Acht Schutzblech-Sets im Test

Schmutzengel

MountainBIKE hat acht Schutzblech-Sets im Praxistest auf ihre Schutzwirkung, den Montagevorgang, das Gewicht und die Verarbeitung getestet.
Zu den getesteten Produkten

Da die Schutzwirkung bei den Schmutzfängern klar im Vordergrund steht und eine fummelige Montage schnell zur Geduldsprobe werden kann, flossen diese Aspekte mit 45 bzw. 25 Prozent stärker in die Bewertung ein. Gewicht und Verarbeitung wurden geringer gewichtet (je 15 Prozent).

Beim Schutz gilt: „Viel hilft viel.“ Klar lässt sich auch ein schmales Blech so montieren, dass es nahezu perfekt allen Dreck abhält. Dennoch ist eine größere Fläche von Vorteil, etwa wenn breite Reifen aufgezogen sind. Zudem öffnet ein leicht verdrehtes, breites Blech Schlammfontänen nicht gleich Tür und Tor wie Schmalspurvarianten.

Die Grand-D.A.D./M.O.M.-Schützer von SKS bieten in diesem Punkt zusammen mit den Xtreme-Schilden die breiteste Abwehrfront. Die längsten Hinterradbleche liefern SKS (Dashblade), Zéfal und Topeak.

Bei der Montage glänzen erneut die Grand-Schützer von SKS, deren Adaptersystem nach der Demontage fast spurlos am Rad verbleibt. Sehr gut: SKS und Zéfal bieten mit drei verschiedenen Spreizkonus-Einsätzen/Breiten die umfangreichste Anpassung zur Montage im Gabelschaft an.

Fummelig wurde es beim BBB-Hinterradschutz, dessen gummierte Bandhalterung aus der Führung rutschte und zudem ausfranste. Ebenso etwas störrisch zeigte sich das XLC-Vorderrad-Schild, dessen Verriegelung beim Anstecken und Abnehmen viel Kraft verlangt und sich nach wenigen Montagen abgenutzt hatte.

Beim Gewicht haben die günstigen SKS-Dashboard/Dashblade-Schützer in Tarnkappenbomber-Optik und das Zéfal-Duo die Nase vorn und empfehlen sich damit für Grammsensible.

Die Haltbarkeit eines dauerhaftem Dreckbeschuss ausgesetzten Produkts steht und fällt mit der Fertigungsqualität: Anlass zur Kritik gab es kaum. Vor allem die Schilde von Topeak, SKS und Hebie boten ein tadelloses Finish.

23.11.2010
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 11/2010