12 Minitools und 12 Luftpumpen im Test

Das Mini-Max-Prinzip

Maximale Performance bei möglichst kleiner Bauform versprechen ­Minitools und -pumpen. MB hat 24 Modelle für Racer und Tourer getestet.
Zu den getesteten Produkten
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Klein, handlich und effektiv: Minitools und -pumpen.

Sie fristen ihr Dasein in den Tiefen des Rucksacks, im Satteltäschchen oder sind gut versteckt am Rahmen montiert. Was nicht unbedingt ihrer Bedeutung entspricht: Denn Minitools und -pumpen kommen immer dann zum Einsatz, wenn nichts mehr geht oder schnell die ein oder andere Einstellung korrigiert werden muss. Dann sind sie unersetzbar, denn nichts ist schlimmer, als wenn eine Panne mangels Werkzeug das Ende einer lang ersehnten Ausfahrt oder gar den Ausfall beim hart vorbereiteten Marathon zur Folge hat.

Am Mehrgewicht kann‘s nicht liegen. Aktuelle Modelle fallen kaum ins Gewicht, wie der Test von zwölf Minitools von 7,50 Euro bis 19,90 Euro sowie von zwölf Minipumpen zwischen 13,50 Euro und 49,99 Euro deutlich zeigt.

Die Testfelder sind jeweils zweigeteilt. Der Grund: Auf der Tour steht im Falle eines Falles die Leistung der kleinen Helferlein im Vordergrund, während beim Rennen jedes Gramm Zusatzgewicht zählt. Deshalb stehen jeweils sechs Leichtgewichte sechs „Vernunftslösungen“ gegenüber.

Für die Tools bedeutet das: vier bis acht Funktionen ab 37 Gramm für die schnelle Notreparatur bzw. 13 bis 20 Funktionen mit bis zu 238 Gramm, die auch ernsthaftere Probleme etwa auf einem Alpencross lösen können. Um tourentauglich zu sein, muss ein Tool nach den MB-Vorgaben auf jeden Fall über einen Kettennieter verfügen.

Die Gewichtsspanne bei den Pumpen fällt weniger groß aus. Das leichteste Modell im Test wiegt nicht ganz 73 Gramm, maximale Power schlägt mit bis zu 187 Gramm zu Buche. Das Leichtgewicht braucht jedoch 283 Hübe, um einen Reifen mit zwei Bar zu füllen – im Rennen dauert das eine Ewigkeit! Kein Wunder also, dass Racer am liebsten zur CO2-Pumpe greifen. Die wiegen nur wenig mehr als 100 Gramm, erledigen ihren Job aber in Windeseile.

MB nutzte das Labor des Pumpenspezia­listen SKS, um die Luftikusse auf Herz und Nieren zu untersuchen. Die Tools wiederum mussten in der MB-Werkstatt im Praxistest knallhart angezogene Schrauben lösen und einen simulierten Kettenriss beheben.

01.04.2008
Autor: Thorsten Lewandowski
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 03/2008