Dauertest: Cube Stereo 140 HPC TM 27.5

Das Cube Stereo 140 HPC TM 27.5 im Dauertest

Foto: Benjamin Hahn Fotografie
Mit dem „TM“-Modell wandelt sich das Stereo 140 vom eher klassischen All-Mountain zum Mini-Enduro – trotz nur 150/140 mm Federweg. Und geht diese Rechnung auf? Ja, und ob!

Lange musste ich warten, jetzt ist es endlich da: mein neues Dauertestrad. Und eins vorneweg: Das Warten hat sich mal richtig gelohnt, das Stereo 140 TM ist eine echte Spaßmaschine! Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Cube mit der neuen Stereo-140-Serie ein großer Wurf gelungen ist – 2015 bin ich nämlich das exakte Vorgängermodell gefahren. Auch ein sehr gutes Rad, aber das neue ist in jeder Hinsicht besser. Das beginnt schon bei der modernen, aber nicht übertrieben gezeichneten 27,5"-Geometrie. Der Sitzwinkel ist mit 75° schön steil für eine optimale Kraftübertragung, der 66,5°-Lenkwinkel sorgt für Spurstabilität und die kurzen 425-mm-Kettenstreben für Wendigkeit. Zudem geht das Stereo dank des kurzen Hecks sehr leicht aufs Hinterrad, also in den Manual zu ziehen – ideal für Fahrer, die wie ich eher „verspielt“ über den Trail surfen. Aber: Ballern kann es auch. Das Fahrwerk mit wuchtiger Fox- 36-Factory-Gabel (150 mm Hub) und ebenso massivem Fox-DPX2-Factory- Federbein im 140-mm-Heck arbeitet su- per schluckfreudig und schlägt selbst mit 30 % Negativfederweg nicht durch. Sogar auf schweren S3/S4-Trails liegt das Bike sehr satt, fühlt sich mehr nach einem 160-mm-Enduro an. Umso besser, dass es dennoch leicht und antriebs- neutral genug für lange Touren ist.
Auch in Sachen Parts gibt es nichts zu meckern. Die Sram-Eagle-Schaltung (1 x 12 Gänge) ist für mich perfekt, die stabilen und breiten Newmen-Laufrä- der ebenso wie die kräftige, vielleicht etwas schwerer zu dosierende Avid- Code-Bremse mit 200/180-mm-Discs. Getauscht habe ich daher nur die Griffe. Defekte & Co. gab es bislang noch keine. So bleibt nur eine „Kritik“: Auf dem Bike herrscht akute Suchtgefahr!

23.10.2018
Autor: Chris Schiel
© MOUNTAINBIKE