10 Vario-Sattelstützen im Test

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Foto: Benjamin Hahn MOUNTAINBIKE 9Point8 Fall Line Dropper Post

Test: 9Point8 Fall Line Dropper Post

175 mm Absenkung sind im Testfeld der absolute Spitzenwert. Die nicht zu schwere 9Point8 Fall Line Dropper Post punktet aber auch durch den top bedienbaren und im 90°-Winkel verstellbaren Hebel. Der Kolben schießt beim Ausfahren mit einem Kick los, bewegt sich im mittleren Bereich geringfügig langsamer und wird zum Ende hin abgebremst. Beim Einfahren ist diese Dreistufigkeit kaum zu spüren, der Sattel sinkt geschmeidig ab. Der Zusammenbau der Zugleitung ist nicht ganz selbsterklärend. Kaum Horizontalspiel.
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Test: Bike Yoke Revive

Nach anfänglichem Ruckler schießt die hydraulische Bike Yoke Revive extrem schnell hoch. Das ist gewöhnungsbedürftig, per se funktioniert die leichte 160-mm-Stütze aber zuverlässig mit geschmeidigem Ein-/Ausfahren. Der uns mitgelieferte, optionale Hebel für die Unterlenker-Montage ist ergonomisch super, lässt sich mit Sram-Bremsen kombinieren. Pfiffig: Hat die Hydraulik Luft gezogen (= vertikales Spiel), lässt sie sich in wenigen Minuten selber entlüften, muss nicht zum Service.
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Test: DVO Garnet

Die Style-Wertung gewinnt die DVO Garnet mit ihren grünen Eloxal-Parts definitiv. Die Montage könnte einfacher sein, das Einfädeln/-hängen des Zuges ist an Hebel wie Stütze fummelig. Gut: Über den eher zu groß geratenen Hebel lässt sich wie bei Fox & Co. die Ausfahrgeschwindigkeit steuern. Wobei die sehr schwere DVO Garnet grundsätzlich recht gemächlich auf und nieder fährt. Die Hydraulik selber arbeitet sehr akkurat ohne Ruckler. Jedoch zeigt die Stütze spürbares Horizontalspiel am Sattel.
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Test: E*Thirteen TRS+ Dropper

Die US-Amerikaner sind neu auf dem Vario-Stützen-Markt. Die E*Thirteen TRS+ Dropper klemmt das Standrohr mechanisch: Sie rastet an zwei Punkten (90+120 mm) ein, ist nicht stufenlos. Die beiden Zwischenstufen sind sinnvoll angeordnet, jedoch sinkt die Stütze so schnell nach unten, dass sie an der ersten Rasterung vorbei ist, bevor der Biker den Finger vom Hebel nehmen kann. Beim Ausfahren ruckelt es etwas, wenn die E*Thirteen TRS+ Dropper die Rasterungen passiert. Sauber verarbeitet, sehr gut montierbar, hohes Gewicht.
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Test: Fox Transfer Factory

Die Fox Transfer Factory überzeugt auf ganzer Linie. Sie ist nicht zu schwer, und sie lässt sich problemlos montieren. Auch der kleine, ergonomische Remote-Hebel gefiel uns sehr gut. Über diesen lässt sich zudem die Ausfahrgeschwindigkeit regulieren: Je stärker man drückt, desto schneller fährt die Fox Transfer Factory aus. Generell arbeitet sich die Fox Transfer Factory sehr flüssig und ohne Stottern nach oben. Der Endanschlag ist definiert, das übliche Horizontalspiel am Sattel kaum spürbar.
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Test: Kind Shock LEV Integra

Wenn Vario-Stützen getestet werden, erringt die sehr leichte Kind Shock LEV Integra stets einen Spitzenplatz. Das ist in diesem Test nicht anders. Nachdem der leichte Anfangswiderstand überwunden ist, fährt das Tauchrohr in einem Fluss ein. Genauso geschmeidig kommt es wieder heraus, bis es kurz vor dem Anschlag leicht gebremst wird. Der kleine Hebel liegt angenehm unter dem Daumen, findet immer ein Plätzchen und ermöglicht die Tempo-Regulierung. In Teilen leicht fummelige Montage.
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Test: Magura Vyron eLect

Magura hat die Fernbedienung seiner Magura Vyron eLect im zweiten Modelljahr modifiziert. Man trifft jetzt garantiert den Knopf für die Stütze und nicht versehentlich die Schalter für die (ggf. vorhandene) Fahrwerksteuerung. Eine andere Schwäche aber ist geblieben: Der Stellmotor öffnet das Hydraulikventil mit mehr als einer Sekunde Verzögerung. Erst dann fährt die Magura Vyron eLect aus oder ein, das jedoch extrem geschmeidig. Da die Stütze kabellos arbeitet, ist die Montage ein Kinderspiel.
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Test: Race Face Turbine Dropper

Race Face setzt bei der Race Face Turbine Dropper auf die Technik von 9Point8 – auch optisch ist das ersichtlich. Allerdings arbeitete unsere Test-Turbine nicht so sauber wie das Original. Beim Absenken ist gegen Ende ein höherer Widerstand spürbar. Man braucht Nachdruck, um die letzten Millimeter reinzupressen. Von dieser Dämpfung bleibt beim Ausfahren wenig übrig, die Race Face Turbine Dropper schießt rasend schnell nach oben. Die Race Face Turbine Dropper ist so nicht optimal kontrollierbar, auch weil der (zu) lange Hebel weniger gut am Finger liegt.
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Test: Rock Shox Reverb Stealth

Rock Shox hat der Rock Shox Reverb Stealth für 2017 ein neues Innenleben sowie eine Variante mit satten 170 mm Hub spendiert. Für große Biker ein Gewinn. Der Hebel lässt sich beidseitig montieren. Er liegt gut am Daumen, ist aber eher schwergängig. Sobald das Ventil offen ist, fährt die Rock Shox Reverb Stealth sehr geschmeidig und mit angenehmem Speed nach oben. Ausgefahren zeigt die Rock Shox Reverb Stealth leichtes Horizontalspiel am Sattel. Die Hydraulikleitung muss in der Regel nach dem passenden Ablängen entlüftet werden.
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Test: YEP Uptimizer 2.0

Leichte Probleme bereitet die YEP Uptimizer 2.0 nur beim Aufbau. Am Ventil sitzt der Zug nicht in alle Richtungen fest und rutscht beim Einschieben in das Sattelrohr gerne mal raus. Einmal installiert, arbeitet die leichte YEP Uptimizer 2.0 absolut sorglos. An das Joystick-Design des Hebels muss man sich gewöhnen, er ist aber leichtgängig und erlaubt die Steuerung der Ausfahrgeschwindigkeit. Generell gleitet die YEP Uptimizer 2.0 ruckelfrei auf und ab, wobei abwärts auf halber Strecke ein leichter, aber kaum störender Widerstand spürbar ist.
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