Bike-Equipment im Dauertest

Dauertest 2017: Equipment

Foto: Rupert Fowler/Bike Connection Winter
Biken ist das schönste Hobby der Welt - keine Frage. Aber für unseren Sport braucht es auch das richtige Equipment! Wir testen das spannenste Zubehör für dich im Langzeittest.

Unsere Redakteure und Testfahrer fahren oder testen das Equipment über einen langen Zeitraum. Sie verraten dir, welches Zubehör taugt und welches nicht!

Anbauteile und Parts im Langzeittest
Bekleidung im Dauertest

Giro Phase

Der Gewinner unseres Einsteigerhelm-Tests (Heft 6/16) überzeugt auch im Langzeiteinsatz voll.

Foto: Benjamin Hahn Giro Phase

Optisch haut mich der Phase von Giro nicht vom Hocker. Die dunkle Metalloptik der Inmold-Konstruktion ist mir zu eintönig und die Form etwas zu langweilig. Aber das ist subjektiv und bei einem Helm Nebensache. Funktionell überzeugt der Phase voll und ganz – trotz des einsteigerfreundlichen Preises von 100 Euro. Die Länge der Gurte lässt sich dank der Dreiecke unter den Ohren schnell anpassen. Das Drehrad am Hinterkopf ist zwar klein, liegt aber weit genug unter der Helmkante, um gut greifbar zu sein. Der Phase sitzt sehr komfortabel. Dabei liegt der Kopfring zwar stramm und sicher an, hinterlässt aber nicht das einschneidende Gefühl, das ich von manch anderem Helm kenne. Gut belüftet ist der Phase mit seinen großen Löchern ohnehin. Es gibt aber leichtere Tourenhelme in der Preisklasse.

Preis: 100 Euro
Gewicht: 355 Gramm

Positiv:

  • Komfortable Passform
  • Gute Belüftung
  • Viele und recht leicht bedienbare Einstellmöglichkeiten

Negativ:

  • Gewicht ist relativ hoch

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Light & Motion Seca 2200 Race

Keine Frage: Nightrides haben ihren ganz eigenen Charme. Und mit der Seca 2200 am Bike machen sie auch noch richtig Spaß.

Foto: Benjamin Hahn Light & Motion Seca 2200 Race

Die Seca leuchtet richtig hell. 2200 Lumen gibt Hersteller Light & Motion im höchsten Modus an – und die haben meine Nachtfahrten fast zum Tag gemacht. Die Mitte des Lichtkegels deckt selbst kleinste Hindernisse auf dem Trail auf, ohne dass diese dabei allzu grell wirken. Außerdem bieten die vier LEDs einen breiten Leuchtkegel, mit dem man auch die Umgebung noch gut wahrnehmen kann. Auf breiten, ebenen Forstautobahnen reichte der zweithöchste von vier Leuchtmodi (davon ein Blinkmodus) absolut aus, um nicht unnötig Akku zu verbrauchen.

Apropos Leuchtzeit: Die gibt der Hersteller mit 1,5 Stunden im höchsten Modus an. Bei Testmessungen war ich angenehm überrascht: Knapp 3 Stunden hielt die Seca durch. In Sachen Handhabung hat mir gefallen, dass der Lampenkopf horizontal schwenkbar ist. Sowohl am Lenker als auch am Helm lässt sich die Seca problemlos montieren und hält bombenfest. Der Akku wird dabei entweder per Klettband am Oberrohr befestigt oder kommt in den Rucksack. Einziger Kritikpunkt an der Seca: ihr Gewicht. Lampe und Helmhalterung bringen zusammen gut 160 Gramm auf die Waage, das gesamte System inklusive Akku kommt auf mehr als 350 Gramm.

Preis: 469 Euro
Gewicht: 356 Gramm

Positiv:

  • Leuchtet sehr hell
  • Gute Lichtverteilung, sowohl in die Breite als auch in die Ferne
  • Lampenkopf horizontal schwenkbar

Negativ:

  • Lampe ziemlich schwer

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Juvelo Saphir One Quatro

Wer jetzt nach Feierabend auf die Trails will, braucht ein gutes Flutlicht – etwa die Juvelo mit ihren vier LEDs.

Foto: Chris Pauls Juvelo Saphir One Quatro

Juvelo bietet die Saphir One in einer 2-LED- und der neuen Quatro-Version mit vier Osram-LEDs an. Letztere bietet eine helle, sehr gute Ausleuchtung – voll und ganz Trail-tauglich! Die im Vorjahr in unserem Vergleichstest bemängelte Schwenkbarkeit des Lampenkopfs in der mitgelieferten Helmhalterung, an der auch der Akku sitzt, will Juvelo jetzt verbessert haben.

Tatsächlich besitzen die neuen Modelle einen etwas größeren Schwenkbereich, müssen aber immer noch eher hinten am Helm montiert werden, um eine weite Abstrahlung zu ermöglichen. Besonders gut gefiel mir dafür die Lenkerhalterung (im Bild), die wie der hochwertige Lampenkopf aus Alu gefertigt ist. Sie nimmt den Akku mit auf und ist via Flügelschraube flink befestigt oder demontiert.

Preis: 269 Euro (Lenkerhalter 35 Euro)
Gewicht: 274 Gramm (mit Lenkerhalter und Akku)

Positiv:

  • Sehr gute Ausleuchtung und hohe Leuchtkraft
  • Hochwertige Alu-Bauweise von Lenkerhalterung und Lampenkopf
  • Recht lange Akkulaufzeit

Negativ:

  • Helmhalterung bietet nur geringen Schwenkbereich

Adidas Evil Eye Evo

Die Evil Eye mit Vario-Scheiben verspricht schnelles Abdunkeln und Aufhellen. Auch auf Dauer?

Foto: Benjamin Hahn Adidas Evil Eye Evo

Auf eine Bike-Brille mit photochromen Scheiben, die sich automatisch den Lichtverhältnissen anpassen, mussten Adidas-Fans lange warten. Das Problem träger Reaktionszeiten trifft auf
die Evil Eye nicht zu. Innerhalb weniger Sekunden dunkelt sie im UV-Lichttest auf eine leicht graue, in etwa einer Minute auf die höchstmögliche Tönung ab. Auch in der Praxis ist die Scheibenfarbe perfekt und schnell angepasst, nur bei Kälte verläuft das Aufhellen wie bei anderen Vario-Scheiben träge. Ansonsten: idealer Sitz, hoher Schutz, perfekte Verarbeitung. Top!

Preis: 249 Euro
Gewicht: 33 Gramm

Positiv:

  • Schnelles Abdunkeln/Aufhellen
  • Stets angemessene Tönung
  • Bester Schutz, prima anpassbar

Negativ:

  • Sehr hoher Preis

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Quarq Shockwiz

Sram bringt mit dem Quarq Shockwiz ein Analyse-Tool für Luftfahrwerke. Was es kann? Wir haben es an Gabel und Dämpfer getestet.

Foto: Benjamin Hahn Quarq Shockwiz

Was ist das denn für ein Kästchen? Die kleine schwarze Box an der Federgabel zog bei unserem Test staunende Blicke auf sich. 2015 war das Shockwiz getaufte Tool noch ein Kickstarter-Projekt, jetzt bringt es Sram unter der Marke Quarq auf den Markt. Sinn und Zweck: Shockwiz liefert eine detaillierte Analyse der Federung, indem es das Luftkammerverhalten ausliest. Das funktioniert übrigens mit allen Luftfederelementen, nicht nur mit Rock-Shox-Modellen.

Das Kästchen selbst wird an die Luftkammer angeschlossen und via Bluetooth wird eine Verbindung zum Smartphone hergestellt. Auf diesem erklärt eine intuitive App (auf Englisch), wie Shockwiz mit der Federung zu kalibrieren ist. Bevor die Fahrt beginnt, wählt man aus, ob ein effektives, ausgewogenes, verspieltes oder aggressives Fahrwerk gewünscht ist. Je länger man fährt, desto mehr Daten sammelt das Gerät. Im Anschluss gibt es dann Empfehlungen, etwa ob das Federelement mehr oder weniger Druckstufe benötigt oder ob der Luftdruck passt. Ein wenig stutzig machten uns die angesprochenen Präferenzen. Mit der Beschreibung von verspielt (playful) gehen wir d‘accord: „Lebendig mit ein wenig Pop.“ Doch unter „aggressiv“ erwarteten wir ein straffes Fahrwerk für Highspeed-Fahrten, stattdessen hieß die Empfehlung: Luft ablassen.

Laut Beschreibung solle der Federweg in diesem Mode möglichst ausgenutzt werden. Auch konnten wir die Shockwiz-Empfehlung, die Highspeed-Dämpfung zu verändern, nicht umsetzen – einfach, weil die von uns verwendeten Parts (Rock Shox Lyrik und Monarch Plus) nur eine einstellbare Lowspeed-Druckstufe besitzen. Shockwiz ist von daher eher für Fahrwerke geeignet, die sehr komplexe Einstellungsoptionen bieten. Das weiß auch Fahrwerksspezialist und Ex-DH-Pro Marcus Klausmann: „Shockwiz ist für mich sehr sinnvoll, weil mir die vielen Informationen helfen, mein Fahrwerk perfekt und schnell zu justieren.“ Auch für uns Bike-Tester ist Shockwiz ein gutes Hilfsmittel, um rasch das richtige Setup zu finden. Für jene, die nicht ständig am Fahrwerk tunen, ist Shockwiz aber schlicht zu teuer. Prima wäre es, wenn im Setup unerfahrene Biker Shockwiz beim Händler ausleihen könnten.

Preis: 507 Euro
Gewicht: 45 Gramm

Positiv:

  • Intuitive, zuverlässige Bedienung
  • Nach kurzer Fahrt zahlreiche Infos zur Optimierung des Fahrwerks

Negativ:

  • Teilweise unlogische und/oder zu komplexe Vorgaben
  • Sehr teuer

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Falk Tiger Pro

Revierkampf im Navi-Segment? Kann Falks Tiger Pro der Konkurrenz die Zähne zeigen?

Foto: Benjamin Hahn Falk Tiger Pro

Der Lieferumfang des Tiger Pro mit Navi, Lenker-/Vorbauhalter, Ladegerät, Tasche und Premium-Outdoor-Karte für Deutschland (ab März 2017 für 31 Länder Europas mit Basiskarte Plus) kann sich sehen lassen. Bei Branchenprimus Garmin zahlt man für ein vergleichbares Gerät mit ähnlich großem Display schnell 150 Euro mehr. Sein Akku hielt etwa zwölf Stunden bei Daueranzeige der Navigation mit stromsparenden 10 % Helligkeit. Das reicht mir für lange Tagestouren im Gelände. Das Menü ist logisch aufgebaut, der Touchscreen reagiert zuverlässig. Doch wo Licht, da auch etwas Schatten. Im Test blieb die Navigationsanzeige ohne erkennbaren Grund hin und wieder „hängen“, konnte durch Wechseln der Anzeige jedoch reaktiviert werden.
Preis: 299 Euro
Gewicht: 178 Gramm

Positiv:

  • Günstiges Gesamtpaket mit umfangreichem Kartenmaterial
  • Großes Display (7,5 x 5 cm)
  • Ausreichend lange Akkulaufzeit

Negativ:
Navigation hängt sich ab und zu auf

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Scott Centric Plus

Scotts neuer Helm ist als CC-Wettkampfhelm gedacht, punktet aber vielmehr mit super Komfort.

Foto: Benjamin Hahn Scott Centric Plus

Top! Der Centric ist für mich der perfekte Helm, wenn’s um den Kompromiss aus Komfort, Gewicht und Sicherheit geht. Er ist nicht so tief herunter gezogen wie ein Enduro-Helm, sitzt aber für einen CC- Wettkampfhelm extrem satt am Kopf, lässt sich via Drehrad ideal anpassen. Dazu kommt eine großzügige Belüftung, die Scott nach diversen aerodynamischen Gesichtspunkten entwickelt hat – und die in der Tat exzellent funktioniert.

Bleibt das Thema Sicherheit: Verarbeitet ist der Inmold-Helm erstklassig, und er verfügt über das bekannte MIPS-System, das den Kopf im Sturzfall vor Rotationskräften schützen soll. Ein Leichtgewicht ist das Schweizer Komfortwunder jedoch nicht: 251 g sind nicht schwer, für die CC-Kategorie aber nur Durchschnitt.
Preis: 200 Euro
Gewicht: 251 Gramm (in Größe M, 55–59 cm Kopfumfang)

Positiv:

  • Optimale Passform, klasse Anpassung
  • Exzellente Belüftung
  • Subjektiv hohes Sicherheitsgefühl durch satten Sitz und MIPS-Technik

Negativ:

  • Relativ schwer für CC-Race

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Garmin Virb Ultra 30

Die Actioncam ist wie gemacht für Abenteuersportler, zeigt aber Detailschwächen.

Foto: Benjamin Hahn Garmin Virb Ultra 30

Tempo, Sprungweite und gar G-Kräfte: Wenn solchhe Daten über den Bildschirm flimmern, wird die Aufnahme einer Actioncam noch mal spektakulärer. G-Metrix heißt die Software, mit der die Virb Ultra 30 Bewegungsdaten sammelt und einblendet. Zudem lokalisiert das Programm – nicht immer präzise – für den Schnitt automatisch Sprünge oder Highspeed-Passagen. Ein super Feature für Biker. Zumal sich die Virb über viele Fitnesstracker und Bike-Navis von Garmin fernsteuern lässt, was die unzuverlässige Sprachsteuerung überflüssig macht.

Die Actioncam beherrscht dabei auch ihre Grundfunktionen. 4K-Bildqualität (Ultra HD) sind kaum zu schlagen, die Bilder dementsprechend detailreich. Im Weitwinkel-Modus ist das Bild am Rand verzerrt – wie bei vielen Actioncams. Leider verschwimmen die G-Metrix-Daten, deren angestammter Platz außen oder unten ist, gleich mit. Bei Aufzeichnungen in HD hält der Akku weniger als 1,5 Stunden durch. Die Bewegungssensoren sind Stromfresser. Schaltet man sie aus, verlängert sich die Laufzeit um ca. 15 Minuten.
Preis: 429 Euro
Gewicht: 201 Gramm (mit Akku, Gehäuse und Helmhalterung)

Positiv:

  • Bewegungsdaten einblendbar
  • G-Metrix registriert die Action-Szene und erleichtert den Schnitt

Negativ:

  • Bild verzerrt am Rand
  • Akkulaufzeit eher kurz

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Polar V650

GPS-Tachos mit großer Funktionsvielfalt sind angesagt. Polars Alleskönner gehört klar zu den besseren Modellen.

Foto: Benjamin Hahn Polar V650

Polars Tacho-Flaggschi ist ein idealer Trainingspartner. Er kommuniziert via Bluetooth Smart (kein ANT+) mit Watt- und Pulsmesssystemen, kann Rundenzeiten, Trainingsbelastung und Kalorienverbrauch errechnen – und zig Dinge mehr. Mich als Tourenfan freut jedoch mehr die barometrische Höhenmessung sowie die schnelle, exakte GPS-Ortung und -Aufzeichnung. Das Nachfahren von Tracks sowie das Aufspielen von Open-Street-Map-Karten funktioniert ebenso gut.

Nur eine (in den Bergen wichtige) Temperaturanzeige vermisse ich. Klasse ist der robuste, farbige, auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbare 2,8"-Touchscreen. Die Bedienung glückt intuitiv. Und was der V650 anzeigt, lässt sich individuell programmieren – super, wenn man wie ich keine Intervallzeiten oder Ähnliches sehen mag. Seltsam: Ausgerechnet die Kopplung hauseigener Polar-Sensoren (Speed, Kadenz) funktioniert mal ja, mal nein ...
Preis: 220Euro
Gewicht: 123 Gramm

Positiv:

  • Hoher Funktionsumfang, sowohl für Racer wie Tourer sinnvoll nutzbar
  • Individuell programmierbare Anzeigen
  • Robustes, großes Farbdisplay

Negativ:

  • Pairing teils unzuverlässig, kein ANT+

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Swiss Eye Steam

Photochromatische Scheiben – bei Wärme top, bei Kälte flop. Was leistet die Steam im sommerlichen Einsatz?

Foto: Dennis Stratmann Swiss Eye Steam

Brillen mit photochromatischen Scheiben versprechen perfekte Tönung in jeder Lichtsituation. Was bei zweistelligen Plusgraden auch gut funktioniert – aus physikalischen Gründen bei Kälte weniger gut. Hier macht auch die Steam keine Ausnahme, sie passt sich bei angenehmen Temperaturen den Lichtverhältnissen schnell und mit angemessener Tönung an. Dank verstellbarer Nasenauflage und gummierten Bügelenden sitzt sie stets rutschfest. An breiten Nasenrücken kann sie jedoch Druckstellen hervorrufen. Die Scheiben sind klein, schützten dennoch super vor Zugluft und Schmutz
Preis: 120 Euro
Gewicht: 26 Gramm

Positiv:

  • Hohe Schutzwirkung
  • Eine Wechselscheibe inklusive
  • Angenehme Tönungsintensität

Negativ:

  • Nasensteg schmal, kann Druck­ stellen verursachen

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Deuter Bike I 18 SL

Seit fünf Monaten ist der 18-Liter-Rucksack fast täglich im Einsatz – ohne Verschleiß.

Foto: Alex Brunst Deuter Bike I 18 SL

Sehr robust, nicht zu schwer und groß genug für den täglichen Gebrauch – so lautet mein Fazit nach fünf Monaten mit dem Rucksack-Klassiker von Deuter. Für das Pendeln zur/von der Arbeit befülle ich das große Hauptfach mehrmals wöchentlich mit Kleidung, Lunchpaket, Geldbeutel und Handy; bei Touren am Wochenende sind Protektoren, Trinkblase, Verpflegung und Jacke dabei. Und alles passt rein, lässt sich dabei sehr gut organisieren!

Punkten kann der SL (steht für kürzeren, schmaleren Schnitt) zudem mit toller Verarbeitung sowie hohem Komfort. Das bewährte Airstripe-Tragesystem erlaubt eine gute Luftzirkulation am Rücken, ohne den körpernahen Sitz zu beeinträchtigen. Die Anpassung der gut geschnittenen Gurte ist auch mit Handschuhen leicht zu managen. Und bei Schlechtwetter ist die signalgelbe Schutzhaube mit Reflektordetails schnell übergezogen.
Preis: 80 Euro
Gewicht: 850 Gramm

Positiv:

  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Gute Aufteilung, Außentaschen mit Reißverschluss- und Mesh-Abteilen
  • Robust, top verarbeitet
  • Fairer Preis

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Smith Rover

Stabil, komfortabel und gut belüftet: Der Smith-Helm hat im Dauertest ordentliche Dienste geleistet, punktet mit innovativem Innenleben.

Foto: Benjamin Hahn Smith Rover

Gerade auf langen Touren zeigt sich, ob ein Helm perfekt passt – oder doch irgendwann zu drücken anfängt. Der angenehm gepolsterte Rover jedenfalls sitzt bei mir optimal, Gurte und Einstellrad sind sehr gut bedienbar und der Helm damit schnell anpassbar. Auch die Belüftung des Smith-Helms überzeugt. Bei meiner Dolomitenrunde Ende Juni hatte es am Berg bis zu 32° Celsius. Und bei den steilen Rampen dieser Gegend weiß man jedes Lüftlein zu schätzen, das einem um die Stirn streicht.

Eben diese Kühlung gewährleisten 20 Belüftungslöcher, die teils mit dem sogenannten Koroyd-System ausgekleidet sind: Wabenförmig angeordnete Polymer-Stäbchen sorgen für Stabilität der Schale, gleichzeitig sind sie leicht sowie luftdurchlässig. In Sachen Sicherheit gefällt die weit herabgezogene Heckpartie, einen Sturz musste der eher schwere Helm zum Glück aber nicht abfangen. Ein Manko ist das nicht verstellbare Visier, das etwas die Sicht einschränkt.
Preis: 150 Euro
Gewicht: 376 Gramm (in Größe M)

Positiv:

  • Einfache, schnelle Anpassung
  • Sehr gute Belüftung
  • Stabile Bauweise, top verarbeitet

Negativ:

  • Visier nicht verstellbar

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Topeak Prepstation

Schrauben mit Profi-Tools schont das Bike und die Nerven. Die Prepstation glänzt dabei mit höchster Qualität und ihrer Rundum-sorglos-Ausstattung.

Foto: Benjamin Hahn Topeak Prepstation

Ob es ums Gabelschaft kürzen oder das Eindrehen einer simplen 4-mm-Inbusschraube geht – wenn mein Bike in meine Werkstatt rollt, ist für mich der Griff zum Multitool tabu. Denn durch zweitklassiges Werkzeug rundgenudelte Schrauben können Parts komplett außer Gefecht setzen (wie meine Ex-Vario-Stütze). Dank kompletter Bestückung mit L- und T-Inbus-Sets, Torx- Schlüsseln, Tools für Kurbel, Innenlager, Bremsscheibe und Freilauf schraube ich mit der auf den ersten Blick teuren Prepstation seit nunmehr vier Jahren präziser und sicherer.

Auch die weiteren (hochwertigen!) Tools wie Kettennieter, Ahead-Krallen-Einschläger, diverse Zangen, Rollgabelschlüssel, Nippelspanner, Kettennieter, einfacher Drehmomentschlüssel, Schonhammer sowie die Lehre zum Kürzen des Gabelschafts zeigen nach jahrelangem Dauereinsatz nur Gebrauchs-, keine Abnutzungsspuren. In Deckel- und Bodenfach bleibt zudem Platz für Kleinteile oder etwa ein Entlüftungskit.
Preis: 750 Euro
Werkzeuge: 52 (80 Funktionen)

Positiv:

  • Hohe Werkzeugqualität
  • Viele MTB-Spezialwerkzeuge
  • Übersichtlich organisiert
  • Praktischer Transport im Rollkoffer

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Specialized S-Works Prevail

Die meisten MTB-Helme wiegen zwischen 250 und 300 Gramm – teure CC-Race-Modelle wie dieser nur um 200 Gramm. Geht die Gewichtsreduktion zu Lasten des Tragekomforts?

Foto: André Schmidt Specialized S-Works Prevail

Klar, ich trage immer einen Helm – egal ob auf dem Stadt-, Renn- oder Geländerad. Und auch wenn mich der Kopfschutz nie stört, habe ich doch immerwährende Wünsche: Leicht und gut belüftet mag ich Helme am liebsten. Zu dieser Saison wählte ich daher den teuren S-Works Prevail, den Specialized zwar als Rennradhelm führt, der sich aber auch für MTB-Marathon- oder -Toureneinsätze eignet. Famos leicht ist er eh: 203 g! Auch die Belüftung ist top, der Tragekomfort trotz dünner Polster hoch. Einziges Problem: Durch die an der Helmschale befestigten Seitenbänder verträgt sich der Prevail nur mit eher schlanken Brillen, die unter die Bänder passen.
Preis: 260 Euro
Gewicht: 203 Gramm

Positiv:

  • Extrem niedriges Gewicht
  • Sehr gute Belüftung
  • Hoher Tragekomfort
  • Nicht mit allen Brillen kompatibel

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Adidas Zonyk Pro

Adidas setzt mit der Zonyk Style- Akzente. Doch kann die Brille auch mit Funktion überzeugen?

Foto: Benjamin Hahn Adidas Zonyk Pro

Adidas bietet die teure, stylische Zonyk Pro in zwei Größen an. Für kleine Gesichter in Größe S, für große in Größe L. Obendrein sind die Nasenpads austauschbar, wodurch die Brille an die Nasengröße angepasst werden kann. Genauso obligatorisch und sinnvoll nutzbar ist die Winkelverstellung der Bügel. Auch wenn Passform ein individuelles Thema ist, die Adidas-Brille dürfte per se bei vielen Kopfformen sehr gut passen. Aber: Der recht lange Bügel stößt bei manchen Enduro-/All-Mountain-Helmen hinter dem Ohr gegen die Schale. Tipp: Brille im Laden mit eigenem Helm Probe tragen!

Auf dem Trail fällt das große Sichtfeld angenehm auf. Die Augen sind sehr gut vor Wind geschützt, und der Rahmen behindert die Sicht dennoch nicht. Unter zig zur Auswahl stehenden Scheiben habe ich die „Vario-Purple“ gewählt, die sich für viele Lichtbedingungen eignet. An bewölkten Tagen herrscht Klarsicht, an Sonnentagen tönt sie erfreulich schnell ab. Etwas nervig: Die leichte Verspiegelung der Scheibe sorgt bei direktem Lichteinfall (z. B. Autoscheinwerfer) für irreführende Lichteffekte, was bei verspiegelten Scheiben aber normal ist. Der Schweißfänger an der Stirn ist ein nettes, aber verzichtbares Feature: Er saugt Schweiß gut auf, wird bei längeren Fahrten aber entsprechend nass.
Preis: 215 Euro
Gewicht: 35 Gramm

Positiv:

  • Bei vielen Lichtverhältnissen nutzbar
  • Sehr gute Passform
  • Breites Sichtfeld, hoher Schutz

Negativ:

  • Gesalzener Preis

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Ergon BE3 Enduro

Der schlanke Enduro-Rucksack bietet genug Platz für die Ausrüstung, aber wenig Ordnung.

Foto: Benjamin Hahn Ergon BE3 Enduro

Ergons BE-Serie fällt mit zweiteiliger Konstruktion auf, die den Transport von Vollvisierhelmen erleichtern und mehr Bewegungsfreiheit bieten soll. Der Kopfschutz schmiegt sich platzsparend um das obere Rucksackfach – was auch mit Halbschalenhelmen gut funktioniert. Die beiden Fächer bieten mit 10 Litern genug Volumen für die Tagestour-Ausrüstung. Abgesehen von den großen Hüfttaschen fehlen aber brauchbare Fächer oder Halteschlaufen.

Da der untere Teil fast vollständig von der 2,5-Liter-Trinkblase ausgefüllt wird, sind die Netzfächer dort quasi nicht nutzbar. Im oberen Teil hat nur das kleine Frontfach eine Innentasche für Geldbörse oder Handy. Tool, Luftpumpe oder Ersatzschlauch fliegen lose neben Jacke und Proviant rum. Super finde ich das Tragesystem inklusive Protektor: einfach auf die Rückenlänge einstellbar, gut festzuzurren, keine Druckstellen. Auch die Verarbeitung ist ausgezeichnet.
Preis: 160 Euro
Gewicht 1283 Gramm (inklusive Trinksystem und Regenschutz)

Positiv:

  • Komfortables Tragesystem
  • Leicht und schlank
  • Clevere Helmhalterung

Negativ:

  • Innen keine Befestigungen für Tools, Luftpumpe und Ersatzteile

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Jagwire Hose Cutter Pro & Needle Driver

Bremsleitungen kürzen und Stützhülse einpressen sind oft Fummelei mit unsauberem Ergebnis. Diese Tool-Kombination macht Schluss damit.

Foto: André Schmidt Jagwire Hose Cutter Pro & Needle Driver

Wer – wie ich – sehr viel an Bikes schraubt, oder das perfekte Werkzeug haben will, muss sich diese Bremsen-Montage-Kombi von Jagwire gönnen! Sowohl der Cutter (links) zum Kürzen der Bremsleitung wie das Einpresswerkzeug für die Stützhülse funktionieren schlicht ideal. Das Ergebnis sind absolut gerade und plane Schnitte sowie eine hundertprozentig genau sitzende Hülse. Das Handling ist dabei optimal: Das Messer schneidet die Leitung wie durch Butter, das Einpressen gelingt quasi kraftlos. Beide Tools sind zudem tadellos verarbeitet.
Preis: 50 Euro für beide Tools

Positiv:

  • Cutter: Alu-Gehäuse liegt toll in der Hand, sehr scharfes Messer
  • Einpresswerkzeug: top Handling, extrem geringer Kraftaufwand
  • Jeweils sehr gut verarbeitet

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20.03.2018
Autor: MOUNTAINBIKE
© MOUNTAINBIKE