100-mm-Klassse: 14 Fullys bis 1.800 Euro im Test

Das fiel den MB-Testredakreuren positiv bzw. negativ auf

Keine Frage, auch 1800 Euro sind ein Batzen Geld. Umso ärgerlicher, wenn die Hersteller billige Komponenten oder lieblose Rahmen ins Rennen schicken. MB zeigt die Schwachstellen – und gelungene Detaillösungen.
Zu den getesteten Produkten

Positiv

Canyon: Das konische Steuerrohr verjüngt sich von unten 1,5“ auf 1 1/8“. Das erhöht, verglichen mit dem 1 1/8“-Standard, die Steifig-keiten bei fast gleichem Gewicht. Ebenfalls top: innen verlegte Züge

Positiv

Cube: Hochwertiger Kettenstrebenschutz, rot eloxierte Ausfall­enden, farblich passende Schnellspanner. Beim AMS wurde an ­alles gedacht – und das optisch wie technisch aus einem Guss.

Positiv

Giant: Der Maestro-Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt (VPP) begeistert bergauf wie bergab mit Effizienz, Komfort und Traktion. Zudem ist der Anthem-X-Rahmen mit Abstand der leichteste im Test.

Positiv

Rose: Schnellspanner für die Sattelstütze sind außerhalb des Race-Segments endlich Standard. Aber nur wenige Exemplare sind so hochwertig und vor allem stabil wie der neue Rose-Spanner.

Negativ

Wheeler: Eigentlich eine pfiffige Idee, der höhenverstellbare Vorbau. Aber trotz korrektem Anzugsmoments verdrehte sich zwei Mal bei den Testfahrten der Lenker. Dann doch lieber Spacer-Türme ...

Negativ

Univega: Die offen auf dem Oberrohr verlaufenden Schaltzüge sind nicht nur unschön und anfällig gegen Feuchtigkeit, sie machen zudem mächtig Radau. Wie auch bei Drössiger, Radon und Wheeler

Negativ

Corratec: Die Shimano-BR-M486-Bremse (unter Deore-Niveau!) enttäuscht mit mäßiger Power und undefiniertem Druckpunkt. Eine erheblich bessere Wahl wäre etwa die SLX aus gleichem Hause.

Negativ

Drössiger: Nur noch Puristen bremsen heutzutage mit V-Brakes – auch das CR 9.0 verzögert mit Discstoppern. Die Cantisockel sind somit unnütz wie unansehnlich, erinnern an Stangenware.

22.06.2009
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 06/2009