13 Race-Fullys von 4.500 bis 5.600 Euro im Test

Trend: Mehr Federweg am Racefully

Die Tendenz zu mehr Federweg ist gut – sie macht die Bikes nicht nur für Rennen, sondern auch für knackige Touren attraktiv.
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Die eher spärlichen 95 mm Federweg am Storck sind selten. Selbst das ist Ihnen zu viel? Alle Bikes verfügen über Plattform- oder Blockierhebel an Federbein und -gabel, um Asphalt-Intermezzi fast ohne jegliche Antriebseinflüsse zu bezwingen.

Die Bausteine Handling und Ausstattung bestimmen final das „Race-Pendel“. Mit der genialen Verquickung von charismatischem Renncharakter und Sahne-Handling glänzt das Specialized selbst auf anspruchsvollsten Trails. Wer sein Racefully ausschließlich als solches sieht, steigt jedoch auf das lang gestreckte Felt, das ultrasteife Storck, das leichtfüßige Ghost oder das noch ehrgeizigere Cube.

Hier sind Eigenheiten wie ein sehr schmaler Lenker (Felt), die starke Frontlastigkeit des Storck oder die Cube-Lenkerhörnchen Teil des Vollgas-Konzepts. Weit marathonlastiger agieren BMC und Rocky, die im Downhill zur Hochform auflaufen. Die kompakte Geometrie mit hohem Cockpit und breitem Riser-Lenker am KTM bedient gar Tourengeschmäcker.

Auch das wuselige Scott und das sehr breitbandige Stevens punkten nicht nur bergab bei fahrtechnisch weniger Versierten durch die Federreserven der langen 120-mm-Gabeln – die 3 x 10-Antriebe bringen den Pedaleur zudem entspannt auf den Gipfel. Apropos Antrieb: Die Güte der Schaltgruppen reicht von „nur“ Shimano XT (am Trek und am günstigen KTM) bis zur exquisiten Sram-XX-Gruppe am Versenderbike Radon.

Am häufigsten griffen die Produktmanager zur prima arbeitenden Sram- X.0-Gruppe – meist durch die erstklassige X.0-Bremse ergänzt. Cube, Ghost und Stevens toppen dies mit der superedlen Shimano XTR.

22.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 02/2011