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Park City in Utah mit dem Bike erkunden

Ein Abendteuer für Biker: Indian Summer in Utah

MTB-Abenteuer - die besten Storys

750 Kilometer feinste Bikewege: Park City bietet eines der hochkarätigsten Trail-Netzwerke weltweit. Es zieht Biker magisch an – wie vor 150 Jahren unzählige Glücksritter in die Silberminen. Aber auch abseits von Park City ist der US-Bundesstaat Utah das Paradies für Biker schlechthin.

Von einem Anlieger in den nächsten, dazwischen ein paar leichte Sprünge über sanfe Geländewellen. Freudenschreie. Jauchzer. Mal vom Hintermann. Mal von vorne. Der „WOWTrail“ hat seinen Namen verdient. Dabei steht WOW gar nicht für die Euphorie, die Bikes und Glückshormone hier tanzen lässt, sondern für „Wasatch over Wasatch“ – eine Verbindung von Park City in den Wasatch Mountain State Park. Die reinste Achterbahn, die sich durch lichte Espenwälder schlängelt.

21st Century Adventurer Award
Szene

Plötzlich steigt Scott in die Eisen. In Sekundenbruchteilen steht sein Bike quer. Während eine Staubwolke ins Unterholz zieht, gibt der Guide Zeichen, uns ruhig zu verhalten. 20 Meter voraus ist eben eine Elchkuh samt Kalb über den Trail galoppiert. Scott dirigiert Simon und mich hinter einen Busch. Mama Elch und ihr Kleines beäugen uns misstrauisch. „Elche trotten manchmal die Hauptstraße in Park City hinab. Oder es tauchen welche bei mir im Garten auf“, flüstert Scott und mahnt: „Bei der Alten ist Vorsicht geboten!“ Gerade wenn sie Junge dabeihaben, können Elche aggressiv reagieren. „Ruhig bleiben und die Bikes langsam vorbeischieben.“

Im Trailtanz durch Utah

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Christian Penning
Park City leistet sich eines der größten und am besten gepflegten Trail-Netzwerke in den USA.

Die kleine Elch-Familie und wir bleiben seelenruhig. Und so geht der Trail-Tanz weiter, in zahllosen Kehren und Kurven, 14 Kilometer weit. „Der WOW-Trail ist eines unserer neuesten Bike-Highlights“, erzählt Scott während einer kurzen Verschnaufpause. Auch wenn schon über 750 km Singletrails die Bergketten rund um Park City und den Nachbarort Deer Valley überziehen, wird es wohl nicht der letzte sein.

Scott kennt so ziemlich jeden Meter dieser Pfade. Im Sommer arbeitet er als Bike-, im Winter als Skiguide. Gnadenlos brennt die Sonne am letzten Teilstück auf der Südseite der Wasatch-Kette. Die Luf schmeckt nach Staub. Gut, dass in Erics Garten in Midway ein paar schattige Bäume und ein kühles Bier warten. Eric Porter, der uns ebenfalls begleitet, ist seit 16 Jahren Bike-Prof. Vor 14 Jahren hat er Park City als sein Zuhause erkoren. „Als ich hierher zog, konnte man das Potenzial für Biker erahnen“, plaudert Eric und wirf ein paar Steaks auf den Grill. „Es gab schon eine Menge Trails, trotzdem waren die Sommer ziemlich fad.“ Im Gegensatz zu den Wintern. In Park City fanden 2002 die Ski-Wettbewerbe der Olympischen Spiele von Salt Lake City statt. Seitdem zählt Park City zu den Top-Skispots der USA. „Heute gehört Biken für uns Locals genauso zum Lifestyle wie Skifahren“, grinst Eric und zeigt mit einem Burger in der Hand in seinen Garten. Dort heizen seine beiden kleinen Söhne auf dem selbst angelegten Pumptrack durch den Garten. Und nach dem Essen katapultiert sich Eric über ein paar fette Rampen und Big-Air-Kicker in den Himmel.

Was das Bikerherz höher Schlägen lässt

Sprünge, Northshores und andere gebaute Elemente warten am nächsten Tag auch im Bikepark von Deer Valley. Der Clou: Trails wie der „Tsunami“ vereinen die Leichtigkeit eines Flowtrails mit drei Meter hohen Rampen und riesigen Sprüngen. „Da hab ich genauso Spaß wie eine Familie mit Kids im Urlaub“, meint Eric und setzt zwischen den weißen Stämmen der Erlen und ihren goldenen Baumkronen zum nächsten Höhenflug an. In Park City fährt man übrigens auch wortwörtlich ausgezeichnet Mountainbike. Der Ort war nämlich das erste Bike-Gebiet weltweit, das von der International Mountain Bike Association (IMBA) den „Gold“-Status erhielt: für sein Trailnetz und die vorbildliche Infrastruktur. Alle Trails lassen sich per Bike vom Ort aus erreichen. Ohne Auto – für Amerika außergewöhnlich. „Und natürlich helfen Life und Shuttle-Services, schnell zum nächsten Trail zu kommen“, ergänzt Eric.

Vor dem heutigen Goldrausch der Biker war es Silber, das Park City auf die Landkarte gebracht hat. 1869 wurde im Big Cottonwood Canyon eine Silberader entdeckt. Davon zeugen noch einige Gebäude mit Holzfassaden im Westernstil. So wie die High West Distillery – heute ein angesagtes Restaurant. „1898 bevölkerten 10 000 Glückssucher die Stadt“, erzählt Scott abends an der Bar. Wenige machten ein Vermögen. Die meisten ruinierten sich die Gesundheit in feuchten, dreckigen Stollen und brachten ihren kargen Lohn in einer der 27 Bars im Ort durch. 1949 endete die silberne Sause. Zurück blieben durchlöcherte Berge. Park City mutierte zur Geisterstadt. Das änderte sich erst, als in den 1960er Jahren die ersten Skigebiete der Region neues Leben einhauchten. Der Grundstein für das Trail-System entstand schon in den 80ern. Anfangs waren es Wanderwege. Einige Wildwechsel wurden zu Pfaden ausgebaut. Einen Masterplan gab es damals aber noch nicht. Das begann zehn Jahre später. „Da fanden in Deer Valley die Norba-Downhill-Rennen statt. Steve Peat, Missy Giove, alle waren sie da!“, erzählt Scott. Das inspirierte auch die Locals. Plötzlich verschwanden immer mehr mit Schaufel und Axt im Wald, fast wie einst im Silberrausch. „John’s 99, TNG – die Namen der Trails zeugen heute noch von den Leuten, die hier Hand angelegt haben“, schwelgt Scott in Erinnerungen.

Für Biker Gold

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Christian Penning
Park City Utah MTB Trip MOUNTAINBIKE 1218

Heute ist Mountainbiken in Park City ein generalstabsmäßig geplantes Business. Selbst bergauf machen viele der Trails höllisch Spaß – für Uphill-Flow braucht man hier kein E-MTB. Gerade die neu gebauten Trails sind imponierend gut in Schuss. „Es gibt genaue Pläne für die Pflege der Trails. Alleine für die Instandhaltung werden hier pro Jahr über eine Million Dollar locker gemacht.“ Vor ein paar Jahren haben die Eigentümer von Vail Mountain das Resort Park City gekauf, ebenso wie zuvor Whistler. „Vielleicht kommt das Knowhow von Whistler auch zu uns“, hofft Scott. „Wenn man sich ansieht, wie erfolgreich sich Whistler entwickelt hat, wäre das sicher nicht von Nachteil.“ Klar ist jedenfalls: Das Bike-Paradies Park City wächst weiter. Dabei erschließen ein paar Verbindungs-Trails in die benachbarten Gebiete Alta und Snowbird nochmals 800 Kilometer Trails. „Eines scheint sicher“, prognostiziert Scott augenzwinkernd, „wegen überfüllter Trails müssen wir uns hier so schnell keine Sorgen machen.“ Ganz klar, der Bike-Rausch wird hier in Park City von längerer Dauer sein als der einst nach Silber ...

Bike Info: Park City

Seehöhe: 2134 m
Einwohner: 7300
Trails: 750 Kilometer
Leicht: 58 Mittel: 68 Schwer: 3
Lage: Park City ist eine 7000-Einwohner-Stadt im US-Bundesstaat Utah. Sie liegt auf der Ostseite der Wasatch-Kette, im Norden und Osten von drei
großen Wintersportgebieten flankiert. Park City war Austragungsort der Skiwettkämpfe bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City. Die
Stadt atmet ganzjährig Outdoor-Sport – im Sommer Biken und Trailrunning, im Winter Skifahren.

Anreise: Vom Flughafen Salt Lake City bis Park City sind es nur knapp 60 Kilometer Richtung Osten. Vom Flughafen per Mietwagen oder per Airport Shuttle nach Park City. Dank des kostenlosen Bussystems in Park City ist ein eigener Mietwagen nicht unbedingt nötig.

Info: Alles Wissenswerte zu Aktivitäten, Kultur und Unterkünfen fndest du unter: visitparkcity.com und deervalley.com

Beste Reisezeit: von Juni (nach der Schneeschmelze, in tieferen Lagen auch schon im Mai) bis Ende September/Anfang Oktober. Die schönste Zeit ist der „Indian Summer“ Mitte September. Die meisten Life schließen Mitte bis Ende September. Aber auch danach sind die Trails bis zu den ersten großen Schneefällen gut befahrbar.

Essen und Trinken: High West Distillery & Saloon: gehobenes Restaurant im Western Style,
highwest.com; Silver Star Cafe: traditionelle Musikkneipe, thesilverstarcafe.com; Shabu: Freestyle Asian Cuisine, shabuparkcity.com

Trails: Park City zählt zu den wenigen von der IMBA mit „Gold“ ausgezeichneten Bike-Resorts weltweit. Bewertet werden dabei nicht nur Qualität und Anzahl der Trails, sondern auch Infrastruktur. Das Trail-Angebot von Park City und dem benachbarten Deer Valley ist gigantisch: 750 Kilometer! Überblick über Trails, Life & Bikeparks: mountain bikingparkcity.com; deervalley.com/WhatToDo/ Summer/MountainBiking

Mehr Infos: mtbproject.com; trailforks.com

Lifticket: Die Tageskarte kostet 48 US-Dollar.

Bikeshop und Verleih: White Pine Touring (Rocky, Specialized), whitepinetouring.com; Jans Mtn. Outfitters (Scott, Santa Cruz), jans.com; Park City Bike Demos (BMC, Felt), parkcitybikedemos.com

Guiding: whitepinetouring.com

Gute Filme: Das Sundance-Film-Festival zählt zu den berühmtesten weltweit. Neben dem Festival im Januar laufen den Sommer über viele prämierte und nominierte Filme. sundance.org

Abkühlen: Im Sommer kann es in Park City ganz schön heiß werden. Dann kommt eine Abkühlung an den Seen und Flüssen der Umgebung gerade recht, etwa beim Rafen oder Stand-up-Paddeln. destinationsports.com; allseasonsadventures.com

Fliegenfischen: Info und Guiding unter jans.com
oder mayflyguides.com

Reise Info: Utah

Lage: Utah ist ein Bundesstaat im Westen der USA. Er hat annähernd die Größe Großbritanniens, aber nur etwa drei Millionen Einwohner. Hauptstadt und mit über einer Million Einwohner (Großraum) mit Abstand größte Stadt ist Salt Lake City. Utah grenzt im Norden an Idaho und Wyoming, im Osten an Colorado, im Süden an New Mexico und Arizona und im Westen an Nevada. Der Name Utah stammt von den indianischen Ureinwohnern, dem Volk der Ute.

Charakter: Berühmt sind der 120 mal 80 Kilometer Große Salzsee im Zentrum des Bundesstaates, die riesigen Wüstenlandschafen aus rotem Sandstein (z. B. Arches, Canyonlands und Zion National Park) und der alpenähnliche Gebirgszug der Wasatch Mountains.

Anreise: Die beste Art, einen Mountainbike-Urlaub in Utah zu verbringen, ist es, nach Salt Lake City zu fliegen (ca. 12 bis 16 Stunden) und per Mietwagen oder Wohnmobil auf Roadtrip zu gehen. Flüge z. B. von Frankfurt mit einem Zwischenstopp kosten um die 1000 Euro. Erkundige dich vor der Buchung unbedingt, wie teuer die Mountainbike Mitnahme als Sportgepäck ist! Reise-Infos: visitutah.com/de/

Hotspots für Mountainbiker: Für einen zweiwöchigen Utah-Urlaub empfehlt sich ein Roadtrip mit Mietwagen/ Motel oder Wohnmobil/Campingplatz, der alle hier vorgestellten Hotspots miteinander verbindet. Er könnte in etwa so aussehen: Salt Lake City (Tag 2), Alta (Tag 3), St. George und Zion (Tag 4 und
5), Moab und Arches (Tag 6 bis 9), Park City (Tag 10 bis 12), Salt Lake City (Tag 13). Fahrtstrecke: ca. 1700 km.

Bike Info: St. George

Seehöhe: 872 m
Einwohner: 82 000
Trails: 433 Kilometer
Leicht: 30 Mittel: 31 Schwer: 4

Lage: St. George liegt im äußersten Südwesten des Bundesstaates Utah, an der Grenze zu Nevada und Arizona. In den roten Sandstein-Canyons im Westen der Stadt wurden viele Western gedreht – und „Jurassic Park“. Sportlich hat die Gegend um die 80 000-Einwohner-Stadt einiges zu bieten: Der St.-George-Marathon ist der fünfgrößte in den USA – und mit Abstand der landschaftlich spektakulärste. Das historische St. George hat sich sein Kleinstadtflair bewahrt, bietet aber mit 16 Museen und unzähligen Shops und Restaurants alle Annehmlichkeiten einer Großstadt.

Charakter: Red Rocks und Slickrock-Action das ganze Jahr über – und viel weniger Trail-Verkehr als in Moab: Dank dieser Zutaten entwickelte sich St. George zu einem der angesagtesten Bikespots in Utah.

Anreise: Vom Flughafen Salt Lake City nach St. George sind es 500 km/6 h gen Süden. Die Glücksspiel-Metropole Las Vegas (Nevada) liegt dagegen nur 200 km/3 h entfernt.

Info: Alles Wissenswerte zu Aktivitäten, Kultur und Unterkünfen: visitstgeorge.com

Beste Reisezeit: St. George lockt mit mehr als 300 Sonnentagen in den äußersten Süden Utahs. Hier können Biker das ganze Jahr über auf Tour gehen. In St. George, das nur 900 Meter hoch liegt, beträgt die Durchschnittstemperatur im Januar um die 10 Grad Celsius, im Juli kann das Thermometer aber auf gut über 40 Grad steigen. Dann müssen Mountainbiker eben sehr früh starten – und schon mittags in den Pool hüpfen.

Trails: Das Singletrail-Netz von St. George, Green Valley und dem benachbarten Santa Clara besteht aus gut 400 Kilometern an beschilderten und instand gehaltenen Trails.

Highlights: Der schwarze „Zen-Trail“ ist 9,1 Kilometer lang und führt aus dem Green Valley westlich von St. George hinauf zu einer spektakulären
Felsklippe, wo man mehrere hundert Meter über der Wüste balanciert. „Suicidal Tendencies“ beschreibt die tiefschwarze, 6,5 Kilometer lange Downhill-Option von den Uphill-Trails „Precipice Trail“, „Sidewinder Trail“ oder „Barrel Roll“ mit ihren ausgesetzten Spitzkehren recht treffend. Ebenfalls im Westen von Santa Clara flirtet der „Anasazi Trail“ kilometerlang mit der Abbruchkante. Der mittelschwere Trail führt an Petroglyphen (prähistorische Steinritzereien) vorbei, bevor man mehrere spaßige Abfahrtsalternativen nehmen kann.

Mehr Infos: mtbproject.com; trailforks.com

Guiding: chasingepicmtb.com/st-georg

Bike Info: Arches

Seehöhe: 1500 m
Einwohner:
Trails: 214 Kilometer
Leicht: 25 Mittel: 29 Schwer: 3

Lage: Der weltbekannte Arches National Park liegt im Osten des Bundesstaates Utah, hart an der Grenze zu Colorado. Der Parkeingang liegt nur zehn Kilometer nördlich von Moab. Das über 300 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet ist von Canyons und Hochplateaus durchzogen und fast völlig menschenleer.

Charakter: Im Arches National Park kann man über 2000 natürliche Sandsteinbrücken entdecken – so viele gibt es sonst nirgendwo auf der Erde. Im Nationalpark wandelt man zwischen Steinbrücken, skurrilen Wackelsteinen und delikaten Felstürmen – aber nur zu Fuß! Mountainbiken ist innerhalb der Nationalparkgrenze verboten. Dafür locken ringsherum fantastische Möglichkeiten für epische Wüstentrips.

Anreise: Von Salt Lake City nach Moab sind es knapp 400 km/5 h, von Denver aus 550 km/7 h und von Las Vegas 750 km/8–9 h.

Info: Alles Wissenswerte zu Aktivitäten, Kultur und Unterkünfen: discovermoab.com. Interessante Informationen zum Arches National Park erhältst du unter: nps.gov/arch/index.htm

Beste Reisezeit: Moab, das perfekte Basecamp für Trips in Richtung Arches, liegt bereits auf fast 1300 Metern Seehöhe. Das Colorado-Plateau liegt etwa 1500 Meter über dem Meer und ist klimatisch gesehen eine Wüste mit sehr kalten Wintern und sehr heißen Sommern. Beste Jahreszeiten zum Biken sind also der Frühling und Herbst.

Trails: Innerhalb des Nationalparks ist Radeln nur auf drei asphaltierten Wegen erlaubt. Macht aber nichts! Denn rund um den Park gibt es ein mehrere hundert Kilometer langes Trailnetz, in dem man sich auch mehrere Sommer über austoben kann, ohne einen Trail zweimal zu fahren. Hotspots sind das „Klondike-Bluffs“-Trailsystem (26 Trails), das „Bar-M“-Trailsystem (17 Trails), „Sovereign“ (14 Trails) und die „Cedar Mountains“.

Highlights: Wer auf Slickrock- und SingletrailSpaß steht, sollte „Sovereign (16 km/400 Hm) probieren. Die Route führt von der Willow Springs Road zu den Cedar Mountains. Wer seine Nerven kitzeln möchte, kombiniert diese Tour mit der sausteilen Abfahrt namens “Salt Wash„. Der berühmte “Kokopelli-Trail„ führt auf 230 Kilometer Länge von Fruita (Colorado) durch menschenleere Canyons und Wüsten auf 2600 Meter Höhe und nach Moab – ein Traum für Bike-Packer!

Mehr Infos: mtbproject.com; trailforks.com

Guiding und Mietbikes: magpieadventures. com; moabcyclery.com; poisonspiderbicycles.com

Bike Info: Alta

Seehöhe: 2609 m
Einwohner: 400
Trails: 20 Kilometer
Leicht: 2 Mittel: 3 Schwer: 7

Lage: Alta ist ein ehemaliges Silberminenstädtchen im Salt Lake County südöstlich von Salt Lake City. Nach dem Ende des Silberrausches stieg Alta später zu einem der größten Skigebiete Nordamerikas auf. Auf 400 Einwohner kommen 500 000 Touristen.

Charakter: Die Gegend rund um den Little Cottonwood Canyon hat ein komplett anderes Gesicht als die Wüstenregionen im Osten (Moab und Arches) und Süden (St. George und Zion National Park). Hier oben fahren Biker durch blumenreiches, alpines Gelände auf weit über 3000 Meter Höhe.

Anreise: Vom Flughafen Salt Lake City nach Alta sind es nur 55 km/1 h gen Südosten. Es verkehren auch Shuttles von/nach Salt Lake und Park City (altashuttle.com).

Info: discoveralta.com

Beste Reisezeit: Große Höhe und alpines Klima prädestinieren diesen Bikespot für den Hochsommer, wenn es in Salt Lake City heiß und schwül wie im Kochtopf ist.

Trails: Das Trail-Netz von Alta ist klein, aber knackig! Die Trails führen aus großer Höhe meist anspruchsvoll runter zur Talstation.
Infos und Trailmap: discoveralta.com/business/mountain-biking-alta/

Highlights: “Hidden Peak„ ist ein Achttausender im Karakorum. Auch Utah hat seinen Hidden Peak. Von 3300 Meter Höhe sausen Biker auf dem “Big Mountain Trail„
zehn Kilometer runter. Hoch geht’s auf dem “Peruvian Gulch Trail„ oder per Lif. Die Route “Great Western Wonder„ führt von 3200 Meter Höhe über Ridge 157, Catherine’s Pass und Brighton zum Park City Mountain.
Mehr Infos: mtbproject.com

Bike Info: Moab

Seehöhe: 1227 m
Einwohner: 5000
Trails: 1500 Kilometer
Leicht: 75 Mittel: 103 Schwer: 24

Lage: Das Kleinstädtchen Moab liegt im Osten des
Bundesstaates Utah, an der Grenze zu Colorado.
Größte Touristenmagnete des 5000-Seelen-Kaffs
am Highway 191 sind die beiden spektakulären Nationalparks Arches und Canyonlands sowie der kleine Dead Horse Point State Park.
Charakter: Moab ist zusammen mit Durango
(Colorado) Amerikas bekanntester Bikespot. Seit
den Neunzigern zieht das unspektakuläre Kleinstädtchen am Colorado River ungezählte Biker an
– vor allem wegen des legendären “Slickrock-Trails„,
ein Auf und Ab auf supergrifgem, rotem Sandstein.

Anreise: Von Salt Lake City nach Moab sind es knapp 400 km/5 h, von Denver aus 550 km/7 h und von Las Vegas 750 km/8–9 h.

Info: Alles Wissenswerte zu Aktivitäten, Kultur und Unterkünfen: discovermoab.com

Beste Reisezeit: Moab liegt bereits auf fast 1300 Meter Seehöhe in steinwüstenartiger Umgebung. Der Winter ist kalt, und oben in den La-Sal-Mountains liegt Schnee. Der Hochsommer dagegen ist viel zu heiß für Mountainbiketouren. Beste Jahreszeiten zum Biken sind also Frühling und Herbst.

Infrastruktur: Das Trailnetz von Moab ist immens! Rund um die Stadt kann man sich auf über 200 ofziellen Trails austoben. Hotspots: Amasa Back in Moabs Südwesten (10 Trails), die La-SalMountains (21 Trails) und Slickrock (2 Trails).

Highlights: Wer den langen Weg nach Moab auf sich nimmt, muss natürlich eine Tour fahren, den “Slickrock„-Trail. Dieser 17-Kilometer-Loop startet und endet wenig oberhalb von Moab-Downtown und führt über griffige Sandsteinfelsen stets rauf und runter. Verfahren? Dank der weißen Markierungen auf den Red Rocks quasi unmöglich! Während der Slickrock ein nettes Up- und Downhill-Testpiece ist, verlangen die ausgedehnten Touren im Hinterland – “Porcupine Rim„, “The Whole Enchilada„ oder “Poison Spider Mesa„ nach Ausdauer und Erfahrung im Outback. Nur für SurvivalExperten: der Backpacking-Loop “White Rim Trail„.

Mehr Trails: mtbproject.com; trailforks.com Guiding und Mietbikes: magpieadventures.com; moabcyclery.com; poisonspiderbicycles.com

Bike Info: Salt Lake City

Seehöhe: 1288 m
Einwohner: knapp 200 000
Trails: 33 Kilometer Leicht: 5 Mittel: 6 Schwer: 1

Lage: Die 200 000-Einwohner-Stadt Salt Lake City ist Hauptstadt von Utah. Im gesamten Ballungsraum leben über eine Million Menschen. Die Stadt wurde vor 150 Jahren von Mormonen gegründet.

Charakter: Die Stadt liegt im Südosten des 120 Kilometer langen, 80 Kilometer breiten und nur zehn Meter tiefen Großen Salzsees. Sie ist die Mormonenhochburg.

Anreise: Vom Flughafen Salt Lake City nach Downtown sind es nur 15 km/15 min gen Osten. Es fahren zudem U-Bahnen, öffentliche Busse und jede Menge Shuttles.

Info: Alles Wissenswerte zu Aktivitäten, Kultur und Unterkünfen: visitsaltlake.com

Beste Reisezeit: Das Klima rund um Salt Lake City ist von ausgeprägten Sommern (trocken und heiß) und Wintern (kalt und schneereich) gekennzeichnet. Trails: Wen es nach der Landung direkt auf die Utah-Trails zieht, der checkt kurz in Downtown ein und rockt wenige Zeit später die zwar wenigen, aber spaßigen Trails im Nordosten – oder auf Antelope Island im Salzsee.

Highlights: Wer gleich mal gut 300 Höhenmeter auf einen Aussichtsberg hochkurbeln will, stürzt sich auf den “Mt. Van Cott Trail„. Und wer auf kleine Jumpsessions steht, schießt auf dem schwarzen “Bobsled„-Trail bergab zum “Bonneville Shoreline Trail„.

Mehr Infos: mtbproject.com
Guiding: saltlakebicycletours.com
Bikeshop: trekbikes.com/us/en_US/retail/salt_lake_city_downtown/

Bike Info: Zion

Seehöhe: 1128 bis 2660 m
Einwohner:
Trails: 43 Kilometer Leicht: 9 Mittel: 9 Schwer: 0

Lage: Der Zion National Park liegt im Südwesten Utahs an der Grenze zu Arizona. Der 600 Quadratkilometer große Nationalpark aus rotem Sandstein feiert 2019 seinen hundertsten Geburtstag. Charakter: Die großen Höhenunterschiede zwischen Horse Ranch Mountain (2660 m) und Coalpits Wash (1128 m), die geografsche Lage zwischen Colorado Plateau, Great Basin und Mojave-Wüste sowie die roten Sandsteinbauwerke kreieren eine der spannendsten Landschafen der USA.

Anreise: Vom Flughafen Salt Lake City auf der Interstate 15 in die Kleinstadt Hurricane am Eingang zum Zion National Park (480 km/4:30 h).

Info: Nationalpark und Hurricane: nps.gov/zion/index.htm; cityofhurricane.com/categories/about/

Beste Reisezeit: Der Hochsommer ist meist viel zu heiß zum Mountainbiken. Perfekt: der Oktober mit milden Temperaturen und klarer Luf.

Trails: Biken ist nur auf den Straßen im Nationalpark und auf dem “Pa’rus Trail„ erlaubt. Auch der Zion-Mt. Carmel-Tunnel ist für Mountainbiker gesperrt. Rundum locken dennoch 43 feine Kilometer.

Highlights: Der 13 Kilometer lange “GooseberryMesa-Trail„ ist einer der besten Trails der Welt! “The Whole Guacamole„ ist ein 18-Kilometer-Loop im Südwesten des Zion National Parks.

Mehr Infos: mtbproject.com; trailforks.com

Guiding und Mietbikes: zioncycles.com; biking zion.com; zionoutftter.com/bike-rentals/

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