Sieben Helmlampen im Test

Nachtwächter

Kurze Tage, lange Nächte – der Winter verlangt ein helles Köpfchen. MountainBIKE hat sieben Helmlampen getestet. Im Fokus der Test-Crew: Ausleuchtung, Brenndauer und Handhabung der Lichtquellen.
Zu den getesteten Produkten

Sigma Powerled Black.

"Mehr Licht!" Mit diesen Worten soll sich angeblich Goethe ins Jenseits verabschiedet haben, und auch manch Biker mag selbiges denken, wenn sich das Tageslicht im Winter rar macht und Biken zum Problem wird.

Wer nun seinen Chef nicht überzeugen konnte, von Oktober bis März nur halbtags arbeiten zu dürfen, braucht zum Biken im Dunkeln eine Lichtlösung, die nicht nur Forstwege ausleuchtet, sondern auch voll trailtauglich ist.

Denn darauf sollten Sie keinesfalls verzichten! Zu faszinierend gestaltet sich die auswendig fahrbare Feierabendrunde, wenn nur noch der grelle Schein der Helm­lampe den Wald in ein sprichwörtlich anderes Licht taucht. Plötzlich schattenlose Wurzeln werden unsichtbar, Abfahrten steiler und Kurven immer schneller – kurz: Das Spiel mit dem Trail gerät zur Jungfernfahrt!

Waren in den letzten Jahren noch Gasentladungslampen (HID) das Nonplusultra für ambitionierte Nightrider, laufen neueste LED-Lösungen diesen nun den Rang ab. Vorbei sind die Zeiten, in denen die kleinen Lichtmonster überhitzten und rapide den wenigen Strom aus dem Akkupack saugten. Neue Technologien und Kühlmechanismen sorgen für lange Laufzeiten bei extremer Lichtausbeute. Weiterer Vorteil: enorme Gewichtseinsparungen!

MountainBIKE hat sechs aktuelle LED-Lampen im Vergleich zu einer HID-Lösung gesetzt. Bewertet wurden ausschließlich Helmlampen, auch wenn manche Hersteller, wie Blackburn, standardmäßig Helm- und Lenkerbrenner liefern. Punkte sammelten die Kandidaten bei der Lichtausbeute, der Laufzeit sowie der Handhabung.

Fazit: Die Unterschiede sind gewaltig. Während günstige Einsteigerlösungen wie Sigmas Powerled nur bedingt trailtauglich sind, strahlt der Testsieger Betty 6 von Lupine fast wie ein moderner Autoscheinwerfer. Fakt bleibt aber auch, dass 840 Euro purer Luxus sind – der Kauftipp Hope kostet nicht einmal die Hälfte. Übrigens: StVZO-zugelassen sind diese Lösungen allesamt nicht!

15.12.2007
Autor: Thorsten Lewandowski
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 12/2007