7 Vario-Sattelstützen für Mountainbikes im Test

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Foto: Benjamin Hahn Forca SPS 400

Test: Forca SPS 400

Wer eine preisgünstige, simple Alternative zu den teuren Modellen sucht, sollte die Forca SPS 400 in Betracht ziehen. Sie funktioniert über eine Stahlfeder, die beim Absenken vorgespannt wird. Im Tauchrohr befinden sich drei Löcher, welche die Stütze mit einem Bolzen arretieren. Um die Stütze zu betätigen, muss der Fahrer den Sattel leicht be-/entlasten, damit der Bolzen aus dem Loch gleiten kann – eher lästig, da man kurz aufhören muss zu pedalieren. Die 27,2 mm dicke Stütze kommt mit Adaptern für 30,9- und 31,6-mm-Sattelrohre. Für 2015 ist eine 31,6er-Version geplant.
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Test: Fox Doss

Die Fox Doss ist mit 643 g die schwerste Stütze im Test. Sie kommt mit einem zweiteiligen Hebel, der ein sinnvolles Feature bietet: Drückt man lediglich den schwarzen Hebel, senkt sie sich um nur 41 mm ab. Sie nimmt somit die ideale Position ein, um auf Trails mehr Beinfreiheit zu bekommen und dennoch halbwegs effizient pedalieren zu können. Beim Ausfedern sollte man sich nicht erschrecken, die Fox Doss ist von der schnellen Sorte und zudem etwas laut, sie funktioniert aber tadellos. Sehr gut: Die Fox Doss liftet auch an kalten Tagen tadellos und schnell.
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Test: Kind Shock LEV

Kind Shock bietet mit der LEV die leichteste Stütze im Test – und eine äußerst ausgereifte dazu. Fixe Kabelzuganlenkung, schlanker Carbon-Hebel, stufenlose Absenkung und drehbarer Stützenkopf – alles Details, die richtig Sinn machen. Der Hebel kann rechts wie links montiert werden, ist sehr leichtgängig. Das Absenken geht ohne großen Widerstand, das Ausfedern ausreichend schnell. Einziges Manko ist die aufwendige Montage des Seilzugs. Schraubernovizen sollten die Stütze vom Fachhändler montieren lassen. Testsieger!
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Test: Specialized Command Post Blacklite

Specialized überarbeitete für 2014 den Stützenkopf der Command Post Blacklite. Die Eckdaten bleiben jedoch gleich: 35 mm Versatz und eine Befestigung über nur eine Schraube. Die Montage des Sattels fällt leicht, auch der Kabelzug ist schnell montiert. „On Trail“ bietet die Command Post drei Stufen: In der ersten Stufe senkt sich die Vario-Stütze um 35 mm ab, bietet so eine optimale Position für flache Trails. Das Finden der 35-mm-Position klappt aber nicht immer. Problemlos hingegen rastet die Sattelstütze in der unteren Stufe ein. Robuste Mechanik, fairer Preis.
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Test: Thomson Elite Dropper

Thomson zählt wegen seiner Fräskunst seit langem zu den Kultmarken. Eine starre Elite-Sattelstütze bieten die Amis schon seit einer Ewigkeit an, nun folgt die teure Vario-Variante, die ebenfalls beeindruckt. Im Inneren sorgt eine stufenlose Hydraulik für 124 mm Absenkung, die Geschwindigkeit beim Ausfedern ist angenehm hoch. Der Hebel ist leichtgängig, könnte aber mehr Halt für den Daumen bieten – vor allem bei Nässe. Für die Montage gibt es Punktabzug, weil sich die Thomson Elite Dropper wegen des kurzen Zugs nur an kleinen Bikes montieren lässt.
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Test: Rock Shox Reverb

Als einzige Stütze im Test wird die Rock Shox Reverb hydraulisch angesteuert. Das Ablängen der Leitung erfordert, wie bei einer Disc-Bremse, Sorgfalt, da die Leitung danach entlüftet werden muss. Einmal montiert, funktioniert die stufenlose Rock Shox Reverb perfekt und weist kein Spiel auf. Die Ausfahrgeschwindigkeit ist trotz Justagemöglichkeit am Hebel eher langsam. Apropos Hebel: Dieser ist intuitiv bedienbar wie ein Kugelschreiberdruckknopf und bietet zudem viele Montagemöglichkeiten – wie zum Beispiel die Option der Montage an Sram-Brems- und -Schalthebeln.
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Test: X-Fusion Hilo SL

X-Fusion bietet mit der Hilo SL eine recht leichte Vario-Stütze. Top: Der Joystick-Hebel ist gut bedienbar, die stufenlose Stütze leichtgängig. Flop: Die Test-Hilo sackte in ausgefahrener Position beim Aufsitzen ab. Das Problem konnte kurzzeitig durch Pumpbewegungen der Stütze bei gezogenem Hebel beseitigt werden, tauchte aber immer wieder auf. Bei maximaler Absenkung bleiben vom Tauchrohr 2 cm übrig – so macht die Stütze den Eindruck, als sei sie nicht ganz absenkbar. Den Hub von 124 mm nutzt sie aber aus. Tipp: Die günstigere, schwere X-Fusion Hilo (ohne SL) funktioniert tadellos.
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Mehr zu dieser Fotostrecke: 7 Vario-Sattelstützen im Praxis-Test