11 All-Mountain-MTB aus Carbon im Test – plus 11 preiswerte Alternativen aus Alu

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Foto: Benjamin Hahn BMC Trailfox TF01 XT

Im Test: BMC Trailfox TF01 XT

Erfunden haben die Schweizer das All-Mountain nicht – aber mit dem Trailfox nah zur Perfektion getrieben. Der Alles-exzellent-Könner! Preis: ca. 4700 Euro inkl. Vario-Stütze Zum Testbericht: BMC Trailfox TF01 XT

Im Test: BMC Trailfox TF01 XT

Die Schweizer vertrauen einer VPP-Kinematik mit virtuellem Drehpunkt (Virtual Pivot Point). Sitz- und Kettenstreben bilden eine starre Verbindung, die über zwei kurze Umlenkhebel (Bild) am Hauptrahmen lagert – die Raderhebungskurve lässt sich konstruktiv fast beliebig steuern. Zum Testbericht: BMC Trailfox TF01 XT

Alternative: BMC Trailfox TF02 SLX-XT

Im Gegensatz zum Carbon-Trailfox besitzt der Alu-Fuchs eine flachere, Downhill-lastigere Geometrie, gepaart mit der exzellenten Kinematik des Testsiegers. Fox-Fahrwerk, Shimano- SLX-XT-Mix, Elixir-7-Stopper – die Schweizer schnüren ein gutes Paket. Preis: 2999 Euro

Im Test: Cannondale Jekyll Carbon 2

Bergauf genügsam, bergab eine Waffe: Das Jekyll liebt‘s hart und heftig, stürzt sich dann auf Enduro-Niveau in den Downhill. Preis: 4499 Euro Zum Testbericht: Cannondale Jekyll Carbon 2

Im Test: Cannondale Jekyll Carbon 2

Exklusiv von Fox gefertigt, verfügt das Dyad-Federbein über zwei Fahrstufen: den Elevation Mode mit 90 mm und den Flow Mode mit 150 mm, umschaltbar via Lenker-Remote. Beide Modi verfügen über komplett getrennte Zug- und Druckstufen – quasi zwei Dämpfer in einem. Zum Testbericht: Cannondale Jekyll Carbon 2

Alternative: Cannondale Jekyll 4

Der Einstieg in die vielschichtige Jekyll-Welt beginnt ab 2799 Euro, dafür gibt‘s nebst Alu-Rahmen bereits das Vario-Fahrwerk mit Fox-Dyad-Dämpfer und absenkbarer Rock-Shox-Sektor-Gabel. Elixir-5-Discs und Sram-X5/X7-Antrieb komplettieren das robuste Bike. Preis: 2799 Euro

Im Test: Ghost AMR Plus Lector 9000

Flinker bergauf als der Vorgänger, bergab immer noch der alte „Ballermann“ – das beste AMR Plus aller Zeiten ist ein Fahrspaß-Garant! Preis: 4499 Euro Zum Testbericht: Ghost AMR Plus Lector 9000

Alternative: Ghost AMR Plus 7500

Fairtrade aus der Ober-pfalz – die Geistermacher machen Trail-Fans mit der Alu-Reihe des AMR Plus ein hochattraktives Angebot: komplette XT-Gruppe inklusive Bremse, edles Fox-Fahrwerk und sogar eine Vario-Stütze sind an Bord des AM-Flaggschiffs. MB meint: Kauftipp! Preis: 2799 Euro

Im Test: GT Force Carbon Expert

Das optisch aufregende, fein ausgestattete Force gefällt mit Agilität, Lebendigkeit und Vortriebswillen. Handling und Hinterbau polarisieren. Preis: 3999 Euro Zum Testbericht: GT Force Carbon Expert

Im Test: GT Force Carbon Expert

Die aufwendigste Kinematik im Feld stellt der Independent Drivetrain dar. Hier ist das Tretlager quasi entkoppelt und nur über einen beweglichen Carbon-Steg mit dem Hauptrahmen verbunden – dies soll eine virtuelle Kettenstrebenlängung beim Einfedern verhindern. Zum Testbericht: GT Force Carbon Expert

Alternative: GT Force 1.0

Die spektakuläre Indenpendent-Drivetrain-Kinematik mit Fox-Federbein bildet auch das Herz des Alu-Force. Die Ausstattung lässt mit Shimano-XT-Antrieb, Easton-Laufrädern, Formula-RX-Bremsen und Reverb-Vario-Stütze kaum Wünsche offen. Fairer Deal! Preis: 2999 Euro

Im Test: Haibike Heet RC

Deutlich verbessert zum Vorjahr, brennt das leichtfüßige Heet bergauf ein Feuerwerk ab. Für ein All-Mountain etwas wenig Reserven. Preis: 3999 Euro Zum Testbericht: Haibike Heet RC

Alternative: Haibike Heet SL

Auch das preisgünstigste Heet wirbelt bereits mit Carbon-Rahmen über den Pfad. 12,2 Kilo gibt Haibike für das Komplett-Bike mit Monarch-Federbein, Fox-Talas-Gabel und Magura-MT-Discs an – Leichtfüßigkeit wie beim Testbike ist also quasi garantiert. Preis: 2999 Euro

Im Test: Ibis Mojo SL-R XT-Kit

Leicht, wuselig, spritzig – das SL-R ist ein Traumbike für Individua­listen und Fans flowiger Trails. Im alpinen Gelände etwas überfordert. Preis: 4248 Euro Zum Testbericht: Ibis Mojo SL-R XT-Kit

Im Test: Ibis Mojo SL-R XT-Kit

„Suspension-Guru“ Dave Weagle erfand den DW-Link, eine Spielart der VPP-Kinematik, die ebenfalls mit zwei kurzen Umlenkhebeln agiert. Ibis „ver­edelt“ das System mit einem Fox-RP23-Federbein mit reibungsarmer, goldglänzender Kashima-Beschichtung. Zum Testbericht: Ibis Mojo SL-R XT-Kit

Alternative: Ibis Mojo SL SLX-Kit

Mit dem Mojo SL steht der nicht minder leichte Vorgänger des SL-R für lässige Trail-Abenteuer parat – auch die Geometrie gleicht weitestgehend dem Testrad. Importeur Tri-Cycles kombiniert clever: SLX-Antrieb, Formula-RX-Bremse, Revelation-Gabel von Rock Shox. Preis: 3448 Euro

Im Test: Rotwild R.X2 FS Pro

Komfortabel, gutmütig, „safe“ – das R.X2 trumpft als Genuss-All-Mountain auf, ist auch ein heißer Tipp für den anspruchsvollen Alpencross. Preis: 4399 Euro Zum Testbericht: Rotwild R.X2 FS Pro

Im Test: Rotwild R.X2 FS Pro

Viele deutsche Marken schwören auf einen viergelenkigen Hinterbau. Charakteristisch ist das Gelenk in der Kettenstrebe: Der Horst Link (benannt nach Erfinder Horst Leitner) bewirkt einen virtuellen Drehpunkt, der unterschiedliche Raderhebungskurven erlaubt. Zum Testbericht: Rotwild R.X2 FS Pro

Alternative: Rotwild R.X1 FS Comp

Ab rund 3000 Euro darf sich der All-Mountaineer im Rotwild-Gehege bedienen. Basis des R.X1 bildet ein kreuzstabiler Alu-Rahmen, ver­edelt mit Fox-Federelementen. Shimano-SLX/XT-Antrieb, MT4-Bremse von Magura und DT-Swiss-Laufräder gibt‘s „on top“. Preis: 2999 Euro

Im Test: Scott Genius 20

Obgleich leicht „ergraut“, überzeugt das flinke Genius noch immer mit Leichtfüßigkeit und Variabilität. Für ein AM etwas zu brav ... Preis: 3999 Euro Zum Testbericht: Scott Genius 20

Im Test: Scott Genius 20

Wie das Cannondale-Pendant zieht sich das Upside-Down-Federbein beim Einfedern auseinander. Drei Modi gibt‘s: Full Mode (150 mm Federweg), Traction Mode (95 mm) und Lockout – gewählt wird via Fernbedienung am Lenker. Drei Luftkammern, zwei Rebound-Einstellungen. Zum Testbericht: Scott Genius 20

Alternative: Scott Genius 40

Wie sein Carbon-Pendant schöpft das Alu-Genius seine Vielseitigkeit aus dem Vario-Fahrwerk mit Equalizer2-Dämpfer. Auch die Parts sind bedacht gewählt: etwa mit solidem Shimano-SLX/XT-Mix, Fox-Talas-Federgabel sowie standfesten Elixir-5S-Stoppern. Preis: 2999 Euro

Im Test: Simplon Dozer AM-2

Mit feinfühlig-harmonischem Fahrwerk bügelt das Dozer bergab, verführt zudem mit Leichtfüßigkeit. Die Parts verschenken Potenzial. Preis: 4349 Euro (Baukasten) Zum Testbericht: Simplon Dozer AM-2

Alternative: Simplon Dozer AM-E

Sparfüchse aufgepasst, die Vorarlberger bieten ihr Carbon-All-Mountain (mit Alu-Hinterbau) bereits für deutlich unter 3000 Euro an. Die Ausstattung mit Rock-Shox-Fahrwerk und Magura-Stopper lässt Raum zum Tuning – etwa via Simplon-Baukas­tenprogramm. Preis: 2799 Euro

Im Test: Specialized Stumpjumper Expert Carb.

„Spaß-Granate, Freudenspender, Fun-tastisch“ – die Aussagen der MB-Tester sprechen für sich. Das ultimative Gerät für Trail-Fans! Preis: 4499 Euro Zum Testbericht: Specialized Stumpjumper Expert Carb.

Im Test: Specialized Stumpjumper Expert Carb.

Die Kalifornier kombinieren einen Vier-gelenker mit ihrer exklusiven Brain-Technik: ein mit dem Federbein verbundenes Massenträgheitsventil auf der Kettenstrebe. Dieses öffnet nur bei Schlägen vom Untergrund. Das Ansprech­verhalten ist in sechs Klicks einstellbar. Zum Testbericht: Specialized Stumpjumper Expert Carb.

Alternative: Specialized SJ Comp Evo

Evo bedeutet bei den Kaliforniern ein Plus an (Bergab-)Fahrspaß. So auch beim Stumpjumper Comp mit auf 150 mm Federweg aufgeblasenem Alu-Chassis – auf die Brain-Dämpfung muss dafür verzichtet werden. Etwas kruder, aber durchdachter Parts-Mix. Preis: 2699 Euro

Im Test: Trek Remedy 9.8

Ausgewogen, ausgereift, ausgezeichnet – das Remedy besticht in allen Disziplinen. Ein Alleskönner aus dem All-Mountain-Bilderbuch! Preis: 4699 Euro Zum Testbericht: Trek Remedy 9.8

Im Test: Trek Remedy 9.8

Drei Besonderheiten zeichnen Treks Kinematik aus: das in der Radachse liegende hintere Gelenk des abgestützten Eingelenkers, der exklusiv für Trek gefertigte DRCV-Dämpfer mit doppelter Luftkammer und die Float-Link-Konstruktion mit „schwimmend“ gelagertem Federbein. Zum Testbericht: Trek Remedy 9.8

Alternative: Trek Remedy 8

Auf einem leichten Alu-Rahmen basiert dieser Alleskönner, das Fox-Fahrwerk mit DRCV-Technik (zweite Luftkammer) verspricht dabei höchsten Komfort. Shimano-SLX-Bremsen entschleunigen sehr zuverlässig. Dazu gibt‘s solide Bontrager-Parts. Preis: 2699 Euro
Mehr zu dieser Fotostrecke: 11 All-Mountain-Bikes der Oberklasse im Test (Modelljahr 2012)