MTB-Beleuchtung: Acht Bike-Lampen zwischen 180 und 300 Euro im Test

So testete MountainBIKE die Bike-Lampen

Foto: Benjamin Hahn Lupine Piko4 Smartcase

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Wie hell ist hell? MountainBIKE hat die Performance der Lampen durch intensive Testfahrten und professionelle Labormessungen ans Licht gebracht.

Um präzise Messwerte und praxisrelevante Aussagen über die Leistung der Lampen treffen zu können, unterzog MountainBIKE sämtliche Testkandidaten dem bewähr­ten Mix aus Labor- und ­Praxistest. Unterstützung erhielt die MountainBIKE-Testcrew vom Heilbronner Institut für Mechatronik.

Im Labor für Technische Optik wurden die Lampen in eine spe­zielle, vollautomatische Prüfvorrichtung gespannt und die optischen Eigenschaften der Prüflinge ermittelt. Ein Motor bewegt für diesen Test die Lampen über ein definiertes Raster von 74 Zeilen und 74 Spalten. Mit dem in fünf Metern Entfernung angebrachten Luxmeter werden die Daten der insgesamt 5.476 Messpunkte aufgezeichnet.

Die Ausdehnung des Messbereichs ergibt sich von der Lampenmitte ausgehend durch eine Auslenkung von +/– 20 Grad in der Vertikalen und Horizontalen. Das Ergebnis jeder Messung mit Abbildern der Abstrahlcharakteristik der Lampen erlaubt Rückschlüsse auf Helligkeit und Lichtverteilung der Leuchten.

So lässt sich die maximale Lichtstärke (Candela) sowie die Lichtmenge (Lumen) berechnen. Hinweis: Die Angabe der Lichtmenge (in Lumen) in den Tabellen beziehen sich auf den in einem begrenzten Messfeld im Labor ermittelten Wert. Da viele Hersteller die gesamte, auch ungerichtete Lichtabgabe (etwa nach hinten) einer Lampe messen, weichen die MountainBIKE-Messwerte von den Lumen-Angaben der Hersteller ab.

Die MountainBIKE-Messungen sind daher nur als Vergleichswert im Testfeld zulässig. Lichtmenge und Lichtverteilung fließen je zu 20 Prozent in die Wertung ein. Die Leuchtzeit wurde in der höchsten Leuchtstufe ermittelt und zählt mit zehn Prozent zum Gesamtergebnis.

Um diese zu ermitteln, wurden die Lampen drei Mal entladen. Zwei Tests führte MountainBIKE bei 21° C Raumtemperatur und einer Luftkühlung durch, eine weitere bei Außentemperaturen von 0° C.

Das Systemgewicht fließt mit weiteren zehn Prozent in die Bewertung ein. Neben der Laborprüfung mussten sich die Lichtanlagen in der Praxis bewähren: Montage, Bedienung im Dunkeln und wählbare Lichtmodi fließen unter den Punkt Handhabung mit 20 Prozent ein.

Um einen aussagekräftigen Fahreindruck (20 Prozent der Endnote) zu bekommen, schob die Testmannschaft Nachtschichten. Dabei mussten sich die Lampen bei schnellen Abfahrten auf Forstwegen genauso beweisen wie auf verwinkelten Wegen.

28.01.2014
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 02/2014