Race-Gabeln im Test

Das MountainBIKE-Federgabellexikon

MB erklärt Grundbegriffe rund ums Thema Federgabel.
Zu den getesteten Produkten

Luftfeder:
Nichts weiter als die Luft in der Positivkammer, die sich beim Einfedern der Gabel komprimiert. Gleiches Prinzip wie bei Stahlfedern und Elastomeren. Mit Hilfe einer speziellen Dämpferpumpe lässt sich der Luftdruck aufs Fahrergewicht abstimmen.

Dämpfung:
Dient dazu, auftretende Schwingungen zu reduzieren. In Federgabeln steuert das Dämpfungssystem die Ein- und Ausfedergeschwindigkeit. Dabei strömt meistens Öl durch ein enge Öffnung und wandelt einen Teil der eingebrachten Energie in Wärme um.

Zugstufendämpfung/Rebound:
Jede Feder versucht nach dem Komprimieren, ihre gespeicherte Energie sprunghaft abzugeben. Die Zugstufe regelt dabei die Ausfedergeschwindigkeit der Gabel und verhindert das unerwünschte Nachschwingen.

Druckstufendämpfung/Compression: Die Druckstufe arbeitet parallel zur Luftfeder und bremst das Eintauchen der Gabel. Damit lässt sich einerseits das Losbrechmoment erhöhen und andererseits ein schnelles Durchschlagen der Federgabel verhindern.

Sag/Negativ­federweg:
Der Weg, den die Gabel bei statischer Belastung durch den Fahrer (ruhiger Sitz im Sattel) eintaucht. Negativfederweg deshalb, weil er den Weg beschreibt, denn die Gabel, etwa bei Schlaglöchern, noch ausfedern kann. Der Reifen behält so den Kontakt zum Boden und sorgt für genügend Traktion.

Remote:
Bezeichnet alle Bedienelemente, mit denen eine Gabel vom Lenker aus betä­tigt werden kann. Meist dient es zum Blockieren der Gabel.

Blow-off:
Ist ein Überlastventil, dass die Gabel vor Beschädigungen schützt. Bei gröberen Schlägen im blockierten Modus öffnet das Ventil und gibt den Federweg frei.

08.02.2008
Autor: Dipl-Ing. (FH) Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 02/2008