Elf 2012er-Scheibenbremsen im Test

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Foto: Benjamin Hahn Scheibenbremsen im Test

Avid Elixir 7

Die neue Elixir 7 bietet "TaperBore"-Technik zu fairen Preisen. Ebenfalls neu: Avid ändert die Disc-Größen von 185 und 203 auf 180 und 200-Millimeter. Der Carbon-Hebel schmiegt sich Avid-typisch sehr ergonomisch an den Zeigefinger und trägt zum geringen Gesamtgewicht bei. Der Druckpunkt am Bremshebel – keine Einstellung vorhanden – fiel allerdings etwas weich aus, die Dosierbarkeit liegt deshalb nicht ganz auf top Niveau. Zum Testbericht: Avid Elixir 7

Avid Elixir 9

Im Gegensatz zur Elixir 7 besitzt die höherpreisige Elixir 9 eine zusätzliche Druckstufeneinstellung am Hebelgehäuse. Die neu geformte Verstellschraube lässt sich gut bedienen, der Druckpunkt nach Belieben jus­tieren. Der Preis fällt dennoch vergleichsweise niedrig aus, die Bremse ist deshalb auch für Nachrüster sehr interessant. Bremspower und Hitzeresistenz liegen etwa auf gleichem Niveau mit der Elixir 7. Zum Testbericht: Avid Elixir 9

Formula R1 Racing

Formula erhöhte das Ölvolumen der 2012er R1 um 25 Prozent, was die Bremse weniger empfindlich gegen Ölausdehnung und Lufteintritt machen soll. Das Modell R1 Racing repräsentiert das Leichteste, was die Italiener zu bieten haben. Mit Carbon-Hebel, Kevlar-Leitung und Belägen mit Alu-Trägerplatte wiegt die Bremse mit 160er-Disc klar unter 300 Gramm. Der Test erfolgte mit den neuen zweiteiligen Scheiben mit Alu-Spider. Zum Testbericht: Formula R1 Racing

Formula R0

Mit der RO gesellt sich ein neuer abfahrtshungriger Stopper an die Seite der The One – ohne dabei die Waage zu stark zu belas­ten. Ovale Kolben sollen die Beläge dank vergrößerter Auflagefläche satter an die Scheibe pressen und gemeinsam mit gerillter Kolbenfläche eine bessere Wärmeableitung bieten. Die RO besitzt einen angenehm breiten Hebel und kommt serienmäßig mit der Druckpunkteinstellung "FCS". Zum Testbericht: Formula R0

Hayes Prime Pro

Die neue Prime Pro erinnert optisch an die Stroker-Modelle von Hayes, die Weiterentwicklung macht sich jedoch in den Punkten Hebelergonomie und Druckpunkt bemerkbar. Der Hebel liegt griffgünstig in der Hand, der früher oft zu harte Druckpunkt lässt sich via Hebel individuell anpassen. Das Gesamtgewicht halten beim Pro-Modell Titanschrauben in Grenzen. Für den Test schickte Hayes einteilige Scheiben. Zum Testbericht: Hayes Prime Pro

Magura MT4

Die MT4 wandert deutlich preiswerter über den Ladentisch als die Top-Bremse MT8. Der Unterschied liegt in leichten baulichen Abweichungen sowie in der Materialwahl – etwa Alu- statt Carbon-Hebel. Das Gewicht der MT4 fällt deshalb höher aus, sie arbeitet jedoch nach dem gleichen Funktionsprinzip und bietet auf dem Trail eine ähnlich gute Performance. Zusätzlich besitzt die Bremse eine werkzeuglose Druckpunkteinstellung. Zum Testbericht: Magura MT4

Magura MT8

Unter 300 Gramm mit 160er-Disc, das katapultiert die MT8 in das elitäre Feld der Superleichten. Zu den Schlankmachern zählen etwa der speziell gestickte Carbon-Hebel sowie das Carbonfaser-verstärkte Hebelgehäuse. Aber auch extraleichte und deshalb sehr empfindliche Schrauben aus Alu senken das Gewicht. Trotz Leichtbau bleibt die Standfestigkeit hoch. Beim kurzen Anbremsen vermissten die Tester etwas Biss. Zum Testbericht: Magura MT8

Shimano Deore

Die neue Deore besitzt zwar keine Kühlrippen und Sandwich-Beläge, übernimmt allerdings die "Servowave"-Technik der höherpreisigen Geschwister und sorgt dadurch in ihrer Preisklasse für ordentlich Biss bei trockenen Verhältnissen. Bei Nässe sinken die Bremswerte etwas. Sehr ergonomisch bettet der Hebel den Bremsfinger, der Druckpunkt fällt allerdings sehr weich aus und verschlechtert die Dosierbarkeit. Zum Testbericht: Shimano Deore

Shimano SLX

Die Bremsscheiben besitzen keinen leichten Alu-Kern, ansonsten kommt die SLX der XT gefährlich nahe. Beläge mit Kühlrippen, werkzeuglose Hebelweitenverstellung und "Servowave"-Technik zählen zur Serienausstattung. Die SLX packt kraftvoll zu, lässt sich dank ergonomischem Hebel und trotz etwas weichem Druckpunkt gut dosieren. Aber auch die günstigen Preise locken. Weniger attraktiv: das relativ hohe Gewicht. Zum Testbericht: Shimano SLX

Shimano XT

Die neue Shimano XT übernimmt die Features der XTR Trail ­– wie den ergonomischen Hebel, Sandwichscheiben, Kühlrippenbeläge und "Servowave"-Technik. Ergebnis: ein kraftvoller, standfester Stopper. Im Gegensatz zur XTR Trail fällt der Druckpunkt härter aus, was der Dosierbarkeit zugutekommt. Die Druckpunkteinstellung bringt wenig Veränderung. Unterm Strich eine exzellente Bremse, wenn auch nicht die leichteste. Zum Testbericht: Shimano XT

Trickstuff Cleg2

Eine spezielle Kanalanordnung am Kolben ohne "Sackgassen" soll an der Cleg2 dauerhafte Lufteinschlüsse verhindern. Die Testbremse war mit einer etwas schwereren, aber druckstabileren Stahlflexleitung ausgestattet, auch Kevlarleitungen stehen zur Auswahl. Als Scheiben verwendet Trickstuff Produkte von Quad. Die Bremskraft fällt eher gering aus, vor allem bei Nässe sanken die Bremswerte am Prüfstand deutlich. Zum Testbericht: Trickstuff Cleg2
Mehr zu dieser Fotostrecke: Elf Scheibenbremsen im MountainBIKE-Test