MTB-Test: Elf schnelle 29er-Hardtails aus Carbon

Was 29er-Bikes so schnell macht

Was zeichnet die 29er-Hardtails aus dem Testfeld aus, was wertet sie ab? Die folgenden acht Punkte machen Sie zum 29er-Experten.
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Cockpit Der Trend geht zu immer breiteren Lenkern, speziell am "Wiegetritt-Künstler" Twentyniner. MountainBIKE empfiehlt auch für Racer um 680-Millimeter. Die Vorbaulänge entscheidet mit über das Kletterverhalten, um 100-Millimeter Länge bringt Ruhe in die Front.

Laufräder Top 29“-Laufräder wiegen unter 1.500-Gramm, Bezahlbare um 1.800-Gramm. Im Vergleich zu 26“-Rädern sind die Steifigkeiten deutlich geringer, achten Sie also auf eine hohe Einspeichqualität.

Reifen Schon 2,1“-Reifen bieten am 29er viel Traktion. Wer mehr Komfort wünscht, greift zu 2,25“ breiten Pneus.

Übersetzung Zweifach ist beliebt, auch bei 29ern. Der große Radumfang verlangt jedoch eine leichtere Übersetzung: Eine Kurbel mit 38/24er-Kettenblättern in Kombi mit 11-36er-Kassette ist top für lange Anstiege. Besser trainierte Racer kommen auch mit 26er-Kettenblatt klar.

Geometrie Ein ausgewogener Lenkwinkel um 70° paart Agilität und Laufruhe. Steilere Sitzwinkel von min. 73° sorgen für Druck auf Pedal und Front – gut zum Klettern.

Sattelstütze 29er bieten per se mehr Komfort als 26er. Dennoch sollten Rahmen und Stütze in vertikaler Richtung komfortabel nachgeben.

Bremsen 160-Millimeter-Bremsscheiben sind Pflicht, wegen der größeren Hebelkräfte setzen aber selbst Grammfeilscher auf 180er-Discs.

Rahmen Leicht und steif: Carbon hat sich in der 3.500-Euro-Liga etabliert.

13.02.2012
Autor: Chris Pauls
© CARAVANING
Ausgabe 01/2012