10 Alpencross-Rucksäcke im Test

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Foto: Benjamin Hahn Amplifi Tour 30

Test: Amplifi Tour 30

Üppig ausgestattet, punktet der Amplifi mit seiner gut strukturierten Fachaufteilung. Diese lassen sich schnell und simpel bedienen. Zur Organisation des Werkzeugs fehlen ein paar kleinere Taschen. Durch seine saubere, haltbare Verarbeitung ist er, gemessen am Stauraum, nicht der leichteste Testkandidat. Das Rückensystem ist stabil, passt sich dem Rücken jedoch nicht perfekt an, da der Protektor es zusätzlich versteift.

Test: Amplifi Tour 30

Der Aufpreis für einen hochwertigen Sas-Tec-Rückenprotektor aus viscoelastischem Schaum beträgt bei anderen Herstellern um die 30 Euro. Im Preis des Tour 30 ist dieser bereits inbegriffen und bei Nichtbenutzung herausnehmbar.

Test: Amplifi Tour 30

Fast alle Rucksäcke besitzen ein weich gefüttertes Fach zum kratzfreien Transport von Bike- Brille oder Handy. Das Fach des Amplifi ist auch für eine Goggle groß genug.

Test: Amplifi Tour 30

Die Ladekontrollriemen holen die Rucksacklast näher an den Körper, damit dieser bei viel Bewegung definierter sitzt.

Test: Deuter Trans Alpine 30

Der Alpencross-Rucksack-Klassiker ist längst nicht von gestern. An Features wie den dick gepolsterten Schultergurten und dem anpassbaren Rückenteil wird die lange Reifezeit sichtbar. Der Tragekomfort ist gewohnt hoch, einzig der Sitz auf technischen Trail-Abfahrten dürfte satter sein. Die Fachaufteilung trifft die goldene Mitte aus Organisation und Übersichtlichkeit, das Tragesystem macht ihn etwas schwer.

Test: Deuter Trans Alpine 30

Die durch Verbiegen anpassbaren Metallschienen im Rückensystem des Deuter werden durch eine Schaumstoffmatte unterstützt. Diese dient bei einer Pause oder Hüttenjause als komfortable, warme Sitzunterlage.

Test: Deuter Trans Alpine 30

Kaum ein Rucksack hat so dick gepolsterte, breite Schultergurte. Sie verteilen die Last überaus komfortabel.

Test: Deuter Trans Alpine 30

Klassisches Alpencross-Rucksack-Feature: Das Hauptfach kann durch einen Reißverschluss in zwei Teile getrennt werden. So lassen sich schwere oder nasse Teile getrennt lagern.

Test: Ergon BX4 Evo

Selbst bei höchster Zuladung bietet das aufwendige Tragesystem des BX4 Evo top Tragekomfort. Längenverstellbar, dick und straff gepolstert und mit einem im Neigungswinkel verstellbaren Hüftgurt, lässt er sich perfekt anpassen, glänzt mit zig Features. Perfekte Organisation und Handhabung dank vieler, sinnvoller Taschen und Fächer. Einzige Kritik: das hohe Gewicht. Kommt ab Ende August in Schwarz in die Shops.

Test: Ergon BX4 Evo

Die Klettverschlüsse an den Schultergurten dienen nicht nur zur Fixierung des Trinkschlauchs, der beim Ergon nur rechts positioniert werden kann. Mit ihnen lassen sich die Schultergurte verschlanken, um Druckstellen an der Schulter vorzubeugen.

Test: Ergon BX4 Evo

Der große Helmhalter- und Zubehör-Flap kann eingerollt und per Klett fixiert werden.

Test: Ergon BX4 Evo

Die Seitentaschen des BX4 Evo sind mit je 2,5 Litern Fassungsvermögen riesig. Hier findet mühelos das komplette Werkzeugset Platz. Die Fächer organisieren den Inhalt übersichtlich.

Test: Evoc Explorer Pro 30l

Die großen Seitentaschen des Explorer „umarmen“ Bikers Hüfte, sorgen so für beste Schwerpunktlage und satten Sitz, auch wenn es auf dem Trail heftig zur Sache geht. Zudem ist sein Fächerangebot gut strukturiert und leicht bedienbar. Das Tragesystem verteilt die Last hervorragend über den ganzen Rücken, sitzt körpernah, aber leicht schwitzig. Zudem kann bei voller Beladung am unteren Rücken eine Druckstelle entstehen.

Test: Evoc Explorer Pro 30l

Mehrtagestouren bringen oft Hüttenübernachtungen mit sich. Für die Körperpflege und zur Schonung der Geruchssinne aller Mitreisenden liegt dem Explorer ein Kulturbeutel zur Aufbewahrung von Kosmetika bei.

Test: Evoc Explorer Pro 30l

In den 1,5-L-Seitentaschen des Evoc findet jede Menge Zubehör Platz. So sitzt die Last mit tiefem Schwerpunkt optimal ringförmig auf der Hüfte, liegt nicht nur am unteren Rücken auf.

Test: Evoc Explorer Pro 30l

Viele Rucksäcke besitzen eine Pfeife im Brustgurt – für Rettungssignale oder um Vorausfahrende „zurückzupfeifen“.

Test: Ion Transom 24

Sein einzigartiges Rückensystem sorgt für starke Belüftung in Kletterpassagen und sitzt im Downhill sehr definiert. Beim Uphill neigt die schwere Konstruktion jedoch zu leichtem Wackeln und drückt mit harten Kanten im Hüftbereich. Mit max. 22,5 Litern nach unserer Messung recht klein, dazu in Relation schwer. Die Ausstattung ist clever und durchdacht, die Hüftgurttasche fällt zu klein aus. Top Verarbeitung!

Test: Ion Transom 24

Die Schulterauflage des Transom ist simpel per Klettverschluss in der Höhe verstellbar. Dadurch hält es den Mittelteil des Rucksacks auf Abstand zum Rücken und sorgt für gute Belüftung. Zudem ist er in zwei Größen erhältlich.

Test: Ion Transom 24

Eine häufige Schwachstelle des Rucksackbodens, die Kanten der Rückenversteifung, wurde beim Ion gegen Durchscheuern verstärkt.

Test: Ion Transom 24

Das aufwendige Tragesystem besitzt Schienen in den Hüftgurten, mit denen der Rucksack für beste Belüftung vom Körper weggeschoben werden kann.

Test: Jack Wolfskin Moab Jam 34

Das Rückensystem des Moab Jam sorgt für einen sehr sicheren Sitz, verteilt die Last zudem druckstellenfrei auf der Hüfte. Dadurch sitzt er bergauf wie bergab angenehm, sicher und weitgehend schwitzfrei. Zur perfekten Organisation fehlen kleinere Werkzeugfächer, die Ausstattung ist bis auf das fehlende Brillenfach standesgemäß. Besitzt Multisport-Features wie Halter für Trekkingstöcke und einen Flaschenhalter in der Hüfttasche.

Test: Jack Wolfskin Moab Jam 34

Die Rückenpolsterung des Moab Jam ist sehr dick, aber nicht zu straff. So verteilt sich das Rucksackgewicht großflächig. Zudem liegt das Rückensystem sehr gut an.

Test: Jack Wolfskin Moab Jam 34

Dokumente wie Reisepass, ein Erste-Hilfe-Set oder das Smartphone können in dem wasserdichten Rollverschluss-Beutel vor Nässe geschützt werden.

Test: Jack Wolfskin Moab Jam 34

Der Helmhalter wird bei Bedarf an Haken befestigt. Auf Mehrtagestouren lassen sich darin gewaschene Kleidungsstücke zur Trocknung aufbewahren, denn er besteht aus luftdurchlässigem Netzmaterial.

Test: Ortlieb MountainX 31

Robuster, perfekt verarbeiteter Schlechtwetterspezialist. Das Tragesystem des teuren Ortlieb wirkt unscheinbar, funktioniert aber effektiv. Vier Polster sorgen für Druckverteilung und Belüftung, die Hüftflossen bringen das Gewicht super auf die Hüfte. Die Organisation mit großem Hauptfach und minimalistischer Kleinteilsortierung ist Geschmackssache. Punktet mit cleveren Features (Aufsatzfach, Rollverschluss).

Test: Ortlieb MountainX 31

Das Hauptfach des MountainX 31 kann durch einen einhängbaren Zwischenboden unterteilt werden. Ein umlaufender, wasserdichter Reißverschluss erlaubt den Zugriff auf das unten liegende Fach.

Test: Ortlieb MountainX 31

Bei Ortlieb nimmt man die Allwettertauglichkeit ernst: Damit die Seitentaschen nicht mit Regen volllaufen, besitzen diese entsprechende Ablauflöcher.

Test: Ortlieb MountainX 31

Der Rollverschluss für das Hauptfach bietet einen gewissen Spielraum bei der Befüllung. Zudem kann dieser offen bleiben, um etwa nasse Wäsche zu trocknen.

Test: Osprey Escapist 32

Superleicht und mit riesigem Platzangebot spart der Osprey sein Gewicht am Tragesystem ein. Dieses sitzt Trail-tauglich körpernah, ist jedoch für schwere Zuladung weniger geeignet, da es zum Ausbeulen neigt. Eine Smartphone-App ermittelt neuerdings die passende Rückenlänge. Ausstattungsseitig gibt es nichts zu bemängeln, da viele Fächer zur Organisation vorhanden sind. Die Verarbeitung ist rundum tadellos.

Test: Osprey Escapist 32

Statt eines Helmfachs bietet der Osprey das sogenannte Lidlock-System. Ein Kunststoffsteg wird durch eine Belüftungsöffnung geschoben und verdreht. Je nach Lage der Öffnung kann der Helm so weiter oben oder unten am Rucksack positioniert werden.

Test: Osprey Escapist 32

Die Schultergurte sind aus einem gelochten, flexiblen Material. So schmiegen sich diese passgenau an die Schulterrundung.

Test: Osprey Escapist 32

Für die schnelle Verpflegung unterwegs besitzt der Osprey ein gut erreichbares Reißverschlussfach auf dem Schultergurt.

Test: Shimano Hotaka 26

Der leichte Shimano besitzt ein stabiles, gut gepolstertes Rückensystem und feste Schultergurte. Der Sitz wird über leicht laufende Riemen komfortabel angepasst. Auch bei hoher Zuladung beklagten die Tester keine Druckstellen, das Material der Schultergurte trägt sich jedoch minimal kratzig. Das Fächerangebot ist groß, die Fächer sind teils recht klein geschnitten, jedoch logisch strukturiert und gut zu bedienen.

Test: Shimano Hotaka 26

Die Regenhülle der Alpencross-Rucksäcke sollte auch bei verschlammten Trails zum Schutz vor hochgeschleudertem Dreck eingesetzt werden. Die Shimano-Regenhülle ist per Druck-Clip demontierbar und kann leichter gereinigt werden.

Test: Shimano Hotaka 26

Einen so dick gepolsterten Tragegriff wie der Hotaka besitzt kaum ein Mitbewerber. Das qualifiziert ihn für den Alltagsgebrauch.

Test: Shimano Hotaka 26

Die Protektorenhalterung am Boden kann auch für den Transport zeitweise benutzter Kleidung, etwa einer Windjacke, zweckentfremdet werden.

Test: Vaude Bracket Xalps 28

Mit drei Hauptfach-Segmenten, diversen Kleinteilfächern und RV-Trinkfach perfekt organisiert. Auch ist der leichte, umweltfreundlich hergestellte Vaude tadellos verarbeitet und super ausgestattet. Das Tragesystem bringt die Last nah an den Körper, in technischen Trails sitzt er sicher. Die dünnen Gurte an Schulter und Hüfte schneiden bei hoher Zuladung aber ein und können verrutschen. Für Biker mit leichtem Gepäck.

Test: Vaude Bracket Xalps 28

Das Werkzeugfach des Vaude ist herausnehmbar und organisiert sämtliche Tools übersichtlich. Ein rückseitig angebrachter Schutzüberzug verhindert, dass Kleinteile verloren gehen oder an den Taschen scheuern.

Test: Vaude Bracket Xalps 28

Zunächst irritierend, wird durch die „Reißverschluss-Kreuzung“ ein Pumpenfach abgeteilt(unten). Nach oben und rechts verlaufen die RVs von Hauptfach und erstem Aufsatzfach.

Test: Vaude Bracket Xalps 28

In den dünnen, luftigen Schultergurten des Vaude sitzen lose Polsterelemente zur Stabilisierung der Träger.
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