13 Race-Fullys von 4.500 bis 5.600 Euro im Test

So testet MB die Race-Fullys

Wer am Ende des aufwendigen MB-Testzyklus die Stollen vorne haben will, muss sich im harten Praxis- und Labortest beweisen.
Zu den getesteten Produkten
Foto: Daniel Geiger MB 0211 Race-Fullys - Praxistest

Voll konzentriert: In der Praxis filtern die Tester so entscheidende Unterschiede.

Praxistest:

Am Anfang eines jeden MountainBIKE-Tests steht die intensive, leidenschaftliche Praxisprüfung. Die Bühnen für das Duell der weltschnellsten vollgefederten CC-Racebikes waren die anspruchsvollen Terrains von Apt in der Provence und von Finale Ligure.

Dort verlangte etwa ein anspruchsvoller, etwa drei Kilometer langer Rundkurs mit circa 150 Höhenmetern nicht nur den Testprobanden alles ab – auch die Tester kamen an ihre physischen Grenzen. Auch wenn der Kurs regelmäßige, verführerische Blicke auf Küste und Meer bot, Zeit dafür blieb nicht. Zu sehr war die vierköpfige Testmannschaft damit beschäftigt, den unterschiedlichen Fahrqualitäten des Testfelds nachzuspüren.

Die Strecke, die in Teilen zum Kurs der „24 Stunden von Finale“ zählt, fühlte den Bikes mit steilen Anstiegen auf Fels, Highspeed-Downhills und einer abschließenden „Anlieger-Bobbahn“ bis aufs hinters­te Ritzel. Welcher Hersteller verbaut den besten Hinterbau? Wo stimmt das Handling nicht? Welches Bike ist am vielseitigsten?

Prominente Testunterstützung wurde der Redaktion dabei in Person von Friedemann Schmude zuteil. Der Teammanager des erfolgreichen Bulls-Rennstalls brachte seine Erfahrungen als langjähriger Rennfahrer mit ein.

Reifen: Wie auch beim jüngsten Race-Hardtail-Test in MB 12/2010 zogen die Techniker im Vorfeld des Tests Continentals X-King Race Sport in der 2,2“-Variante auf. Der MB-Testsieger in der Race-Kategorie ist federleicht, ein echter Allround-Könner und hilft enorm, die teils feinen Unterschiede unter den Bikes aufzuspüren.

Praxisnoten: Jeder Tester fuhr jedes Bike mindes­tens einmal über die selektive Teststrecke. Nach jeder Runde bewertete er auf dem speziellen Bewertungsbogen isoliert das Rad. In einer abschließenden Besprechung werden offene Fragen geklärt, das Rad beurteilt.

Labortest: Im MountainBIKE-Messlabor werden die Räder zerlegt und die Gewichte von Rad, Rahmen, Gabel und Laufrädern ermittelt. Auf EFBe-Prüfständen messen die Techniker Lenkkopf und Tretlagersteifigkeit.

Endnote: Über einen komplexen Schlüssel aus über 1000 Einzelnoten ermittelt MB zunächst die Endnote jedes Bikes und mit dem punktbesten Bike schließlich den Testsieger.

22.02.2011
Autor: Florian Storch
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 02/2011