8 Vario-Sattelstützen für Mountainbiker im Test

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Foto: Drake Images 9Point8 Fall Line Dropper Post

Test: 9Point8 Fall Line Dropper Post

Die 9Point8 Fall Line Dropper Post ist eigenständiges Produkt und „Exportschlager“ in einem: So setzen auch Easton (im Test) und Race Face auf die Technik aus Kanada.

Und das Original? Die leichteste und teuerste Stütze im Test lässt sich rasant absenken, schnellt im Nu wieder hervor – und das alles stets höchst zuverlässig, ruckelfrei. Der elegante, sehr gut bedienbare Hebel kann in 90°-Schritten verdreht werden, benötigt wenig Platz.

Pfiffig: Über ein Umbaukit (optional) kann der Stützenkopf von 0 auf 25 mm Offset umgebaut werden. Die Montage ist recht kompliziert, die Anleitung nur auf Englisch.
Zum Testbericht: 9Point8 Fall Line Dropper Post

Test: Easton Haven Dropper Post

Same, same but different – die neue, recht leichte Easton Haven Dropper Post ist eigentlich eine 9Point8.

Zumindest, was das Hydraulik-Innenleben angeht. Das verheimlicht Easton auch nicht, gibt dies mit einem Laser-Logo preis.

Die Funktion im Fahrbetrieb ist tadellos, schnell und geschmeidig senkt die Easton Haven Dropper Post ab und federt flott aus.Der schlanke Hebel ist platzsparend, fordert aber höhere Bedienkräfte als das Original.

Ebenfalls etwas fummelig ist die Montage, hier sind Vorkenntnisse sowie das Studium des Installationsvideos (Englisch) ratsam.
Zum Testbericht: Easton Haven Dropper Post

Test: Kind Shock LEV Integra

Ein moderner Klassiker! Auch in diesem Test überzeugt die beliebte, häufig in Komplett-Bikes verbaute Kind Shock LEV Integra mit flotter, stufenloser Absenk- und Ausfahrfunktion.

Einmal an den sehr geringen Anfangswiderstand gewöhnt, lernt man diesen schätzen – vor allem an kalten Tagen, an denen andere Stützen oft nur träge ausfahren.

Zudem gefällt der schlanke Hebel, der überall am Lenker ein Plätzchen findet. Der Einbau ist zwar kein Kinderspiel wie bei der Magura Vyron, doch auch für weniger Versierte kein Problem.

Top: Die Kind Shock LEV Integra ist sehr leicht und in vielen Varianten erhältlich.
Zum Testbericht: Kind Shock LEV Integra

Test: Magura Vyron

Via Funk wird die neue Magura Vyron vom Lenker aus angesteuert. Dadurch sind Ein- und Ausbau ein Klacks, Kabel gibt’s ja keine.

In der Stütze sitzt ein Stellmotor, der ein Hydraulikventil öffnet, um den Sattel in die gewünschte Position zu drücken. Bei erneutem Drücken fährt die Magura Vyron wieder aus, darf dafür aber nicht belastet werden.

Das funktioniert stets zuverlässig, die Magura Vyron gleitet zudem geschmeidig auf/ab. Dies jedoch immer mit einer Verzögerung von rund anderthalb Sekunden – was auf rasanten Trail-Touren stören kann. Der Akku soll für 400 Betätigungen Strom liefern.
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Test: Rock Shox Reverb Stealth

Die etablierte, weit verbreitete Rock Shox Reverb stellt sich diesem Test in der Stealth-Version. Heißt, die Leitung verläuft durch den Bike-Rahmen.

Apropos: Als einziger Hersteller setzt Rock Shox bei der Rock Shox Reverb Stealth auf eine hydraulische, mit Öl gefüllte Leitung, die einen pfiffigen Schnellverschluss besitzt – was die Montage vereinfacht.

Der schöne Remote-Druckknopf lässt sich sehr gut an Ober- oder Unterseite des Lenkers fixieren. Die Betätigung ist einfach, die Rock Shox Reverb Stealth fährt betont sanft ab und auf – wie ein Bürostuhl.

Auch wenn die Geschwindigkeit am Hebel regulierbar ist: Bei Kälte agiert die Rock Shox Reverb Stealth träge.
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Test: Specialized Command Post IRcc

Die Specialized Command Post IRcc ist die einzige nicht stufenlose Stütze im Test. Die Specialized Command Post IRcc bietet stattdessen vier klar gerasterte Positionen: 0 mm, 55 mm, 100 mm, 125 mm Hub.

Im Bereich 55–100 mm gibt es zudem eine feine Rasterung in zehn Schritten, um die Specialized Command Post IRcc etwa fürs Pedalieren auf kupierten Trails optimal anzupassen. Bei flotter Fahrt braucht es dazu aber Gefühl im Popometer.

Davon abgesehen „liftet“ die Specialized Command Post IRcc äußerst zuverlässig. Der schlanke Hebel lässt sich sehr gut bedienen. Der Einbau ist kein Problem, der Versatz des Stützenkopfs passt nicht zu jeder Bike-Geometrie.
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Test: X-Fusion Hilo Strate

Als einzige Stütze im Test hat die X-Fusion Hilo Strate kein schwarzes, sondern ein „goldiges“ Standrohr. Alles Gold, was glänzt?

Durchaus, die sehr leichte X-Fusion Hilo Strate funktioniert auf Niveau von Rock Shox und Co. Sie fährt zuverlässig sowie ruckelfrei auf und ab.

Die stufenlose, hydraulische 125-mm-Verstellung (150 mm auch erhältlich) wird über einen großen, Joystick-artigen Hebel angesteuert. Der benötigt viel Platz am Lenker, lässt sich aber leicht in alle Richtungen drücken, um die X-Fusion Hilo Strate zu steuern.

Für die Montage sind Vorkenntnisse von Vorteil.
Zum Testbericht: X-Fusion Hilo Strate

Test: XLC All Mountain ICR

Die Marke XLC vertritt der deutsche Großhändler Winora, meist handelt es sich um preisattraktive Komponenten. Auch die XLC All Mountain ICR scheint mit einem Preis von 199 Euro ein guter Deal zu sein.

Allerdings senkt sich die sehr schwere XLC All Mountain ICR im Vergleich träge ab, auch der Anfangswiderstand ist zu hoch. Gegen Ende des Hubs wird die XLC All Mountain ICR progressiv, fährt nur zögerlich ihre ganzen vollen 120 mm Hub ein.

Immerhin: Der große, ergonomische Bedienhebel am Lenker gefällt. Die Montage ist mit ein wenig Geschick einfach, die Zugspannung aber nur im ausgebauten Zustand regulierbar.
Zum Testbericht: XLC All Mountain ICR
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