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Mountainbiken rund um Bozen – Infos, MTB-Tourentipps, GPS-Daten

Alle Infos zum MTB-Spot Bozen und Umgebung

Ausgesprochen verkehrsgünstig gelegen, bietet die Alpenmetropole Bozen Mountainbikern einmalige Infrastruktur aus drei Seilbahnen, unzähligen Trails- und Locals, die seit 25 Jahren Gäste führen.

Lage: Bozen ist Landeshauptstadt Südtirols, Universitätsstadt, mit 100 000 Einwohnern die Alpenmetropole – und dank dreier Seilbahnen Biker‘s Paradise. Das beste Basislager für Mountainbiker liegt 600 Meter über den Dächern Bozens: das Eggental.

Tourist-Info: TVB Bozen: www.bolzano-bozen.it; TVB Eggental (mit den Orten Steinegg, Deutschnofen, Welschnofen, Obereggen und Karersee): www.eggental.com

Beste Reisezeit: Bozen City ist ein Ganzjahresziel für Biker. Die Trails unter den Seilbahnen sind meist den ganzen Winter über fahrbar. Schnee bleibt unter 1000 Meter selten liegen.

Anreise: von Norden über A 8, Inntal- und Brennerautobahn (Maut) zur Autobahnausfahrt Bozen-Nord. Dann Ausschilderung Richtung Eggental folgen (285 km/3 h ab München).

Übernachtungs-Tipp: Der Steineggerhof in Steinegg ist das Bikehotel schlechthin in der Region Bozen. Hotelchef Kurt Resch ist einer der Bikehotel-Pioniere und zeigt seinen Gästen persönlich die schönsten Bozen-Trails. Tel. 00 39/04 71/37 65 73, www.bikehotelsteineggerhof.com

Bike-Shop: in Welschnofen (www.ghost-bike.it)

Bike-Shuttle: www.autobusobereggen.com; www.taxiarnold.it; www.walkandbike.info

Transport vor Ort: Linienbusse nehmen Biker und Bikes mit (www.sii.bz.it). Mit der „Mobilcard“ sind alle Busse und Regionalzüge in Südtirol nutzbar (www.mobilcard.info). Die „Guest Card“ (ab 31 Euro) erlaubt Gratis-Liftfahrten.

Seilbahnen für Biker: Kohlerer Bahn, Rittnerbahn (www.ritten.com) und Jenesienbahn (www.jenesien.net)

Südtiroler Maßrahmen: Rewel in Deutschnofen fertigt Titanrahmen (www.rewel.com)

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MountainBIKE
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Touren

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MTB-Reisereportage Bozen

Dieses Südtiroler Kraftwerk ist weder groß (1 Meter 73) und auch nicht mehr das jüngste (49 Jahre). Aber dafür ausgesprochen leistungsstark! 170 000 Höhenmeter, verteilt auf 4500 Kilometer, beträgt sein Output pro Jahr. Alle zehn Tage müssen die Bremsbeläge gewechselt werden, zwei Mal im Jahr die Bremsscheiben. Über 100 Tage läuft es auf Hochtouren und zeigt Trailfans, wo’s langgeht.

Die Rede ist von Kurt Resch. Seines Zeichens Hotelier und Bikeguide. Aber keiner von den Ungezählten, die erst in den letzten Jahren mit Dollarzeichen in den Augen auf den Boomtrain Mountainbike aufsprangen. Kurt ist einer, der von Anfang an dabei war. Seit 20 Jahren. Als die Laufräder noch 26 Zoll groß waren. Und ehrlich, nicht elektrisch auf den Berg gekurbelt wurde. Heute fährt er immer noch 26 Zoll. Aber düst auch per E-Bike zum Gipfel.

Kurt selbst entzündete den Funken mit, der in den Neunzigern und den Zweitausenderjahren dann zum zweirädrigen Flächenbrand wurde. Wir schreiben das Jahr 1990, als Kurt mit dem Zündeln beginnt. Ein Freund hatte eines dieser merkwürdigen Fahrräder mit dicken Reifen und noch dickerer Untersetzung aus den USA mitgebracht.

Klar, dass Kurt auch eines wollte. Gesagt, getan. Fortan probierte er alle möglichen und unmöglichen Wanderwege rund um Steinegg – 13 Kilometer und 600 Meter über den Dächern von Südtirols Hauptstadt Bozen – aus. Anfangs ohne Federung und Helm.

Mit Titanbike und Integralhelm – wie von Star Wars geklaut– , wurde dann ein Freund von Kurt über Nacht zum Star: Raimund Weißensteiner aus dem Nachbardorf Birchabruck forderte 1993 mit seinem Rewel (made in Bozen) bei „Wetten dass ...?“ Abfahrer Michael Mair auf einer Skipiste heraus. Der „Heitschi“ verlor knapp, wurde aber Wettkönig – und brachte das Sportgerät Mountainbike mitten in die Wohnzimmer und Köpfe der Menschen.

Mountainbiken rund um Bozen – die schönsten Bilder

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Bozen bietet das ideale Klima für Biker

Das Mountainbike in die Köpfe seiner Hotelgäste reinzubringen war aber alles andere als einfach. „Anfangs haben wir eine Bike-Woche angeboten, die aber überhaupt nicht angenommen wurde“, erzählt Kurt. Er hat aber schnell gemerkt, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt. Also gibt es seither an fünf Tagen die Woche Tourenangebote. Und zwar nicht als GPS-Track, den sich der Gast am Tresen runterlädt und danach in den ausgedehnten Wäldern rund um Steinegg sich selbst (und den Batterien) überlassen wird. Hier führt der Chef persönlich! An 100 Tagen im Jahr.

Wie das geht? Mit eiserner Disziplin und einer bubenhaften Freude am Radfahren. Die klimatischen Vorzüge des Eggentals, der südlichen „Sommerfrische“ Bozens, tragen natürlich auch ihren Teil dazu bei, dass Kurt und seine Gäste ab Ende März – wenn die warmen Winde vom Mittelmeer den Schnee schmelzen lassen – bis weit in den Oktober hinein die Singletrails rund um den Steineggerhof unsicher machen.

Es gibt bedeutend hässlichere Gegenden als die rund um Bozen. Südtirols Hauptstadt liegt am Zusammenfluss der drei Alpenflüsse Etsch, Eisack und Talfer. Für den geologischen Hoch-und-Tiefbau Bozens sorgen drei gewaltige Bergketten, welche die 100 000-Einwohner-Stadt umschließen.

Im Norden: die Sarntaler Alpen, mit dem bei Mountainbikern altbekannten Rittner Horn und seinen mysteriösen Erdpyramiden sowie mit dem Wallfahrtskirchlein am Latzfonser Kreuz, einem der höchstgelegenen Wallfahrtsorte Europas. Im Westen: die 35 Kilometer lange Mauer des Mendelkamms, der die Metropole um bis zu 1800 Meter überragt. Und schließlich im Osten: die Dolomiten.

Sehenswertes rund um Bozen

Genauer: der Schlern mit seinen prähistorischen Opferstellen auf 2563 Metern Höhe, die Latemargruppe mit der sagenhaften „Puppenkanzel“ – und natürlich der Rosengarten. Zu seinen Füßen wächst im prächtigen Fichten- und Tannenwald des Karerforsts das berühmte Resonanzholz, aus dem in Venedig feinste Violinen gebaut werden.

Und zwei Stockwerke höher, im Felsenlabyrinth aus Kalk, fasziniert seit Menschengedenken ein abendliches Naturschauspiel: das rosarote Glühen bei Sonnenuntergang. Der Sage nach hat die Menschheit dieses „Enrosadira“ einem Fluch des Zwergenkönigs Laurin zu verdanken, der gründlich in die Hose ging. Aber Irren ist königlich. Auch in der Sage.

Wahrlich sagenhaft ist die Alpenmetrople Bozen für Mountainbiker aber nicht nur wegen seiner drei Gebirgsketten, sondern auch wegen der unendlichen Anzahl von Wegen, die sie durchziehen. Und die wie geschaffen für Zweiradhelden sind. Von der Familientour auf dem Etschtalradweg bis zum hochalpinen Ritt auf der Rasierklinge (den nur Kurt kennt ...) kommt hier jeder auf seine Kosten. Und hier oben in Steinegg im Eggental, 600 Meter über den Dächern Bozens, gibt sich die Hautevoilee der Bikeszene den Lenker in die Hand.

So wie Daniel Schäfer und Tom Öhler. Die beiden Pro-Rider gehören schon seit Jahren zu Kurts Stammgästen im Steineggerhof. Was die beiden wollen? Untertags bergab heizen, bis die Scheibe glüht. Und danach chillen, bis die glühende Scheibe untergeht. Was ihnen dabei hilft: drei Seilbahnen rund um Bozen, in denen Biker willkommen sind: die Gondeln nach Oberbozen, Jenesien und Kohlern.

Seilbahn sei Dank

Wer wie Dan und Tom mit der Kohlerer Seilbahn die 850 Höhenmeter nach Kohlern gondelt, fühlt sich wie in der Zeitmaschine. Denn Kohlern ist die Urmutter aller Seilbahnen.

Vor 107 Jahren erdachte und erbaute das Bozener Genie Josef Staffler hier die erste Seilbahn der Welt. Sie sollte ab 1908 von Bozen hinauf nach Kohlern fahren – und den Sommertourismus der vorletzten Jahrhundertwende gewaltig ankurbeln. Stichwort: Sommerfrische. Denn im schwül-heißen Hochsommer flüchteten geldige Stadtmenschen hinauf in die frisch-würzige Bergluft – eben nach Kohlern, nach Jenesien gegenüber des Tals oder nach Oberbozen. Letzteres gleicht mit seinen Jugendstil-Palazzi einer Rosamunde-Pilcher-goes-to-Südtirol-Soap.

Guide Kurt und seine beiden Stammgäste haben aber keine Augen für Romantik. Sie wollen nur eines: runter. Und sie haben nur eines: Hunger. Also mit Warp drei von Oberbozen zur „Marende“ – dem typisch Südtiroler Nachmittags-Snack – am Rielingerhof!

Der stammt aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich unterhalb von Klobenstein hoch über dem Eisacktal. Hier vernaschen sie erstmal eine XXL-Portion Schüttelbrot – pfurztrockene Südtiroler Kümmelfladen – mit Käse und Speck. Alles selbstgemacht und bio. Das gibt Kraft für die finalen 400 Tiefenmeter zum Bike-Taxi. Der Versuchung einer kleinen Weinprobe – der Sohn von Biobauer Heinl baut hier oben den im weiten Umkreis besten Zweigelt an – widerstehen sie aber.

Einen Nachteil hat Steinegg aber doch: Wer die Gondeltrails von Oberbozen oder Jenesien runterdübelt, der muss irgendwie wieder hoch ins Oberstübchen Bozens kommen. 600 spätnachmittägliche Höhenmeter? Nein danke! Dann lieber den Hotelshuttle nehmen. Da muckt auch Kraftwerk Kurt kaum. „Ich fahre einfach lieber bergab als bergauf!“ Satte 250 000 Tiefenmeter im Jahr ...

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