MTB-Parts, Zubehör und Bekleidung - 100 Teile im Test bei MountainBIKE

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Foto: Arturo Rivas Fox 32 Float 140 Factory

Von MountainBIKE getestet: MTB-Federgabel Fox 32 Float 140 Factory

Preis: ca. 1.000 Euro
Gewicht: 1.710 Gramm (inkl. 15-mm-Steckachse)
Testzeitraum: 14 Monate
Positiv: Samtiges Ansprechverhalten, für den Federweg leicht, keinerlei Probleme im Dauertest
Negativ: Hoher Preis

Testbericht: „Talas“, „Dual Position“, „Twin Shot“ – für die meisten (europäischen) Biker sind Niveauregulierungen bei Federgabeln ab 140 mm Pflicht: ein Klick am Gabelholm, und schon verkürzt sich der Hub um einige Zentimeter, beim Klettern kommt mehr Druck aufs Vorderrad. Ganz anders im Bike-Mutterland USA, wo Absenkfunktionen selbst bei Enduros oft verpönt sind. Kein Wunder, lange Anstiege wie in den Alpen sind in „Flow Country“ selten. Doch ist eine Absenkung hierzulande wirklich zwingend? MountainBIKE wollte es wissen, verbaute statt der obligatorischen Fox 32 Talas eine nicht absenkbare Float in ein Specialized Stumpjumper – ein AM-Fully mit 140 mm Federweg. Und? „Vermisst habe ich Talas auch in den Alpen nie, nur bei Steigungen ab 25 Prozent war mehr Körpereinsatz und -gefühl nötig“, so MountainBIKE-Testchef André Schmidt. Voraussetzung dafür ist jedoch ein eher steiler Sitzwinkel, wie ihn das „Stumpi“ mit 74,5° bietet, damit nicht zu viel Gewicht auf dem Hinterrad lastet. Der Wegfall der komplexen Talas-Technik hat sogar Vorteile: Die Float-Forke agierte im Dauertest durch die geringere interne Reibung feinfühliger als ein Talas-Pendant, wiegt circa 50 g weniger. Und: Was nicht da ist, kann nicht kaputtgehen. Insofern wundern die rund 3500 völlig sorglosen Testkilometer nicht: Selbst ohne viel Pflege sprach die Float jederzeit butterweich an, die Dichtungen waren beim Abschluss-Check im MountainBIKE-Labor super in Schuss, die Holme zeigten keinerlei Spiel – top!

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: MTB-Kurbel The Hive xcx+ Single Double

Preis: 333 Euro
Gewicht: 804 Gramm


Testbericht: Mit stabiler Bauweise bei geringem Gewicht und einigen pfiffigen, neuen Ideen hat sich „Kurbel-Newcomer“ The Hive (Bienenkorb,-schwarm) speziell in der Enduro- und Free­ride-Szene binnen Kürze einen Namen gemacht – so sitzt der linke Kurbelarm etwa auf einer polygonen Aufnahme, nicht auf einer Vielzahnwelle wie bei Shimano & Co. Auch der Professor wetzte sogleich die Messer, bestellte das Modell xcx+ Single-Double zur Dauerbehandlung ein. Die Eckdaten: Zweifach-Abstufung mit 38/24 Zähnen, 804 Gramm leicht (inklusive Innenlager, 170 mm Kurbelarmlänge), aus 7050er-Alu geschmiedet. Etwas aufwendig gestaltete sich zunächst der Einbau via mitgeliefertem Spezialwerkzeug für die Lagerschalen sowie diverser Spacer-Ringe. Letztere werden ab dem 2013er Modell übrigens nicht mehr notwendig sein. Dafür rotierte die steife Kurbel im sechsmonatigen Hardcore-Einsatz dann ohne jegliche Probleme. Die Lager laufen noch so sanft wie am ersten Tag, die Kettenblätter erweisen sich samt Zähnen als ziemlich robust, lediglich das Finish litt unter der wenig zimperlichen Behandlung – diverse Stürze im alpinen Gelände inklusive. Und auch die Abstufung der Kettenblätter überzeugte den Prof voll: „Zusammen mit einer 11–36er-Kassette die richtige Wahl für knackige Alpenabenteuer.“
Fazit: The Hive gilt als einer der spannendsten New­comer auf dem Parts-Markt – zu Recht, wie die Kurbel xcx+ beweist. Leicht, steif, robust, einfach prima!

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schuh Northwave Extreme Tech

Preis: 259 Euro
Gewicht: 673 Gramm (pro Paar Größe 41,5)
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Perfekte Kraftübertragung, nahtlose Konstruktion, Top Verschlusssystem
Negativ: Wenig Komfort, teuer

Testbericht: Superleicht und -steif, dazu optisch ein Knaller: Der Extreme ist ein Klickschuh, wie ihn Racer lieben. Auch im MountainBIKE-Test gefiel die perfekte Kraftübertragung des hochpreisigen Italo-Schuhs: Verdienst der extrem verwindungsarmen Carbon-Sohle sowie des ausgezeichneten Verschlusssystems mit Drehrad und top bedienbarer Ratsche. Zudem umschließt das nahezu nahtlose Microfiber-Obermaterial den Fuß wie eine zweite Haut. Der Geh- und Tragekomfort des "bockharten" Schuhs ist indes gering, der Schnitt fällt italienisch schmal/lang aus.

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: MTB-Reifen Schwalbe Hans Dampf SG

Preis: 64,90 Euro
Gewicht: 992 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Prima Mix aus Grip und Vortrieb, mit geringstem Druck fahrbar und dennoch super Pannenschutz
Negativ: Kurvengrip im Matsch

Testbericht: Speziell für Enduro-Rennen, aber auch für alle Biker, die einen sorglosen Reifen schätzen, hat Schwalbe die "Super-Gravity"-Karkasse entwickelt. Kurz erklärt: An der Seitenwand sorgt ein vierlagiger Aufbau für Stabilität und den Pannenschutz eines Downhill-Pneus, die „nur“ zweilagige Lauffläche drückt das Gewicht unter ein Kilo und bürgt für geringeren Rollwiderstand als bei echten Downhill-Schlappen. Zudem lässt sich der Reifen dank der glatten Innenwand problemlos "Tubeless ready", mit Milch statt Schlauch, fahren. Das spart weitere 200 Gramm und erlaubte den MountainBIKE-Testern (um 70 Kilogramm) geringe Luftdrücke um 1,5 Bar. Dennoch fühlte sich der Pneu äußerst stabil an, war selbst im gröbsten Gelände resistent gegen Durchschläge. Der gelungene Mix aus hohem Grip sowie guten Leichtlaufeigenschaften prädestiniert den Hans Dampf SG tatsächlich für Enduro-Rennen. Bei weichen, matschigen Bedingungen monierten die Tester aber den aufgrund der abgerundeten Lauffläche etwas spät einsetzenden Kurvenhalt. Prima: In Zukunft sollen noch weitere Schwalbe-Pneus als Super Gravity kommen.

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: MTB-Helm MET Kaos Ultimalite

Preis: 130,00 Euro
Gewicht: 251 Gramm (Größe M 54-57)
Testzeitraum: 10 Monate
Positiv: Leicht und prima belüftet, saugt sich nicht mit Schweiß voll, sehr gute Passform
Negativ: Drehrad etwas fummelig

Testbericht: Beim Kaos Ultimalite legt MET höchsten Wert auf Kühlung: So sorgen 22 teils sehr große Belüftungslöcher für frischen Wind, "Coolmax"-Pads im Inneren nehmen Schweiß sehr gut auf, und statt des üblichen Stoff- sitzt ein Gelpolster an der Stirnseite. Letzteres empfand MountainBIKE-Testchef André Schmidt im zehnmonatigen Dauertest zunächst als "ungewohnt und klebrig auf der Haut", dafür kann sich das Gel nicht vollsaugen. "Selbst im Hochsommer bleibt der Helm innen fast trocken. Für Vielschwitzer wie mich super, gerade wenn man nach einer Pause keinen klatschnassen Helm anziehen muss", so Schmidt. Zudem überzeugte der Allround-Helm mit sehr guter Passform und niedrigem Gewicht. Lediglich das Verstellrad war etwas fummelig zu bedienen. Nach intensivem, aber sturzlosem Einsatz zeigt der ordentlich verarbeitete MET zudem nur minimalen Verschleiß.

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: GPS-Gerät Falk Lux 30

Preis: 379,00 Euro
Gewicht: 277 Gramm (inkl. Lenkerhalterung)
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Leicht verständliches Menü, gute Routen-/Tracknavigation, stabile Lenkerhalterung
Negativ: Geringe Batterielaufzeit

Testbericht: Power-Button drücken, und los geht‘s: Für den ersten Test des mit 11,5 x 6,5 x 3 cm angenehm kompakten Falk Lux ließ MountainBIKE-Redakteur Zimek das Benutzerhandbuch links liegen. Tatsächlich erschlossen sich Basisfunktionen wie Routenführung, das Aufrufen und Aufzeichnen von Tracks sowie die Anpassung des Geräts in Helligkeit, Lautstärke und Zoomfaktor anhand der selbsterklärenden, übersichtlichen Menüführung. Zur Track-Übertragung vom PC auf das Gerät war jedoch ein Blick ins Handbuch nötig. Die Routen- und Tracknavigation funktionierte jederzeit problemlos, die Bedienfelder des Touchscreens reagieren zudem prompt und zuverlässig auf Befehle. Im Kaufpreis enthalten ist eine einfache Deutschland-Karte, deren Darstellung jedoch nicht zwischen Pfaden (bzw. Singletrails) und unbefestigten Feld- oder Forstwegen unterscheidet – als Orientierungshilfe für heruntergeladene Touren ist sie dennoch brauchbar. Besonderes Lob erntete die per gummiertem Textilband fixierte Lenkerhalterung: Hat man nach einigen Versuchen die richtige Einstellung gefunden, sitzt das Lux selbst in harten Downhill-Passagen bombenfest am Lenker. Größtes Manko des Lux: Die Batterielaufzeit beträgt nur geringe 2,5 Stunden. Für Tagestouren sollten Biker zu 2.400-mAh-Akkus greifen, mit denen sich die Funktionsdauer auf etwa sechs Stunden ausdehnen lässt.

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: Bike-Hose Protective Bargo

Preis: 140,00 Euro
Größen: S-XXXL
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Bequem, gute Passform, leichtes Tragegefühl, wasserabweisend
Negativ: Zu weiter Beinabschluss

Testbericht: Wer an kalten Tagen über Trails jagen, aber dabei nicht wie ein Held in Strumpfhosen aussehen will, greift zur langen Baggy – etwa zur Bargo von Protective – und zieht eine Polsterhose darunter. Die wasserabweisende Bargo bietet neben leichtem Regenschutz und guter Isolation einen bequemen, lässigen Sitz – anpassbar über zwei elastische Klettbänder am Bund. Die Netzschicht im Inneren sorgt per se für ein "luftiges" Tragegefühl, bei schweißtreibenden Ausfahrten klebt das Netz jedoch auf der Haut. Aufpassen: Der weite Beinabschluss verhakt sich schnell in Kette oder Kurbel und muss mittels der vorhandenen Klettstreifen straff fixiert werden.

Getestet in: MountainBIKE 01/2013

Von MountainBIKE getestet: MTB-Bremse Formula RO

Preis: 357,00 Euro (Vorderradbremse mit 203 mm Disc)
Gewicht: 455 Gramm (Vorderradbremse mit 203 mm Disc)
Testzeitraum: 11 Monate
Positiv: Enorme Bremspower, exzellente Standfestigkeit, sehr gute Dosierbarkeit
Negativ: Hebelweiten-Verstellbereich

Testbericht: Leicht, edel, bissig! Trotz häufiger Schleifprobleme erbremsten sich Formula-Discs zuletzt einen prima Ruf – exzellente Testbeurteilungen inklusive. So bekam auch die RO, jüngster Wurf der Italiener, im MountainBIKE-Test (12/11) die Traumnote "überragend" und musste diese fortan im Dauertest beweisen. Dabei brillierten die leichten Nobelstopper (Vorderradbremse 455 Gramm mit 203 Millimeter) mit enormer Brems-Power und höchster Standfestigkeit. Fading? Nachlassende Bremskraft bei langen Alpenabfahrten? Kein Thema! Das ist unter anderem Verdienst der neuen ovalen statt runden Kolben – diese pressen die Beläge mit mehr Auflagefläche an die Scheibe und sorgen mit gerillter Oberfläche für eine sehr gute Wärmeableitung. Neben der reinen Power überzeugte aber auch die feinfühlige Dosierbarkeit. Schleifgeräusche waren auch mit großer Disc im tolerablen Bereich, der enge Bremsspalt erfordert dennoch eine penible Montage. Der Belagverschleiß hielt sich im absolut normalen Rahmen. Auch sonst gab‘s keine störenden Auffälligkeiten. Ganz im Gegenteil: Die Bremse musste nicht ein einziges Mal entlüftet werden, fiel niemals aus und zeigte wie alle Formula-Bremsen ein Finish wie am ersten Tag. Die Hebelweitenverstellung reichte für kleine Finger jedoch nicht ganz aus – der Druckpunkt liegt weit vom Lenker entfernt.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Vario-Sattelstütze Giant Contact Switch

Preis: 199,00 Euro
Gewicht: 579 Gramm
Testzeitraum: 8 Monate
Positiv: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, solide Sattelklemmung, dauerhaft leichtgängiger Hebel
Negativ: Nur 100 Millimeter Verstellbereich

Testbericht: Im Vergleich zu den Vario-Stützen von Rock Shox und Kind Shock hat die Giant nur wenig (Hub) zu bieten. 100 Millimeter Verstellweg sind nicht viel, reichten MountainBIKE-Tester Haider Knall an seinem CC-Bike aber völlig aus – für den All-Mountain-Einsatz wäre indes mehr Hub wünschenswert. Der schmale Lenkerhebel sitzt nah am Griff und ist leicht zu betätigen. Stufenlos sorgte die Stütze für schnelles Auf und Ab, blieb dabei nahezu wartungsfrei. Die Sattelklemmung machte nie Probleme, lediglich die Dichtung musste nach staubigen Tagen geölt werden – sonst hakte die Liftfahrt spürbar. Und: leider nur mit 30,9 Millimeter Durchmesser erhältlich.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Minipumpe Crankbrothers Sterling LG

Preis: 55,00 Euro
Gewicht: 169 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Zweistufiges Pumpvolumen, recht präzises Manometer
Negativ: Erhöhte Klemmgefahr, Außenrohr verkantet sich

Testbericht: Crankbrothers‘ neue Minipumpen-Kollektion Sterling steht in zwei verschiedenen Längen, jeweils mit oder ohne Manometer, zur Auswahl. Der Praxistest erfolgte mit dem Modell Sterling LG – die lange Variante (276 mm) inklusive Druckanzeige. Etwa 0,1 Bar wich die Anzeige des Manometers vom realen Wert ab, mehr als ausreichend genau für unterwegs. Für den Rennrad-Einsatz funktioniert die Pumpe nur bedingt, da die Skala lediglich bis 7 Bar reicht. Der Pumpenkopf passt ohne Umbau sowohl für Rennrad- als auch für Autoventile und ließ sich einfach und sicher fixieren. Das Alu-Gehäuse macht einen sehr stabilen und wertigen Eindruck, allerdings verkanteten sich die Rohre im komplett ausgezogenen Zustand. Das bewegte Außenrohr barg zudem Klemmgefahr und begrenzte die Griffpositionen der "Haltehand". Praktisch: Über ein Stellrad lässt sich das Pumpvolumen zwischen groß und klein einstellen. Bis 1,8 Bar empfahl sich "groß" mit wenig Hüben, darüber "klein" – perfekt für Mountainbiker.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Freeride-Handschuh Endura MT500 Glove

Preis: 39,99 Euro
Größe: XS-XXL
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Haltbar und sauber verarbeitet, sehr griffig, gute Lenkerkontrolle, angenehm belüftet
Negativ: Silikon-Appliationen lösen sich

Testbericht: Mit hautenger Passform, uneingeschränkter Lenkerkontrolle und viel Bewegungsfreiheit überzeugte Enduras Handschuh MT500 die MountainBIKE-Tester auf Anhieb. Nach einem halben Jahr und etwa 1.500 Kilometern strapaziösem Dauereinsatz zeigen nur die Silikon-Applikationen der Fingerkuppen leichte Ablösungserscheinungen. Wo manch anderer Handschuh bereits Form und Faden verliert, wirkt der MT500 erst richtig "eingefahren". Selbst heftiger Bodenkontakt und viele Waschgänge konnten den starken Greifern nichts anhaben.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Laufradsatz Acros.74/Spank Vomax

Preis: 749,00 Euro
Gewicht: 1.476 Gramm
Testzeitraum: 13 Monate
Positiv: Prima Preis-Gewichts-Relation, exzellente, stressfreie Naben, wahrhaft glänzende Optik
Negativ: Vorderrad nicht optimal zentriert

Testbericht: Chromfarbene Spank-Vomax-Felgen, rotierend um noble Acros.74-Naben – wer das nötige Kleingeld investieren mag und kann, erhält bei Sports Nut einen wahrhaft glänzenden Laufradsatz. Der vornehmlich für den Cross-Country- und gemäßigten Toureneinsatz konzipierte Laufradsatz bringt 1.476 Gramm auf die Waage – ein sehr gutes Gewichts-Preis-Verhältnis. Über ein Jahr ließ die MountainBIKE-Redaktion die schicken Silberlinge dann in diversen Dauertest-Bikes ihre Runden drehen. Dabei begeisterte über die gesamte Laufzeit hinweg der seidenweiche und völlig stressfreie Lauf der bewährten Acros-Naben, auch der Freilauf war stets frei von Problemen. Letzteres gilt im Großen und Ganzen auch für das mit 32 Speichen klassisch aufgebaute Laufrad, selbst härtere Gangart konnte den leichten, aber dennoch robusten Alu-Felgen nichts anhaben. Beim abschließenden Werkstatt-Check notierte MountainBIKE-Laufradexperte Haider Knall zudem einen sehr guten Rundlauf der Prüflinge, allerdings war das Vorderrad um 2 Millimeter außermittig zentriert. Zudem monierte Knall den unsauber geschweißten Felgenstoß am Hinterrad. Dafür lagen die Steifigkeiten sowohl vor wie nach dem Dauertest voll im grünen Bereich. Wer‘s weniger glänzend mag: Der Satz ist auch in Schwarz, Rot und Weiß erhältlich.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Lupine Piko

Preis: ab 268,00 Euro
Gewicht: 149 Gramm (Lampenkopf inkl. Smartcore-Akku)
Testzeitraum: 1 Monat
Positiv: Geringes Gewicht, Leuchtkraft für die Größe top, große Auswahl an Modi, flexible Montage
Negativ: -

Testbericht: Die Piko ist der Winzling unter den Lupine-Leuchten, dennoch soll die neueste Version satte 900 Lumen Lichtstrom liefern – 150 Lumen mehr als das Vorgängermodell. Im Praxistest überzeugt die Piko mit einer für diese Lampengröße hohen Leuchtkraft, hell und breit genug für einfache Singletrails. Zwischen Vorgänger und neuer Piko konnten die Tester jedoch kaum einen Unterschied ausmachen. Größter Vorteil: das geringe Gewicht. Gerade mal 59 Gramm wiegt der Lampenkopf. In Verbindung mit dem Smartcore-Akku (optional) lässt sich das komplette Lichtsystem am Helm montieren. Sechs Programme mit verschiedenen Leuchtmodi stehen zur Verfügung.

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Sattel SQ Lab 611 Active 13

Preis: 150 Euro
Gewicht: 290 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Testbericht: Auch ein Freerider fährt nicht immer stehend bergab und benötigt deshalb passendes Sitzmobiliar. Des Professors Wahl für eine Schwarzwald-"Survival"-Durchquerung – mit schwerem Gepäck und in Summe gut 10.000 Höhenmetern – fiel auf das nicht gerade billige Parademodell von SQ Lab: 611 Active. Dieser Sattel vereint faires Gewicht (290 Gramm in kleinster von drei Breiten) mit einem ergonomisch ausgefeilten Shape. Clou: Am hinteren Ende der Sattelstreben befinden sich eine Elastomer-Einlage (in drei Härtegraden), die für eine gedämpfte seitliche Bewegung des Sattels sorgt. Die Satteldecke folgt quasi der Trittbewegung, zudem werden so die Bandscheiben mobilisiert. Schmitt: "Wenn‘s wirkt, dann bei mir eher unterschwellig – es fiel mir in der Praxis wenig bis gar nicht auf." Auffallend war dagegen der hohe Sitzkomfort des Stufensattels mit hohem Heck und deutlich tiefer liegender Nase: "Am Anfang benötigt es etwas Umgewöhnung, um die Sitzhöcker on top zu lassen. Aber dann sitzt man super entspannt, und der Schambereich wird nahezu völlig entlastet." SQ-Lab-typisch gefiel der 611 Active mit ausgezeichneter Verarbeitung und robuster Satteldecke, die auf eine sehr lange (Über-)Lebensdauer unter Schmitts Hintern hoffen lassen.
Fazit: Zunächst ungewohnt, dann richtig gut – der Stufensattel SQ Lab 611 Active verhilft nicht nur Problemsitzern zu stundenlangem Bike-Spaß. Ausprobieren!

Getestet in: MountainBIKE 12/2012

Von MountainBIKE getestet: Carbon-Laufradsatz Reynolds MTN AM

Preis: 1.499,00 Euro
Gewicht: 1.676 Gramm
Testzeitraum: 12 Monate
Positiv: Stabile Carbon-Felgen, Gewihts-Steifigkeits-Verhältnis, für viele Achsstandards
Negativ: Leichte Spannungsdifferenzen

Testbericht: Laufräder mit teuren Carbon-Felgen rollen längst nicht mehr nur auf superleichten Crosscountry-Maschinen, sondern finden in stabilerer Form auch immer mehr Fans im langhubigen Segment. Ob das auch auf Dauer hält, wollte MountainBIKE genau wissen und schickte das Kohlefaser-Modell MTN AM (26") von Reynolds für zwölf Monate in den Test. Mit 72 Kilo zählt MountainBIKE-Tester Sebal zwar nicht zu den Schwergewichten, forderte die Wheels aber dennoch im harten All-Mountain- bis Enduro-Einsatz. Ergebnis: Die Carbon-Felgen hielten den teils harten Belastungen sehr gut stand – kein nennenswerter Seiten- und Höhenschlag, keine Beschädigungen. Die 28 Speichen pro Laufrad setzten sich mit der Zeit und wiesen bei der nachträglichen Messung teilweise größere Spannungsunterschiede auf. Keine große Sache, aber die richtige Zeit, um die Speichenspannung von einer qualifizierten Person etwas nachjustieren zu lassen. Die innere Felgenmaulweite von 21 Millimeter reicht auch für den sicheren Sitz von 2,4"-Reifen. Ein geklebtes, luftdichtes Felgenband verschließt die Felgenbohrungen und ermöglicht auch das Fahren ohne Schlauch. Mit 1.676 Gramm erzielt das Laufrad-Set zwar keinen neuen Gewichtsrekord, liegt aber deutlich unter der Alu-Konkurrenz. Zudem bestückt Reynolds das MTN AM für 2013 mit neuen "Straight-Pull"-Naben, die das Gesamtgewicht auf schlanke 1.590 Gramm senken sollen.

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Computer VDO MC 2.0 WL

Preis: 85,00 Euro
Gewicht: 67 Gramm
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Viele Infos auf einen Blick, hoher Funktionsumfang, prima Roadbook-Funktion
Negativ: Höhenmessung etwas "träge"

Testbericht: Viele Jahre lang war der MC 1.0+ von VDO der Lieblingstacho der Redaktion – speziell Roadbook-Funktion sowie die exakte Höhenmessung begeisterten. Seit kurzem ist der Nachfolger auf dem Markt und wurde von MountainBIKE gleich auf zig Alpen-Touren getestet. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet der 2.0 WL mit entsprechendem Zubehör auch Trittfrequenz- sowie Pulskontrolle und eignet sich damit auch zum Training. Tourer erfreuen sich wie gehabt an den vielen Infos auf einem Blick – zu Strecke, Zeit, Temperatur und Höhe. Prima: Erneut gibt es einen zweiten Tageskilometerzähler (Roadbook-Funktion), um etwa Moser-Touren ohne umständliche Rechnerei nachzufahren. Durch den gewachsenen Funktionsumfang ist die Bedienung komplexer geworden, gelingt aber im Vergleich zur Konkurrenz recht intuitiv. Kritik: Bei Touren mit viel Auf- und Ab unterschlug das Barometer einige Höhenmeter – der 1.0 war "aufmerksamer".

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Bekleidung Dynafit Transalper Conver

Preis: 250,00 Euro
Gewicht: 329 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Trikot und Jacke in einem, windabweisend, rasch trocknend, perfekt durchdachte Details
Negativ: Extrem teuer

Testbericht: Vor allem Skibergsteiger schwören auf Dynafit. Nun widmen sich die Österreicher dem Bike-Sektor, bleiben dabei ihrer Philosophie treu: Leichte, hochtechnische und teure Produkte stehen im Fokus. MountainBIKE-Testchef Schmidt wählte zum Test nebst einer Baggy die Kombi-Jacke Transalper Conver, die sich dank zippbarer Ärmel in ein Kurzarm-Trikot verwandeln lässt – pfiffig, wenn auch etwas fummelig in der Bedienung. Ansonsten gefiel die Jacke mit cleveren Details wie den perfekt erreichbaren Rückentaschen. Das "Stormwall"-Material bietet zudem sehr guten Windschutz, ohne dass es in der Jacke zu schwitzig wird – für den Hochsommer ist sie aber auch als "Shirt" etwas zu warm.

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Lenker Gravity Light CSI

Preis: 129,90 Euro
Gewicht: 247 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Ergonomisch angenehme Form, steife Alu-Carbon-Konstruktion, auch für Downhill-Bikes geeignet, für den Einsatzbereich lecht
Negativ: -

Testbericht: Flache Lenker liegen bei Enduristen im Trend: Die Flatbars erlauben trotz hoher, hubstarker Federgabeln ein niedriges Cockpit – für viel Druck auf dem Vorderrad im Uphill oder bei aggressiven Kurvenfahrten. Gravity, Freeride-Marke von FSA, hat dafür seinen Light-CSI-Lenker mit 0 Millimeter Rise entsprechend tiefer gelegt. In der Praxis gefiel die Steifigkeit des 740 Millimeter breiten Carbon-Bars mit Alu-Kern sowie die angenehme Rückbiegung von 9°. Das Gewicht (247 Gramm) ist nicht rekordverdächtig, der Einsatz aber bis Downhill frei gegeben.

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Klickpedal Shimano PD-M980 (XTR)

Preis: 140,00 Euro
Gewicht: 311 Gramm
Testzeitraum: 14 Monate
Positiv: Überragende Funktion, sehr breite Standfläche, superbe Verarbeitung
Negativ: Gewicht für Race nur Mittelmaß

Testbericht: Perfekt verarbeitet, langlebig gelagert, mit dem besten, weil anpassbarsten und zuverlässigsten Bindungssystem auf dem Markt – Testberichte zu Shimano-Klickpedalen schreiben sich fast von alleine. Die neuen Highend-Klicker der Japaner machen da keine Ausnahme, ­Finish und Funktion der PD-M980 (XTR) sind auch nach über einem Jahr schlichtweg perfekt. Lediglich die Selbstreinigung bei Schlammfahrten wurde zwar zum Vorgänger hin verbessert, ist aber wie das Gewicht nicht ganz auf "Eggbeater"-Niveau. Dafür überzeugen die stark verbreiterte Standfläche sowie der flache(re) Aufbau voll und ganz!

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Minipumpe Syncros HV 1.0

Preis: 29,00 Euro
Gewicht: 160 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Stabiler Aluminium-Körper, gute Ergonomie für große Hände, flexibler, ausziehbarer Schlauch
Negativ: Allzu fester Sitz des Ventilkopfs

Testbericht: Die Minipumpe von Syncros ist mit 21 Zentimeter Länge ein Helfer für unterwegs. Kommt es zur Panne, braucht es jedoch etwas ­Fingerkraft, um den sehr festen Sitz des Ventilkopfs zu lösen, an dem der ausziehbare Schlauch hängt. Ist der Kopf aufgeschraubt, sitzt die Pumpe bombensicher und bietet mit stabilem Alu-Korpus gute Pump-Ergonomie.

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Handschuhe Ergon HX 2

Preis: 40,00 Euro
Gewicht: 67 Gramm
Testzeitraum: 10 Monate
Positiv: Unverwüstliches Obermaterial, komfortabler, vorgeformter Sitz, von Cross-Country bis Downhill einsetzbar
Negativ: Frottee-Daumen fehlt

Testbericht: Einer für alles? An den Händen von MountainBIKE-Tester Chris Pauls musste sich der neue Handschuh der Ergonomie-Experten zahlreichen Cross-Country-, All-Mountain- und Downhill-Einsätzen stellen. Selbst nach zehn Monaten löste sich am Ergon nicht eine Naht – der unverwüstliche Handschuh würde jeden Bauarbeiter glücklich machen! Auch die vorgeformte Passform überzeugte, zumal am HX 2 keine ­lästigen Innennähte, die auf die Fingerkuppen drücken, stören. An heißen Tagen vermisste Pauls ­jedoch einen Frottee-Daumen, um den Schweiß von der Stirn zu wischen.

Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Von MountainBIKE getestet: Dämpfer Cane Creek DBair

Preis: 599,00 Euro
Gewicht: 512 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 11/2012

Testbericht: Wenige Parts lösen bei Freeridern solche Haben-will-Reflexe aus wie das DBair-Federbein der US-Schmiede Cane Creek – wahre Wunderdinge in puncto Sensibilität und Schluckvermögen werden dem Luftdämpfer nachgesagt. Der Clou: Anders als bei anderen Fabrikaten wird das Öl in der Dämpfung nicht hin und her geschoben, sondern zirkuliert im Kreis durch vier Ventile (2 x Druck-, 2 x Zugstufe) – das soll Überhitzung vorbeugen. Grund genug für MountainBIKE, den Professor mit dem Edelteil auszustatten: Zehn Monate lang rockte Schmitt mit dem DBair in seinem Hardcore-Enduro – Touren mit Freeride-Legende Brett Tippie auf Malaga und Downhill-Action im Vinschgau inklusive. Und? "Super sensibel, spricht extrem fein an, wippt dennoch nicht im Uphill", bestätigt der Professor die hohen Erwartungen. Selbst das oft als kompliziert kritisierte Setup empfand Schmitt als eher bereichernd: "Mit Luft, Druck- und Zugstufe – jeweils Low- sowie Highspeed – ließ sich der Dämpfer perfekt auf meinen Fahrstil einstellen. Zudem gibt‘s inzwischen einen Tuning-Guide von ­Cane Creek zur Hilfe." Und auch im Groben überzeugte die "US-Luftwaffe" den Professor mit hohem Durchlagschutz – auch wenn durch die starke Endprogression etwas Hub stets ungenutzt blieb.
Fazit: Der DBair wird den hohen Erwartungen gerecht! Ein genial einstellbarer Dampfhammer für Enduro- und FR-Fullys – wenn er ins Bike passt ...

Von MountainBIKE getestet: Federgabel Rock Shox SID 29 XX WC

Preis: 1.007,00 Euro
Gewicht: 1.513 Gramm
Testumfang: 3.072 Kilometer
Positiv: Lineare Kennlinie, kaum Wippen, sehr niedriges Gewicht, keinerlei Probleme im Dauertest
Negativ: Mittelmäßige Steifigkeit, teuer

Testbericht: Wohl keine andere Federgabel genießt einen solchen Legendenstatus wie die SID – seit rund 15 Jahren geleitet sie vor allem Cross-Country-Biker ins Ziel und aufs Podium. Umso erstaunlicher, dass sich Rock Shox bis zum Vorjahr Zeit ließ, die ersehnte 29er-Variante zu bauen. Das Topmodell XX World Cup mit 100 Millimeter Hub wanderte sogleich in ein MountainBIKE-Racebike und musste neben vielen Trainingskilometern auch zweimal das Kult-Nachtrennen Schlaflos im Sattel überstehen. Vorab löste der Blick auf die Waage Begeisterung aus: 1.513 Gramm sind ein Spitzenwert, den Rock Shox dank Carbon-Krone und -Schaft erreicht. Kehrseite der Medaille: Der Preis ist gesalzen, und die Steifigkeiten erzielten im MountainBIKE-Labor nur mittelmäßige Werte. Auf dem Trail spürte die – allerdings eher leichtgewichtige – MountainBIKE-Crew davon wenig. Im Gegenteil, die SID 29 führte stets äußerst präzise. Dazu passt die eher straff-sportliche Charakteristik der Federungskennlinie: So spricht die SID auf kleine Schläge durchaus feinfühlig an, agiert im mittleren Bereich dann mit steiler, linearer Kennlinie sehr straff, nutzt bei groben Schlägen die 100 Millimeter Federweg wiederum sehr gut aus. Zudem wippt die Forke selbst ohne aktivierten Lockout (Auslösehärte einstellbar) selbst im Wiegetritt nur minimal – ganz so, wie es Racer lieben. Prima: keinerlei Probleme im Langzeiteinsatz wie Öl- oder Luftverlust, zudem mit exzellentem Oberflächen-Finish.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: Vario-Sattelstütze Procraft H-Lifter

Preis: 140,00 Euro
Gewicht: 672 Gramm
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Sehr gute Bedienbarkeit, zuverlässige Funktion, tragen am Sattel möglich
Negativ: Vorspannschraube gelockert

Testbericht: Vario-Stützen erleichtern des Bikers Leben ungemein: Mit tiefergelegtem Sattel verleihen sie Sicherheit in Downhills und bringen bergauf das Sitzmöbel per Knopfdruck in die Ausgangsposition. Für tadellose Funktion, leichte Bedienbarkeit und ihren günstigen Preis erhielt die Procraft H-Lifter im MountainBIKE-Vergleichstest (Ausgabe 11/10) den begehrten Kauftipp. Leichte Punktabzüge erhielt sie für ihren eher geringen Hub von 95 Millimeter sowie das recht hohe Gewicht (672 Gramm). Auch im Dauertest enttäuschte der Liftboy nicht: 1.400 Kilometer trug die flexible Stütze MountainBIKE-Redakteur Christian Zimek über Touren und Trails, glänzte dabei mit zuverlässiger, reibungsloser Höhenverstellung und entwickelte nur ein minimales, seitliches Spiel. Allerdings lockerte sich nach zahllosen Rüttelpisten die Vorspannschraube an der Unterseite der Stütze. Diese ließ sich aber mit einer dünnwandigen 13er-Nuss wieder sicher fixieren.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schlauch Eclipse Bicycle Tube

Preis: 49,00 Euro
Gewicht: 52 Gramm
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Ultraleichter, robuster Schlauch, erstklassiger Pannenschutz, kein Luftverlust im Dauerbetrieb
Negativ: Sehr, sehr, sehr teuer

Testbericht: Ja, die lustigen Rundlinge auf dem Bild sind wirklich Schläuche, namentlich Eclipse. Der Schweizer Hersteller fertigt seine Luftbehälter aus durchsichtigem Polyurethan (PU). Vorteile gegenüber Butyl? Die Robustheit von PU erlaubt dünne Wandstärken, die das Gewicht auf sagenhafte 52 Gramm pro Schlauch (26") senken. Zum Vergleich: Ein leichter Butyl-Schlauch wiegt 125–130 Gramm. ­Zudem erreichte das Eclipse-"Gummi" im Labortest (MountainBIKE 6/12) top Werte beim Durchschlag- und vor allem Durchstichschutz. Und im Langzeittest? Nach 1.500 Kilometern auf teils heftigen Alpen-Trails zählten die Tester keinen einzigen Platten, auch Nachpumpen war nicht nötig. Zudem wurde die einfache Montage gelobt. Bleibt als Kritik der extreme(!) Preis.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Rucksack Mountain Hardware Fluid 18

Preis: 70,00 Euro
Gewicht: 775 Gramm
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Sehr leicht und günstig, separates Trinkblasenfach
Negativ: Instabiles Rückensystem, kein aufgesetztes Außenfach

Testbericht: Mit liebevoller Modellpflege kämpfen zahlreiche Outdoor-Hersteller um die Vorherrschaft auf Bikers Rücken. Seit kurzem schickt ein weiterer Anbieter – Mountain Hardwear – mit dem ­Fluid 18 einen neuen, spannenden Bike-Rucksack ins Rennen. Mit 775 Gramm ist er sehr leicht, darüber hinaus budgetfreundlich kalkuliert. Im Praxistest auf zahlreichen Testerrücken punktete der Fluid mit seinen vier Seitentaschen, in denen sich Kleinteile gut erreichbar unterbringen lassen, sowie dem geräumigen, weit aufklappbaren Hauptfach mit kleinem Netzfach. Prima: Trotz des geringen Gewichts besitzt der Fluid ein separates Trinkblasenfach mit Reißverschluss. Nach vier Monaten strapaziösem Dreckbeschuss zeigt das Material kaum Abnutzung, die Reißverschlüsse schnurren leichtgängig wie am ersten Tag. Kritik erntete das gut belüftete, aber überaus instabile Rückensystem. Bei Verwendung mit einer Trinkblase beulte dieses stark aus und erzeugte Druckstellen im unteren Rückenbereich. Zudem fehlte den Testern ein aufgesetztes Außenfach zur besseren Organisation des Rucksackinhalts.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schaltwerk Sram X0 Type 2

Preis: 235,00 Euro
Gewicht: 221 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Äußerst ruhiger Kettenlauf, Käfig-Arretierung, präzise, direkte Schaltvorgänge
Negativ: Etwas höhere Fingerkraft nötig

Testbericht: Shimano machte es vor, Sram zieht nach: Wie die japanische Konkurrenz ("Shadow Plus") bietet nun der US-Riese einen Teil seiner 10-fach-Schaltwerke optional mit einer "Käfig-Dämpfung" an. "Type 2" nennt Sram die Technik, die durch erhöhte Reibung im unteren Gelenk des Schaltkäfigs das Auf- und Abschlagen der Kette deutlich mindern soll. Verantwortlich dafür ist ein "One-Way"-Nadellager, das vom Funktionsprinzip einem Freilauf ähnelt: Das Schaltwerk schwingt leichtgängig zum Schalten nach hinten, die Vorwärtsbewegung wird deutlich gebremst. Und das funktionierte im ersten, ausführlichen Praxistest ausgezeichnet. MountainBIKE-Testchef André Schmidt: "Selbst auf ruppigen Trails schlägt die Kette nicht gegen die Streben, und man gleitet quasi lautlos ins Tal – ein Traum!" Zudem sprang den MountainBIKE-Testern nicht einmal die Kette ab: "Selbst im All-Mountain-Sektor halte ich eine Kettenführung damit für überflüssig", so Schmidt. Anders als Shadow Plus ist Type 2 nicht zu-/abschaltbar, also stets aktiv. Damit trotz der erhöhten Kettenspannung der Aus-/Einbau des Hinterrads gelingt, gibt es ein weiteres Feature: Mittels "Cage Lock" kann der Käfig arretiert werden – eine pfiffige Idee, zumal dadurch auch Reparaturen an der Kette zum Kinderspiel werden. Doch das leiseste Schaltwerk nützt wenig, wenn es nicht schaltet – und das machte der im Test verbaute X0-Wechsler mit hoher Präzision. Dabei rasteten die Gänge noch einen Tick knackiger ein als von der X0-Gruppe eh gewohnt. Die benötigte Fingerkraft ist dafür höher als bei Shimano – Geschmackssache. Schade jedoch, dass beim 2 x 10-Antrieb die sonst nutzbare Kombination großes Kettenblatt (39 Zähne) und großes Ritzel (36 Zähne) mit Type 2 viel schwergängiger lief als ohne – Trailfans werden dies, wie das Mehrgewicht (30 Gramm), gerne verschmerzen.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Helm Cannondale Ryker

Preis: 80,00 Euro
Gewicht: 292 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Sehr gut belüftet, dicke Polster, komfortabler, definierter Sitz, top Preis-Leistungs-Verhälnis
Negativ: Visier stört das Blickfeld

Testbericht: Mit seinem leichtgängigen, gut bedienbaren Verstellrad überzeugte der in zwei Größen erhältliche Ryker MountainBIKE-Tester Christian Zimek auf Anhieb, punktete mit definiertem, rutschfestem Sitz. Zahlreiche, große Belüftungslöcher sorgten selbst an sehr heißen Tagen für angenehme Kühlung. Die weiche Polsterung an Stirn und Seiten sowie das Gummipolster des Verstellsystems im Nackenbereich bürgten für hohen Tragekomfort ohne Druckstellen. Der Kaufklasse-Kopfschützer bringt knapp 300 Gramm auf die Waage – wer es leichter will, muss meist deutlich mehr investieren. Einziges Manko der mattschwarzen Sturzschale war das allzu tief reichende (und rasch demontierte) Visier, welches das Blickfeld stark beengt.

Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schuh Gaerne G. Viper

Preis: 280,00 Euro
Gewicht: 432 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 10/2012

Testbericht: Auch ein Freireiter wie der Professor steht buchstäblich nicht nur auf Flatpedals. Oft sind Klickschuhe Pflicht: etwa bei MountainBIKE-Tests im Race- bis All-Mountain-Bereich oder beim Rehabilitations-Training auf der Rolle – wenn die Knochen mal wieder zusammenwachsen. Thomas Schmitt wählte dafür das Topmodell der Italo-Nobelmarke Gaerne: G. Viper – mit 280 Euro wohl ein Luxusartikel. Dafür glänzt der Edel-Schlappen mit Detailliebe: Die Klettverschlüssen zurren den Mittelfuß via Nylonbänder in Position, der Ratschenverschluss ist zigfach regulierbar, um den Spann mittig zu umfassen – top! Der Leisten fällt indes speziell aus. Schmitt: "Eher eng, flach, aber lang geschnitten – wer auf breitem Fuß lebt, wählt eine halbe Nummer größer." Auf dem Trail agierte der Viper bissig: "Extrem steif, top Kraftübertragung", so der Professor, der dafür Abstriche in puncto Gehkomfort und Fersenhalt (bei Tragepassagen) notierte. Prima: Der exzellent belüftete Gaerne steckte deftige Felskontakte, etwa bei einem Baskenland-Trip, schadlos weg – superbe Schuhmacherarbeit aus Bella Italia!
Fazit: Let‘s race! Der Viper ist nichts für Komfort-Fans, sondern ein handwerklich perfekter, hochsteifer Rennschuh mit toller Anpassung.

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schaltgruppe Sram X0

Preis: ca. 1.544,00 Euro
Gewicht: 2.580 Gramm (Komplettgruppe + Bremse mit 180er-Discs)
Testumfang: 3.280 Kilometer
Positiv: Hochpräzise Schaltvorgänge, langlebig trotz geringen Gewichts
Negativ: Defektes Gewinde am Shifter, entlüften der Bremse öfter nötig

Testbericht: Edel, leicht, funktionell und teuer: Die X0-Gruppe von Sram hat sich im Laufe des vergangenen Jahrzehnts als Gegenspieler der Shimano XTR etabliert. Logo, dass auch der 2011er Jahrgang an ein MountainBIKE-Dauertestrad musste: Testchef André Schmidt schraubte die komplette X0, bestehend aus 2 x 10-Antrieb und Scheibenbremse, an sein All-Mountain-Fully. Vom ersten Trail an begeisterte dann die hohe Präzision der Schaltung: Zwar nicht so "sanft" wie bei Shimano, dafür aber traumhaft direkt und "knackig" rasteten die Gänge auf der Zehnfach-Kassette ein. Schmidt: "Zudem hat Sram das Zusammenspiel von Kettenblättern und Umwerfer erheblich verbessert. Eine penible Umwerfer-Justage ist aber nach wie vor Pflicht." Auch die Dauerhaltbarkeit des Antriebs überzeugte, der Verschleiß von Kette (erster Tausch nach etwa 2.200 Kilometern) und Kassette blieb im normalen Rahmen, die "exponierten Teile" wie Schaltwerk und Kurbel steckten den harten Trail-Alltag mit üblichen Blessuren wie oberflächlichen Kratzern weg. Allerdings riss am linken Schalthebel die Befestigungsschraube aus dem Gewinde – was MountainBIKE schon bei mehreren X0/XX-Shiftern beobachtete. Mit im Verhältnis zum geringen Gewicht hoher Bremskraft und formidabler Dosierbarkeit glänzten die Bremsen, diese mussten jedoch circa alle 1.000 Kilometer entlüftet werden – nervig! Gut, dass Sram für die jetzt auf den Markt kommende neue X0-Disc Besserung verspricht.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Helm Bell Variant

Preis: 100,00 Euro
Gewicht: 290 Gramm
Testzeitraum: 13 Monate
Positiv: Hoher Tragekomfort, ausgezeichnete Passform, sehr gut belüftet
Negativ: Defekt am Schließmechanismus

Testbericht: Eigentlich ein top Helm: Der Bell Variant (ca. 290 Gramm) überzeugte im MountainBIKE-Test 4/11 mit sehr guter Belüftung und exzellenter Passform – bei nahezu allen Kopfformen. Auch im anschließenden Dauertest gefiel der hohe Tragekomfort und der auch auf ruppigen Trails stets wackelfreie Sitz. Umso ärgerlicher, dass nach einem Jahr der Verschluss versagte: Ohne äußere Gewalteinwirkung löste sich eine Ratsche aus dem Drehmechanismus. Reparatur zwecklos, das Aus für den Variant! Immerhin: Zwei weitere Bell-Helme zeigten im ­Dauertest keine Probleme.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: Flatpedal Shimano PD-MX80

Preis: 80,00 Euro
Gewicht: 494 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Sehr guter Grip, bissige Pins, robuste Bauweise, Stahlachse, exzellenter Lagerlauf
Negativ: Relativ hohes Gewicht

Testbericht: Vor (vielen) Jahren waren die MX30-Pedale von Shimano erste Wahl von Flatpedal-Fans – jetzt gibt‘s mit den Saint-Pedalen (PD-MX80) endlich den Nachfolger. Mountain-Testchef Schmidt trat unter anderem in Whistler kräftig zu: "Sehr guter Grip dank langer Pins und leicht konkaver Standfläche." Zudem gefiel der – typisch Shimano – seidige Lauf der Konuslager und die sehr solide Bauweise: Auch nach heftigen Pedalaufsetzern zieren nur einige Kratzer den Alu-Korpus. So bleibt als Kritik das mit 494 Gramm vergleichsweise hohe Gewicht.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: Windjacke Norrona Fjora Aero 100

Preis: 159,00 Euro
Gewicht: 98 Gramm (in Größe M)
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Sehr leicht, kleines Packmaß, bequeme Passform, Bundweite regulierbar
Negativ: Bei hoher Intensität schwitzig

Testbericht: Zusammengefaltet kaum größer als ein Schlauch, und nur rund 100 Gramm leicht: Wie ein Hauch von nichts legt sich der elastische Stoff der teuren Fjora um Oberkörper und Arme und schützt effektiv vor kühlem Fahrtwind. Obwohl der ­Fokus auf möglichst niedrigem ­Gewicht liegt, ist die Jacke nicht zu ­minimalistisch geraten: Eine ausreichend große Rückentasche bietet Stauraum für Riegel, Handy, Schlauch und Co. Elastische Bündchen an den Ärmeln und ein arretierbarer Gummizug im Bund sorgten zudem für eine top Passform. Manko: Auf schnellen Touren kam das "Aero 100"-Material an seine Grenzen und entwickelte ein schwitziges Tragegefühl.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: Dachträger Thule Wingbar/Proride

Preis: 280,00 Euro
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Top Rahmenhalter und -schienen, leise, wenig Mehrverbrauch, sicheres Fahr-/Crash-Verhalten
Negativ: Komplexe Konfiguration

Testbericht: Sommerzeit ist Reisezeit! Wer sein Zweirad mitnehmen will, steht vor einem Problem. Denn meist ist der Heckraum des Autos belegt, etwa durch Koffer oder die Familie. Bleiben zum Transport ein Dachträger oder ein Heckträger – mit Vor- und Nachteilen. So ist beim Kupplungsträger der Mehrverbrauch geringer, die Beladung einfacher – dafür sind die Anschaffungskosten hoch, speziell wenn die Kupplung nachgerüstet werden muss. Und während beim Kupplungsträger das Auto in der Länge wächst, wächst es beim Dachträger in der Höhe – das bedeutet Vorsicht bei Garagen etc. Die MountainBIKE-Dauertestwahl fiel auf ein Dachträgersystem von Marktführer Thule, bestehend aus dem neuen, windkanaloptimierten Grundträger Wingbar 960 mit Adaptern (zusammen ca. 180 Euro) und dem Radträger Proride 591 (99 Euro). Die Konfiguration der einzelnen Bausteine ist komplex, immerhin hilft die Thule-Website, die zum Auto passende Kombi zu finden. Montiert war das System in rund 45 Minuten, trotz der nicht gerade leicht verständlichen (drei!) Anleitungen. Beim Beladen gefiel die ausgezeichnete Klemmung des Bike-Rahmens via Drehrad, zudem passte vom 29"-Hardtail bis zum Enduro-Fully fast der komplette MountainBIKE-Bike-Fuhrpark in die breiten Schienen. Nur ein Downhill-Bike ließ sich am kantigen Unterrohr nicht klemmen. Im Fahrbetrieb glänzte die Thule-Kombi: keine störenden Nickbewegungen des Autos, kaum wahrnehmbare Windgeräusche, und auch der Mehrverbrauch war mit circa 10 Prozent eher gering – ein Verdienst des aerodynamisch optimierten Wingbar. Laut Hersteller soll dieser zum Beispiel 90 Prozent weniger Schallenergie produzieren als andere Thule-Grundträger. Wichtig: Auch im Crashtest von MountainBIKE (7/11), AUTOStraßenverkehr und Dekra überzeugte der Proride mit hoher Sicherheit.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: Knieschützer Six Six One Evo Knee

Preis: 99,90 Euro
Gewicht: 476 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Testbericht: Leichtgewichtig, flexibel genug zum langen Pedalieren und klein genug, um im Rucksack Platz zu finden – auch immer mehr All-Mountain- und Touren-Biker schwören auf Soft-Protektoren. Zumal deren Hightech-Schaumfüllungen (Markennamen: d3o, sas-tech etc.) Stöße sogar weitaus besser absorbieren als Hartschalen (siehe MountainBIKE 9/11). Auch der Professor trägt "sein" Paar Knieschoner quasi stets am Mann: aktuell den relativ teuren Evo Knee von Six Six One (661). Dieser schützt mit einem vorgeformten d30-Pad, wie es etwa auch Scott oder Raceface verwenden. Und? Vor allem der Tragekomfort des in vier(!) Größen erhältlichen Stoßdämpfers begeisterte den Professor: "Super angenehm! Sehr leicht und luftig am Knie, liegt nicht unangenehm an. Und dank Vorformung und der vielfältigen Größenwahl völlig rutschfreier Sitz", so Schmitt. Neben diversen kleinen Stürzen musste der 661 Evo Knee auch einen kapitalen Crash verdauen. Prof: "Ich bin an einem Sprung zu weit raus und in einer fetten Wasserrinne notgelandet ..." Ergebnis: Beim heftigen Aufprall riss die oberste Kevlarschicht des Schoners, des Professors Knie blieb jedoch heil: "Ich hatte nicht mal einen Hauch von Schmerz, alles perfekt absorbiert!“
Fazit: Nie mehr ohne! Flexible Soft-Protektoren sind Pflicht für Enduristen – und sinnvolle Sicherheitsreserve für alle Biker. Dank top Passform und Schutz gebührt dem 661 Evo Knee des Professors Empfehlung.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Sattel Ritchey WCS Streem Carbon

Preis: 149,00 Euro
Gewicht: 152 Gramm (in Größe M)
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Extrem leicht, dennoch robust, für Race-Sattel gute Dämpfung, gleichmäßige Druckverteilung
Negativ: Nur in einer Breite erhältlich

Testbericht: Ein Sattel, wie ihn Racer lieben: extrem leicht (152 Gramm dank Carbon-Streben und -Schale), schmal, dezent gepolstert. Auch den meisten MountainBIKE-Ridern gefiel der schlanke Ritchey-Sitz: "Die dünne Polsterung ist anfangs gewöhnungsbedürftig, gerade auf langen Marathons aber dann doch erstaunlich komfortabel", so das Urteil. Dies ist auch ein Verdienst der flexiblen Sattelflügel ("Vector Wing"), die für Vibrationsdämpfung sorgen. Schade allerdings, dass es den Streem nur in einer Breite (131 Millimeter, MountainBIKE-Messung) gibt: Für Biker mit großem Sitzhöckerabstand ist er klar zu schmal. Vorsicht: Die hochprofiligen Carbon-Streben passen nicht in jede Sattelstütze.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: Standpumpe SKS Airkompressor 12.0

Preis: 30,00 Euro
Gewicht: 1.295 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Sehr gut ablesbares Manometer, einfache Handhabung, effiziente Pumpleistung
Negativ: Etwas wackeliger Stand

Testbericht: Günstig, aber gut? Mit dem schlichten Airkompressor 12.0 hat Pumpenspezialist SKS ein neues, preisaggressives Modell im Angebot – der legendäre SKS Rennkompressor kostet das Doppelte. Bis zu zwölf Bar schafft das schwarze Hubwerk – nett für Biker, die auch ein Rennrad im Fuhrpark besitzen. Entscheidender: Auch im Vergleich mit teuren Standpumpen liegt der Airkompressor bei dem für Biker wichtigen Pumpvolumen pro Hub im guten Mittelfeld. Der harte, aber angenehm breite Kunststoffgriff liegt dabei sicher in der Hand und ermöglicht kraftvolles Pumpen. An den beiden Öffnungen des Pumpenkopfes können alle gängigen Ventilarten per Hebelarretierung angeschlossen werden. Einzig der etwas kurz geratene Schlauch sowie der unsichere Stand der Pumpe im unbenutzten Zustand fielen negativ auf: Selbst bei kleinen Schubsern gerät die Pumpe aus dem Gleichgewicht und fällt um. Prima hingegen ist das sehr große und perfekt ablesbare Manometer zur Druckkontrolle.

Getestet in: MountainBIKE 09/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Bremse Brake Force One

Preis: ab 434,00 Euro
Gewicht: 250 Gramm (Gewicht VR-Bremse inkl. 180-mm-Disc)
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Großer Bremsspalt möglich, äußerst geringes Gewicht
Negativ: Dosierung nicht optimal, Fingerkraft im Leerweg nötig

Testbericht: Mit seiner "andersartigen" Bremse Brake Force One sorgte Jung-Erfinder Jakob Lauhoff für eines der innovativsten Produkte der letztjährigen Eurobike. Im Gegensatz zu üblichen Scheibenbremsen arbeitet der Stopper mit einem ausgeklügelten Bremskraftverstärker: Über eine mechanische Übersetzung pressen die Beläge trotz Niederdruckleitung mit sehr hoher Kraft gegen die Bremsscheibe. Im ersten Praxistest konnte die Bremse die hohen Erwartungen jedoch nicht in allen Punkten erfüllen. Die Brake Force One erzeugt zwar ordentlich Bremskraft, allerdings sehr unvermittelt und ist somit knifflig zu dosieren – die Testfahrer benötigten lange, um sich mit der Bremse vertraut zu machen. Beim Ziehen des Hebels erfährt der Fahrer zudem bereits im Leerweg einen ungewohnt hohen Widerstand, der etwas mehr Fingerkraft fordert. Prima: Über das Stellrad am Hebel lässt sich der Bremsspalt großzügig verstellen, ein wirksames Mittel gegen schleifende Beläge. Eine automatische Belagsnachstellung gibt es im Gegenzug allerdings nicht. Bei nassen Verhältnissen kehrten die Beläge zudem beim Loslassen des Hebels nicht sofort in die Ausgangsposition zurück, sondern rubbelten noch einige Zeit an der Scheibe. Gute Stimmung kommt beim Blick auf die Waage auf: Die Vorderradbremse wiegt ohne Scheibe nur schlanke 210 Gramm. Noch weniger schafft die Edel-Version von Tune, die 181 Gramm wiegen soll.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Motionlights Nimo 11

Preis: 299,00 Euro
Gewicht: 318 Gramm (Gewicht inkl. Akku)
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Recht hell, prima Ausleuchtung, intuitive Handhabung, niedriges Gesamtgewicht
Negativ: Lockerer Sitz des Akku-Kabels

Testbericht: Federleichte 105 Gramm wiegt der CNC-gefräste Alu-Leuchtenkopf und bringt mit drei XM-L-Cree-LEDs und 1.300 Lumen (Herstellerangabe) Licht ins Dunkel. Im MountainBIKE-Praxistest überzeugte die 300 Euro teure Leuchte mit trailtauglicher Helligkeit und einem ausreichend breiten Leuchtkegel. Die Akkulaufzeit betrug in der höchsten Leuchtstufe 2,5 Stunden – ein guter Wert, gemessen an der erbrachten Helligkeit. Kritik erntete die Verbindung von Lampenkabel und Akku. Schon bei geringem Zug löste sich der Stecker vom Energiepaket und ließ den Biker im Dunkeln stehen. Ein Helmhalter ist im Lieferumfang enthalten.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: GPS-Gerät Garmin Etrex 30

Preis: 259,00 Euro
Gewicht: 158 Gramm
Testzeitraum: 9 Monate
Positiv: Starker Empfang, prima Display, stimmige Ausstattung mit Karte, üppige Batterielaufzeit
Negativ: Langsamer Kartenzoom

Testbericht: Der kompakte, 158 Gramm leichte GPS-Zwerg begeisterte im Praxistest mit einem auch bei Sonne prima ablesbaren Display und starkem Empfang. Kein Wunder, wertet der Garmin-Lotse doch auf Wunsch zusätzlich die Signale des russischen GLONASS aus. Diese Option machte sich in einer flotteren und unter schwierigen Bedingungen wie tief eingeschnittenen Tälern auch genaueren Positionsbestimmung bemerkbar. Ebenso überzeugten die leichte Bedienung und die vielseitigen Navigationsmöglichkeiten mit automatischer Routenberechnung. Allerdings ließ sich die Funktion "Active Routing", eine speziell für Outdoor-Aktivitäten konzipierte Routenberechnung, mit neueren Garmin-Karten wie der Topo Deutschland Pro nur nutzen, wenn die Tour vorab am Computer geplant wurde. Singletrailfans werden das verschmerzen, da Active-Routing-Vorschläge meist über Forst-, Feld- und Karrenwege führten. Kaum Wünsche offen ließ dafür die stimmige Ausstattung mit Höhenmesser und Kompass. Sogar eine vereinfachte Karte ist im Kaufpreis von 259 Euro enthalten. Je nach gewünschter Region (etwa Bayern) kann die "Topo Deutschland Light" genannte Karte nach dem Kauf heruntergeladen werden. Kritikpunkte? Das Zoomen und Scrollen von Karten könnte flotter erfolgen, nicht nur mit Rasterkarten. Top dagegen war die üppige Batterielaufzeit von bis zu 20 Stunden, die pro­blemlos für Wochenendtouren ausreichte.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Hose Craft Performance Loose Fit

Preis: 100,00 Euro
Größen: S-XXL
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Dehnbares, robustes Material, sehr flexibel anpassbar, schwitzfreies Klima, top belüftet
Negativ: Unsauber verarbeitet

Testbericht: Eher bekannt für ausgereifte Race-Bekleidung, nehmen die Schweden von Craft nun Kurs auf das Touren- und All-Mountain-Segment: Im MountainBIKE-Test saß die Performance Loose Fit Shorts tatsächlich angenehm "loose" am Bein, ließ sich dank der dehnbaren Klettverstellung am Bund jedoch stets perfekt anpassen. Mit ihren zahlreichen Stretcheinsätzen gewährte sie hervorragende Bewegungsfreiheit, ohne sich bei steilen Abfahrten an der Sattelnase einzuhaken. Die mitgelieferte Innenhose spendete langstreckentauglichen Sitzkomfort, an den Beinabschlüssen fällt diese recht eng aus. Die Verarbeitung der Nähte dürfte indes sorgfältiger sein.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Rucksack Osprey Zealot 16

Preis: 100,00 Euro
Gewicht: 1.265 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Testbericht: Ein leichter Trink­rucksack, speziell für Freerider und Enduristen? Logisch, dass "Prof" Schmitt den jüngsten Wurf der US-Rucksackspezialisten von Osprey bereitwillig auf den Rücken schnallte – seit bald einem Jahr ist der "Fanatiker" (engl. Zealot) im Hardcore-Einsatz. Dabei begeisterte den Prof vor allem der Detailreichtum: "Ob Magnethalterung für den Trinkschlauch, Fullface-Halterung, Extra-Trinkblasenfach oder die praktischen kleinen Taschen am Hüftgurt – der Sack ist richtig pfiffig gemacht." Den eigentlichen Clou des 16-Liter-Rucksacks, ein ausklappbares und von unten zugängliches Werkzeugfach, strafte der Professor mit Missachtung: "Mir zu umständlich, Tool & Co. sind in den zahlreichen Extra-Taschen schneller greifbar. Zudem ist auch das extragroße Hauptfach sehr leicht zugänglich". Und der Tragekomfort? Hinterließ gemischte Prof-Gefühle: "Der Zealot rutscht und wackelt nicht, die Rückenpolster drücken aber etwas. Nervig auf langen Touren und untypisch für die Komfortexperten von Osprey." Keinerlei Probleme machte der Packesel indes im harten Dauereinsatz: Die Außenhaut erwies sich als äußerst strapazierfähig, sämtliche Nähte wie Reißverschlüsse als exzellent verarbeitet und hochwertig.
Fazit: Kleinen Abstrichen beim Tragekomfort stehen zig positive Eigenschaften wie die pfiffigen Details oder der sichere Sitz gegenüber. Daher: ein knapper "Daumen hoch" für den Zealot 16.

Von MountainBIKE getestet: Bike-Schuh Bontrager RXL Mountain

Preis: 200,00 Euro
Gewicht: 780 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Sehr gute Passform, fein justierbare Ratsche, hochwertig verarbeitet
Negativ: Pedal-Kompatibilität begrenzt

Testbericht: Einsteigen und wohlfühlen: Der Bontrager-Race-Schuh bietet trotz hochsteifer Carbon-Sohle dank vieler Anpassmöglichkeiten ein angenehmes Tragegefühl. Die fein justierbare Ratsche sorgt mit Unterstützung von zwei Kletts für sicheren Halt am Schaft, ein Teil der Innensohle lässt sich via Wärmebehandlung zudem an den Fuß anpassen. Auch der Fersenbereich ist verformbar. Das auswechselbare, sehr hohe Laufprofil sorgte im MountainBIKE-Test bei manchen Pedalen, etwa Shimano XTR, jedoch für Probleme beim Ein- und Ausklicken. Vor dem Kauf besser ausprobieren! Prima verarbeitet.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: Sattel Ergon SM3-L

Preis: 100,00 Euro
Gewicht: 260 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Hoher Sitzkomfort, angenehm flexende Sitzschale, verschiedene Breiten erhältlich
Negativ: Satteldecke löste sich

Testbericht: Nach Griffen und Rucksäcken nimmt Komfort-Spezialist Ergon nun den Sattel ins Visier: Dank spezieller Schalenkonstruktion soll der SM3 Komfort und Sportlichkeit perfekt vereinen. Mehrere MountainBIKE-Tester, darunter ausgesprochene "Problemsitzer", sattelten um und lobten den druckstellenfreien, voll langstreckentauglichen Sitzkomfort. Durch die breite Sattelnase gelingt eine race-typische Gewichtsverlagerung auf das Schambein schmerzfrei. Einziges Manko: Ein kleiner Bereich der Satteldecke löste sich früh vom Polster.

Getestet in: MountainBIKE 08/2012

Von MountainBIKE getestet: Leistungsmess-Kurbel Quarq S2275 Power Meter

Preis: 1652,00 Euro
Gewicht: 814 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Perfekte(!)Trainingssteuerung, geringes Mehrgewicht, auch für Hobby-Racer geeignet
Negativ: ... jedoch zum exorbitanten Preis

Testbericht: Bikern, die ihr Training gezielt steuern wollen, bleiben meist nur althergebrachte, teils ungenaue Messmethoden: Zeit, Strecke, Puls. Parts-Gigant Sram bietet jetzt eine Highend-Lösung: Mittels ultrafeiner Dehnmessstreifen misst die Quarq-Kurbel die Verwindung des Kurbelarms und damit die tatsächlich erbrachte Leistung in Watt – exakt, ohne Zeitverzögerung und unbestechlich. Crosscountry-Profis wie Wolfram Kurschat schwören schon länger auf ähnliche, teils komplizierte Systeme, die Quarq-Kurbel ist indes mit nahezu allen Bikes/Tretlagergehäusen kompatibel, wiegt nur 80 Gramm mehr als eine "normale" X0-Kurbel. Dank relativ simpler Montage sowie intuitiver Datenüberwachung und -auswertung via Garmin & Co. (Ant+ Standard) und PC/Mac richtet sich das Power-Meter auch durchaus an Hobby-Marathonisti oder Fitness-Freaks – so sie das nötige Großgeld haben, 1.652 Euro werden fällig! Dafür gibt‘s immerhin Sensor nebst Carbon-Kurbel, Innenlager und Headunit kosten extra. Auch im MountainBIKE-Test gingen Einbau und Setup rasch von der Hand, "on Trail" sind Quarq & Co. der beste Motivationscoach aller Zeiten: Jede Ausfahrt wandelt sich in (gezieltes!) Training, die anschließende Auswertung ist so faszinierend wie lehrreich. Fazit: Für Profis stellt ein Power-Meter à la Quarq inzwischen fast ein Muss dar. Für Hobby-Racer ist es ein mitreißender, aber auch kostspieliger Technik- und Fitness-Spaß.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: Griffe SQlab Griff 711 SY

Preis: 24,95 Euro
Gewicht: 141 Gramm (M)
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Ergonomische Formgebung, griffige Gumimischungen
Negativ: Erschwerte Montage, Klemmschraube stört

Testbericht: Mit ihrem ergonomischen Shaping überzeugten die in zwei Größen erhältlichen Griffe die MountainBIKE-Tester auf Anhieb. Die im Handflächenbereich weiche Gummimischung sorgte auf langen Touren für angenehme Vibrationsdämpfung und verhinderte im Zusammenspiel mit der flügelartigen Handballenauflage kribbelnde oder taube Hände. Auf der Unterseite bot das härtere Pyramidenprofil rutschfesten Halt im Downhill. Kritik erntete die Position der Schraubklemmung, da einige Tester mit dem kleinen Finger anstießen. Auch die Montage gestaltete sich aufgrund des geringen Durchmessers der Lenkerklemmung langwierig.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: Federgabel BOS Deville 160 TRC

Preis: 1029,00 Euro
Gewicht: 2.082 Gramm
Testzeitraum: 9 Monate
Positiv: Extrem feinfühlig, top Komfort, vielfältige Verstellmöglichkeiten, sehr leicht und steif genug
Negativ: Steckachse kann sich lockern

Testbericht: "Mit die beste Gabel, die ich je gefahren bin!" Auch nach neun Monaten Dauertest rühmt MountainBIKE-Tester Fabian Scholz die französische Edelforke, die wahlweise mit 140, 160 oder 170 Millimeter Federweg den Boden planiert. Scholz verbaute das 1.029 Euro teure Topmodell mit variabler Kennlinie ("TRC") sowie 160 Millimeter Hub in seinem All-Mountain, nahm mit dieser Kombo erfolgreich an mehreren Enduro-Rennen teil. Speziell das ultrafeinfühlige Ansprechverhalten verführte – ohne Einfahrzeit – vom ersten Trail-Meter an: "Traumhaft, wie sensibel die Deville auf kleinste Unebenheiten reagiert. Der Maßstab!" so Scholz. Im weiteren Federwegsverlauf arbeitet die nur 2082 Gramm schwere Enduro-Gabel mit eher flach-linearer Kennlinie. Hier lohnt das "Herumdoktern" mit Low- und High-speed-Druckstufe, um ein Wegtauchen der Front an Stufen oder in Anliegerkurven zu verhindern. Gut: Die verschiedenen Einstellungen sind deutlich spürbar. Seltener nutzte Scholz die TRC-Option, die eine zweite Kennlinie mit straffem Setup und weniger Federweg bereitstellt: "Eine klassische Absenkung wäre mir lieber." Keine Probleme gab es im Dauertest, nur die Steckachse lockerte sich mehrmals.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Shorts Bionicon Softshell Shorts

Preis: 119,00 Euro
Größen: S-XL
Testzeitraum: 12 Monate
Positiv: Flexibles, robustes Material, hoher Tragekomfort, Schlamm perlt ab, aber die ...
Negativ: ... Beschichtung hält nicht lange

Testbericht: Die giftgrüne Softshell Bike Shorts von Bionicon macht nicht nur auf Fotos eine gute Figur, die Hose vereint auch hervorragend Komfort und Funktion. Das robuste Stretchmaterial liegt angenehm an der Haut und macht alle Bewegungen problemlos mit. Der breite, flexible Bund sorgt für einen druckfreien Sitz an der Hüfte. Seitliche Reißverschlüsse an den Knien erhöhen die Bewegungsfreiheit bei der Verwendung mit Protektoren. Auch praktisch: Reißverschlusstaschen für Schlüssel und Tourenkarte. Im Neuzustand perlt Schlamm und Regen an der Hose ab. Am Sitzbereich nutzte sich die Beschichtung aber schnell ab, der Schmutz arbeitete sich ins Gewebe.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Reifen Schwalbe Muddy Mary

Preis: 55 Euro
Gewicht: 850 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Testbericht: Rollwiderstand? Leichtgewicht? Alles zweitrangig, für einen Hardcore-Rider wie den Prof zählen beim Reifen zunächst drei Dinge: Grip, Grip und Grip. So fiel des Professors Wahl zur Bestückung seines Freeriders auf den bissigsten Reifen des Schwalbe-Portfolios: Muddy Mary 2,35" (FR-Variante). Zudem wählte Schmitt fürs Vorderrad die extraklebrige "Vertstar"-Gummimischung, für das Hinterrad den mittelweichen "Trailstar"-Compound. Schmitt: "Heilige Maria! In dieser Kombi top Grip. Zudem mag ich das Fahrverhalten des Reifens. Er kündigt den Grenzbereich rechtzeitig an, lässt sich in diesem dann immer noch perfekt kontrollieren. Andere Reifen brechen unvermittelt weg!" Die Kehrseite der bissigen Medaille: "Speziell der Vertstar-Reifen rubbelt schneller ab, als man Gummimischung buchstabieren kann. Zudem neigen die Seitenstollen bei meiner wenig zimperlichen Fahrweise zum Einreißen", so Schmitt. Und das Rollverhalten? "Zäh, aber angesichts der Grip-Stärke völlig okay." Zumal die Maria erstaunlich wenig Gewicht auf die Waage legt (ca. 850 Gramm pro Pneu) und mit ausgezeichnetem Pannenschutz Nerven und Portmonnaieschont. Apropos: 55 Euro pro Reifen sind angesichts des hohen Verschleißes deftig.
Fazit: Maria hilf? Und wie, der Muddy-Mary-Reifen rettet dank super Grip über so manche Grenzsituation hinweg. Hoher Verschleiß der klebrigen Vertstar-Mischung.

Von MountainBIKE getestet: Brille Oakley Fast Jacket XL

Preis: 200,00 Euro
Gewicht: 31 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Top Glaswechsel-System, hoher Tragekomfort, hochwertig verarbeitet
Negativ: Windschutz unterseitig begrenzt

Testbericht: Mit dem Rahmensystem "Switchlock" macht Oakley den Gläserwechsel zum Kinderspiel: einfach Hebel öffnen und Gläser bequem entnehmen. Der offene Rahmen ist sehr stabil, die Fast ­Jacket bringt dennoch nur 31 Gramm auf die Waage. Dank sehr flexibler Bügel sitzt die US-Brille auch nach mehreren Stunden Fahrzeit bequem. Generell bietet sie dem Biker guten Augenschutz, an der Unterseite gelangt jedoch, je nach Gesichtstyp, der Luftstrom ans Auge. Der Lieferumfang beinhaltet zwei Satz Gläser und eine Menge an Zubehör. Weitere Wechselgläser gibt’s für je 60 Euro.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: Dämpferpumpe Topeak Pocketshock DXG

Preis: 40,00 Euro
Gewicht: 175 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Übersichtliche Skalierung, geringer Luftverlust, flexibler Schlauch, stabiles Gehäuse
Negativ: -

Testbericht: Bereits seit Jahren dient die Pocketshock von Topeak der MountainBIKE-Testcrew als zuverlässiger Luftspender bei sämtlichen Bike-Tests. Mit dem speziellen "Ablass-Adapter" bleibt der Luftverlust beim Abziehen von Dämpfer und Gabel gering. Der flexible, schwenkbare Schlauch erreicht in der Regel auch schwer zugängliche Ventile. Die Dämpferpumpe ist zwar nicht superleicht, aber kompakt und platzsparend. Die neue Pocketshock-Version besitzt eine besser ablesbare Skala, mit anderer Beschriftung und Farb­elementen.

Getestet in: MountainBIKE 07/2012

Von MountainBIKE getestet: Vario-Sattelstütze Crankbrothers Kronolog

Preis: 299,00 Euro
Gewicht: 566 Gramm
Testzeitraum: 1 Monat
Positiv: Unbewegter Leitungsanschluss, kein seitliches Spiel, Notlaufeigenschaften
Negativ: Etwas hakelige Klemmung

Testbericht: Mit der Kronolog schickt Crankbrothers den Vorgänger Joplin in Rente. Die neue Vario-Stütze präsentiert sich nicht nur in anderem Design, sondern lockt auch mit komplett neuer Technik. Die Klemmung erfolgt über eine spezielle Mechanik, die stufenlose 125 Millimeter Absenkung ermöglicht. Prima: Das Bike lässt sich nun dank Mechanik auch problemlos am Sattel hochheben. Auch gut: Der neue Lenkerhebel bewegt sich nicht mehr in beliebiger Richtung, funktioniert aber nach wie vor an beiden Lenkerseiten. Im MountainBIKE-Test musste der Daumen bei Hebelbetätigung kurzzeitig einen deutlichen Widerstand überwinden, bis sich die verkeilten Ringe der Klemmung lösten. Die Stütze fuhr zwar abhängig vom eingestellten Luftdruck, aber tendenziell eher sehr schnell nach oben. Top: Gegen Ende bremst eine integrierte Luftdämpfung den Liftbetrieb und schützt so vor hartem Anschlag. Praktisch: Der Leitungsanschluss befindet sich am unbewegten Sattelrohr, vorhersehbare Probleme durch Kabelbewegung gehören so der Vergangenheit an. Durchdacht: Der kantige Querschnitt der Stütze verhindert seitliches Spiel. Bedienfreundlich: Falls auf Tour der Seilzug reißt oder die Luft entweicht, lässt sich die Sattelhöhe manuell ohne Werkzeug verstellen. Gegenüber der Joplin scheinen bei der Kronolog sämtliche Schwächen ausgemerzt. Ob die Klemmung auch dauerhaft funktioniert, wird ein Langzeittest zeigen. Erhältlich in den Durchmessern 30,9 und 31,6 Millimeter.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schuh Shimano SH-XC60

Preis: 199,00 Euro
Gewicht: 687 Gramm
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Relativ geringes Gewicht, steif und dennoch komfortabel, exzellenter Sitz am Vorderfuß, sehr robust, top verarbeitet
Negativ: -

Testbericht: Mit 687 Gramm (Gr. 42) ist der neue XC60 der leichteste Race-Schuh der Japaner, seine Carbon-Faser-verstärkte Sohle soll für optimale Kraftübertragung sorgen. Im MountainBIKE-Test gefiel zunächst aber der straffe Sitz, die mittlere, asymmetrische Klett-Schnalle umschließt den Vorderfuß perfekt. Auch das anatomisch sinnvoll geformte Fußbett überzeugte – entsprechend direkt fließt die Kraft aufs Pedal. Lediglich der Fersenhalt könnte noch besser sein. Prima: Trotz aller Sportlichkeit ist der XC60 kein knochenhartes Folterinstrument, er bestach auch bei langen Ausfahrten mit hohem Tragekomfort. Zudem top verarbeitet und robust.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe GW Sunrise7 Extreme

Preis: 649,00 Euro
Gewicht: 568 Gramm (Gewicht inkl. Akku)
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Super hell, prima Ausleuchtung, leichter, edler Lampenkopf
Negativ: Akku-Laufzeit mittelmäßig, Befestigungen nicht optimal

Testbericht: Da geht buchstäblich die Sonne auf: Mit nominell 2.500 Lumen (Herstellerangabe) feuert die Sunrise7 Extreme der Ingolstädter Firma GW Technologies durch die Nacht. "Motor" sind sieben Highend-LEDs von Cree, namentlich die aktuelle Topvariante XM-L U5. Auch beim MountainBIKE-Nightride überzeugte der 649 Euro teure Fluter mit exzellenter Helligkeit – fast auf dem Niveau des Platzhirsches Lupine Betty 12 – sowie mit seiner harmonischen Ausleuchtung. Egal ob Highspeed-Geballer auf Schotterpisten oder Trailriding – mehr Licht braucht man schlicht nicht! Die Akkulaufzeit betrug im MountainBIKE-Test 2 1/4 Stunden bei maximaler Leistung, danach dimmte die Sunrise7 ab – ein eher mittelprächtiger Wert. ­Apropos Helligkeitsstufen: Je nach Gusto sind zwei bis vier Dimmstufen frei programmierbar. Die Bedienung des mit 127 Gramm superleichten, CNC-gefrästen Lampenkopfs erfolgt über einen etwas klein geratenen Druckknopf. Schade: Sowohl die Akku- wie die Lenkerhalterung der Lampe erwiesen sich als nicht bombenfest. Einen Helmhalter bietet GW leider nicht an, passende Lösungen gibt‘s aber von Fremdfirmen.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: Flatpedale Reverse Trail Seeker

Preis: 119,00 Euro
Gewicht: 285 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Sehr geringes Gewicht, hochwertige Verarbeitung, sanft drehende Lager
Negativ: Etwas zu kurze Pedalpins

Testbericht: Mit 285 Gramm pro Satz gehören die neuen Trail-Seeker-Flatpedals zu den leichtesten auf dem Markt! Das geringe Gewicht erreicht Reverse mit einem ultra-flachen Pedalkörper: Schlanke 13 mm messen die leicht konkaven Trittbretter an der dicksten Stelle. An der Größe der Standfläche (10 x 10 cm) wurde nicht gespart, trotzdem attestierten die MountainBIKE-Tester dem Pedal "nur" guten Grip. Schuld sind die kurz geratenen Pins – wer mehr Grip wünscht, sollte sie gegen längere tauschen. Die Lager liefen im Test bisher stets leicht und spielfrei.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: Freeride-Rucksack Camelbak The Don

Preis: 119,00 Euro
Gewicht: 1.054 Gramm (inkl. Trinkblase)
Testzeitraum: 19 Monate
Positiv: Sehr gute, pfiffige Ausstattung, robust, tadellos verarbeitet
Negativ: Undefinierter Sitz, Trinkblase drückt sich durch

Testbericht: The Don, The Capo, Consigliere – bei der Namensfindung der 2010 vorgestellten Freeride-Rucksäcke ging‘s bei Camelbak recht mafiös zu. Auch MountainBIKE trat probeweise der ehrenwerten Gesellschaft bei, trug den Rucksack anderthalb Jahre im Dauereinsatz – mit gemischten Gefühlen. So wurden die Tester mit der Passform des Camelbak nie glücklich: Die labbrige Rückenpartie sorgte zusammen mit den viel zu kurzen Hüftflügeln für einen undefinierten Sitz. Auch wenn der The Don eher für Freeride-Ritte oder Bikepark-Ausflüge, weniger für lange Touren konzipiert wurde – das ginge besser. Umso überzeugender gelang den US-Rucksack-Spezialisten dafür die Ausstattung: Diverse Netz- und Schubfächer im großen Hauptfach sorgen für Ordnung, eine reichhaltige Anzahl Straps befestigt Protektoren, Crosscountry- oder Fullface-Helme. Auch an ein Fleece-gefüttertes Brillenfach, an ein MP3-Player-Fach mit gedichtetem Reißverschluss sowie an ein Fach für die Liftkarte(!) hat Camelbak gedacht, lediglich eine Regenhülle fehlt. Mit 19 Litern (MountainBIKE-Messung) Fassungsvermögen bietet der The Don zudem genug Platz für Tagestouren. Einmal mehr überzeugte die hochwertige, mitgelieferte 3-Liter-Trinkblase der Amis, die zudem in einem separaten, isolierten Fach Platz findet – im vollen Zustand drückte sie jedoch unangenehm durch die Rückenpolsterung. Und: robust, tadellos verarbeitet, keinerlei Probleme im Dauertest.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Computer Sigma ROX 9.1

Preis: 199,95 Euro
Gewicht: 44 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Enormer Funktionsumfang, schnelle Konfiguration, schnelle Auswertung via PC/Mac
Negativ: Teils komplexe Menüführung

Testbericht: Alle gängigen Funktionen samt Herz-/Trittfrequenz, Leistungsberechnung und Computerauswertung per Dockingstation: Es gibt wenig, was Sigmas neues Computerflaggschiff nicht kann (GPS-Navigation, telefonieren ...). Im MountainBIKE-Test gefiel die zügige Voreinstellung per PC oder Mac sowie die clevere Gruppierung der Funktionen in sechs teils frei konfigurierbare Menüs. Leider liegen die Gesamtwerte zu Höhe und Strecke über zehn Klicks vom Ausgangsmenü entfernt und sind nur bei stehendem Bike anwählbar. Nettes Feature: Die Ghost-Race-Funktion erlaubt den ständigen Vergleich mit einer gespeicherten Rundenzeit. So können Biker "gegen sich selbst" Rennen fahren.

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Von MountainBIKE getestet: Werkzeug von Airace, Topeak, Gerber, Lubcon, Pedros, Tip Top

Getestet in: MountainBIKE 06/2012

Testbericht: Beim Blick in des Professors Rucksack wird selbst MacGyver neidisch! Denn neben einer umfassenden Erste-Hilfe-Ausrüstung (logo ...) schleppt Schmitt fast eine ganze Werkstatt über die Trails. Im Einzelnen: Dämpferpumpe Topeak Pocket Shock: "Seit 1,5 Jahren im Einsatz und das Tester-Utensil schlechthin. Super ist das zweistufige Ventil, das den Luftverlust beim Abdrehen minimal hält." Luftpumpe Airace Speed F2: "Die Kleine pumpt wie eine Große (Standpumpe), aber fummelige Handhabung mit Standfuß am Pumpenkopf." Tool Gerber Crucial: "Ein Segen! Bietet mir mit Zange und Messer das, was dem Minitool fehlt. Buttriges Schneidevergnügen, selbst Zughüllen sind kein Problem." Kettenöl Lubcon: "Hilft bei trockener Haut und Kette. Dichte Flasche, die perfekte Größe für unterwegs." Reifenheber Pedros: "Auch prima zum Schmieren von Butterbroten geeignet! Und noch nie gebrochen ..." Biketool Topeak Mini 20 Pro: "Super ausgestattet, top verarbeitet, leicht und edel. Der minimalistische Kettennieter trainiert allerdings ganz schön die Fingerkraft ..." Flickzeug Tip Top: "Klassiker! Hat seit Jahren ‘nen Stammplatz im Rucksack. Und die Flicken halten immer."
Fazit: Für alle Fälle gerüstet! Topeak-Dämpferpumpe und -Minitool überzeugten den Prof voll – wie das exzellente Gerber-Tool. Die Handhabung der leistungsstarken Airace-Pumpe könnte indes besser sein.

Von MountainBIKE getestet: Steuersatz Cane Creek Angle-Set ZS

Preis: 209,00 Euro
Gewicht: 137 Gramm
Testzeitraum: 1 Jahr
Positiv: Geo-Anpassung funktioniert top, sanfter Lauf der Lager, für fast alle Bikes passend
Negativ: Höheres Gewicht, hoher Preis

Testbericht: Wendig wie ein Wiesel? Spurtreu wie ein ICE? Die Geometrie eines Bikes beeinflusst maßgeblich das Bike-Handling, speziell dem Lenkwinkel kommt dabei größte Bedeutung zu: je steiler, desto agiler, je flacher, desto laufruhiger. Aber was tun, wenn die Geometrie des Bikes nicht (mehr) zu den eigenen Vorlieben passt? Oder je nach Einsatzzweck angepasst werden soll? Cane Creek bietet eine Lösung, den Angle-Set-Steuersatz – erhältlich als Ahead-Version oder semiinte­griert, wahlweise für 1,5"- und 1 1/8"- und Tapered-Steuerrohre. Der Clou: Die verschiedenen Lagerschalen des Sets verändern den Lenkwinkel um 0,5°, 1° oder 1,5° steiler oder flacher, je nach Ausrichtung. Und: Der Sitzwinkel bleibt fast gleich, lediglich der Radstand variiert mit. In der Praxis war die Änderung vor allem mit der 1,5°-Schale sofort spürbar, das vormals nervös agierende Testbike lag nun deutlich "linientreuer" auf dem Trail. Zudem gefiel die generelle Funktion des samtig weich laufenden Steuersatzes – auch nach Fahrten im Matsch. Jedoch lockerte sich der Steuersatz früher als bei einem „normalen“ Headset üblich. Auch der Einbau erforderte Sorgfalt, speziell bei der Ausrichtung der Schalen, ist aber auf der Cane-Creek-Website per Video erklärt. So oder so: Wer das geniale System will, muss das höhere Gewicht (ca. 137 Gramm) sowie den stolzen Preis von 209 Euro für das komplette Kit in Kauf nehmen.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Light & Motion Seca 1400

Preis: 629,00 Euro
Gewicht: 517 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Sehr hell, für Trailriding geeignet, schwenkbarer Lampenkopf, ergonomische Bedienung
Negativ: Hohes Gesamtgewicht, teuer

Testbericht: Mit einem Output von 1.400 Lumen (Herstellerangabe) feuerte die Seca eine Menge Licht auf den Trail, so blieben auch flottere Abfahrten stressfrei. Der große Druckknopf am Lampenkopf ließ sich auch mit Handschuhen prima bedienen und schaltet zwischen den vier Modi (drei Leuchtstärken plus Blinkmodus) um. In der hellsten Stufe hielt die Lampe 2,5 Stunden durch – ordentlich. Prima: Mit dem beiliegenden Adapter kann die Lampe am Helm oder am Lenker befestigt werden, der Lampenkopf lässt sich im Halter zudem seitlich schwenken. Der wasserdichte Akku ist mit 360 Gramm kein Leichtgewicht.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: Freeride-Rucksack Deuter Attack 20

Preis: 150,00 Euro
Gewicht: 1.775 Gramm
Testzeitraum: 2 Jahre
Positiv: Bombensicherer Sitz, TÜV-zertifizierter Rückenpanzer, viele nützliche Features
Negativ: Auch ohne Protektor schwer

Testbericht: Abteilung Attacke: Vor zwei Jahren präsentierte Rucksackspezialist Deuter den überarbeiteten Freeride-Begleiter Attack 20, der vor allem mehr Stauraum als sein Vorgänger bietet: 19 Liter nach MountainBIKE-Messung. Von Anfang an zierten zwei Modelle die Rücken der MountainBIKE-Tester, gerade bei heiklen Tests im Enduro-Segment oder Bremsenprüffahrten. Der Grund: der herausnehmbare, TÜV-zertifizierte (CE, GS) Rückenprotektor aus dämpfenden, visko-elastischem Schaum sowie die exzellente Passform des "Panzer-Rucksacks". MountainBIKE-Testchef André Schmidt: "Dank der breiten Hüftflügel sitzt der Attack bombenfest, man fühlt sich wirklich geborgen." Auch die Ausstattung des Deuter überzeugte: großes Hauptfach, Nebenfach mit üppiger Fachaufteilung, zwei Netzfächer, Helmhalterung für CC- und Fullface-"Mützen", Straps zur Protektoren-Befestigung – nur ein Brillenfach vermissten die Tester. So viel Schutz und Nutzen birgt negative Begleiterscheinungen: Mit Protektor wiegt der robuste Attack 1.775 Gramm (ohne 1.334 Gramm) und ist auch preislich mit 150 Euro ein Schwergewicht.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: Griffe Specialized BG Grips

Preis: 19,90 Euro
Gewicht: 155 Gramm
Testzeitraum: 14 Monate
Positiv: Ergonomische, griffige Form, abriebfeste Gummimischung, für aktive Fahrweise geeignet
Negativ: Verwindung bei hoher Handkraft

Testbericht: Der in Ausgabe 01/2011 mit "überragend" getestete Plattform-Griff begleitete MountainBIKE-Redakteur Christian Zimek über 4.000 Kilometer und zeigt trotz strapaziösen Dauereinsatzes kaum sichtbare Verschleißerscheinungen: Profil und Auflagefläche sind nur leicht abgerieben. Seine leicht biegsame Plattform-Konstruktion gab der Hand auch im technischen Trail Halt, ohne das Handling des Bikes stark zu behindern. Dabei war die leichte Verwindung des Griffkörpers, unter starkem Krafteinsatz etwa im Wiegetritt, ein verzeihbarer Mangel.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Laufradsatz Shimano XTR Trail

Preis: 1.149,00 Euro
Gewicht: 1.716 Gramm
Testzeitraum: 18 Monate
Positiv: Leicht und dennoch stabil, geeignet für 2,4'' breite Reifen, sehr sanfter Lauf der Lager
Negativ: Eine Speiche lockerte sich

Testbericht: Zigtausende Höhenmeter, unzählige Trailkilometer und viel grobes Terrain – die MountainBIKE-Testcrew verstand den Namenszusatz "Trail" als Herausforderung und behandelte Shimanos XTR-Trail-Laufradsatz nicht zimperlich. Nicht nur der Name war dabei trailtauglich: Anders als bei den XTR-Race-Laufrädern verbaut Shimano breite 21-Millimeter-Felgen. Diese verbesserten im Geländeeinsatz die Stabilität und ermöglichten "fette" 2,4"-Reifen. Steckachsen am Vorderrad (15 Millimeter) und am Heck (12 x 142 Millimeter) zeigen ebenfalls die Ausrichtung auf All-Mountain-Riding. Dafür brachten die Trail-Rundlinge 250 Gramm mehr auf die MountainBIKE-Waage als die Race-Version, erwiesen sich mit 1.716 Gramm Gesamtgewicht aber immer noch als voll tourentauglich. Bei der Labormessung am Ende des Dauertests war die Speichenspannung am Hinterrad nicht mehr zu 100 Prozent gleichmäßig, aber noch im "grünen Bereich" – gerade angesichts der hohen Belastung etwa bei Bremsen- und Federgabeltest. An einem Laufrad löste sich allerdings eine Speiche, die dazugehörige Hülse ging verloren. Dem Rundlauf schadete dies jedoch bemerkenswert wenig, nur ein leichter Seitenschlag war messbar. Auch an den Lagern gab es nichts zu beanstanden. Apropos Speichen: Shimano verwendet gerade Speichen, deren Gewinde - anders als üblich - in kleinen, in der Nabe eingehängten Hülsen sitzt. Die Ersatzteilbeschaffung "on Tour" ist wie bei allen Systemlaufrädern schwierig.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Vorbau Ritchey WCS C260

Preis: 90,00 Euro
Gewicht: 98 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Sehr leichter Highend-Vorbau, sinnvolle Klemmkraft-Verteilung
Negativ: Schrauben benötigen 3er-Inbus, Schrauben sind teils schwer zugänglich

Testbericht: Leicht, steif, edel – der neue Alu-Vorbau der legendären Parts-Schmiede beeindruckt! 30 Prozent mehr Steifheit gegenüber dem "einfachen" WCS-Vorbau verspricht Ritchey, die MountainBIKE-Waage markierte schlanke 98 Gramm (80 Millimeter). Die innovative Konstruktion etwa mit geschwungener Gabelschaft- und 260-Grad-Lenkerklemmung verteilt die Klemmkräfte zudem äußerst sinnvoll. Nerven kostete die MountainBIKE-Techniker indes die Montage: Am C260 kommen in Summe sieben(!) fummelige 3-Millimeter-Inbus-Schrauben zum "Tragen", die unteren Schrauben des Deckels waren bei negativ montiertem Vorbau (Bild) mittels Drehmomentschlüssel kaum erreichbar.

Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Von MountainBIKE getestet: Zimtstern-Hose Hercules & Jacke Cruz

Preis: 99,95 + 169,95 Euro
Getestet in: MountainBIKE 05/2012

Testbericht: Cool, stylisch, jung – die Klamotten-Marke Zimtstern ist in der Snowboard-Szene Kult, will nun trendbewusste Biker einhüllen. Gut, die zigfach gebrochenen Knochen des Professors gehen gefühlt auf die hundert zu, dennoch griff Schmitt bereitwillig ins Szene-Regal. Seine Wahl: Hercules Twill (Hose) und Crux Freeride (Jacke). Und? "Die Hercules ist meine neue Lieblingshose von All-Mountain bis Freeride! Nicht so unverwüstlich wie ein Downhill-Beinkleid, aber voll robust und dabei super flexibel – speziell mit Knie-Protektoren prima tragbar", so der Professor. Auch die Haltbarkeit überzeugte: Abgesehen von einem Mini-Riss im Schritt (Sturzfolge), zeigten sich die dreifachen Nähte tadellos. Apropos: Auch die Allwetterjacke Crux musste mannigfaltige Stürze verdauen. Schmitts Fazit: "Arm verschrammt, Jacke heil – das Ding steckt was weg. Zudem lässt sich die Jacke dank der Unterarm-Reißverschlüsse super belüften." Weiteres Lob spendete der Prof den geräumigen Taschen, der abzippbaren Kapuze sowie der Bluesign-Zertifizierung: "Voll Öko, voll gut!" Der Regenschutz der atmungsaktiven Membran-Jacke (10.000er-Wassersäule) wehrte jedoch nur kurze Schauer ab.
Fazit: Des Professors neue Kleider glänzten im Dauertest mit Solidität und pfiffigen Details. Generell richten sich die Zimtstern-Klamotten mehr an den Enduristen als an den Tourenfahrer.

Von MountainBIKE getestet: MTB-Bremse Avid X0

Preis: 499,00 Euro
Gewicht: 880 Gramm
Testzeitraum: 15 Monate
Positiv: Perfekte Ergonomie, hohe Bremskraft, wenig Gewicht, relativ hohe Standfestigkeit
Negativ: Öfter entlüften notwendig

Testbericht: Top Verhältnis aus Gewicht und Bremskraft, exzellente Bedienbarkeit – die X0-Bremse von Avid/Sram überzeugte im Test (MountainBIKE 12/10, "sehr gut") und fand danach den Weg an diverse Dauerläufer im MountainBIKE-Fuhrpark. Dabei verbauten die Tester die Ami-Stopper am 29"-Racer wie am All-Mountain-Fully oder Downhillbike – ein Beweis für den je nach Disc-Größe enorm breiten Einsatzbereich der X0. MountainBIKE-Testchef André Schmidt: "Auch dank des breiten Carbon-Hebels stellt die X0 für mich das Nonplusultra in puncto Ergonomie und Dosierbarkeit dar. Nur mit der neuen Magura MT lässt sich ähnlich feinfühlig verzögern." Auch die Brems-Power überzeugte, speziell mit 203er-Disc am Vorderrad biss die X0 stets kraftvoll zu, zeigte nur während langer, steiler Alpen-Downhills leichtes, aber unkritisches Fading – angesichts des geringen Gewichts von 880 Gramm (203-/185-Millimeter-Discs, inkl. aller Schrauben) prima! Eine wirkliche Sorglos-Bremse à la Shimano XT ist die X0 jedoch nicht: Die schleiffreie Montage erforderte etwas Feingefühl und Geduld, ungefähr alle drei Monate mussten die Stopper (mit Dot-5.1-Bremsflüssigkeit ) entlüftet werden – immerhin deutlich seltener als bei den ersten Modellen der Avid-Elixir-Familie. Davon abgesehen überzeugte die erstklassige Verarbeitung sowie die Robustheit selbst im Bikepark-Einsatz. Auch der Belagsverschleiß bewegte sich im normalen Rahmen.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: Standpumpe Specialized Pro Floor Pump

Preis: 74,90 Euro
Druck: bis maximal 10 bar
Testzeitraum: 14 Monate
Positiv: Sicherer Stand, prima Handling, tolle Optik, hochwertiges Finish, sehr solide Mechanik
Negativ: Nur mittelmäßige Pumpleistung

Testbericht: Ferrarirot, edles Finish, Standfuß aus Alu-Druckguss, Manometer im Stile eines Oldtimer-Drehzahlmessers – der US-Druckmacher ist eine Zierde für jede Werkstatt. Noch schöner, dass auch die Leistung im MountainBIKE-Dauertest überzeugte. Stets mit wackelfreiem Stand, benötigte die Airtool Pro Floor etwa 29 Hübe, um einem 26 x 2,25"-Reifen frische Luft ­(2 Bar) einzuhauchen – ein eher mittelprächtiger Wert. Dafür gefiel der leicht zu bedienende Pumpkopf, der sich auf alle gängigen Ventile selber anpasst, sowie das clevere Ablassventil am Pumpengriff. Top: keinerlei Probleme im Dauertest, ausgereifte Mechanik.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: Rollkoffer Evoc World Traveller

Preis: 249,00 Euro
Gewicht: 4,9 Kilo
Testzeitraum: 16 Monate
Positiv: Geräumig, prima organisierbar, exzellentes Handling, sehr robust, perfekt verarbeitet
Negativ: Relativ schwer, sehr teuer

Testbericht: Wenn einer eine Reise tut, muss er viel einpacken. Zumindest als Radler: Helm, Bike-Schuhe und -Klamotten, etwas Werkzeug – schon platzt Opas Reisetasche aus allen Nähten. Evoc, bekannt als Rucksackhersteller für Freeride-affine Biker und Skifahrer, bietet seit gut zwei Jahren daher speziell auf die Bedürfnisse von Sportlern abgestimmte Lastesel – vom Kulturbeutel bis zum circa 125 Liter fassendem Rollkoffer World Traveller, der MountainBIKE-Testchef Schmidt auf diversen Auslandseinsätzen begleitete. "Ausreichend geräumig, zudem lässt sich der Innenraum individuell unterteilen – etwa in Nass-, Trocken- und Equipment-Fach", so Schmidt. Seine wirklichen Stärken spielte der Trolley beim Handling aus: extragroße und sanft rotierende Skate-Rollen, perfekt laufende und solide Reißverschlüsse, leichtgängiger Teleskopgriff – der Evoc ist bis ins Detail perfekt durchdacht. Auch den wenig zimperlichen Umgang steckte er problemlos weg, schützte empfindliche "Innereien" wie den Helm dank üppiger Polsterung. Kehrseite der Medaille: Der robuste Reisebegleiter wiegt mit fast fünf Kilo recht viel und ist zudem kein Schnäppchen.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: Carbon-Sattel Tune Komm-Vor

Preis: 179,00 Euro
Gewicht: 95 Gramm
Testzeitraum: 11 Monate
Positiv: Superleichter Race-Sattel mit erstaunlich hohem Komfort, für das Gewicht robust
Negativ: Etwas zu harte/scharfe Kanten

Testbericht: "Was, der soll bequem sein?" Wer seine Sitzhöcker auf dem Carbon-Sattel von Tune platziert, muss mit "unbequemen" Fragen rechnen. Zu Unrecht, denn der Komm-Vor macht seinem Namen Ehre: Dank hochflexibler Schale und ­schmaler, aber ergonomisch gelungener Form ist der extraleichte (95 Gramm) Tune nicht härter als andere Race-Sättel – selbst Tagestouren waren mit halbwegs trainiertem Sitzfleisch kein Problem, lediglich die harten Kanten bescherten im ruppigen Downhill ein paar blaue Flecken. Und: erstaunlich robust.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: IXS Reunion Softshell-Jacke

Preis: 120,00 Euro
Größen: S-XXL
Testzeitraum: 12 Monate
Positiv: Robustes, langlebiges Material, geschmeidig laufende Zipper, Preis-Leistungs-Verhältnis
Negativ: Magere Ausstattung

Testbericht: Mit der Note "gut" beendete die IXS Reunion den Softhell-Jacken-Test in Ausgabe 1/2011. Kleine Verarbeitungsfehler sowie leichte Winddurchlässigkeit verhinderten damals ein besseres Ergebnis. Der relativ günstige Preis von 120 Euro motivierte die Testcrew jedoch, die Jacke im Langzeittest unter verschiedensten Bedingungen zu überprüfen. Das Funktionsmaterial Softshell vereinigt Kälte- und Windschutz und ist mit wasserabweisender Imprägnierung in Grenzen sogar für die Heimfahrt im Regen geeignet. Das eher dünne Gewebe schützt nur eingeschränkt vor Kälte, doch dank des etwas weiteren Schnitts lässt sich problemlos etwa ein Fleece drunterziehen und die Reunion zur Ganzjahresjacke aufwerten. Nach zahlreichen Einsätzen bei Biketests, aber auch anderen Sportarten wie Laufen und Langlauf zeigte die Jacke kaum Verschleiß. Lediglich bei der elastischen Bundweitenverstellung quittierte eine Naht ihren Job. Die restlichen Nähte hielten durch, und auch keiner der Reflektoren verabschiedete sich beim Waschen. Der Reißverschluss läuft nach wie vor geschmeidig, eine Abdeckung am Kragen schützt vor Halskratzen. Vermisst haben die Tester aber etwa eine Belüftungsmöglichkeit unter den Achseln sowie mehr als nur das eine Staufach am Rücken.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Lezyne LED Super Drive

Preis: 89,90 Euro
Gewicht: 152 Gramm
Testzeitraum: 2 Monate
Positiv: Starkes, "Preis-Licht-Verhältnis", edler, CNC-gefräster Alu-Korpus, simple, gute Lenkerhalterung
Negativ: Helmhalterung nur optional

Testbericht: Werkzeug-Spezialist Lezyne erweitert sein Portfolio um drei LED-Lampen, mit nominell 150 bis 450 Lumen – MountainBIKE testete das Topmodell Super Drive für 90 Euro. Und? In Relation zum günstigen Preis geht die Strahlkraft der hübschen, CNC-gefrästen Lampe absolut in Ordnung: Kleinere Trail-Abstecher während des MountainBIKE-Nightrides wurden dank des homogenen, nicht zu "spottigem" Lichtkegels nicht zur Nervenprobe. Klar aber auch, dass sich die Ein-LED-Lampe nicht optimal für den Slalom auf Trails eignet. Prima: Hochwertig verarbeitet, wackelfreie Montage am Lenker (Helmhalterung optional erhältlich), vier Leuchtstufen. Das Aufladen erfolgt via USB-Kabel.

Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Von MountainBIKE getestet: All-Mountain-Federgabel Marzocchi 44 Micro Ti

Preis: 699,00 Euro
Gewicht: 1.823 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 04/2012

Testbericht: "Jo, die jute, alte Z1 ..." – wie viele Biker erinnert sich auch der Professor zu gerne an die glorreiche Marzocchi-Epoche der Neunziger, als die legendäre Z1-Gabel das Nonplusultra auf dem Markt war und die Silikonbrüste der Bomber-Girls noch stramm aus dem kultigen Marzocchi-Kalender ragten. Fein: Nach vielen Jahren nahe am Rand der Pleite produzieren die Italiener inzwischen wieder Premiumprodukte – wie die All-Mountain-Gabel 44 (MountainBIKE-Kauftipp 3/11). Auch Schmitt schenkte der 140-Millimeter-Forke sein Vertrauen und wurde belohnt: "Da kommen Erinnerungen an die sahnigen Vor-Vorgänger hoch! Vor allem im heimischen Mittelgebirge werkelte die Luftgabel traumhaft feinfühlig und aktiv. Perfekt, um Kleinigkeiten wie Kopfsteinpflaster oder Wurzelpassagen wegzubügeln." Aber auch Ausflüge ins herbe Gelände, etwa nach Finale Ligure, schluckte die 44, brauchte dann jedoch höheren Luftdruck, um nicht wegzutauchen: "Sprach dann nicht mehr ganz so butterweich an, insgesamt aber immer noch sensibel und einfach mit top Fahreigenschaften." Umso ärgerlicher, dass sich inzwischen heftiges Buchsenspiel einstellte. Prof: "Schmälert die Federungs-Performance zwar kaum, nervt aber tierisch etwa beim Anbremsen von Kurven."
Fazit: Wenn eine "zarte" All-Mountain-Gabel einen harten Freerider so überzeugt wie die 44 den Prof, kann das Urteil eigentlich nur lauten: Marzocchi is back! Leider mit der Zeit sehr starkes Buchsenspiel.

Von MountainBIKE getestet: MTB-Laufradsatz Easton Haven Carbon

Preis: 2.350,00 Euro
Gewicht: 1.482 Gramm
Testzeitraum: 13 Monate
Positiv: Superleicht, höchste Qualität, Top im Enduro-Dauereinsatz
Negativ: Keine Naben-Umbaukits erhältlich, exorbitant hoher Preis

Testbericht: Sündhaft leicht und leider auch sündteuer – Carbon-Laufräder sind für die meis­ten Biker noch ein Traum. Aber: In Zukunft werden die Preise fallen. Grund genug, bereits jetzt regelmäßig spannende Modelle zu testen. Schließlich bremst neben dem Preis eine Kernfrage die Kauflust: Hält das wirklich? Es tut‘s – zumindest im Falle der Highend-Rundlinge von Easton, die MountainBIKE-Testchef André Schmidt seit einem Jahr an seinem 170-Millimeter-Enduro einer schonungslosen Prüfung unterzog. Bereits die Eckdaten beeindrucken: himmlische 1.482 Gramm leicht, mit 21 Millimeter Maulweite für fette Enduro-Pneus geeignet, voll Tubeless-kompatibel, 24 dreifach gekreuzte Sapim-Speichen pro Rad. Und? Egal ob Bikepark-Action in Winterberg oder knallharte Alpen-Trailrides, die Haven-Laufräder steckten alle Unbill völlig problemlos weg. Auch beim Werkstatt-Check war MountainBIKE-Laufradexperte Haider Knall voll des Lobes: "Vorderrad perfekt. Hinterrad stark verschmutzt, aber Speichenspannung, Rund- und Nabenlauf sehr gut." Einziger Wermutstropfen: Die noblen Naben sind nicht auf die verschiedenen Standards umbaubar, der Satz muss passend gekauft werden.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Softshell-Hose Shimano MTB

Preis: 84,95 Euro
Größen: S-XXXL
Testzeitraum: 9 Monate
Positiv: Verarbeitung und Dauerhaltbarkeit, Leicht, bequem, angenehm warm, schützende Kniepolster
Negativ: Am Bund sehr weit geschnitten

Testbericht: Im Softshell-Test (MountainBIKE 1/11) punktete die schlicht MTB genannte Bike-Hose von Shimano mit prima Isolation. Ein Verarbeitungsfehler am Reißverschluss verhinderte jedoch das „sehr gut“. Ein Einzelfall? Um dies zu prüfen, ging ein zweites Exemplar in den Dauertest. Das Ergebnis nach neun Monaten Dauereinsatz: keine offenen Nähte, Reißverschlüsse okay, keine Löcher, kaum Abnutzung! Zudem verwöhnte sie mit hohem Tragekomfort dank Stretchmaterialien. Eine Eigenart der leichten Pant jedoch störte: Am Hosenbund ist sie sehr weit geschnitten, saß undefiniert und rutschte etwas. Das Anpassen per Ratschenverschluss funktionierte, hier warf sie dann jedoch leichte Falten. Lob ernteten die schützenden Kniepolster.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Sigma Powerled Evo

Preis: 185,00 Euro
Gewicht: 415 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Gleichmäßige Ausleuchtung, für den Preis hohe Lichtleistung (277 Lumen gemessene Lichtleistung im Vergleichstest MountainBIKE 11/11), keine Probleme mit Überhitzung
Negativ: Etwas wackelige Helmhalterung

Testbericht: Im großen Helmlampentest (MountainBIKE 11/11) erzielte die Powerled Evo mit überzeugender Lichtleistung, gleichmäßiger Ausleuchtung und leichter Bedienbarkeit die Note "sehr gut". Zudem ist der Kaufpreis von 185 Euro für das Paket aus Lampe, Akku, Helmhalterung und Ladegerät recht günstig. Den begehrten MountainBIKE-Kauftipp verfehlte sie jedoch durch schlechtes Temperaturmanagement, da sie durch Überwärmung häufig abdimmte. Selbst lange, schnelle Abfahrten bei winterlichen Temperaturen konnten den "Hitzkopf" nicht abkühlen. Hersteller Sigma überprüfte die Lampe, entdeckte einen Verarbeitungsfehler an der Regelelektronik und schickte ein neues Exemplar. Im zweiten Test blieb der Strahler auch bei langen Anstiegen mit wenig Fahrtwind erfreulich "cool" und erhellte die Trails mit hoher Leuchtkraft. Am wackeligen Sitz der Helmhalterung hat sich hingegen nichts geändert.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Steuersatz Hope Ahead

Preis: 108,00 Euro
Gewicht: 119 Gramm
Testzeitraum: 15 Monate
Positiv: Ausgezeichnet gedichtet, Top Lagerlauf auch im Dauertest, leicht und edel, made in UK, eher geringe Bauhöhe (29,5 mm)
Negativ: -

Testbericht: Statt "Dunkel, hart und kalt" lautete das Motto bei der 2011er Auflage des Kultrennens Schlaflos im Sattel: "Dreckig, nass und geil" – die Nacht über goss es in Strömen, die flowigen Trails des Pfälzerwalds verwandelten sich in tiefe Schlammbäche. Schlimmer noch, der für das Buntsandsteingebirge typische feine Sand wurde in jede Pore der Bikes gespült. Als der Morgen dämmerte, klangen nahezu alle Lager wie ein Zahnarzt-Bohrer. Mit einer Ausnahme: Der Hope-Steuersatz im Fully von MountainBIKE-Dauertesterin Kathrin Janzen machte keinen Mucks. Auch die anschließende Kontrolle zeigte: Kein Sandkorn drang durch die Dichtungen. Davon abgesehen betörte der CNC-Schönling auch im Langzeittest mit top Funktion und Haltbarkeit.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Kettenführung Bionicon C-Guide v.02

Preis: 39,90 Euro
Gewicht: 19 Gramm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Extrem leichte Kettenführung, einfache, schnelle Montage, 3-fach schaltbar, gute Fixierung
Negativ: Leicht erhöhte Reibung der Kette

Testbericht: Nicht nur Freerider, auch immer mehr All-Mountain-Biker schwören auf Kettenführungen, die ein Abspringen der Kette verhindern. Problem: Die meisten Modelle wiegen viel, funktionieren zudem nur mit maximal zwei Kettenblättern. Ganz anders der pfiffige C-Guide, 19 Gramm leicht, kooperiert er mit jeder Kettenblattkonfiguration. Prima: Auch ungeübte Schrauber montieren den "mitschwenkenden" Plastik-Leitkäfig in fünf Minuten am Schaltzug oder via Kabelbinder an der Kettenstrebe. In der Praxis gefiel die Bionicon-Führung mit top Schaltbarkeit sowie sicherem Halt der Kette. Anders als bei klassischen Kettenbändigern mit Rolle rubbelte die Kette spür- und hörbar – wen das nicht stört, erhält eine konkurrenzlos "simple" Alternative.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Downhill-Sattel SDG I-Fly & Micro

Preis: 95 und 99 Euro
Gewicht: 180 und 200 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Testbericht: Nein, der Professor frönt keinem neuen Fetisch, das etwas anrüchig aussehende Sitzmobiliar von SDG erfüllt einen ganz anderen Zweck: Die Gumminoppen des speziell für den Dowhill-Rennsport entwickelten I-Fly Strom sollen bei schlammigen Bedingungen ein Abrutschen vom Sattel verhindern. Schmitt: "Etwas gewöhnungsbedürftig, bringt aber tatsächlich im Matsch mehr Halt." Zweites Highlight: Statt herkömmlicher Streben besitzt der 180-Gramm-Sattel eine I-Beam getaufte Schiene zur Klemmung. Passende Sattelstützen gibt es nur von SDG, Schmitt wählte die rund 200 Gramm leichte Micro Carbon: "Sie klemmte immer zuverlässig, der weite Verstellbereich ist einfach klasse." Und: Die leichtgewichtige Kombi trotzte der harten Behandlung des Professors. Nur wenige Blessuren der Kunstlederdecke zeugen von den diversen, deftigen Stürzen – klasse! In den Genuss der cleveren I-Beam-Kombi kommen übrigens nicht nur Downhill-Akrobaten wie der Prof, den schmal geschnittenen Fly gibt es auch in einer nochmals leichteren (circa 165 Gramm), noppenfreien Version für Crosscountry, Tour oder All-Mountain.
Fazit: Hier sitzen nicht nur Downhill-Profis dauerhaft richtig! Die SDG-Kombi überzeugte den Prof mit innovativen Lösungen, verdaute diverse Crashs ­nahezu unbeschadet.

Von MountainBIKE getestet: Regenjacke Scott Helium

Preis: 280,00 Euro
Gewicht: 290 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Zuverlässiger Regenschutz, Kapuze passt über den Helm, exzellentes, schwitzfreies Klima
Negativ: Bundweite nicht verstellbar

Testbericht: Stolze 280 Euro ruft Hersteller Scott für die limettengrüne Jacke auf und unterstreicht mit cleveren Detaillösungen den Leitgedanken "Regenschutz ohne Kompromisse". Verlängerte Ärmel, abgedeckte und wasserabweisende Reißverschlüsse sowie die wasserdichte, stark atmungsaktive Membran Gore-Active-Shell hielten Regen dauerhaft ab und erzeugten ein trockenes Jackenklima ohne Hitzestau. Auch die nicht abtrennbare Kapuze sorgte für lückenlosen Regenschutz: Groß genug, um sie über einem Helm zu tragen, ersparte sie die Mitnahme eines Raincovers und schützte zudem effektiver, da der Regen nicht in den Kragen laufen kann. Kritik erntete die Passform der Jacke am Bund: Die fehlende Weitenverstellung sorgte für einen undefinierten Sitz, sie rutschte häufig hoch. Das Packmaß entspricht einer großen Trinkflasche – nicht rekordverdächtig, für eine Tourenjacke mit Kapuze aber in Ordnung.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Minipumpe SKS Spaero Deep Black

Preis: 30,00 Euro
Gewicht: 135 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Hohe Pumpleistung, kleines Packmaß (215 mm lang)
Negativ: Gummibeschichtung löste sich, etwas fummelige Bedienung

Testbericht: Lezyne machte es vor, Topeak folgte nach – und nun bietet auch SKS eine Minipumpe an, bei der der Pumpenkopf auf das Ventil geschraubt statt gesteckt wird. Vorteile: Der feste Sitz verhindert ein Abrutschen beim Pumpvorgang, die Luft soll so verlustfrei in den Fahrradschlauch gelangen. Zudem ist der Kopf an einem flexiblen Schlauch angebracht – so "zerrt" man bei der Hubarbeit nicht am Ventil. Der SKS-Pumpenkopf besitzt zwei gegenüberliegende Öffnungen, passend für alle Ventile. Das Maß, wie weit der Kopf auf das Ventil geschraubt werden muss, war allerdings schwer zu ermitteln. Drehte man den Kopf zu weit auf, ging der Hub ins Leere und die Luft entwich auf der anderen Seite. Die richtige Position gefunden, pumpte die Spaero jedoch effizient, obwohl das kürzere Griffstück nicht optimal in der Hand lag. Wenig haltbar war das Finish des Druckmachers: Schon nach wenigen Einsätzen löste sich am Rand des Pumpenkörpers die Beschichtung.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Shimano XTR-Schaltwerk Shadow Plus

Preis: ca. 170,00 Euro
Gewicht: 206 Gramm
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Geniale "Kettenschlag-Dämpfung", inklusive aller top XTR-Features, auch mit "Plus" 1A-Schaltkomfort, nur geringes Mehrgewicht
Negativ: -

Testbericht: "Eine der besten Shimano-Erfindungen der letzten Jahre!" Was MountainBIKE-Tester Fabian Scholz so verzückt, ist das Herzstück des neuen Shadow-Plus-Schaltwerks (nur XTR) – von außen durch einen kleinen, goldenen Hebel vom normalen Shadow-Wechsler unterscheidbar. Dahinter steckt eine zuschaltbare "Dämpfung" des Schaltkäfigs. Kurz erklärt: In der "On"-Stellung erhöht ein Sperrklingensystem die Reibung des Käfig-lagers. Dies wirkt den durch die Auf- und Abbewegungen der Kette im rauen Gelände entstehenden Kräften entgegen und soll das Schlagen der Kette gegen die Strebe und gar das Abspringen des Kettenstrangs verhindern. Scholz: "Erstaunlich! Ohne Shadow Plus sprang an meinem Enduro ständig die Kette ab, mit kein einziges Mal mehr. Das macht eine Kettenführung überflüssig." Auch die durch die erhöhte Reibung größeren Be­dienkräfte zum Schalten störten Scholz nicht, im Gegenteil: "Schaltet genauso präzise und sogar knackiger als mit normalem XTR-Schaltwerk." 32 Gramm wiegt das "Plus" extra – im Vergleich zu einer klassischen Kettenführung ein Klacks, zumal keine Reibungsverluste durch Leitröllchen etc. auftreten.

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Rucksack Vaude Gravit 20+5

Preis: 100,00 Euro
Gewicht: 1.084 Gramm
Testzeitraum: 7 Monate
Positiv: Perfekter Sitz, Träger verstellbar, sinnvolle Fächeraufteilung, sauber und haltbar verarbeitet
Negativ: Störende Kompressionsriemen

Testbericht: Vaudes neue All-Mountain-Rucksack-Serie Gravit lässt sich durch verstellbare Schultergurte prima anpassen, ist zudem im Vergleich zu den Tracer-Modellen erstaunlich leicht. Selbst bei hoher Beladung mit Trinkblase und Tourenequipment trug sich der geräumige 25-Liter-Rucksack angenehm. Dank "bluesign"-Zertifizierung ist der poppig-grüne Lastenträger auch von innen "grün", da aus ökologisch unbedenklichen Materialien gefertigt. Diese erwiesen sich im Dauereinsatz als sehr robust: keine sichtbare Abnutzung!

Getestet in: MountainBIKE 03/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Schaltgruppe Shimano XTR 2-fach

Preis: 1.560,00 Euro
Gewicht: 1.750 Gramm
Testzeitraum: 10 Monate
Positiv: Keine echten Defekte im Dauertest, superber Schaltkomfort
Negativ: Kleinester Gang (26:36) zu "dick", recht hohe Abnutzung der Kurbel

Testbericht: Seit ihrem Debüt 1991 begleitet Shimanos Edelgruppe XTR Biker und Biker-Träume. Letztere wurden für MountainBIKE-Tester Fabian Scholz wahr, er durfte die 2011er Auflage (XTR M980/985) mit 2 x 10 Gängen an seinem Enduro testen. Dabei galt das Motto: kurz, aber knackig. Die "nur" etwa 2.000 absolvierten Kilometer garnierte Scholz mit erstaunlichen 60.000 Tiefenmetern. Entsprechend extrem wurden die Parts belas­tet, Scheuerstellen auf den Kurbelarmen sowie teils tiefe "Cuts" am Schaltwerk zeugen vom Hardcore-Einsatz. Immerhin: Dank der exzellenten Verarbeitung schaut die XTR immer noch annehmbar aus und trotzte allen Unbilden ohne Ausfall. Während sich die Kettenlängung und die Abnutzung der Kassette (nicht im Bild) im grünen Bereich bewegten, zeigte das große Kettenblatt deutlichen Verschleiß an den Zähnen – hauptsächlich durch Aufsetzer. Durch den im Vergleich zu einer Dreifach-Kurbel größeren Sprung vom kleinen aufs große Blatt scheuerten sich allerdings die Innenseiten der Blätter blank, und eine Schalthilfe brach heraus. Zudem lösten sich mehrfach die Alu-Kettenblattschrauben. Schaltwerk,-hebel und Umwerfer funktionierten indes stets perfekt, befürchtete Schaltungenauigkeiten durch die schmale 10-fach-Abstufung blieben aus. Lediglich das kleine 26er-Blatt der "Trail-Übersetzung" empfand Scholz für ­Alpentouren als zu "dick".

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Handschuhe Scott XC Light LF

Preis: 44,95 Euro
Gewicht: 39 Gramm
Testzeitraum: 5 Monate
Positiv: Trägt sich wie eine zweite Haut, top für Racer, leicht, direkt, luftig
Negativ: Sehr teuer, wenig Komfort, Riss je einer Naht pro Handschuh

Testbericht: Scott-Bikes wie das legendäre Scale stehen für Leichtbau in Perfektion – dem steht der Handschuh XC Light LF kaum nach, mit nur 39 Gramm schwebte der Fingerling förmlich über der MountainBIKE-Waage. Testchef André Schmidt: "Ein Hauch von Nichts, sitzt perfekt, trägt sich wie eine zweite Haut." Entsprechend exzellent und direkt war im circa halbjährigen Dauertest das Griffgefühl, zudem gefiel die Atmungsaktivität dank "Coolskin"-Innen- und luftiger Außenhand. Dass der Ein- und Ausstieg ohne Klettverschluss umständlich ist, verzeihte Schmidt dem Federgewicht – den beidseitigen(!) Riss einer Naht (siehe Bild) indes nicht: "Bei aller Hingabe zum Gewichtsfetischismus, länger als ein paar Wochen muss ein 45-Euro-Handschuh einfach halten!"

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Hose Raceface Amush Pant

Preis: 120,00 Euro
Größen: S-XXL
Testzeitraum: 13 Monate
Positiv: Sehr robustes Material, viele Belüftungsmöglichkeiten
Negativ: Nähte im Schritt aufgegangen, für lange Touren zu unflexibel

Testbericht: MountainBIKE-Redakteur und "Frostbeule" Rainer Sebal testet das ganze Jahr Parts und Bikes auf Herz und Nieren. An kühlen Tagen stand ihm dabei über ein Jahr lang die Ambush Pant zur Seite. Ging‘s doch mal heißer her als gedacht, sorgten abzippbare Beine und Belüftungsreißverschlüsse für Abkühlung. Für epische Touren eignete sich die stark wärmende Raceface dennoch nicht – zumal das eher unflexible Hardshell-Material beim Pedalieren störte. Umso mehr überzeugte das Beinkleid in Sebals rauem, Downhill-lastigem Testalltag: Selbst zahlreiche Stürze steckte die Ambush mit nur kleinen Blessuren weg. Umso ärgerlicher, dass die Nähte im Schritt den Scheuerbelastungen im Sattel nicht standhielten und aufplatzten. Prima: Dank Kletts an Beinen und Hüfte ließ sich die Ambush vielfältig an den Körper anpassen.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Xtreme Drehmomentschlüssel

Preis: 64,00 Euro
Bereich: 3-15 Nm
Testzeitraum: 2,5 Jahre
Positiv: Einfache Handhabung, geringer Verschleiß im Dauertest, prima Preis-Leisungs-Verhältnis, mit praktischer Kunststoffbox
Negativ: -

Testbericht: Feingefühl ist gut, Kontrolle ist besser – ein Drehmomentschlüssel schützt Schrauben und Parts vor Beschädigung und sorgt für korrekte Klemmkräfte. Ein Muss also für jeden Schrauber! Das preisgünstige Modell von Xtreme begleitete über zwei Jahre sämtliche Tests von MountainBIKE-Redakteur Sebal. Die Ratsche gefiel durch einfache Handhabung, der Verstellbereich von 3–15 Nm eignete sich ideal für Cockpit und Bremsen. Sechs Inbus- (2/2,5/3/4/5/6) und ein T25-Aufsatz zeigen nach häufigem Einsatz kaum Verschleiß – die Qualität ist für Hobbyschrauber mehr als ausreichend. Mit dabei: eine Kunststoffbox.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Lampe Hope Vision R4 LED

Preis: 319,00 Euro
Gewicht: 288 Gramm
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Sehr hell, super Ausleuchtung, leicht zu befestigen, wunderschöne CNC-Fräskunst
Negativ: Keine Akkustandanzeige

Testbericht: Stellte Hope mit der Vision 4 LED im großen MountainBIKE-Helmlampentest anno 2009 noch den Testsieger, traf die neue Leuchte der Briten für den jüngsten Test (Ausgabe 11/11) eine Woche zu spät ein. Schade, denn für relativ günstige 320 Euro gibt‘s mit der R4 eine top ausgestattete, hochwertige Lichtanlage: Neben dem mit vier Cree-LEDs bestückten Lampenkopf, Akku, Verlängerungskabel und Ladegerät liegen Halterungen für Helm- und Lenkermontage sowie eine Stirnbandhalterung bei. In puncto Gewicht unterbietet die zierliche R4 mit 288 Gramm für Lampenkopf, Helmhalter, Akku und Verlängerungskabel ihre Vorgängerin um satte 160 Gramm, soll jedoch mit nominell 1.446 Lumen Lichtstrom (Herstellerangabe) 65 Prozent heller sein. Tatsächlich wies die wunderschön gefräste Hope mit ihrem sehr hellen Lichtkegel den MountainBIKE-Nachtschwärmern souverän den Weg und erzeugte eine harmonische, breite Ausleuchtung, die auch für rasante Trailrides voll genügte. Dabei wird die Helligkeit in zwei Modi (Race/Trail) mit jeweils drei Stufen reguliert. Klingt kompliziert, ist es aber nicht – die R4 ließ sich in der Praxis kinderleicht einstellen. Für Vergessliche laserte Hope gar eine Mini-Bedienungsanleitung neben dem gummierten, auch mit Handschuhen prima bedienbaren Funktionsknopf auf! Auf höchster Stufe leuchtete die ­Hope etwa 1,5 Stunden – kein top Wert, allerdings reichte auch die mittlere Dimmstufe (vier Stunden Brenndauer) für Nachttouren locker aus. Und: Wer mehr Ausdauer wünscht, kann für 58 Euro Aufpreis einen Vier- statt dem Zweizellenakku ordern. Extralob erntete der wackelfreie Bajonettverschluss, Tadel gab‘s für die fehlende Akkustandanzeige.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Kettenverschleißlehre Feedback Chain Gauge

Preis: 88,00 Euro
Toleranz: +/- 0,01 mm
Testzeitraum: 3 Monate
Positiv: Präziser Messvorgang, digitale Verschleiß-Anzeige, einfache Handhabung
Negativ: Hoher Batterieverbrauch

Testbericht: Kurzer Prozess mit zu langen Ketten: Die digitale Kettenverschleißlehre von Feedback Sports misst die Dehnung der Kettenglieder. Beträgt der Wert auf dem gemessenen Teilstück mehr als 0,8 Millimeter, muss das Zugelement in Rente, sonst verschleißen auch Kettenblätter und Ritzel schneller als gewünscht. Prima: Die Bedienung ist selbsterklärend, der Messwert dank federbelastetem Messschenkel äußerst genau. Zudem gibt der Wert Auskunft über den Fortschritt des Verschleißes, ein Vorteil gegenüber mechanischen Kettenlehren. Das Messgerät kommt in einer Kunststoffbox inklusive Ersatzbatterie – und die braucht es auch, da der Knopfzelle auch bei gelegentlicher Verwendung schnell die Energie ausgeht.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Enduro-Laufradsatz DT Swiss EX 1750

Preis: 818,00 Euro
Gewicht: 1.778 Gramm
Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Testbericht: Vertrides in Innsbruck, MountainBIKE-Tests in Saalbach, Freerides in Brixen, Latsch und Zermatt – wenn je etwas richtig geprügelt wurde, dann der schon fast legendäre Enduro-Laufradsatz EX 1750 von DT Swiss: "Hart und schonungslos war‘s! Mehrfach musste ich die Reifen wechseln, weil alleine vom Downhill völlig runtergeritten. Aber die Laufräder? Tapfer, tapfer!" lobte der Professor. In der Tat monierte MountainBIKE-Laborchef Haider Knall nach dem finalen Check nur einen minimalen Seitenschlag der mit je 32 dreifach gekreuzten Messerspeichen klassisch aufgebauten Laufräder. Angesichts der wenig zimperlichen Behandlung des MountainBIKE-Chefarztes eine buchstäblich runde Sache! Und sonst? Gefielen die Schweizer Rundlinge mit seidigem Lauf der bewährten Naben, hoher Lenkpräzision und vorbildlichem Datenblatt: 1.778 Gramm pro Satz bei satter 21 Millimeter Felgenmaulweite und der angesprochenen Robustheit sind ein Wort. Kein Wunder, dass neben dem Prof auch diverse Downhill-Profis diesen Laufradsatz im Rennen einsetzen.
Fazit: Kein Schnäppchen, aber wer das Geld investieren kann, erhält mit dem EX 1750 einen superben Laufradsatz – von harten Touren bis hin zu wettkampfmäßigen Downhill-Einsätzen eine Versicherung!

Von MountainBIKE getestet: Protektoren Endura MT500

Preis: 70,00 Euro
Größen: S/M-L/XL
Testzeitraum: 1 Monat
Positiv: Hoher Tragekomfort, leicht, nur 392 Gramm in Größe M/L, elastische Protektoreinlage
Negativ: Verrutschte bei einem Sturz

Testbericht: Unverhofft kommt oft: Auf dem diesjährigen MountainBIKE-Testival in Brixen mutierte MountainBIKE-Grafiker Gustavo Enzler zum Crashtest-Dummy: Die technisch anspruchsvollen Trails bescherten ihm einen Sturz auf Helm und Knie – Letztere geschützt durch Endura-Softprotektoren MT500. Top: Durch die stark schlagdämpfende Weichschaumprotektoreinlage kam Enzler ohne stumpfe Verletzung davon. Die sehr komfortabel zu tragenden Soft-Protektoren besitzen jedoch keine rutschhemmende Beschichtung, weshalb ein Schützer vom Knie gestreift wurde. Eine Fleischwunde war das schmerzhafte Resultat.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Rucksack Crankbrothers Descender

Preis: 70,00 Euro
Größe: 20 Liter
Testzeitraum: 4 Monate
Positiv: Angenehme Passform, sinnvolle Fächer und Features
Negativ: Fummelige Kompressionsriemen, keine Regenhülle "on board"

Testbericht: Hardware-Spezialist Crankbrothers macht neu auf "Softy" – mit dem 20-Liter-Ranzen Descender. Der Rucksack besitzt ein anschmiegsames Rückenteil und sorgte dank zahlreicher Riemen zur Anpassung für ­sicheren Sitz. Lediglich in steilem Gelände wanderte er im MountainBIKE-Test etwas Richtung Kopf. Clever: durchdachte Fächeraufteilung, etwa mit Fleece-Brillenfach, herausnehmbarer Werkzeugtasche und gepolstertem Frontfach für Helm oder Protektoren. Die Kompressionsriemen erschwerten jedoch den Zugriff zum Hauptfach, und die integrierte Trinkblase benötigte ­einige Zungenakrobatik zum Öffnen des Ventils. Zudem fehlt ­eine Regenhülle.

Getestet in: MountainBIKE 02/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Bremse Formula RX

Preis: 320,00 Euro
Gewicht: ca. 800 Gramm
Testumfang: 3009 Kilometer
Positiv: Sehr angenehm zu dosieren, genug Biss auch mit 180/160 Millimeter, für den Preis sehr leicht, keine Probleme im Dauertest
Negativ: -

Testbericht: Super leicht, äußerst standfest und mit noblem Design – Formula-Bremsen lösen bei vielen Bikern "Haben-will-Reflexe" aus. Aber es gibt auch immer wieder Grund zur Klage: Die Italo-Stopper neigen zu nervenden Quietsch- oder Klingelgeräuschen, und die berühmt-berüchtigte Bissigkeit der Formulas überfordert oft selbst versierte Abfahrer. Umso schöner, dass mit der RX ausgerechnet der günstigste Ableger der Italiener mit ungeahnter Sorglosigkeit im MountainBIKE-Dauertest auftrumpfte. Verbaut an einem 120-Millimeter-Tourenfully mit 180/160er Rotoren, machte sich die RX nur im kalten Zustand mit leicht "metallischem Sound" bemerkbar, überzeugte dann nach wenigen Metern mit sehr guter Brems-Power und der von Formula gewohnten, hohen Standfestigkeit – Tourenbiker jenseits der 70 Kilo sollten dennoch hinten eine 180er-Scheibe verbauen. In puncto Modulierbarkeit zeigte sich die RX deutlich zahmer und einsteigerfreundlicher als ihre "giftigen" Geschwister R1 und The One: Der Druckpunkt war beim Testmodell eher weich – aber angenehm und immer noch klar genug definiert. Zusammen mit dem ergonomischen Alu-Bremshebel ließ sich die von Formula bis zum Freeride-Einsatz empfohlene RX stets optimal mit einem Finger dosieren, selbst auf langen Abfahrten ermüdeten Finger- und Unterarm-Muskulatur nicht zu frühzeitig. Übrigens: Ab sofort lassen sich alle RX-Bremsen mit einer Druckpunktverstellung („FCS“) nachrüsten. Rund 3.000 Touren-Kilometer hinterließen auf der prima verarbeiteten RX äußerlich kaum Spuren, die „Innereien“ mussten nur einmal entlüftet werden. Auch der Verschleiß der original verbauten organischen Bremsbeläge bewegte sich im normalen Rahmen. Apropos: Die testweise verbauten Sinter-Beläge gefielen mit mehr Biss im Nassen, verschlissen aber schneller. Bleibt noch, das für den Einsatzzweck geringe Gewicht und den fairen Preis zu loben – im Internet ist das Komplettset ab 260 Euro zu haben.

Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Handschuh Roeckl Minden

Preis: 40,00 Euro
Größen: 6,5-11
Testzeitraum: 6 Monate
Positiv: Hoher Tragekomfort und Schutz, exzellente Dauerhaltbarkeit, ausgezeichneter Grip
Negativ: Nicht gerade ein Schnäppchen

Testbericht: Harter All-Mountain-Einsatz provoziert bei Handschuhen gern offene Nähte oder gelöste Gummierungen. Die robuste Konstruktion des recht teuren Minden soll dem entgegenwirken. Und? Auch nach sechs Monaten Trail-Tango zeigten zwei Testmodelle kaum Verschleiß, zudem lobten die MountainBIKE-Tester die gelungene Passform – unter anderem dank dehnbarer Lycra-Einsätze. Für Schutz bei Stürzen standen der Schaumbeschlag an den Knöcheln, das Kevlarbündchen im Pulsbereich und das über die Fingerkuppen verlängerte Leder parat. Rutschfreien Grip boten die Silikon-Applikationen an den Fingern – und das dauerhaft.

Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Von MountainBIKE getestet: Bike-Socke Falke BC3 Cross Country

Preis: 12,95 Euro
Gewicht: 50 Gramm
Testzeitraum: 13 Monate
Positiv: Sehr robust, top verarbeitet, dezente, aber effektive Polsterung, wärmend dank Schurwolle
Negativ: weniger gut belüftet

Testbericht: "BC3 Cross Country" tauft Strumpf-Gigant Falke seine Biker-Socke. Das riecht nach Adrenalin und Rennschweiß, in Wahrheit dürften die robusten Socken aber eher komfortbewusste Tourer und All-Mountain-Biker, weniger die Asketen der Race-Fraktion ansprechen. Eine Plüsch-Polsterung an Beuge und Ballen schützt Knöchel und Gelenke vor Stößen und Druckstellen, mit 50 Gramm (Gr. 42/43) sind die BC3 kein "Leichtbau". Dafür gefiel im Dauertest der perfekte Schnitt, die top Verarbeitung und der langlebige Materialmix aus Polpropylen, Nylon, Elastan und Schurwolle. Letztere sorgte speziell in der Übergangszeit zudem für wohlig warme Füße, bei Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke wurde es aber trotz Mesh-Struktur auf dem Spann etwas stickig am Fuß. Dafür müffelten die Socken selbst nach stundenlangen Touren nicht – der Wolle sei Dank!

Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Von MountainBIKE getestet: Schaltgruppe Sram X9

Preis: 520 Euro
Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Testbericht: 2 x 10 -Antriebe sind "in" – selbst der sonst nicht jedem Trend nachhechelnde Professor schaltete 2011 nur mit 20 Gängen, verbaute an seinem Enduro-Fully eine Sram-X9-Gruppe mit Zweifach-Kurbel (39/26 Zähne). Schmitt: "Zusammen mit der 11–36er-Kassette langte mir die Untersetzung auch bei langen Alpen-touren – speziell am Enduro wäre ein kleines 24er- Blatt jedoch angenehmer." Schade: Die Schaltqualität an Umwerfer/Kurbel überzeugte nicht voll: "Oft brauchte es beim Hochschalten eine ganze Kurbelumdrehung, bis die Schalthilfen griffen", so Schmitt. Am Schaltwerk hingegen rockten die knackigen, exakten Gangwechsel – auch wenn der Leerweg am Hebel kürzer sein dürfte, die (teureren) X0-Trigger wirken direkter. Davon abgesehen verdaute die X9 die nicht gerade zimperliche Behandlung ohne technische Aussetzer. Die hohe Grundspannung des Kettenwerfers blieb erhalten, alle Lagerpunkte waren nach dem Dauertest in einwandfreiem Zustand, der Verschleiß der Kettenblätter lag im normalen Bereich. Optisch wird die X9 ihrem Oberklasse-Anspruch aber nach rund 2.500 bergablastigen Kilometern nicht gerecht: Speziell die Kurbelarme waren durch Schuh- und Felskontakt teils blank gerieben – Konkurrent Shimano ist beim Thema Finish aktuell deutlich voraus.
Fazit: Technisch hui, optisch pfui – der X9-Antrieb überstand die grobe Behandlung von Professor Schmitt nur "innerlich" gut.

Von MountainBIKE getestet: Bike-Brille Alpina Twist 4 VL+

Preis: 100,00 Euro
Gewicht: 23 Gramm
Testzeitraum: 1 Jahr
Positiv: Vorbildlicher Tragekomfort, selbsttönende Gläser, sehr geringe Abnutzung
Negativ: Nasenstege fielen heraus

Testbericht: Als wahrer Anpassungskünstler gefiel die leichte Alpine-Brille im Dauertest. Justierbare Bügel und Nasen-Pads erlaubten eine optimale Anpassung an nahezu jede Gesichtsform, zudem besitzt die Twist phototrope, "selbsttönende" Gläser: je stärker die Lichtintensität, desto dunkler das Glas. Dies funktionierte im Test schnell und zuverlässig, nur bei Dämmerung und extremer Sonnenstrahlung wären Wechselgläser besser. Zudem erwies sich die Twist als äußerst bequem: Große Gummiauflagen am Bügel verhinderten Druckstellen und sorgten zusammen mit den ergonomischen Nasenstegen für einen sicheren Sitz. Top: Nach gut einem Jahr Dauereinsatz zeigt die Brille kaum Abnutzungserscheinung, die Gläser sind frei von Kratzern. Lediglich die Nasenstege fielen öfter hinaus und mussten mit Sekundenkleber zum Bleiben überredet werden ...

Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Von MountainBIKE getestet: MTB-Pedal Shimano PD-M530

Preis: 40,00 Euro
Gewicht: 448 Gramm
Testzeitraum: 7 Monate
Positiv: Leichgänger Ein- und Ausstieg, robust, zuverlässig und günstig, sehr große Standfläche
Negativ: Recht hohes Gewicht

Testbericht: Vor einem Jahr debütierte die Trail-Pedal-Baureihe bei der Nobelgruppe XTR, inzwischen reichte Shimano die robuste Plattformkonstruktion auch an günstigere Gruppen weiter: bis hinab zum nur 40 Euro teuren PD-M530. Der umlaufende Käfig schützt an den äußeren Bügeln zwar „nur“ den Klickmechanismus zuverlässig vor Schlägen, dennoch fällt die Standsicherheit generell sehr hoch aus – prima, nicht nur für den Trail- und All-Mountain-Einsatz. Im Dauertest unter den Füßen von MountainBIKE-Redakteur Christian Zimek mussten die Pedale aggressiven Sand auf Elba genauso wegstecken wie Regen und Matsch im heimischen Mittelgebirge. Mit Erfolg: Die Bindungsmechanik garantierte auch vollgeschlammt noch zuverlässiges Ein- und Ausklicken, die soliden Konuslager liefen stets rund. Lediglich die Stahl-Bauteile (Achse, Bindungsbügel) setzten nach Regenfahrten Flugrost an – der mit Polierpaste schnell beseitigt war. So bleibt als Kritikpunkt das mit fast 450 Gramm doch recht zünftige Gewicht.

Getestet in: MountainBIKE 01/2012

Von MountainBIKE getestet: Enduro-Federgabel Rock Shox Lyrik RC2L

Preis: 917,00 Euro
Gewicht: 2.220 Gramm
Testumfang: 230 Kilometer
Positiv: Sensibles Ansprechverhalten, effiziente Fahrwegnutzung, Gewicht zum Vorgänger reduziert
Negativ: Bei Kälte etwas überdämpft

Testbericht: Noch‘n Gedicht, juxte einst Heinz Erhardt. Doch das war lange bevor die US-Firma Rock Shox auf die Idee kam, ihre Endurogabeln auf den Namen Lyrik zu taufen. Die Lyrik steht für gute Abfahrtperformance, jedoch ebenso für hohen Wartungsaufwand durch die defektanfällige Absenkfunktion "2-Step". Damit soll jetzt Schluss sein: Ab 2012 taucht die Lyrik mit der neueren Travelfunktion "Dual Position Air" ungefähr 30 Millimeter ab. Ungefähr deshalb, da die tatsächliche Federwegreduzierung auch vom Gewicht abhängt, das auf der Gabel lastet. In steilen Uphills tauchen die Holme deshalb weniger weit ein, da der Schwerpunkt des Fahrers nach hinten wandert. Ansonsten funktionierte das System an der Testgabel Lyrik RC2L bis jetzt einwandfrei, bot auch im abgesenkten Modus eine gute Federperformance. Die Feuertaufe absolvierte die Gabel im letzten Bremsentest, wo sie unzählige sehr „ungemütliche“ Tiefenmeter absolvieren musste. Dabei präsentierte sich die Lyrik als echter Komfortspender, sprach sensibel an und nutzte den Federweg effizient. Für maximalen Komfort empfiehlt es sich, mit offener Lowspeed-Druckstufe zu fahren. Das RC2L-Modell besitzt eine Lockout-Funktion mit einstellbarem Losbrechmoment – nützlich an Steilstufen bergab, um nicht zu stark abzutauchen. Bei der Kombination aus Kälte und leichtem Fahrer litt etwas die Performance. Selbst mit komplett geöffneter Zugstufendämpfung federte die Gabel bei fünf Grad Außentemperatur mit 60-Kilo-Fahrer nur noch zäh aus. Das Gesamtgewicht liegt bei 2.220 Gramm.Kein neuer Rekord, aber dennoch eine deutliche Reduzierung (~190 Gramm) gegenüber dem Vorgängermodell.

Getestet in: MountainBIKE 01/2012
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