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Absalon gewinnt Cross-Country-Weltcup in Schladming

Julien Absalon kommt mit widrigen Strecken und Witterungsverhältnissen am besten zu recht und siegt beim Schlammrennen in Schladming vor Bart Brentjens und José Antonio Hermida. Lado Fumic als bester Deutscher auf dem enttäuschenden 13. Platz. Irina Kalentieva dominiert bei den Damen. Nina Göhl schafft die Olympianorm mit Platz acht ein Rennen zu spät.

Es kam, wie es kommen musste: Der vierte Cross-Country-Weltcup im österreichischen Schladming versank im Schlamm. Ähnlich wie in Kaprun die Jahre zuvor, spielte auch in der Steiermark das Wetter verrückt. Knöcheltiefer Matsch, der viele Streckenteile nur noch zu Fuß passierbar machte, dazu strömender Regen: wahrlich keine optimalen Bedingungen für die Cross-Country-Fraktion. Im Rennen der Herren kam der Franzose Julien Absalon (Bianchi Agros) noch am besten mit den zweifelhaften Bedingungen zurecht. Seine Läuferqualitäten waren ihm dabei sehr nützlich. In den zahlreichen Laufpassagen konnte sich der U-23-Weltmeister 2002 von seinen Verfolgern lösen und siegte am Ende in 1:55:39 klar vor dem niederländischen T-Mobile Fahrer Bart Brentjens und José Antonia Hermida (Multivan Merida). Brentjens fuhr zwar damit sein bestes Weltcupergebnis in diesem Jahr ein, war aber mit seiner Platzierung nicht wirklich zufrieden: “Ich hätte heute gewinnen können – bei trockenem Wetter", schüttelte der holländische Hüne im Ziel den Kopf. Bester Deutscher war einmal mehr Lado Fumic, der ebenfalls mit den Witterungsverhältnissen haderte und über einen 13. Platz nicht hinauskam. „Das Ergebnis muss ich einfach aus dem Kopf streichen; ich kann einfach nicht schnell laufen. Mich nervt es, dass wir ein solches Rennen bestreiten müssen“. Als 23. erreichte sein Bruder Manuel das Ziel.

Bart Brentjens
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Bart Brentjens unzufrieden mit Platz zwei. Quelle/T-Mobile-Küstenbrück

Carsten Bresser (Ralph Denk Team) gab das Rennen chancenlos auf. Schon in der ersten Runde war der Pfälzer – wie andere deutschen Fahrer auch – vom regelwidrigen Verhalten mancher Kollegen betroffen. So trampelte die Masse der Teilnehmer einfach die Streckenbegrenzung nieder und kürzte in den aufsteigenden Serpentinen ab. Bresser & Co. hielten sich an die Regeln und fielen dadurch schon in der Anfangsphase weit zurück. Der Regelverstoß wurde übrigens von den UCI-Kommisären beobachtet, aber – trotz mehrerer Proteste – nicht geahndet.

Die Russin Irina Kalentieva setzte die Siegesserie des Multivan-Merida-Teams fort. Die Schlechtwetterspezialistin siegte in Abwesenheit ihrer Teamkollegin Gunn-Rita-Dahle souverän vor der polnischen Marathonweltmeisterin Maja Wloszcowska (Lotto PZU) und ihrer ebenfalls aus Polen stammenden Teamkollegin Anja Szafraniec.
Nina Göhl (Denkhaus Castelani) kam mit den harten Bedingungen gut zurecht und erreichte mit Platz acht als beste Deutsche die Olympianorm – allerdings ein Rennen zu spät. Für Bundestrainer Frank Brückner ist die erneute starke Leistung von Göhl ein weiteres Argument für eine Olympianominierung. Ihre direkte Konkurrentin um den dritten Startplatz für Athen, Sandra Klose (Fuji), stürzte in einer Abfahrt schwer und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Wer sich letztlich den dritten deutschen Startplatz für das olympische Damenrennen holt, wird wohl in der kommenden Woche entscheiden, wenn das Präsidium des Bund Deutscher Radfahrer tagt.

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