Test: Elf Touren-Fullys im Vergleich

Gran Turismo

Genussvoll eine ausgiebige Tour zu fahren, das ist für die ­meisten Biker das Höchste der Gefühle. Und hier sind die Fullys dafür!
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Schweiß tropft. Noch 400 Meter. Da, endlich, die Hütte ist in Sicht. Fast greifbar. Noch 300 Meter. Ein wohliger Schauer kribbelt über den Rücken, vergessen all die Anstrengungen, der scheinbar endlose Schotteranstieg, die Tragepassagen. Noch 200 Meter. Die letzte Kurve. Dahinter nichts als Panorama. Ergreifende Schönheit der Berge. Noch 100 Meter. Der Duft von Bergkäse und Kaiserschmarrn kitzelt die Biker-Nase. Der letzte Antritt. Oben! Zufriedenheit, pures Glück.

Enduro-Spaß hin, Race-Action her – mit dem Mountainbike über höchste Pässe, durch verlassene Täler oder zu heimeligen Hütten zu radeln, das ist und bleibt die Essenz des "Bergradfahrens". Touren-Bikes sind nicht zuletzt deshalb die mit Abstand beliebteste Kategorie der MB-Leser. Der Redaktion ist es gleichermaßen Ehre und Verpflichtung, auch in diesem Jahr die aufregendsten Touren-Fullys vorzustellen!

Egal ob Tagestour durch die heimischen Wälder, ob Mehrtagestour durchs Mittelgebirge oder der jährliche Alpencross – wer stundenlang im Sattel sitzt, benötigt ein Bike, das bis auf das letzte Schräubchen "passt". Weil sich selbst kleinste Nerver wie rutschende Griffe oder knarzende Klemmungen bei einem kilometerlangen Uphill zum Spaßtöter aufschwingen.

"Sorglos" lautet das Zauberwort und steht im Lastenheft der Tourenbike-Entwickler ganz oben. Damit nicht genug, schließlich sollen die Fullys auch möglichst mühelos den Berg hinaufklettern, müssen also leicht und äußerst antriebsneutral sein. Bergab schließlich sorgen fein ansprechende Federwege um 120 Millimeter sowie eine entspannt-übersichtliche Position dafür, dass der hart erkämpfte Traumtrail nicht zur Belastungsprobe für Material und vor allem Mensch wird.

18.03.2008
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 03/2008