Fahrbericht Ghost SL AMR 7 LC

Im Test: Ghost SL AMR 7 LC

Foto: Dennis Stratmann
Das Ghost ist quasi ein alter Bekannter in unserer Redaktion und fuhr im Tourenfully-Test (Heft 02/2017) die Note „sehr gut“ ein.

Damals steckte im Heck jedoch ein von Sram fehlerhaft ausgelieferter, zu kurzer Dämpfer. Mit dem inzwischen nachgelieferten richtigen Federelement stellt sich das von uns bemängelte Ungleichgewicht zwischen Pike-Gabel und Hinterradfederung nicht mehr ein. Das 130-mm-Fahrwerk arbeitet zuverlässig und selten am Rand seiner Reserven. Zudem tut es dem 12,9-Kilo-Bike gut, dass der höhere Dämpfer die Geometrie ins Lot rückt. Der Lenkwinkel nähert sich den 68° an (damals 66,5°), was in Kombination mit den kurzen 438-mm-Kettenstreben für ein 29"-Bike viel Drehfreude generiert. Tretlager und Schwerpunkt liegen tief, ohne dass es an Bodenfreiheit mangelt. Damit die Toureneignung nicht zu kurz kommt, rotieren am 3099-Euro-Fully leichte Race-Face-Laufräder und rollfreudige Schwalbe-Reifen. Überhaupt ist die Ausstattung auf Shimano-XT-Basis sehr gut.

Fazit:

Das SL AMR gefällt als verspielt-agiles Tourenfully, das sich mit Vorliebe auf Trails austobt. Die Ausstattung ist sehr gut, das 130-mm-Fahrwerk arbeitet bar jeder Kritik – dem nun passenden Dämpfer sei Dank.

19.04.2017
Autor: Dennis Rein
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 08/2017