninischen Gebirgssystem – entsprechend vielseitig sind Mineralvorkommen und Vegetation. Wanderungen und Mountainbike-Touren werden hier automatisch zu Entdeckungsreisen.

Die Voraussetzungen dafür sind günstig: Ein markiertes Wegenetz überzieht den Park. Auch die Alta Via dei Monti Liguri durchquert das Gebiet. Diese Höhenroute misst insgesamt 400 Kilometer in Ligurien von West nach Ost und kann von Wanderern, Bikern und Reitern genutzt werden.

Virginia will sich erstmal aufwärmen, und so wandern wir hinüber zum Monte Sciguelo. 1100 Meter thront dieser über dem Meer. Nach dem kurzen, steilen Anstieg werden wir belohnt. Der Nebel reißt auf und gibt den Blick frei auf ein atemberaubendes Panorama. Zu unseren Füßen liegt die italienische Riviera. Nach einer köstlichen Stärkung im Berggasthof Pratorotondo machen wir uns mit den Mountainbikes auf den Weg hinunter an die Küste.

Die Abfahrt könnte nicht spektakulärer sein. Ein felsiger und steiler Trail bringt uns bis zu einem mystischen Kloster, zum Convento del Deserto. Virginia kommt nicht mit – sie will lieber noch ein paar Tage zum Wandern im Park bleiben.

Beigua: Die schönsten Touren

Einsamkeit und wilder Downhill - Von Le Faie zum Monte Beigua

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Ben Wiesenfarth
Im Beigua-Park werden MTB-Touren zu spannenden Entdeckungsreisen.

850 Hm • 18 km • 2-3 Std. • schwer

Bei klarer Sicht schauen die Mountainbiker auf dieser Tour bis zur Insel Elba hinüber. Atemberaubend ist der Downhill: Der ist nur was für Hartgesottene.

Anspruch
Der Anstieg ist technisch einfach auf einer Schotterpiste, die Abfahrt dagegen sehr schwierig, felsig und steil.

Charakter
Traumtour mit tollen Panoramablicken für technisch versierte Mountainbiker.

Start/Ziel
Kapelle von Le Faie.

Karte
siehe „Alpicella ...“

Route
Von der Kapelle in Le Faie führt eine kleine Asphaltstraße bergauf. Nach etwa 500 Metern geht diese in eine Schotterpiste über und führt etwa 10 Kilometer hinauf zum Restaurant Pratorotondo (in der Karte „Prariondo“). Von dort folgt man zunächst der Schotterpiste in Richtung Monte Sciguelo. Wo der Pfad zum Gipfel abzweigt, bleiben die Biker aber auf der Schotterpiste und folgen dieser bergab. Die Strecke ist teilweise mit einem roten Ausrufezeichen markiert. In einer Rechtskehre zweigt der steile Pfad ab (anfangs schwierig zu finden). Bergab zum Kloster „Convento del Deserto“. Von dort auf der Asphaltstraße zurück nach Le Faie.

Zwischen Strand und Berggipfel - Von Arenzano nach Gava

860 Hm • 20 km • 2-3 Std. • schwer

Kontrastreicher kann eine Mountainbike-Tour kaum sein: Vom Städtchen Arenzano geht es hinauf zu den wilden und einsamen Bergen des Monte-Beigua-Naturparks.

Anspruch
der Anstieg ist technisch einfach, aber steil. Die Abfahrt ist fast durchgehend ein Singletrail – an einigen Passagen knifflig, ausgesetzt und felsig.

Charakter
abwechslungsreiche Tour mit Ausblicken aufs Meer und spannendem Downhill.

Start/Ziel
Arenzano, Ortsmitte.

Karte
siehe „Alpicella ...“

Route
Von Arenzano folgt man zunächst dem Sträßchen nach Terralba und weiter nach Agueta. Auf der Forstraße geht es hinauf zum Passo del Gava. Der anstrengende Anstieg wird durch Panoramaausblicke aufs Meer und die zwei Täler zu beiden Seiten des Bergrückens versüßt. Im Frühjahr sind sogar Wasserfälle zu sehen. Vom Passo del Gava (752 m) beginnt der technisch schwierige Singletrail über den Passo Gavetta, der mit einem roten A markiert ist. Der Weg führt bis zum Weiler Gruppo, auf einem Karrenweg bergab und zuletzt auf Asphalt nach Arenzano.

Finale Ligure: Die schönsten Touren

Auf Wettkampfkurs - 24 Stunden von Finale

OD 9 Ligurien-Spezial 0209_3
Ben Wiesenfarth
Die urigen alten Dörfer wie Finalborgo laden zu Pausen ein.

225 Hm • 7,5 km • 30 Minuten bis 1 Std. • mittelschwer

Ein Muss für Mountainbike-Touristen: Der technisch anspruchsvolle Kurs des 24-h-Rennens.

Anspruch
Die kurze Tour ist konditionell leicht, bietet technisch jedoch Herausforderungen.

Charakter
Die Runde bildet ein Konzentrat der Trails rund um Finale Ligure: Von der breiten Forststraße über sanfte Graswege bis zum schmalen Singletrail ist alles geboten. Als Zuckerl warten am Ende noch 29 Anliegerkurven.

Start/Ziel
Campingplatz Terre Rosse bei Le Manie.

Karte
siehe „Finalborgo“

Route
Die Runde ist mit einem Uhren-Symbol markiert. Nach einem Kilometer Schotter zweigt der Singletrail ab, der mit einem doppelten roten Kreuz markiert ist, und führt durch eine Waldbrandfläche. Danach geht es entlang der Hügelkette zu einem Aussichtspunkt. Oberhalb der Felsen von Capo Noli leitet der Weg über hügeliges Gelände. Nach dem Turm folgt der Schotteranstieg am Bric dei Crovi. Wie in einer Achterbahn führen 29 Kehren hinab zum Start.

Single-Trail-Runde - Finale Enduro

1400 Hm • 42 km • 5-6 Std. • schwer

Diese Runde ist typisch für das Gebiet von Finale Ligure: Breite Forstwege wechseln sich ab mit trickreichen Singletrails.

Anspruch
konditionell fordernd. Auch die technischen Ansprüche sind hoch.

Charakter
Top-Tour für erfahrene Mountainbiker, die knackige Singletrails lieben.

Start/Ziel
Finale Ligure.

Karte
siehe „Finalborgo“

Route
Der Asphaltstraße hinauf nach San Bernardo folgen. Auf den Singletrails, die mit Doppelstrich und Dreieck und später mit einem roten Viereck markiert sind, geht es bis zu einem kleinen Asphaltsträßchen. Diesem bis Orco folgen. Der breite Weg durchs Val di Nava (Markierung: Doppelstrich und Dreieck) führt an den Kletterfelsen von Boragni und Strapatente vorbei. Der Weg mündet schließlich in die Straße nach Boragni. Von hier führt ein langer Anstieg hinauf zum Bric dei Crovi. Der Downhill nach Varigotti ist mit „xx“ markiert. Entweder auf der Straße oder auf dem „La Briga-Trail“ zurück nach Finale.

Monte Saccarello: Alle Infos

Überall bimmelt es. In einem wilden Gewusel treiben die Hirten eine Herde aus Ziegen und Schafen an uns vorbei. Ein Stückchen weiter unten grasen die weißen Kühe, die muskulösen ligurischen Rinder.

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Ben Wiesenfarth
Hoch hinauf geht es an der Grenze Liguriens zu Frankreich: Der Monte Saccarello ist mit 2201 Meter der höchste Gipfel der Provinz.

Nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt stehen wir inmitten eines alpinen Almgeländes mit kargen Wiesen, urigen Hütten, lachenden Hirten und geländegängigen Tieren. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Landwirtschaft und die Produkte, die sie daraus gewinnen. Mendatica im Hinterland von Ventimiglia und Imperia wird deshalb für die „Weiße Küche“ gefeiert.

Diese Art zu Kochen lehnt sich an die alpine Tradition an, entstanden aus der Almwirtschaft. Wissenschaftlich wird diese Lebensweise, bei der die Menschen zeitweise verschiedene Plätze bewohnen und bewirtschaften, als Transhumanz bezeichnet. Malga heißt die Alm auf Italienisch, und so ist der Malga-Käse der zentrale Bestandteil der Weißen Küche. Dazu gehören Kartoffelklöße mit Minze ebenso wie ein Lauchkuchen.

Simona Pastorelli und ihre Mutter Terzifia beherrschen all diese Gerichte und stehen schon morgens in der Küche, damit sie abends ihre Gäste mit den traditionellen Spezialitäten verwöhnen können. Da hat sie mit hungrigen Wanderern und Mountainbikern meist Glück. Wer auf dem in Fels gesprengten Sentiero degli Alpini gewandert oder mit dem Rad die alten Militärwege entlang des Ligurischen Grenzkamms gefahren ist, freut sich abends auf ein mehrgängiges Menü.

Energie brauchen Wanderer und Mountainbiker natürlich auch, wenn sie den höchsten Gipfel der Region, den Monte Saccarello mit 2201 Meter erklimmen wollen. Die Mühe lohnt sich: So nah am Meer finden sie sich trotzdem unmissverständlich mitten in den Alpen. Der Ausblick ist einzigartig.

Auf der französischen Seite liegt das mittelalterliche Örtchen La Brigue. Es ist der Hauptort der Brigasker. Dieses Hirtenvolk ist eine der unbekanntesten Minderheiten in den Alpen. Werner Bätzing, Professor für Kulturgeografie, weiß viel über ihre Kultur: Während andere Bergbauern im Tal wohnen und im Sommer mit ihrem Vieh auf die Alm ziehen, liegt der Hauptwohnsitz der Brigasker im Gebirge.

Im Winter steigen sie mit ihren Viehherden hinab und lassen diese nahe des Meeres weiden. Doch dies ist nicht die einzige Besonderheit: In der brigaskischen Sprache gibt es neun Bezeichnungen für Schaf und vier Ausdrücke für deren Geläute. Wir wundern uns nicht mehr – denn um uns herum hören wir viele verschiedene Klänge der Glocken. Beinahe so vielfältig wie die Landschaft hier oben.

Monte Saccarello: Die schönsten Touren

Spannend durchs Hinterland - San Remo–Monte Carparo

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Ben Wiesenfarth
Der pure Abfahrtsspaß! Die Schotterpisten laden zu Fahrtechniktricks ein.

940 Hm • 26 km • 3-4 Std. • schwer

Diese Runde ist typisch für das Hinterland von San Remo: Steile Anstiege und technische Singletrails wechseln sich ab.

Anspruch
konditionell mittelschwer, technisch schwer.

Charakter
Viele Singletrails entlohnen für die steilen Anstiege.

Start/Ziel
San Remo (Lungomare delle Nazioni).

Karte
siehe „Sentiero ...“

Route
Die Route beginnt mit dem Anstieg nach Coldirodi auf dem kleinen Asphaltsträßchen mit atemberaubendem Ausblick auf die Cote d‘Azur. Am Restaurant Gabri beginnt eine alte Militärstraße, die bis zum Monte Carparo hinaufführt. Der Ausblick am Gipfel reicht bis nach Korsika und zu den Hoch-häusern von Monte Carlo. Auf Singletrails, die immer wieder eine Forststraße kreuzen, geht es hinab Richtung Ospedaletti. Das erste Teilstück ist schmal, technisch und folgt der Wanderwegbeschilderung Nr. 7. Später wird der Trail einfacher. Von Ospedaletti führt der Radweg an der Via Aurelia zurück nach San Remo.

Einsamkeit und wilder Downhill - Per Pedal durch die Alpi Liguri

700 Hm • 36 km • 4 Std. • einfach

Herrliche Biketour auf alten Militärstraßen durch die karge, einzigartige Landschaft mit Almen, Berghütten und Skiliften.

Anspruch
konditionell und technisch einfach, meist auf Schotterpisten.

Charakter
Runde mit alpinem Flair direkt am Mittelmeer.

Start/Ziel
San Bernardo di Mendatica.

Karte
siehe „Sentiero ...“

Route
Zuerst führt die alte Militärstraße in südlicher Richtung zum Colle del Carezzo (1795 m) mit der großen Marienstatue. Durch alpine Landschaft lenkt die Schotterpiste über den Passo di Guardia (1461 m) zum Passo di Colle Ardente (1600 m) über dem französischen Royatal. Von dort geht es hinauf zum höchsten Punkt Liguriens, zum Monte Saccarello (2201 m). Auf alter Militärstraße am Kamm in östlicher Richtung hinab zur Hütte von San Remo (2054 m) mit schönem Ausblick auf den Monte Fronte. Über den Colle del Garezzo zurück nach San Bernardo di Mendatica.

Kurz und kompakt: Alles Wichtige zu Ligurien

Lage
Ligurien ist die Küstenregion Nordwestitaliens und erstreckt sich von Ventimiglia bis La Spezia. Die Ligurischen Alpen reichen bis ans Meer. Höchster Berg ist der Monte Saccarello mit 2201 Metern.

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outdoor
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Anreise
Mit dem Auto:
über Basel, Luzern, St. Gotthard, Mailand oder Lindau, Chur, San Bernardino, Mailand oder Kempten, Reutte, Fernpass, Innsbruck bzw. München, Kufstein, Innsbruck, Brenner, Brescia, Piacenza.

Mit der Bahn:
über Zürich oder München-Mailand nach Genua und Imperia.

Mit dem Flugzeug:
Von München oder Köln nach Genua.

Beste Reisezeit
Im April/Mai und September/Oktober sind die Bedingungen ideal.

Literatur
Italienische Riviera, Baedeker-Verlag, 20 Euro. Rother Wanderführer „Cinque Terre“, 13 Euro. Wandern und Erleben „Cinque Terre und Ligurien“, Bruckmann Verlag, 12 Euro. Blu Bike „Free Biking a Finale Ligure“ (italienisch und englisch), Atelier Busche.Media, 30 Euro.

Tourismusbüros
Region Ligurien, Offizielles Internetportal: www.turismoinliguria.it,

Provinz La Spezia, Riomaggiore, Tel. 0039/0187/76-21-87-92-06-33,
accoglienzariomaggiore@parconazionale5terre.it

Provinz Genua, Santa Margherita Ligure, Tel. 0039/0185/28-74-85,
santamargheritaligure@provincia.genova.it

Genua, Aeroporto C.Colombo, Tel. 0039/010/6-01-52-47,
genovaturismoaeroporto@comune.genova.it

Provinz Savona, Alassio, Tel. 0039/0182/64-70-27, alassio@inforiviera.it

Provinz Imperia, San Remo, Tel. 0039/0184/5-90-59, infosanremo@rivieradeifiori.org

Spezielle Angebote für Touristen
www.rivieradeifiori.travel
www.inforiviera.it
www.stlgenovesato.it
www.terrediportofino.eu
www.stl.sp.it
www.parconazionale5terre.it

Infos für Wanderer und Mountainbiker
15 Routen für Biker und Trekker
www.turismoinliguria.it

Radwegenetz der Provinz Imperia
www.alpidelmareinbici.it

400 km lange Höhenroute durch Ligurien
www.altaviadeimontiliguri.it

Routenvorschläge in der Provinz Savona
www.provincia.savona.it/attivita/sportcultura/sport.htm

Biken in der Cinque Terre
www.parconazionale5terre.it/155.asp?id_lingue=1

24-h-Mountainbikerennen Finale Ligure
www.24hfinale.com

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