Darauf müssen Sie bei einem MTB-Sattel achten

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Foto: Benjamin Hahn MountainBIKE 1012 Sättel - Die richtige Breite

Passt perfekt: die richtige Sattelbreite

Die Sitzbeinhöcker des oben abgebildeten Beckens haben einen Abstand von 11,5 cm und passen somit zum hier gewählten Sattel, der für Abstände von 10 bis 13 Zentimetern ausgelegt ist. So kann das Körpergewicht auf die Sitzbeinhöcker verlagert werden. Die von Nervensträngen (dargestellt durch gelb-grüne Kabel) durchzogene Schambeinpartie wird nur leicht belastet.

Zu schmal: dieser Sattel passt nicht

Der oben abgebildete Sattel ist absolut gemessen nur drei Millimeter schmaler, seine steil abfallenden Sattelflanken reduzieren die nutzbare Breite jedoch auf etwa sieben Zentimeter. Zwar befindet sich zwischen Beckenknochen und Sattel noch das „Sitzfleisch“, die Sitzbeinhöcker bleiben jedoch ohne Sattelkontakt. Das meiste Gewicht lastet auf dem Schambein.

Druckfolienbild: Belastung auf den Sitzbeinhöckern

Ähnlich einer Aufnahme mit der Wärmebildkamera, zeigt das Druckfolienbild die Druckverteilung eines Fahrers, dessen Körpergewicht vorwiegend auf den Sitzbeinhöckern lastet. Oftmals liegt diese – ergonomisch korrekte – Belastungsverteilung bei eher aufrecht sitzenden Fahrern vor. Nimmt der Biker eine sportlich-gestreckte Haltung ein, kippt das Becken dabei meist nach vorne, wodurch der Druck auf das Schambein verlagert wird. Durch gezieltes Training der Becken- und unteren Rückenmuskulatur können Biker jedoch auch eine sportlich-gestreckte Haltung auf dem Bike einnehmen, ohne mit dem Becken zu stark nach vorne zu kippen.

Druckfolienbild: Belastung auf dem Schambeinbereich

In diesem Druckfolienbild erkennen Sie deutlich die Druckspitzen im Dammbereich bei einer Sitzhaltung, die den Schambeinbereich belastet. Von empfindlichen Nervenbahnen und Blutgefäßen durchzogen, wird die Schambeinregion oft von Racern belastet, die eine gestreckte Haltung mit starker Sattel-Lenker-Überhöhung bevorzugen.
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