Bjoern Haenssler

MTB-Rennserie erklärt: So funktioniert ein XC-World Cup

Lukas erklärt: So funktioniert ein MTB-World Cup

Der World Cup ist für Zuschauer und Sportler gleichermaßen magisch. Wie funktioniert eine MTB-Rennserie?

Die Formel 1 des Mountainbike-Sports – so wird der World Cup in der olympischen Disziplin Cross Country (kurz CC oder XC) gerne mal bezeichnet. Mit dem weltbekannten Motorsportspektakel hat die elitäre Bike-Rennserie durchaus auch Gemeinsamkeiten. Viele würden gerne starten, nur wenige dürfen: Mindestens 20 Weltranglistenpunkte braucht man als Sportler, um im World Cup starten zu können. Diese erreicht man durch Top-Platzierungen bei (nationalen) Rennen, die durch den Radsportverband UCI dotiert worden sind. Bevor man an diesen Wertungsrennen teilnehmen kann, benötigt man eine Radsport-Lizenz. In Deutschland wird diese über einen Antrag des Heimatvereins vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ausgestellt.

Bis zu acht World-Cup-Rennen warten auf die Sportler in einer Saison. Dabei sind die Rennorte über den ganzen Globus verteilt. Egal ob Kanada, Südafrika, Australien oder Tschechien: Jede Strecke hat ihre eigenen Reize und Herausforderungen. Am Donnerstag vor dem Rennwochenende steht für die Athleten die finale Strecke zum Training bereit. Jetzt heißt es: Linienwahl im Downhill perfektionieren, Spots zum Überholen checken und das Material, zum Beispiel die Reifen oder das Fahrwerk, ans Terrain anpassen. Für die Top 40 der Weltrangliste geht es schon am Freitag heiß her: In einem halbstündigen Qualifying-Rennen, dem Short Race (XCC), werden auf einer verkürzten Runde die vorderen Startplätze ausgefahren.

Samstag steht dann Regeneration oder ein finales Training auf der Strecke an, ehe es am Sonntag im CC-Rennen um alles geht: Wer als Erster nach 1–1,5 Stunden Renn- dauer im Ziel ist, gewinnt. Logisch, dass bei der halsbrecherischen Hatz durch Rockgardens, über Sprünge und fiese Anstiege auch mal etwas am Bike zu Bruch geht: In der „Tech & Feedzone“, quasi der Boxengasse, dürfen die Sportler Hilfe von ihren Mechanikern annehmen. Ein CC-Race schreibt dabei oft eigene Dramen: Während Plattfuß oder Kettenriss schnell behoben ist, führt ein Rahmenbruch oder eine defekte Gabel meist zur Aufgabe. Übrigens: Anders als in der F1 ist nicht der Sieger der Gesamtwertung am Saisonende Weltmeister. Für nationale Meisterschaften oder Europa- und Weltmeisterschaften gibt es ein eigenes Rennen. Gewinnt man dieses, darf man sich mit dem Titel schmücken, im Falle des Weltmeisters mit Regenbogenstreifen auf dem Trikot.

Lust auf Rennsport bekommen? Rasch den 28. Juni 2020 im Kalender markieren! Dann steigt das WM-Rennen in Albstadt nahe Stuttgart.

Im Video: So funktioniert der MTB-Worldcup im Detail
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