Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro im Test – plus zwölf 26-Zoll-Alternativen

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Foto: Benjamin Hahn Bergamont  Revox 8.2

29er-Test: Bergamont Revox 8.2

Giftiger Kurvenkünstler, der mit tiefem Schwerpunkt und agilem Handling überzeugt. Auch bergauf beißt das Revox lustvoll zu. Gelungen! Zum Testbericht: Bergamont Revox 8.2

29er-Test: Bergamont Revox 8.2

Damit die Front der hohen 29er-Bikes bergan nicht unnötig schnell steigt, setzen Racer auf einen negativ montierten Vorbau. Wer es jedoch bequemer mag, kann, wie am Revox, über Flip-Flop-Vorbau und Spacer die Front erhöhen. Zum Testbericht: Bergamont Revox 8.2

26-Zoll-Alternative: Bergamont Platoon 8.2

Bei Bergamont bekommt der 26-Zoll-Hardtail-Fan ein solides Alu-Chassis mit Rock-Shox-Reba-Gabel, Sram-X9/X7-Antrieb und Bremse Avid Elixir 5 – und das für schlanke 1399 Euro. Tourentauglich ist der solide Reifen-Mix aus Schwalbe Nobby Nic an der Front und Racing Ralph am Heck.

29er-Test: Canyon Grand Canyon AL 29 8.9

Steif und schnell – das Grand Canyon bietet „Race-Feeling“ pur, zieht zudem dank ausgewogener und ausgereifter Geometrie sicher über die Trails. Zum Testbericht: Canyon Grand Canyon AL 29 8.9

29er-Test: Canyon Grand Canyon AL 29 8.9

Zweifach-Kurbeln sind an den 1500-Euro-29er-Hardtails selten. Nur Canyon (Bild) und Focus setzen auf den 2 x 10-Antrieb. Während Focus auf ein „strammes“ 28er-Kettenblatt setzt, verbaut Canyon eine Kurbel mit kleinem 22er-Blatt. Vorbildlich! Zum Testbericht: Canyon Grand Canyon AL 29 8.9

26-Zoll-Alternative: Canyon Grand Canyon AL 8.0

Der Versender aus Koblenz holte mit dem Grand Canyon AL 6.0 den Kauftipp in MB 3/12. Die 8.0-Version rollt sogar mit edler Rock Shox SID und Shimano-XT-Antrieb über den Trail. Auch die restliche Ausstattung ist mit DT-Swiss-Wheels, Ritchey-Parts und Formula-Bremse top.

29er-Test: Cube Reaction 29 GTC Pro

Günstig und verdammt gut! Das preiswerte Reaction ist dank angriffslustigem Handling und leichtem Carbon-Rahmen sogar „ready to race! Zum Testbericht: Cube Reaction 29 GTC Pro

29er-Test: Cube Reaction 29 GTC Pro

Als einziger Hersteller im Test setzt Cube auf einen leichten Carbon-Rahmen. Nicht nur die organische Form spricht an, sondern auch das geringe Gewicht von 1168 g. Das breite Pressfit-Tretlagergehäuse soll für mehr Steifigkeit sorgen. Zum Testbericht: Cube Reaction 29 GTC Pro

26-Zoll-Alternative: Cube Reaction GTC Pro

Cube bietet auch in der 26er-Liga das ­Reaction mit Carbon-Rahmen für attraktive 1599 Euro an. Im Vergleich zum 29er-Modell steht das GTC Pro sogar mit Fox-Float-Gabel, Shimano-SLX-Shifter und Syntace-Parts im Laden. Eher unpassend sind die Schwalbe-Einsteigerreifen Rapid Rob.

29er-Test: Focus Black Forest 29R 1.0

Sicher bergab, laufruhig auf dem Trail – das Focus mag‘s gemütlich. So auch bergauf, wo das hohe Rahmengewicht den Vorwärtsdrang bremst. Zum Testbericht: Focus Black Forest 29R 1.0

26-Zoll-Alternative: Focus Black Forest 3.0

Das Black Forest kommt auch in der 26-Zoll-Variante, wie sein 29er-Bruder, mit hochwertigem Shimano-XT-Antrieb und Magura-MT2-Bremse. Doch erhält der 26er-Kunde keine Fox-Gabel, sondern eine Reba-Forke von Rock Shox. Für 1499 Euro ist das ein fairer Deal.

29er-Test: Giant XTC 29er 1

Fast schon ein 29er-Klassiker! Das Giant XTC flitzt dank sportlicher Sitzposition und kompakter Geometrie zudem mit viel Elan über den Trail. Zum Testbericht: Giant XTC 29er 1

29er-Test: Giant XTC 29er 1

Die Taiwanesen verbauen zwar einen breiten 690-mm-Lenker, doch leider vermissten die Tester die komfortable Rückbiegung. Das Handgelenk knickt nach außen ab. Das sorgt auf langen Touren für Schmerzen oder gar Taubheitsgefühle. Zum Testbericht: Giant XTC 29er 1

26-Zoll-Alternative: Giant XTC Composite 3

Giants 26er XTC glänzt im Vergleich zum 29er-Testbike mit einem Carbon-Rahmen, muss dafür aber bei der Ausstattung sparen: Für 1499 Euro bekommt der Biker Shimano-Deore/SLX-Antrieb, Elixir-1-Discs, Recon-Gabel und muss auf die griffige Maxxis-Bereifung des 29ers verzichten.

29er-Test: KTM Race 2.29

Das KTM glänzt mit gutem Sitzkomfort und viel Sicherheit bergab. Leider fallen Laufräder und Gesamtgewicht schwer aus, hemmen den Vortrieb. Zum Testbericht: KTM Race 2.29

29er-Test: KTM Race 2.29

Eine Sattelstütze kann eine Menge zum Sitzkomfort beitragen, besonders wenn die Stütze einen geringen Durchmesser sowie eine leichte Rückbiegung besitzt. Das KTM Race bietet dank dieser Maßnahme in der ­Praxis viel Komfort. Zum Testbericht: KTM Race 2.29

26-Zoll-Alternative: KTM Race Cross

Die Österreicher bieten das Race Cross mit Rock Shox Reba, Shimano-SLX/XT-Antrieb sowie den bissigen Shimano-SLX-Bremsen an. Dazu sorgen die Schwalbe-Racing-Ralph-Reifen zwar für Grip im groben Gelände, fallen aber mit 2,1" für komfortable Touren schmal aus. 1599 Euro.

29er-Test: Lapierre Pro Race 529

Das Pro Race bietet einen guten Mix aus Wendigkeit und Laufruhe. Die racige Geo verspricht Spaß bergauf – leider fällt der Parts-Mix zu schwer aus. Zum Testbericht: Lapierre Pro Race 529

29er-Test: Lapierre Pro Race 529

Eigentlich spart der Sattelspanner ohne Schnellspannhebel ja Gewicht. Davon spürt man am schweren Lapierre leider nichts. Nervig hingegen: Wer den Sattel auf Tour schnell nachjustieren möchte, muss zum Minitool greifen. Zum Testbericht: Lapierre Pro Race 529

26-Zoll-Alternative: Lapierre Pro Race 300

Die Franzosen setzen auch beim 26-Zoll-Hardtail auf Alu-Rahmen und Shimano-Deore/XT-Antrieb. Sogar die Reifenwahl bleibt gleich wie am 29er: Schwalbes günstige Performance-Linie. Allerdings wertet Lapierre das 26er mit Reba-Forke und Mavic-Laufrädern deutlich auf.

29er-Test: Poison Lithium T+

Poison setzt mit starken Parts Maßstäbe. Bergauf giert das Lithium nach Höhenmetern, bergab braucht das nervöse Handling Aufmerksamkeit. Zum Testbericht: Poison Lithium T+

26-Zoll-Alternative: Poison Zyankali T+

Der Online-Konfigurator von Poison bietet unzählige Möglichkeiten. Zwar listet der Versender das Zyankali T+ für 1449 Euro mit vorgegebenen Parts wie Rock Shox Reba und Sram X0 auf, jedoch kann der Kunde alles individuell anpassen – so auch die Wahl, ob 2fach- oder 3fach-Kurbel.

29er-Test: Rose Mr. Ride 4

Let‘s ride! Das Rose überzeugt mit hochwertigen Parts und leichten Laufrädern, entspannt zudem mit ruhigem und sicherem Fahrverhalten. Zum Testbericht: Rose Mr. Ride 4

29er-Test: Rose Mr. Ride 4

Schön, wenn die Züge und Bremsleitungen wie am Mr. Ride sauber durch den Rahmen verlaufen. Doch leider sorgen die locker sitzenden Züge für lästiges Klackern. Auf dem Trail vibrieren diese so stark, dass sie ans Rahmeninnere schlagen. Zum Testbericht: Rose Mr. Ride 4

26-Zoll-Alternative: Rose Count Solo 5

Aluminium-Rahmen mit innen verlegten Zügen, Fox-Float-Gabel, Sram-X9-Antrieb, Easton-EA70-Laufrädern sowie Formula-RX-Bremse – das Count Solo bietet wie sein großer 29er-Bruder Mr. Ride eine Top-Ausstattung und ist mit 1599 Euro sogar 50 Euro günstiger.

29er-Test: Specialized Carve Pro 29

Eine feine Mischung aus Sport und Spaß bietet das komfortable Carve Pro. 80-mm-Federgabel und das höhere Gewicht kosten Punkte. Zum Testbericht: Specialized Carve Pro 29

29er-Test: Specialized Carve Pro 29

Im Gegensatz zum Giant sorgt das Cockpit am Carve für viel Komfort. Die ergonomischen Griffe stützen die Innenhand großflächig ab und wirken Taubheitsgefühlen entgegen. Auch für lange Touren mit Rucksack eine gute Wahl. Zum Testbericht: Specialized Carve Pro 29

26-Zoll-Alternative: Specialized Stumpjumper HT Comp

Im Gegensatz zum Carve ist das Stumpjumper ein kompromissloser Racer. Mit 90-mm-Reba-Gabel von Rock Shox, Avid-Elixir-7-Bremse und Sram-X7/X9-Antrieb muss es sich jedenfalls im Starterfeld nicht verstecken. Der Preis beträgt angemessene 1699 Euro.

29er-Test: Steppenwolf Taiga 29 Pro

Kein Sprinter bergauf, kein Rockstar bergab, aber ein ausgewogener und effizienter Rouleur. Kleine Anpassungen im Baukasten machen Sinn. Zum Testbericht: Steppenwolf Taiga 29 Pro

26-Zoll-Alternative: Steppenwolf Taiga Pro

Bei Steppenwolf hat der Kunde die Qual der Wahl. Er kann jedes Bike individuell aufrüsten, schon die Basis des 26-Zoll-Taiga-Pro steht mit Shimano-SLX/XT-Antrieb, Magura-MT4-Bremse, Mavic-Crossride-Laufradsatz sowie Rock-Shox-Recon-Gabel prima gerüstet parat. Preis: 1399 Euro.

29er-Test: Stevens Colorado 401

Wer hohe Laufruhe sucht, liegt mit dem Colorado goldrichtig. Sicher und gutmütig geleitet es den Fahrer bergab – und zieht dennoch flott bergan. Zum Testbericht: Stevens Colorado 401

26-Zoll-Alternative: Stevens Wave

Stevens bietet mit dem Wave ein 26-Zoll-Hardtail für Touren und Marathon. Samt Fox-Float-Gabel, Shimano-SLX/XT-Antrieb, Avid-Elixir-5-Bremse und DT-Swiss-Laufradsatz kostet es 1599 Euro. Schade nur, dass Stevens die billigen Schwalbe-Performance-Reifen verbaut.
Mehr zu dieser Fotostrecke: MountainBIKE-Test: Zwölf 29er-Hardtails ab 1.500 Euro (Modelljahr 2012)