26 Mountainbike-Hosen im Test (2018)

Test: 26 Bike-Hosen (Bibs und Baggys) bis 150 Euro

Foto: Benjamin Hahn Bikehosen Test 2018

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Wer seine Bibshorts mit einer Baggy kombiniert, darf sich über höchsten Sitzkomfort, Schutz und zusätzlichen Stauraum freuen, macht dabei auch noch eine gute Figur. Wir haben 26 aktuelle Modelle für Männer und Frauen ausgiebig getestet.
Zu den getesteten Produkten

Das Testfeld (Bibshorts) im Überblick

Hersteller und Modell / Link zum Testbericht Preis Testurteil
T.milleshorts_s7 130 Euro Überragend/ Testsieger
Mavic Sequence W 130 Euro Sehr gut/ Preis-Leistungs-Tipp
Castelli Endurance X2 125 Euro Sehr gut
Craft Empress Women 130 Euro Sehr gut
Gore Wear C5 Bib Shorts+ 120 Euro Sehr gut
Löffler Cascade Gel 130 Euro Sehr gut
Sportful Total Comfort 150 Euro Sehr gut
Sugoi RS Pro 140 Euro Sehr gut
Vaude Men's Pro II 130 Euro Sehr gut
Bontrager Velocis Bib 130 Euro Gut

Das Testfeld (Baggys) im Überblick

Hersteller und Modell / Link zum Testbericht Preis Testurteil
Scott Trail 20 Shorts 140 Euro Sehr gut/ Testsieger
Race Face Stage Short 100 Euro Sehr gut/Preis-Leistungs-Tipp
Varde Moab Shorts III 120 Euro Sehr gut/Preis-Leistungs-Tipp
Gore Wear C5 All Mountain Shorts 120 Euro Sehr gut
Ion Traze Amp 100 Euro Sehr gut
IXS Sever Shorts 119 Euro Sehr gut
Leatt Shorts DBX 3.0 80 Euro Sehr gut
Mavic Crossmax Pro Short 100 Euro Sehr gut
O'Neal Stormrider Shorts 120 Euro Sehr gut
Pearl Izumi W Launch Short 130 Euro Sehr Gut
Royal Impact Shorts 120 Euro Sehr gut
Sweet Protection Hunter Shorts 130 Euro Sehr gut
100% Airmatic Shorts 100 Euro Gut
Daniese HG Shorts 2 99 Euro Gut
Endura Singletrack Short 75 Euro Gut
Giro M Venture Short 120 Euro Gut

Galten Baggyshorts lange als Markenzeichen adrenalinsüchtiger Freerider, haben sich die luftig-bequemen Kurzbeiner spätestens seit dem Siegeszug der All-Mountains an Bikers Po etabliert. Nur wer seine Wattleistung im CC-Sport auf die Spitze treibt, trägt ausschließlich hautenges Lycra, von Ausnahmen wie dem Baggyshorts tragenden CC-Racer Manuel Fumic mal abgesehen. Doch wer nicht um Sekunden kämpft und mehr bikender Abenteurer als Speedkletterer ist, profitiert von den vielseitigen Shorts. Statt beim Erkunden neuer Touren an jeder Abzweigung die Karte aus dem Rucksack zu fummeln, ist sie mit einem Griff an die Baggy-Beintasche parat.

Auf der Hausrunde kann der Rucksack daheim bleiben, die wichtigsten Wertsachen finden in den Taschen Platz. Auch bei einem Sturz sind Haut und Trägerhose vor Schürfwunden und Faserriss geschützt, zudem hält die zusätzliche Materiallage kühlen Fahrtwind und Spritzwasser von Rumpf und Unterleib fern. Dabei sind moderne Baggyshorts für den Touren-Einsatz nicht mit schweren, schwitzigen Downhill-Shorts aus Cordura vergleichbar. Belüftungslöcher, leichte, abrieb- und reißfeste Stoffe sowie ein lockerer Schnitt sorgen für angenehme Frischluftzufuhr.

Foto: Benjamin Hahn Bikehosen Test 2018

Die Preisspanne ist so groß wie die Produktvielfalt, reicht von 75 Euro (Endura) bis 130 Euro (Sweet), zwei Testkandidaten (Pearl Izumi/Scott) sind nur mit trägerloser Polsterinnenhose zu haben, markieren mit 130 und 140 Euro das obere Ende der Preisskala. Um herauszufinden, welche Baggy den besten Kompromiss aus Schutz, Tragekomfort, Stauraum und Flexibilität bietet, haben wir 16 Testkandidaten für Männer und Frauen getestet. Modelle, die als dedizierte Herren- oder Damenversion erhältlich sind, haben wir mit den entsprechenden Geschlechts-Icons markiert, Produkte ohne Icon sind für Herren wie Damen tragbar, eine Anprobe ist jedoch Pflicht. Neben einer vielseitigen, schützenden Baggy benötigen Biker eine komfortable Bibshorts zum ungetrübten Tourenglück. Dank ihrer Trägerkonstruktion halten sie das Sitzpolster rutschfest am richtigen Platz, polstern das Sitzfleisch zwischen den gewichtsbelasteten Sitzbeinhöckern und der Satteldecke komfortabel ab.

Sieben Modelle für Herren, drei für Damen aus der Mittelklasse zwischen 120 und 150 Euro haben wir geprüft. Das Ergebnis des gattungsübergreifenden Tests: Investieren lohnt sich! Für den Baggy-Testsieger Scott (inklusive Innenhose) werden 140 Euro fällig, die Shorts von Race Face und Vaude für 100/120 Euro punkten ebenfalls mit starker Leistung und ernten die Kauftipps. Das Bibshorts-Testfeld liegt eng beieinander: Zwei Modelle für 130 Euro räumen die Testsiege ab (Assos/Mavic).

Fazit

Nur mit einer Kombination aus Baggy und Bibshorts sitzen Tourenbiker richtig. Bibshorts spenden mit angenehm dämpfenden Polstern Komfort, die darüber getragene Baggy dient als Schutzlage, Stauraum, Wetterschutz und garantiert den perfekten Style.

So haben wir getestet

Um die Passform der Baggys und Bibs zu beurteilen, bewertete eine Gruppe aus Testfahrern mit unterschiedlichsten Körperproportionen den Sitz im direkten Vergleich. Wie gut sitzt die Baggy, wenn es im Trail zur Sache geht, oder wird sie gar zum Sicherheitsrisiko, wenn die Schrittpartie am Sattel hängen bleibt?

Der Tragekomfort der Baggys wurde auf einer festgelegten Teststrecke mit langen Uphills und technischen Downhills geprüft. Um die Ausstattung der Baggys zu testen, wurden diese vor jeder Testfahrt mit Kleinteilen wie Riegel, Schlüssel, Handy bestückt. Da zum Zeitpunkt des Tests winterliche Temperaturen herrschten, haben wir die Bibs indoor auf einem Rollentrainer getestet. Die statische Belastung ohne entlastende Wiegetritt-Einlagen zeigte deutlich, welche Modelle das Zeug zum Langstrecken-Einsatz haben.

Sind die Nähte grob, fein, sauber oder schlampig verarbeitet? Für die Benotung der Verarbeitung wurde die Qualität der innen und außen liegenden Nähte begutachtet. Die prozentuale Gewichtung der verschiedenen Testkriterien ist in den Testbriefen aufgeführt.

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10.05.2018
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 05/2018